Warum behauptet fast jede Relegion das sie gewaltlos ist?
Ich beschäftige mich seit längerem mit dem Thema Weltrelegion. Fast jede Relegion predigt Gewaltlosigkeit, aber ich habe bis jetzt nur eine gefunden die das auch wirklich praktiziert. Warum halten sich weder Christen, Hindus und Moslems an ihre eigenen Regeln? Es mögen vielleicht wenige sein die aus der Reihe tanzen, aber warum dürfen diese sich dann noch dem Glauben zugehörig fühlen?
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Was Jesus gepredigt hat und was die Kirche daraus gemacht hat, sind zwei Paar Schuhe. In vielen Religionen wird zwar Gewaltlosigkeit gepredigt, aber gilt sie öfters nur in der eigenen Gemeinschaft. Andersdenkende werden als "Ungläubige" gehandelt und moralbedingte Fragen werden immer unter Bezug auf das eigene religiöse System geklärt. Lehren werden bewusst oder unbewusst falsch ausgelegt, um u.a. Machtpolitik zu betreiben. Natürlich wird auch missioniert, in der Vergangenheit öfters mit dem Motto:
Und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein.
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Prinzipiell muss gesagt sein, dass jede Religion ist für ihre Gläubigen eine Moralische Instanz ist. Jede Religion behauptet von sich, dass sie den Menschen, den Gläubigen, den Weg zu Gott und in ein anderes Leben weise.
Und um zu Gott zu gelangen, sei es nötig, Gottes Willen auf Erden zu erfüllen und dieser Wille, der würde von der betreffenden Religion und ihren vermittelnden Organen (den Priestern etc.) verkündet.
Und dann wird aufgezählt, was der Gläubige alles vermeiden und machen soll.
Dazu gehört auch Gewaltlosigkeit (in einem ganz bestimmten Ausmaß) ... also das Nichtanwenden von Gewalt.
Das ist eine Forderung, ein Gebot ... kein Zwang ... und wenn es selbstverständlich wäre, dass wir Menschen gewaltfrei lebten, dann bräuchte es keine Aufforderung einer Kirche oder einer Religion, dies zu tun.
Wo Menschen sind, da menschelt es ... und Gewaltbereitschaft ist in unseren Genen ... ohne Gewaltausübung könnten wir alle nicht leben und nicht überleben.
Das Leben besteht aus mehr oder weniger Kampf und es gibt keinen Kampf ohne Gewalt, egal ob das nun ein geistig-seelischer oder ein materiell-körperlicher Kampf ist.
Und jene Religion, welche den Gewaltverzicht zu ihrem obersten Ziel erklärt ... die "übertreibt" und idealisiert ... aber ... auch sie und ihre Vertreter können NICHT ohne JEGLICHE GEWALTANWENDUNG überleben.
Und ... jeder, aber auch jeder Glaube, jede Religion hat Gläubige, welche gegen die Gebote und Verbote ihrer Religion verstoßen ...
UM es noch präziser zu formulieren, es gäbe keine einzige Religion, wenn alle Gläubigen dieser nur dann angehören dürften, wenn sie, die Bekenner, nicht gegen die Religionsgesetze verstoßen würden.
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Gott sandte die Bücher und Gebote über die Propheten auf die Erde. Was die Menschen daraus machen, ist eine andere Sache.
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Weil "Wir treten jedem ins Gesicht, der nicht zu uns gehört" ein schlechter Werbeslogan ist...
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Keine Religion ist ein eigenständiges Etwas, das irgend wann die Welt gesetzt wurde. Eine Religion ist eine Lehre, die von Menschen vertreten wird. Und da fast jeder Mensch die Überzeugungen, die er für gut und sinnvoll hält, gern an seine Mitmenschen weiter vermittelt, kommt es zu 'missionarischen' Bemühungen. Diese unterliegen nun aber naturgemäß den gleichen Bedingungen, wie jedes Produkt, das 'an den 'Mann-Frau gebracht' werden soll, es muss gut präsentiert werden, wenn es gefallen soll. Und damit sind wir beim Thema: Eine Religion kann nur dann gut vermittelt werden, wenn sie attraktiv ist, wenn sie Werte hoch hält, die für die zu Bekehrenden vorrangig von Bedeutung sind. Dazu gehören etwa das Versprechen von ewigem Leben, von Sündenbefreiung, von einem Leben in Harmonie, in Glückseligkeit, in Angstfreiheit und in Liebe. Keineswegs darf da ein Element auftauchen, das als typisch bedrohlich gesehen wird. Und genau die 'Gewalt' wird immer mit Kampf, mit möglichem Scheitern und Untergang, mit Verlust und Verletzung assoziiert. Bilanz: Alle Religionen waren stets bemüht, zunächst einmal ihre spezifischen Botschaften als Botschaften der Gewaltfreiheit zu deklarieren. Nur dann konnten sie sich der freudigen Erwartung der möglichen Gläubigen sicher sein.
