Frage von BeauTiiQueeN123, 120

Warum beißt mein Hund andere Hunde?

Hallo zusammen,

Mein Hund (Australien Shepherd) ist eigendlich ein super verträglicher Hund. Er hat viele Hubdefreunde mit denen er Tag täglich spielt und bisher ist nie was passiert. Seid einigen Wochen aber fängt er während dem Spielen aus dem nichts an zu beißen. Heute hat er sich in einen anderen Hund richtig fest gebissen. zuhause ist er ein total lieber Hund,normalerweiße auch bei anderen Hunden.

Lg

Antwort
von Unsinkable2, 17

Warum beißt mein Hund andere Hunde?

  1. Weil es ein Tier ist.
  2. Weil es ein Hund ist.
  3. Weil du versagt hast.

So bitter (und neu) es für dich vielleicht ist: Alle drei Punkte treffen zu.

  • Dein Hund ist - trotz "super verträglich" und allen erdenklichen positiven Attributen, die die Leute ihren Hunden andichten - immer noch ein Tier. Und als solches handelt es instinktiv. Und als Hund hat er aus Hundesicht "das Richtige" getan.
  • Du, als "Rudelführerin", hast versagt, weil du den Streit nicht schon in den Anfängen geschlichtet bzw. seine Ursachen beseitigt hast.

Gewöhne dich an den Gedanken: Hunde sind Tiere. Sie handeln instinktiv. Und du kannst ihnen 100 Mal erklären, dass du eine "Hausordnung" hast, an die sie sich gefälligst halten sollen: Sie werden trotzdem instinktiv handeln.

Deshalb ist es dein (lebenslanger) Job, deine Funktion als "Rudelführerin" auszufüllen und deinem Hund Grenzen zu setzen, die er besser nicht überschreiten sollte. Das wird erst an dem Tag enden, an dem dein Hund stirbt. 

Finde also heraus, was genau ihn so aggressiv macht. Und dann lerne, die Vorzeichen der Aggression zu erkennen. Sobald du deine Hausaufgaben als Rudelführerin gemacht hast, ist es dein Job, dem "Fehlverhalten" angemessen entgegen zu wirken. Im Idealfall, indem du die Situation aufklarst, bevor es soweit kommt.

Nochmals: Das ist DEIN JOB. Nicht seiner. Es sind DEINE HAUSAUFGABEN, die dir niemand - auch ein "Hundetrainer" oder eine "Hundeschule" nicht - abnehmen kann.

Beschäftige dich mit deinem Hund! Lerne seine Psychologie kennen; lerne, wie ein Hund zu denken! Studiere sein Verhalten. Es gibt zahllose hervorragende Studien und Bücher über Hunde. Kaufe sie dir. Am besten alle. Und dann lies sie aufmerksam durch. 

Aber vergiss über der ganzen Theorie die Praxis nicht: Studiere vor allem deinen Hund. In jeder erdenklichen Situation. Und analysiere sein Verhalten: Warum hat er jetzt dies und nicht das gemacht? Welche Anzeichen gibt es, die mir zeigen, dass er gleich sanft, zornig, ungeduldig, übermütig oder sonstwas wird? 

Und dann lerne, ihn zu steuern: Wie kann ich erreichen, dass er von ängstlich auf gehorsam umschaltet? Wie kann ich erreichen, dass er seine aufsteigende Ungeduld bremst? ... Es gibt unzählige Dinge, die du tun können solltest, wenn du ihn sicher im Griff haben willst.

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WICHTIGSTER TIPP ÜBERHAUPT: BRINGE DEINEM HUND DEN "unbedingten Abruf" BEI. Trainiere also so lange mit ihm, bis du ihn aus JEDER BELIEBIGEN SITUATION bedingungslos abrufen kannst. 

Ganz egal, was er gerade tut oder nicht tut: Wenn du rufst, MUSS er antraben.

Das ist das sicherste Mittel, deinen Hund aus - für ihn, dich oder andere - gefährlichen Situationen herausholen zu können.

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Dein Aussie ist ein Hütehund. Er will auch - und vor allem - geistig ausgelastet werden. Toben ist gut für das Sozialverhalten und die Kondition. Doch sein Kopf läuft leer. Das ist so, als würde man dir das Reden verbieten, weil niemand dir zuhören will. Das hältst du eine Weile aus. Doch irgendwann bist du hochgradig frustriert. 

Geh mit ihm zum Agility oder Dogdance. Mache mit ihm Trickspiele oder suche irgendwas anderes, das ihn geistig herausfordert. JEDEN. VERDAMMTEN. TAG. 

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Wenn du all das beherzigst, wirst du schon bald wieder einen ausgeglichenen Hund an deiner Seite haben.

Und ja, das ist "stressig". Vor allem, weil man "von Mensch auf Hund umschulen" und praktisch alles durch Hundeaugen sehen lernen muss. Aber so ist das Leben mit einem Hund, der größer als ein Tetrapak ist, nun einmal. Herzlich willkommen in der Welt der Hunde!

