Frage von ghostwarrior95, 5

Warum bekommt man bei einem trenntrafo keinen elektrischen schlag?

Und wann genau bekommt man einen elektrischen schlag? Vielen Dank

Antwort
von Halswirbelstrom, 3

... weil die Potenzialdifferenz zwischen Erde und jeweils einem Anschluss der Sekundärspule des Trenntafos 0 Volt beträgt.

Gruß, H.

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Elektronik & Elektrotechnik, 3

An der ausgangsseite deines trafos ist (hoffentlich) nichts geerdet. das heißt, wenn du z.B. mit der linken hand an ein bauteil kommst, was mit dem Netz hinter dem trafo verbunden ist, kann kein strom duch deinen körper fließen, weil er nirgends abfließen kann...

ganz in sicherheit wiegen würde ich mich aber auf keinen fall, denn erstens kann es durch kapazitive kopplung immer mal zu ungewolltem stromfluss kommen und zweitens schützt dich der trenntrafo nicht, wenn du zwei spannungsführende stellen zu gleich berührst.

lg, Anna

Antwort
von JeffreyR, 5

Der Trenntransformator hat keine Verbindung mit dem restlichen Stromkreis. Der Strom wird also getrennt.... das macht man mit 2 Spulen, die eine erzeugt ein Magnetfeld wodurch bei der anderen Spule die Elektronen in Bewegung kommen (Strom).

Beim normalen Stromnetz ist der Stromerzeuger (Atomkraftwerk, Solaranlage.....) immer geerdet. Wenn man da eine Phase berührt fließt der Strom über dich in die Erde, zum Stromerzeuger und wieder in die Leitung in deinen Körper.

Beim Trenntransformator hat man einen eigen Stromkreis der nicht geerdet ist. Wenn du da eine Phase berührst passiert nichts da kein geschlossener Stromkreis vorhanden ist.

Wenn man aber beide Phasen berührt fließt der Strom über dich in die andere Phase. Das hängt aber auch noch vom Körperwiderstand ab. Normalerweise hat man 1000 Ohm widerstand, wenn die überbrückte Strecke mehr widerstand hat (über 1000 Ohm) dann fließt ein großer Teil über deinen Körper. Wenn die Strecke jedoch weniger hat fließt trotzdem noch was, nur nicht so viel.

Das ist jedoch meistens auch noch besser wie im normalen Stromnetz da man die 2 Phasen höchstwahrscheinlich mit den Händen berührt und der Strom weniger Strecke durch deinen Körper zurücklegt wie wenn du den Strom über deine Hand, ins Bein und dann über den Boden zum Erzeuger schickst.


Falls Fehler vorhanden sind gerne verbessern, bin seit 3 Monaten in der Ausbildung. 




Kommentar von Mikkey ,

seit 3 Monaten in der Ausbildung

dafür ist's schon gut erklärt

Antwort
von fuji415, 5

Als Trenntransformator wird im engeren Sinne ein Netztransformator bezeichnet, der die Netzspannung im Verhältnis 1:1 auf eine Sekundärwicklung überträgt, welche durch eine sogenannte Schutztrennung (galvanische Trennung) von der Netzspannung führenden, auf Erdpotential bezogenen Primärwicklung, getrennt ist. 

Das wird durch eine verstärkte oder doppelte Isolierung erreicht.

Um den Schutz zu gewährleisten, darf keine elektrische Verbindung der Sekundärseite mit Erdpotential bzw. dem Schutzleiter oder anderen Leitern der Primärseite betriebsmäßig vorhanden sein. 

Dadurch kann bei einem einpoligen, fehlerhaften Erdkontakt, beispielsweise über eine Person, die sich auf Erdpotential befindet und einen Leiter der Sekundärseite berührt, kein Stromfluss entstehen. Der Transformatorkern kann geerdet sein.

Beim Anschluss von zwei Geräten am Trenntransformator müssen die Gehäuse der Verbraucher miteinander auf ein erdfreies gleiches Potenzial geführt werden (erdfreier örtlicher Potentialausgleich). 

In Reparaturwerkstätten muss jedoch jedes Gerät an einen separaten Trenntransformator angeschlossen werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Trenntransformator

Kommentar von kuku27 ,

Schöne Beschreibung, nur ein Trenntraffo muss nicht unbedingt 1:1  sein.

Jeder Traffo bei dem die primäre und Sekundäre Spule getrennt sind ist ein Trenntraffo. Anders ist es beim Spartraffo.

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