Umfrage von bluespace 15.02.2012

Warum bekamen damals beim VDH nur 4 Welpen Papiere, wurden auch mehr als 4/5 Welpen getoetet?

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Ist eine Hündin mit mehr als 4 Welpen überbelastet? 0
Kann man bei grade geborenen Welpen Qualitätsunterschiede feststellen 1
  • Hilfreichste Antwort von Birgitwunder 15.02.2012
    21 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es waren 6 Welpen und die " überschüssigen " mußten tatsächlich euthanasiert werden. Ich habe das noch im Zwingerbuch stehen und wir hatten damals vorsorglich Ausnahmegenehmigung erwirkt. Da war aber der Umbruch bereits vorherzusehen !

    Der Gedanke war, die Mutterhündin nicht zu überlasten und nur die stärksten Welpen aufzuziehen. Man kann schon sehr gut Unterschiede bei neugeborenen Welpen erkennen ! Beide obige Überlegungen konnten jedoch grundsätzlich widerlegt werden, da der versierte Züchter ausgleiched eingreifen kann. Die Auswahl Kriterien waren wirklich Gewicht, Agilität und Farbe, jedoch auch Geschlecht. Immer eher pro Rüde, als Hündin :-(( Natürlich wurden ersichtlich kranke, behinderte und fehlfarbene Tiere sowieso entsorgt. Das hat nicht nur der VDH auf seiner Kappe, sondern SÄMTLICHE Züchter, auch vor dem 3. Reich ....Zuchtpolitik galt eher der Sache Hund, als dem Freund und Lebewesen. Nur mit ersichtlich guten Nachwuchs konnte man -- weit weniger, als heute -- etwas erreichen.

    Die tendenz, wieder zu der Reglementierung zurückzukehren, ist auf den Unwillen mancher zurückzuführen, seiner Aufgabe als Züchter gründlich nachzukommen-- frei nach dem Motto : Nur der Stärkere überlebt....

    Sehr schade, aber ich denke nicht, daß sich sowas durchsetzen wird....weil nicht weil man so human ist, sondern weil Züchter mit großen Würfen versucht sind, Geld zu verdienen !

  • Antwort von YarlungTsangpo 15.02.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es gibt auch noch heute Zuchtvereine bei welchen es heisst: Welpen 4/5, davon 3/2 belassen ... Das nur am Rande. Da werden die Züchter jetzt aber aufschreien ;o)))

    Ab den 1980er Jahren mit einem geänderten Tierschutzgesetz, welches das Töten von Wirbeltieren ohne Grund verboten hatte musst dann der Züchter selbst ....(Tierarzt hat das nicht mehr übernommen)

    Denn die Rassezuchtvereine haben "etwas Zeit" gebraucht sich umzustellen...

    Es war dann erlaubt überzähligen Welpen eine Amme zu suchen ... Flaschenaufzucht war verboten, weiterhin.

    Nun leben Hunde nicht draußen in der Natur, sondern beim Züchter - oft in dessen Wohnzimmer oder in einem extra Welpenzimmer unter der Wärmelampe. Da gibt es keine "natürliche Selektion"

    Bei Eberhard Trumler "Mit dem Hund auf Du" und in anderen seiner Bücher ist der Biotonus-Test für Welpen beschrieben und: Der funktioniert um schwächliche Welpen die keine Lebenschance in der Natur haben würden zu erkennen!!

    Das heisst solche Welpen sind nicht geeignet um mit ihnen weiter zu züchten.

    Das könnte jeder Züchter auch heute noch machen und solche Welpen dann eben mit entsprechendem Vertrag und einer Auflage sozusagen kostengünstiger abgeben...

    Macht aber keiner! Warum, dazu muss ich nix schreiben, ist eben so.

    Im Biotonus Test schlechter abschneidende Welpen überleben aber ohne weiteres beim Menschen ... Es kann aber bei einer guten Wurfkombination vorkommen, dass von 8 Welpen 8 Welpen Biotonus Note 1+ und 1 bis 2+ erhalten ... Was dann?

    Im Fall von Aufzuchtbeschränkungen - welche immer als Schutz der Mutterhündin erklärt werden - ist eine Tötung ab 6 Stück mit nichts gerechtfertigt. Ebenso nicht ein Abgeben unter der Hand ohne Papiere.

    Welpen wurden "gemerzt" wenn sie Fehlfarben haben. Wenn sie Hündinnen waren, oder Rüden - je nach Rasse unterschiedlich. Aus dem Kleinsten Welpen kann sich (wie bei Trumler auch beschrieben) bei gutem Biotonus der Beste Hund in diesem Wurf entwickeln.

    Es gibt Hunderassen - Deutsche Dogge u.a. welche durchaus im Schnitt bis zu 12 Welpen haben und hatten....

    Diese Art der Selektion ist mit nicht gerechtfertigt und gehört in den Bereich Folterkammer der althergebrachten Hundezucht

    In Hirtengesellschaften wurden überzählige, die der Hirte nicht brauchen oder verschenken konnt der Strasse überlassen, das waren dann die Straßenhunde und...für den Fall dass die Staupe z.B. eine Hundepopulation hinwegrafft "die dritte Reserve"

    Deren Einfluss hat also genetische Flaschenhälse verhindert. Aber heute geht es eben um Papiere und Geld und ...

