Frage von billardprooo, 107

warum bekommt man weniger bafög, wenn man bei seinen eltern lebt?

Ich beziehe mich hier auf die unterkunftskosten: Man bekommt nämlich einen Betrag von 250 €(2016), wenn man nicht bei seinen eltern wohnt, aber nur 52€, wenn man bei seinen eltern wohnt. Wir gehen von einer hypothetischen ALG2 bedarfsgemeinschaft aus, in der mutter & sohn zusammen leben. Die unterkunftskosten werden zur hälfte von der mutter und zur hälfte vom sohn getragen. Die hälfte beläuft sich hierbei bei ca. 200€. WIe soll man mit hypothetischen 52€ bafög-unterkunftskosten dem entgegenkommen, da wie wir wissen bafög alg2 normalerweise ausschließt. Bitte um Aufklärung :D.

Antwort
von Laury95, 66

Sei froh, dass du überhaupt bafög bekommst, meist wird das nur genehmigt, wenn man nicht mehr zuhause lebt. Könnte daran liegen, dass es so wenig ist.

Kann aber auch daran liegen, dass deine Eltern beim Vermögen oder Einkommen zu hohe Angaben gemacht haben, wenn sie ALG2 beziehen, müsstest du eigentlich mehr bafög bekommen.

Antwort
von auchmama, 57

Da Deine Angaben hier rein hypothetisch zum ALG 2 sind, dann soll doch Deine Mutter vielleicht mal einen Wohngeldantrag stellen!

Bei nur 52 Euro bzw. hypothetisch 250 Euro, wirst Du sicher auch noch Unterhalt vom Vater bekommen plus 190 Euro Kindergeld. Es sind also niemals insgesamt nur 52 Euro!

Kommentar von billardprooo ,

Vater ist Rentner & Mutter bezieht ALG II. Da kommt also kein unterhalt vom vater. Nach dem bafög rechner stehen mir 451€(399 Regelbedarf & 52 für die Unterkunft) zu. Kindergeld wird garantiert angerechnet, so wie es typisch ist, sodass ich davon nie einen cent sehen werde. Ich gehe mal davon aus, dass die Unterkunftskosten mit einem wohnkostenzuschlag gedeckt werden müssen vom sozialamt, da das bafög in der hinsicht nicht reicht, oder sehen sie es anders? Werde dieses Jahr nämlich anfangen zu studieren, und mache mich diesbezgl. schon schlau.

Kommentar von auchmama ,

In Kombination mit Hartz4 kenne ich mich da leider nicht genau aus, was vom Kindergeld z.B. angerechnet wird. Rechnet man aber das KG auf den Gesamt-Betrag vom Bafög, sind es 641 Euro.

Wenn ein Student alleine lebt, also Wohnung oder WG, hat er einen gesamt Anspruch von derzeit 670 Euro (inkl. Kindergeld) und muss davon alles allein bestreiten.

Übrigens soll wohl in diesem Jahr der Mindestbedarf auf 735 Euro angehoben werden, vielleicht gibt es ja dann auch beim Bafög eine Erhöhung. Einfach mal beim Bafög-Amt nachfragen.

Reichtümer bekommt aber keiner und damit müssen alle zurecht kommen. Vielleicht kannst Du ja noch einen kleinen Aushilfsjob machen?

Viel Erfolg und alles Gute

Kommentar von Laury95 ,

Kindergeld wird voll angerechnet bei ALG2

Antwort
von AiSalvatore, 74

Das Amt geht immer davon aus, dass die Eltern da eben Geld dazu geben können. Ich weiß, unrealistisch. Aber das juckt die nicht.

Kommentar von billardprooo ,

Jo, aber man kann ja nicht den begriff eltern so verallgemeinern, dass hartz4 beziehende eltern gleichgesetzt sind mit eltern mit gutem einkommen. Das bedeutet ja, dass man also ausziehen sollte als angehender student, welches aber etwas widersprüchlich ist, da man doch eigentlich in einer alg2 gemeinschaft bei seinen eltern leben sollte bis 25 oder 27.

Kommentar von auchmama ,

da man doch eigentlich in einer alg2 gemeinschaft bei seinen eltern leben sollte bis 25 oder 27.

Sorry, aber da hast Du etwas nicht ganz richtig verstanden! Wenn Du studierst und Dein Studienplatz nicht bequem von zu Hause aus zu erreichen ist, dann kannst Du jederzeit ausziehen und Dir z.B. ein WG-Zimmer suchen!

Die Grenze 25 Jahre zählt nur dann, wenn Du auch und ebenso Deine Eltern Hartz4 beziehen würdest und nichts tust! Gehst Du einer Ausbildung bzw. einem Studium nach, kannst Du gehen wohin Du willst, musst es Dir nur leisten können, was ja mit Bafög und KG durchaus möglich ist!

Kannst Du mir folgen?

Kommentar von billardprooo ,

jo klingt logisch & danke für deine Worte, ich bin gerade nur ein wenig verwundert darüber, wie schwer es angehenden Studenten aus einkommensschwachen Familien gemacht wird. Man wünscht sich doch einfach, dass man sich voll & ganz auf sein Studium konzentrieren kann. Aber nein, man soll am Besten dafür, dass man dem Arbeitsmarkt in der Zeit nicht zur Verfügung steht, bestraft werden, und vielleicht sogar nebenbei jobben gehen, welches die Leistungen natürlich runterziehen würde. Wie kann es außerdem sein, dass ich nie einen cent vom kindergeld sehe und sehen werde, nur weil meine mutter alg 2 bezieht, wodurch das Kindergeld angerechnet wird. Das ist benachteiligung in höchstform & hat nichts mehr mit Gleichberechtigung der Bürger zu tun. Just sayin'

Kommentar von AiSalvatore ,

Dude, beschwer dich beim Amt, ich kann da nichts ändern. Eltern, die wenig verdienen werden da genauso "zur Kasse gebeten" Außerdem zahlt man bei den Eltern i.d.R keine Miete, sein Lebensunterhalt wird quasi von den Eltern übernommen etc pp.

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