Frage von RandomMan7, 78

Warum arbeiten wir so viel?

Ich möchte diese Frage ausweiten. Wir leben in einem Zeitalter in dem es uns noch nie so gut ging wie jemals zuvor. Außerdem wird es von Tag zu Tag besser. Jedoch kommt es mir so vor als ob wir trotzdem in einem Käfig sitzen würden und zwar da wir von klein auf dazu gezüchtet werden zu arbeiten und zu funktionieren. Arbeit ist etwas Geniales aber erst der Notendruck in der Schule und an der Uni und dann der Stress am Arbeitsplatz und zum Schluss (am Sterbebett) bereuen die meisten Menschen (vor allem Männer), dass sie so viel gearbeitet haben (da empfehle ich "Regrets of the Dying). Warum dürfen die Betriebe unsere Bildung beeinflussen? Ich bin an der Uni um zu lernen, nicht um für sie ein besserer Arbeiter zu werden aber das wurde mir durch Bologna weggenommen (Bologna selbst hält sich übrigens nicht an den Bologna Prozess). Was soll der sch***?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Capone87er, 48

Das arbeitende Fußvolk sichert den Status Quo für die Reichen und Mächtigen.

Und da wir in einer Konsumgesellschaft leben muss man ja unbedingt möglichst viel Geld verdienen um uns das ganze sooo wichtige Zeug zu kaufen das wir unbedingt brauchen um zu überleben. Wie kamen die Menschen nur ohne IPhones aus damals....

Persönliches Glück oder Selbstverwirklichung kann man sich somit meist nur erlauben wenn man bereits reich ist.

MfG Capone87er

Kommentar von RandomMan7 ,

"Persönliches Glück oder Selbstverwirklichung kann man sich somit meist nur erlauben wenn man bereits reich ist."

Sollte es nicht eher heißen: Geld wird über persönliches Glück und Selbstverwirklichung gestellt oder schlimmer: gleichgestellt?

Kommentar von Capone87er ,

Gesellschaftlich gesehen ist jemand der reich ist gleichbedeutend mit jemandem der erfolgreich ist. Ob man damit glücklich ist, ist eher zweitranging.

Dabei ist Glück viel erstrebenswerter als Reichtum.

Es gibt schon ein paar Länder die statt dem BIP (Bruttoinlandsprodukt) als Wertung, umsteigen auf das BNG (Bruttonationalglück).

Ein sehr vernünftiger Schritt wie ich finde.

MfG Capone87er

Kommentar von RandomMan7 ,

Könnte man hier in Deutschland auch einführen.

Partei mit nur einem Ziel, Bruttonationalglück.

Die Wirtschaft an sich ist ja nichts schlechtes, wir leben sehr lange und wir haben viele Produkte die auch wirklich super sind (Autos, Flüge, Essen das aus aller Welt kommt usw.) Und Konkurenz hält uns oben aber muss da jeder der geboren wird mitreingezogen werden?

Kommentar von Capone87er ,

Könnte und sollte man einführen, wird aber nicht passieren. Denn je glücklicher ein Mensch ist, desto weniger Verlangen hat er nach Konsum. Was dann weniger Geld und Macht für die bereits erwähnten Reichen und Mächtigen bedeutet.

Und da die leider die Entscheidungen treffen, werden die nicht am Ast sägen auf dem sie sitzen.

Wobei die Wirtschaft ja funktionieren würde, selbst wenn der Konsum sinkt und man nur dann noch "Sinnvolle" Dinge produzieren würde.

MfG Capone87er

Antwort
von chilsi, 37

Wegen den hohen Steuern und wegen der riesigen Inflation. Heutzutage könnte man mit der selben Arbeitszeit mindestens das dreifache verdienen oder man arbeitet eben um einiges kürzer. Der ganze Stress und Notendruck muss nicht sein, aber leider lässt sich die Bevölkerung ins Hirn sch*****! Da spielen aber viele Dinge eine Rolle.

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