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Weil Religion von Menschen gemacht wird.
Und die sind fehlbar. Übrigens kannst Du ruhig auch den Buddismus mit erwähnen. Auch der wurde nicht immer gewaltfrei praktiziert.
Kommentar von raylelandrayleland 29.07.2011dafür kenne ich den Buddismus noch zu wenig. Dachte eigentlich das der Bud. die Gewaltlose Religion ist. Aber lerne gern dazu
Kommentar von ImmofachwirtImmofachwirt 29.07.2011Alle Religionen sind gewaltlos.
Nur diejenigen, die sie betreiben nicht.
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Religionen, gerade Weltreligionen, haben keine große einheitliche Lehre, viele Details stammen von den religiösen Untergruppen.
Zum Thema Frieden gibt es 3 wichtige Einstellungen:
1) absoluter Friede, keinerlei Gewaltanwendung
2) bedingter Friede
3) nie Friede
Zu 1) gehören einige eher unpopuläre Formen der Religionen, die häufig sehr philosophisch angehaucht sind. Ich würde hierzu Quäker zählen und möglicherweise eine frühe Form des Taoismus, bevor er zur Staatsreligion wurde.
Zu 2) geehören viele bekannte. Islamisten z.B. predigen auch Friede, aber den wollen sie erst, wenn die ganze Welt islamisiert ist.
Zu 3) fällt mir kein Beispiel ein - vielleicht gibt es auch gar keins.
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Jesus sagte: "...daran werden alle erkennen, das ihre meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.". Fast jede Religion behauptet Gewaltlosigkeit und stehen, tun sie dafür nicht. Also können sie nicht Jesu Jünger sein. Die Religion die Jesus getreu nachfolgt, würde weder in den Krieg ziehen, noch irgendwelche anderen Handlungen vornehmen, die Menschen schaden und sie würde sich vor allem um die eigenen Mitglieder kümmern, aber aus Liebe die anderen Nicht-Mitglieder auch nicht vernachlässigen. Und Jesu Nachfolger würden jeden aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, der sich nicht an dieses Gebot Jesu hält, insofern er nicht sein Leben ändert. Die einzige Religion, die sich so genau an die Gebote und Lehren Jesu und Gottes hält, sind die Zeugen Jehovas.
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Weil skrupellose, intelligente Menschen mit Hilfe von gutgläubigen dummen Menschen "Religion" zu ihrem Nutzen ausnutzen um Macht, Ansehen und Reichtum für sich zu sammeln. Marx meinte mit seiner Behauptung "Religion ist Opium fürs Volk" nichts anderes! Meine Meinung hierzu: Gelobt sei der Herr im Himmel, aber das Bodenpersonal lässt oft zu wünschen übrig! Ob Islam oder Christentum, Judentum oder Hinduismus, die "großen" Glaubensgemeinschaften an sich gibt es als "Einheiten" nicht. Splittergruppen, die den jeweiligen Auslegungen ihrer "Heilsbringer" nachfolgen und sich entsprechend zur "Kasse" bitten lassen, verhindern immer wieder eine Annäherung der Glaubensgemeinschaft. Offiziell wollen alle "Frieden", tatsächlich aber "nur" unser Bestes........ UNSER GELD! Chiliheadz.
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So weit ich weiß ist der Jainismus die einzige Religion die absolute Gewaltlosigkeit propagiert und auch lebt. Ghandi hat aus ihr die Idee für die gewaltlosen Proteste entnommen.
Die drei ethischen Grundprinzipien des Jainismus sind Ahimsa (Gewaltlosigkeit gegenüber allen Lebewesen), Aparigraha (Unabhängigkeit von unnötigem Besitz) und Satya (Wahrhaftigkeit). Wegen des Ideals der Nichtverletzung von Lebewesen ernähren sich Jainas ausschließlich so, dass weder Tier noch Pflanze dafür sterben müssen.
