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Warum bangen alle, wenn der Dollar fällt und der Euro dadurch an Wert gewinnt?

gefragt von bettyboo am 26.11.2007 um 23:28 Uhr

Ich habe keine Ahnung von Börsenthemen und habe nur am Rande mitbekommen, dass der Dollar fällt. Dadurch steigt wohl der Euro, was sich zunächst in meinen laienhaften Ohren ganz gut anhört. Vor allem da ich Anfang nächsten Jahres in die USA reise möchte. Aber offensichtlich kann es für die Wirtschaft - auch in Europa - zu schlimmen Folgen kommen. Mir ist schon klar, dass unsere Wirtschaft mit der der USA zusammenhängt, allerdings sind mir die Zusammenhänge nicht wirklich deutlich. Ich erwarte auch nicht, dass man mir das hier ruckzuck erklärt. Über einen Buchtipp, der für Unwissende verständlich ist, würde ich mich auch freuen.

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Wirtschaft x 2.640 Börse x 932 Euro x 619 Dollar x 177 Weltwirtschaft x 14

gri1su
beantwortet von gri1su am 26. November 2007 23:36
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Die Produktionskosten vuieler Güter in Deutschland werden in Euro berechnet. Aber das Endprodukt auf dem internationalen Markt in Dollar bezahlt. Dadurch machen Deutsche Firmen ganz enorme Verluste: Müssen in teuren Euros bezahlen, werden selbst aber nur mit schwachen Dollars bezahlt.

Beispiel Airbus: Bei jedem Airbus, der verkauft wird, ist derzeit ein Minus von bis zu 40 Millionen Euro (umgerechnet) zu verzeichnen.


Morris
beantwortet von Morris am 26. November 2007 23:31
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Für das normale Volk ist es super, wenn unsere Währung stark ist.
Für Firmen, die viel ins Ausland verkaufen, ist es dann schlecht, wenn die Verträge in Dollar abgeschlossen wurden. Dann haben sie ihre Produktionskosten in Euro zu bezahlen, bekommen den Verkaufspreis aber in Dollar. Wenn der Dollar nun in der Zeit zwischen Vertragsverhandlung (also auch Preisverhandlung) und Bezahlung extrem fällt, dann haben die Firmen ein Problem (siehe zurzeit Airbus). Die Lösung wäre, sich nicht auf Preisverhandlungen in Dollar einzulassen, sondern auch die Preise in Euro zu machen.
Leider werden in solchen Fällen nicht die Leute entlassen, die diese dummen Verträge ausgehandelt haben, sondern die "kleinen" Mitarbeiter, die am Allerwenigsten dafür können und die solche Verträge auch vermutlich nie ausgehandelt hätten. Denn mit gesundem Menschenverstand hat ein solcher Vertrag wenig zu tun.


boriswulff
beantwortet von boriswulff am 26. November 2007 23:32
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Deutschland ist Exportweltmeister.

Wenn jedoch der Euro-Kurs für die Länder steigt werden dadurch die Produkte teurer und die Länder kaufen nicht mehr so viel hier in Deutschland ein.

Kommentar von 42e61a05e6bb14a96ab16cff054a1943smallMorris am 26. November 2007 23:35

Obwohl diese Begründung oft gegeben wird, bin ich dennoch der Ansicht: Wenn die Qualität stimmt, werden die Produkte auch gekauft, egal ob sie nun ein paar Prozent teurer werden oder nicht.

Kommentar von D7b4e78b0406fcf2527c4379d6965c8fsmallboriswulff am 26. November 2007 23:48

Das ist volkswirtschaftlich unkorrekt. Der Preis bestimmt bei gleicher Qualität statistisch gesehen die Nachfrage.

Bei einem einzelnen Produkt mag es stimmen, dass dann nicht weniger gekauft wird. Besonders, wenn es keine anderen Lieferanten gibt. Bei Produkten die auch noch in anderen Ländern gefertigt werden sinkt dann die Nachfrage.