  • Antwort von James131 15.02.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Also die grossrassen hatten und haben wie einige ueberzuechtete rassen eher selten grosse wuerfe. Das nur mal am anfang.

    Desweiteren halte ich die praxis jeden auch nur annaehernd tauglichen hund papiere zu geben und zur zucht zuzulassen fuer eine verfehlte politik. Nein, es geht nicht um den preis, auch nicht darum die hunde zu toeten, sondern darum bei der (erhaltungs)zucht nur die besten hunde weiter zu nutzen.

    Wildhunde und Woelfe ... Canien, haben sicher mehr als 4 welpen .... wie viele dieser welpen ueberleben aber die ersten 1,5 jahre und warum. Dieses argument scheint nicht zu gelten oder? Genau das war der grund ... es sollten nur hund weiter in der zucht bleiben, die geeiggnet waren die rasse in der gewuenschjten form ... damals primaer einsatzgebiet ... zu erhalten.

    Hunde nur dann als wertvoll anzusehen ... also weiter zur zucht zu nutzen ist und war bestandteil der hundezucht. Es ist aus guten gruenden wenig sinnvoll untaugliche hunde zu zuechten. Sicher ist es in weiten teilen der industriestaaten nicht mehr ueblich, aber hunde wurden und werden gezuechtet um eine spezifische aufgabe in einer spezifischen umgebung zu erfuellen. Wenn das grundlage der zucht ist, dann machtz es wenig sinn hunde zur zucht zuzulassen, die aufgrund ihrere eigenschaften ungeeignet sind diese aufgabe zu erfuellen. Richtig, heute dient die mehrheit der hunde noch als dekoartikel und wird nicht mehr sinnvoll eingesetzt. Die konsequenzen sind ja auch an vielen stellen nicht zu uebersehen.

    QWenn ich Dich richtig verstehe bist Du dafuer, dass jeder hund soweit vermehrt werden soll, bis selbst die letzte einsatzfaehige linie nicht mehr in der lage ist zu arbeiten? Nun .... zumindest in .de ist das ziel ja fast erreicht

  • Antwort von Alphawoelfin992 15.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Im Buch "Mit dem Hund auf du" wird das so ziemlich am Anfang erklärt und am Ende gibt es auch eine Begründung dafür. Das Buch wurde vom Verhaltensforscher Eberhard Trumler geschrieben.

  • Antwort von manteltiger 15.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Nein, daß stimmt meines Wissens so nicht!!!!!! Wenn eine Mutterhündin mehr als 6 oder acht Welpen gebar, verlängert sich die Zeit, in der sie wieder belegt werden darf. Ich habe aber noch nicht gehört, dass ein grosser Wurf keine Papiere erhalten hat. Dass die Züchter nicht begeistert sind, wenn sich die Belegzeit der Hündin nach Hinten verschiebt, dürfte wohl klar sein. Deshalb haben die Züchter oftmals Fehlfarben, kranke Hunde, schwache Hunde aussortiert. Außerdem ist ja nicht klar, daß die Hunde mit oben erwähnten Gebrechen (außer Fehlfarben) durchkommen würden; deshalb wurde oftmals vorher "aussortiert". Auch die Natur sortiert aus; hier überleben nur die Starken und Gesunden. Da etwas verwerfliches Herauszulesen würde vermutlich niemandem einfallen. Und ich glaube auch, um die Gesundheit unserer Hunde wäre es noch viel schlechter bestellt, würde diese Praxis nicht angewandt werden. Außerdem hat sich hier die Zuchtpraxis wohl zum Positiven verändert. Wegen einer Fehlfarbe z.B. wird bei guten Züchtern keiner mehr "weg gemacht". Und wegen der Gesundheit? Wenn ich sehe, was für Schindluder in der Deckerei bei Vermehrern und upsa-Würfen getätigt wird; was sollte der VDH da tun? LG manteltiger

  • Antwort von benthos 15.02.2012

    Zu meiner Zeit, noch vor 20 Jahren bekamen alle Welpen Papiere, auch bei mehr als 6 Welpen.Manche Züchter machten sich die Mühe, eine Amme zu finden für überzählige Welpen oder fütterten mit Welpenmilch zu. Die Zuchthündin durfte dafür aber eineinhalb Jahre später erst wieder belegt werden. Viele Züchter töteten Welpen, um ihre Hündin wieder früher belegen zu können. Schrecklich und sinnlos fand ich, dass tatsächlich z.B. weiße Boxer gar nicht aufgezogen wurden, weil sie als rassefehlfarbig bezeichnet wurden. Käufer haben sich damals noch schwer gefunden und somit wurden die sog. 'Fehlfarben' ausgesondert. Dabei waren gerade die Weißen die kräftigsten und typichsten Genossen ihrer Art . In Zucht- kreisen hörte ich, dass man auch weiße oder die sogenannten 'überzähligen' noch vor Eintreffen des Zuchtwarts beseitigte, dass in den Papieren eben nur 6 Welpen oder darunter, auftauchten. Meiner Meinung ist heute mehr erlaubt. Der Tierschutz verbietet auch ein Einschlä- fern von gesunden Welpen - deshalb wird der VDH auch eine ordentliche Zucht- politik betreiben, um Züchter nicht in Versuchung zu bringen. L.G. Bth

  • Antwort von wonderbold 15.02.2012

    Vielleicht um die Verkaufspreise hochzuhalten.Hunde ohne Papiere bringen ausserdem weniger Geld.

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