Warum berichten alle Medien meistens sehr einseitig?

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10 Antworten

Ist mir noch gar nicht aufgefallen. Allerdings kommt der Vorwurf oft von Menschen, die schlicht anderer  Meinung sind. 

Wenn alle Medien zu dem Schluss kommen, dass 2 mal 2 = 4 ergibt, dann ist das eben keine einseitige Berichterstattung sondern eine Tatsache. Wer will, kann ja immer noch glauben, dass 2 mal 2 = 5 ist. Irgend einen literarischen "Beweis" wird es da schon geben. 

Aber man darf sich dann eben nicht wundern, wenn man von seinen Mitmenschen irgendwann einmal als dämlich angesehen wird.

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Die Medien sind überwiegend einseitig links ausgerichtet, da hast du Recht (ich betone „überwiegend“, es gibt auch Ausnahmen). Ein Gradmesser sind immer die Berichte über die AfD. Fast in allen Medien kommt die AfD schlecht weg, in irgendeiner Form, sei es dass ihre Vertreter lächerlich gemacht oder als neue Nazi-Bedrohung dargestellt oder – wie in ARD /ZDF -schlicht totgeschwiegen werden (Ähnliches gilt auch für die CSU: da wird gerne von "Herumsödern" gesprochen). Diese Art der Berichterstattung bzw. Nicht-Berichterstattung kommt stets den Regierungsparteien, überhaupt allen Parteien im deutschen Bundestag zugute bzw. liegt in deren Interesse (Ausnahme: die Formulierung "Herumsödern"; dürfte der CSU nicht gefallen!). Daraus ist zu schließen, dass hier Staats- bzw. Parteigelder fließen. Die Presseorgane müssen heutzutage ums Überleben kämpfen, bei der Konkurrenz durch das Internet. Deshalb sind ihnen finanzielle Zuwendungen durch die Parteien hochwillkommen.

Man müsste mal untersuchen, bei welchen Zeitungen die SPD, die CDU bzw. die CSU finanziell beteiligt sind. Dann heißt es, wes Brot ich ess', des Lied ich sing'. Derartige Beteiligungen von Parteien an Presseorganen müssten verboten werden, weil sie die Pressefreiheit und damit die Demokratie untergraben, denn ohne Meinungs- und Pressefreiheit keine Demokratie! Erst aber müssten diese Beteiligungen offengelegt werden (was bisher nie geschehen ist, wohl aus Angst der betr. Journalisten, sie könnten –durch Druck der Parteien – ihren Job verlieren)!

 

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Kommentar von earnest
28.11.2016, 11:39

Nein, das SIND sie nicht, das ist nur deine Wahrnehmung, Haldor.

Und "daraus" (also der Kritik an z.B. der AfD) zu schließen, hier flössen "Staats- und Regierungsgelder, ist mehr als kühn. 

Das ist Verschwörungstheorie pur. Wenn auch auf etwas höherem Niveau als üblicherweise.

Es ist übrigens - zumindest für eine informierte Öffentlichkeit - recht deutlich, welche Blätter welcher Partei nahestehen. 

Du weißt das ja schließlich auch.

Und wenn die AfD "schlecht wegkommt": Vielleicht liegt das nicht an den bösen Medien, sondern an den angebräunten Parolen dieser Partei?

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Kommentar von vitus64
28.11.2016, 14:16

"Fast in allen Medien kommt die AfD schlecht weg ..."

Vielleicht liegt das ja auch an der AfD.

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Woher weißt Du dass sie das tun?

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Damit wir nur wissen, was wir wissen sollen. Ein dummes Volk ist ein folgsames Volk.. Wo sind die Verschwörungstheoretiker? :)

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Kommentar von earnest
28.11.2016, 07:49

Als solcher hat sich schon der Fragesteller geoutet.

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Kommentar von MJ1107
28.11.2016, 11:20

Keine Verschwörungstheorien sondern realität. Allem andere gebe ich dir 100% recht 

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weil sie nicht unabhängig sind. jede zeitung gehört zu irgend einem verlag, der zu irgend einer reichen familie gehört. und naja, wenn ich reich wäre, und mir eine zeitung gehören würde, würde ich auch nicht wollen dass die positiv über eine reichensteuer berichtet ^^ nur so als beispiel...

anderes beispiel mindestlohn. bedeutet, dass auch zeitungsausträger mindestlohn bekommen. kann also nicht unbedingt im interesse einer zeitung sein, das thema besonders positiv darzustellen.

achja, auch nicht zu verachten sind die anderen geldgeber einer zeitung, sprich die werbetreibenden, die inserieren. ein kritischer artikel über ein unternehmen, das auf der nächsten seite um neue kunden wirbt ist da wohl nicht von vorteil, wenn man es als partner behalten möchte.

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Man ist stets bis zu einem gewissen Grad "einseitig", wenn man einen Standpunkt einnimmt. Lediglich in den Schulen geht es mit dem Pro und Kontra dann ständig vielseitig zu, so dass sich keine bestimmte Haltung und Stoßrichtung ergibt, sondern ein ewiges "einerseits-andererseits". Im realen Leben kommt man damit auf keinen grünen Zweig, weil so handlungsgeschwächt. Ein bloßer Betrachter kann sich das dann eher erlauben. Das heißt nun nicht, dass stets die Schattenseiten einer Richtung in den Zeitungen ausgeblendet werden, so nun wieder auch nicht. Es ist vielmehr von Fall zu Fall verschieden.

Im übrigen ist deine Einschätzung undifferenziert, denn du übersiehst, dass trotz Bejahung einer Richtung auch mehr oder minder Gegenpositionen aufgezeigt werden, sofern sie sich im bürgerlichen Rahmen bewegen. Dies gilt zumindest für alle seriösen bürgerlichen Zeitungen wie FAZ, SZ, Zeit, Tagesspiegel u.a.m.

Solltest du hingegen BILD, Stern taz usw. lesen, dann erlebst du allerdings Einseitigkeiten von der beschränkten Art.

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"Medien" berichten gar nicht, sondern Journalisten. Die tun das auch nicht einseitig, sondern nach Maßgabe journalistischer Grundsätze.

Zumeist geben Journalisten lediglich wieder, was passiert ist oder geäußert wurde.

Das mag dann deiner Wunschvorstellung von Realität widersprechen. Aber da sind weniger die Journalisten die, die sich bewegen müssten...

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Ist ein dt. Problem. Political correctnes. Wegen unserer Vergangenheit.

Kann gewaltig nach hinten los gehen, irgendwann haben die Bürger die Nase voll von dem Gesülze. 

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Kommentar von Hiordis
28.11.2016, 05:36

Das ist nicht nur ein deutsches Problem. Irgendwem gehören Medien immer, entweder einer Privatperson oder Familie oder dem Staat als solches, und ob nun Deutschland oder ein anderes Land, man kann sich nicht darauf verlassen, dass diese höhere Instanz Berichterstattungen zulässt, die gegen ihre Interessen ist. Und das hat auch nichts mit unserer Vergangenheit zu tun. Oft geht es auch um finanzielle Dinge oder wie gesagt einfach um die Interessen der Instanz, die die Kontrolle über das Medium hat.

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Als Gegenreaktion zu den einseitigen populären Meinungen des hetzerischen Bevölkerungsanteils.


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