Genauso kann man davon ausgehen, dass wenn japanische Autos in Deutschland günstiger werden dann bei ansonsten gleich bleibenden Preisen mehr japanische Autos gekauft werden.

Kommentar von 95c4a024bd262f242db42665ed8842dcsmallbommel65 am 27. November 2007 09:46

Persönlich stimme ich Herrn Förster zu, volkswirtschaftlich hat doch Mr. Wulff eher Recht. Für beide daher DH.

Übrigens kann man jetzt richtige Schnäppchen machen, wenn man bei amazon.com einkauft... :-)


Brigitta
beantwortet von Brigitta am 26. November 2007 23:48
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Ich bange überhaupt nicht. So kann ich Billigferien in den Staaten machen.

Kommentar von 95c4a024bd262f242db42665ed8842dcsmallbommel65 am 27. November 2007 09:43

Stimmt, oder bei amazon.com günstig einkaufen... ;-)


Lasher
beantwortet von Lasher am 26. November 2007 23:36
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Der Export leidet dadurch. Angenommen der Euro ist doppelt so viel Wert wie der Dollar, und ein Auto das exportiert werden soll kostet 30.000€ so können z.B. die USA dieses Auto für 15.000 kaufen da man ja für einen Dollar zwei Euro bekommt.

Kommentar von 70a5f2b8a33e9623a7d85ffd8fbf401csmallEddy21 am 27. November 2007 06:13

Gerade die Autobauer schlafen diesbezüglich nicht ! Sie verkaufen Ihre Autos zu den Landeswährungen, im Euro Bereich werden die Autos zu den unterschiedlichsten Preisen angeboten ! Zu einem Preis der im jeweiligen Land durchsetzbar ist !

Dennoch liegt das Problem darin,wie das Beispiel Airbus zeigt, dass zu Euro Preisen Produziert wird, aber in Dollar bezahlt wird ! Man zwingt die Unternehmen damit in den Ländern einzukaufen wo der Dollar als Währung gilt !

Eine verteufelte Situation !

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallNiklaus am 27. November 2007 08:29

Das Beispiel ist nicht gut gewählt. Denn du bekommst für einen Euro 1,48 US$.

Kommentar von 09217b283051296384ca8659ebef0da5smallLasher am 27. November 2007 19:42

Deshalb ist es ja ein Beispiel um es mit geraden Zahlen zu zeigen


Janopholes
beantwortet von Janopholes am 16. Mai 2008 22:21
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Weil die Exporte dann teurer werden und andererseits klar wird, dass der Dollar in Wirklichkeit nichts mehr wert ist. Sollte der Dollar crashen, droht eine weltweite Finanzkrise.


curator
beantwortet von curator am 24. April 2008 16:05
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das problem ist dass solche veränderunngen in beide rchtungen wirken.

was den dollar billiger macht, also zu leichterem einkaufen mit dollars führt,

führt gleichzeitig dazu, dass das einkaufen mit euros teurer wird, also

alle deutschen produkte mit jeder preissenkung des dollars rechnerisch teurer werden.

fällt der dollar umn 50 % so steigen die preise für alle waren in euro die man mit dollar bezahlen will ebenfalls um 50 %.

am ende kann und will also keiner mehr von den deutschen herstellern und verkäufern kaufen, z.b. kostet der vw oder der daimler dann eben plötzlich 50 % mehr, und die dollar fordernden verkäiufer fallen eben im preis, verkaufen also schneller leichter mehr.

und das tut dann dem deutschen export sehr weh.

andererseits hilft es eben dem import, wenn dieser für dieselben dollar beträge einbkaufen kann.

jetzt muss man abwägen was mehr nutzt oder schadet.


anonym
beantwortet von Kachbe am 27. November 2007 10:05
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Firmen wie Airbus wo es um Kaufverträge in Millionenhöhe geht sichern sich doch ein wenig durch Währungsoptionen auf dem Devisenmarkt ab oder nicht?


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