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weil sie sich nicht auf das besinnen können,was die essenz der religion ist. sie verdrehen durch überflüssiges denken die simple fähigkeit des liebens.
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Es ist eigentlich nur eine Fassade die Religion X ist
gewaltlosaber sie Kämpfen für ihren Gott so wird für sie Gewalt zu Verehrung.das ist meine Ansicht man muss sie nicht teilen aber ich sehe es so.
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Antwort von christlichkeit 29.07.20111 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Hallo! Religion ist eine,, Art "der zusammengehörigkeit.Wobei du Religion nicht mit GLAUBEN verwechseln solltest.In meinen Augen ist Religion mehr eine Politische Ansicht (gibt natürlich immer Ausnahmen )Aber der Glaube an Gott ist eine stärkere Macht und wird (wenn es Aufrichtig gemeint ist ) dir den richtigen Weg zeigen.Gewalt kommt nicht aus Glauben sondern von uns Menschen.Alles Gute und Gott schütze dich!!!!!!!!
Kommentar von raylelandrayleland 29.07.2011Gut das heißt also an was ich glaube hat nichts mit denen zu tun die diesen Glauben predigen oder missbrauchen?
Kommentar von christlichkeit 29.07.2011Ja könnte man so sagen,:Spruch aus der Bibel:hört auf ihre Worte,aber achtet nicht auf ihr tun.
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Nun,sollen sie was anderes sagen?
Kommentar von raylelandrayleland 29.07.2011Das ist mir schon klar, das sie nicht mit Gewalt neue Mitglieder kriegen. Aber wie scheinheilig ist das bitte.
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Weil keiner gerne zugibt, daß fast alle Kriege Glaubenskriege sind.
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Was die Menschen oder die kirchlichen Vertreter daraus machen und was geschrieben steht, sind 2 Paar Schuhe. Religion und Glauben sind nicht dasselbe.
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Also ich kenn bis jetzt nur die Pastafari´s die wirklich harmlos sind.
Tja und die Menschen hauen sich nunmal gern gegenseitig tot und mit der Religion haben sie ne schöne Ausrede dafür
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Antwort von biuuu 29.07.2011
weil sich damit besser bauern fangen lassen
Danke für den Stern ;).
Danke für die Antwort
So friedlich war der auch nicht:
http://www.bibelkommentare.de/index.php?page=qa&answer_id=536
Der Bibelkommentar ist ein sehr gutes Beispiel dafür wie sehr Apologeten kämpfen müssen, um die Bibel zu verteidigen, da die Bibel ein schlechtes Buch mit vielen Widersprüchen.
In dem Link wird eine absolut lächerliche Umdeutung der Worte vollzogen.
Die Deutung von Texten ist nicht auf die Bibel beschränkt!
Jeder Text will interpretiert werden und manche Texte müssen interpretiert werden, um sie im historischen oder gesellschaftlichen Kontext überhaupt zu verstehen.
Genau deshalb gibt es das sogenannte Juristen-Deutsch, das Interpretationen ausschliessen soll, eben um Missverständnisse bei Gesetzen, Verordnungen oder Urteilen zu unterbinden.
Wer schon einmal komplexe Texte gelesen hat - ich weis es werden immer weniger - der wird wissen, dass dazu ein gewisses Grundverständnis von Literatur gehört. Schönes Beispiel hierzu Goethes Faust:
http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/faust/faust2.htm
sofern man nicht behauptet man könne Ihn einfach auf der Sachebene betrachten und sich am Klang der Wörter erfreuen, wird man sich in die Tiefe begeben müssen. Im Gymnasium tut man das eher einwenig, studiert man aber Germanistik, wird man um eine umfassende Betrachtung und Bewertung nicht herumkommen.
Die Bibel ist nun noch etwas komplizierter, weil sie erstens sehr alt ist und zudem aus einem ganz anderen Kulturkreis entstammt, die Theologie muss diesen Text nicht nur nach geistlichen Kriterien bewerten, sondern ebenso nach historischen, sozialpolitischen und geografischen...
Der Bibelkommentar dient lediglich zu einer anderen Perspektive des von hdrfanatic83 aus dem Kontext gerissenen Zitates. Die Bibel soll interpretiert und nicht wörtlich genommen werden. Es vollkommen zu verteufeln, ist übrigens genauso lächerlich und zeugt einfach nur davon, dass man sich nicht damit auseinander gesetzt hat.
Insofern kann ich mich nur riaras Kommentar anschließen.