Antwort
von spikecoco, 43

Aus Spiel kann halt auch Ernst werden, wenn z.b die Hunde sich zu schnell aufheizen und Besitzer nicht die Anzeichen erkennen, wenn es droht aus dem Ruder zu laufen. Dazu kommt der Hütetrieb, der kann auch schon mal bei einen Aussie extrem werden, wenn er nicht ausreichend erzogen, gefordert ist und die Hunde sich selber überlassen bleiben beim der Interaktion mit Artgenossen. Er wird erwachsen und das tägliche "Spiel" sollte überdacht werden und ihn sollte ein Alternativprogram geboten werden, z.b Sucharbeit.  

Kommentar von BeauTiiQueeN123 ,

Hütetrieb hat er trotz der Rasse überhaupt keinen. Und er ist eigentlich sehr gut erzogen und ausgelastet auch.ich versteh es einfach nicht 

Kommentar von spikecoco ,

ihr achtet nicht auf die Kommunikation der Hunde untereinander, das "Spiel" heißt sich auf und keiner von euch Besitzern greift rechtzeitig ein. Gerade wenn sich das Problem seid Wochen verfestigt frage ich mich, wo eure Verantwortung ist. Ehe euer Aussie aus dem Ruder läuft, sucht euch einen Trainer der bei dem Problem hilft.

Antwort
von adventuredog, 44

Das kann viele Gründe haben.

Da von uns hier niemand dabei war, kann man nur vermuten.

Meine Vermutung: der Hund hat auch mal einen schlechten Tag, oder er wird langsam erwachsen und lässt sich von anderen nicht merh alles gefallen. Hunde können sich nunmal nur mit den Zähnen wehren.... ausser ihr Besitzer erkennt die Vorzeichen rechtzeitig und schützt ihn bzw nimmt ihn rechtzeitg zurück.

Auch ein Aussie ist ein Arbeitstier und kein Kuschelhund

Such dir eine kompetente Hundeschule!

Kommentar von BeauTiiQueeN123 ,

Aber dann würde er doch nicht so zubeißen oder ? 

Vorallem hat der andere Hund ihm nichts getan. Er fing aus dem nichts an, die beiden haben ja vorher noch miteinander gespielt. 

Kommentar von adventuredog ,

Es fängt NIE aus dem Nichts an. Erwachsene Hunde spielen nicht wie Kinder, da geht es immer um was. 

Auch Hunden platzt mal der Kragen, vermutlich hat der andere übertrieben - aber eben: ich war nicht dabei.

Kommentar von adventuredog ,

google mal

spielen Hunde wirklich?  und du wirst viel Lesens- und Wissenswertes darüber finden. Beispielsweise:

http://about-tibetan-terrier.blogspot.ch/2013/06/der-will-ja-nur-spielen-spielen...

Kommentar von BeauTiiQueeN123 ,

Ok danke 

Antwort
von neununddrei, 60

Wurde er selber mal angegriffen?

Ich empfehle einen guten Trainer der die Situation beobachten kann und daraus Schlüsse ziehen kann.

Irgendwelche Vermutungen helfen dir nicht weiter.

Solange die Ursache nicht klar ist, würde ich ihn nicht mehr von der Leine lassen.

Mein Boxer wurde  mit 1 Jahr im Rudel angefallen. Es war ein bis dato unauffälliger Rüde der ihn Angriff. Meiner wollte im Überschwang "nur" aufreiten.
Seitdem war er ein Angstbeißer was nur mit viel Training zu händeln war.

Ich wünsche euch viel Erfolg!

Kommentar von BeauTiiQueeN123 ,

Ja er wurde einmal angefallen aber der andere Hund hatte zum Glück ein Maulkorb an so das nichts passiert ist. Aber danach hat er selbst auch nicht angefangen damit. 

Wie gesagt es ist jetzt erst seid ein paar Wochen so. 

Kommentar von neununddrei ,

Ich vermute mal das da doch was hängen geblieben ist. Wie alt ist dein Hund?
Zumindest jetzt das er sich einmal festgebissen hat.

Auch dir dringend einen Trainer.
Glaube kaum das du das allein raus kriegst.

Eventuell hilft auch der Tierarzt um schmerzen auszuschließen.

Kommentar von BeauTiiQueeN123 ,

1 Jahr und 5 Monate ist er. 

Kommentar von neununddrei ,

Könnte auch an der pupertät

Kommentar von neununddrei ,

Liegen.
Wie lastet ihr ihn denn aus?
Geht ihr zum Hundesport?

Kommentar von BeauTiiQueeN123 ,

1. durch die Spaziergänge bei denen er auch viel mit anderen läuft und wir machen Agility.

Antwort
von Emmakili, 17

Wie alt ist er denn? Kastriert? Such dir ne gute hundetrainingsschule...dann wird das schon...

Kommentar von Emmakili ,

Jetzt hab ich's gelesen..1jahr 5monate..der kleine wird langsam aufmüpfig..Grenzen testen usw..bester Zeitpunkt um ne hundeschule zu besuchen..KEIN Einzeltraining!

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