patrizia2 am 27.09.2009 um 23:19 Uhr
Liegt es nur daran, dass ein solcher Beruf für Männer nicht attraktiv ist beziehungsweise weil sie als Männer nicht im gängigen Berufsprofil genug angesprochen werden? Mittlerweile erziehen ja viel mehr Väter ihre Kinder - so glaube ich - schon von klein auf indem sie Zeit und Geduld mitbringen und auch Windeln wechseln.
Ist eher eine Diskussionsfrage vielleicht, aber mich würden einfach mögliche Gründe interessieren.
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Leider verdienen Erzieher für all das, was sie neuerdings leisten sollen, verdammt wenig. Davon kann man nach klassischem Rollenverständnis keine "Familie ernähren". Ein Kindergärtner, der selbst eine Familie gründen will, braucht dann nen Zweitjob. Traurig, traurig. Ansonsten spielt sicher auch eine Rolle, dass dies ein klassischer Frauneberuf ist, den sich immer noch zu wenige Männer vorstellen können. Dabei sind gerade Kindergärtner phantastische Rollenvorbilder - die spielen auch ganz anders mit den KIndern.
vielleicht weil erzieher schlecht bezahlt werden für die verantwortung, die sie tragen?
weil der Beruf unterbezahlt ist .. und als Familienvater kann man davon keine Familie ernähren ...

Die Vorurteile regieren zur Zeit in den Kitas, das heißt die Frau erzieht das Kind.
TERZI am 27. September 2009 23:26 Die Männer die typischen Frauenberufen nachgehen werden als homosexuelle beleidigt, die sich angeblich nicht ihrer Rolle gerecht verhielten.
Ja, leider ist das so, Terzi! Oder sie werden als pervers abgestempelt - als Kinderschänder, zumindest potenzielle Kinderschänder!

Die Frage ist aufjedenfall gerechtfertigt! Auch ich bin ein MAnn der Erzieher ist! Leider muss ich sagen das in diesen Berufszweig Frauen bessere Chancen haben als Männer. Als Mann muss man sich regelrecht durchbeißen und gegen das "Mutterverlangen" der Kinder antreten. Selbst mit einem glan Abschluss und Abitur wird mann teilweise noch als ausenstehender betrachtet.

1.finanziell: als Frauenberuf unterbewertet 2.arbeiten und Ausbildung nur unter Frauen: fuers erste wirkt das ja verfuehrerisch, ist aber echt anstrengend, frau tickt anders, und irgendwann hast du es satt, staendig mal hochgejubelt und dann missachtet zu werden ("typisch mann..."). 3.wenn du als Mann mit deinen Sproesslingen sanft herzlich liebevoll zaertlich und auch koerperlich ohne Beruehrungsaenste umgehst, so wie es eben sein sollte, dann bist du schon mit halbem Fuss im Gefaengnis. 4. Irgendwann bist du es satt, als Sondervogel herumgezeigt zu werden in Medien etc: Wenn der Mann den Job macht, ist es einfach was anderes, als all die 10000 von Frauen, die das gleiche tun...und das alles in einem gesellschaftlichen Fokus, der heute voller Spannung und Erwartungen ist. 5. ist es zwar ganz toll, dass du als Mann im Kindergarten die ganzen fehlenden Maenner den Kindern ein wenig ersetzen kannst, sprich: du wirst von den Kindern umschwaermt, heiss geliebt, figurierst als Ersatzvater, aber irgendwann wirst du einfach untergehen in den ganzen Projektionen, die auf die von allen Seiten geworfen werden, und moechtest nur noch dich selber sein...(und das in Kombination mit der Kollegin im Kindergarten, die grad geschieden ist, und den ganzen alleinerziehenden Muettern der Kinder, die von Dir so schwaermen, und die Ehefrauen von Maennern, die nicht so sind, wie du, die sich nicht um die Kinder kuemmern, und der Schulrat, in dem die Maenner finden, du bist ein Weichei, wenn du den halben Tag auf dem Boden herumrutschst mit Kleinwuechsigen,...
... und ueberhaupt, fehlen dir irgendwann die Arbeitskollegen, bei denen mal auch ein schluepfriger Witz durchgeht, ohne ein jahrelanges Schmollen und Mobbing auszuloesen, oder Kollegen, denen mann einfach mal kollegial auf die Schulter klopfen kann, nachdem man sich am Abend vorher bei einem Bier wiedermal so richtig die Meinung gesagt hat...eben die ganze schone nach Oel, Faeusten und Schweiss riechende "herr"liche Maennerwelt, all das wirst du irgendwann vermissen und wenn du dir das vorher schon ueberlegst, wirst du einfach kein Kindergaertner. Lieber Vater werden...
Aber toll waere es schon, und es gibt sie ja, nur eben, es sind Weicheier, Kastrierte, die Opfer des militanten Feminismus, die das alles etwas gar woertlich namen, und jetzt das Gefuehl haben, sie muessen noch bessere Frauen sein, als die Frauen selber, mit allen Unterdrueckungsmechanismen..
Ja und noch eines: Mars-Venus, Maenner sind anders, als Frauen denken oder so aehnlich: Frauen sind in ihrer Wahrnehmung und Gefuehlsverarbeitung anders angelegt (Hirnphysiologisch), was heisst, der Mann kann auch, was Frau kann, und umgekehrt, aber es ist viel anstrengender. Maenner koennen zBsp fast nicht damit umgehen, dass viele gleichzeitig durcheinander reden, und dann noch in hoher Tonlage, das registrieren Maenner dann als stress und HIntergrundsgeraeusch. Frauen handeln (engl.) das mit Leichtigkeit. Sie sind generell eher Prinzipienorientiert, waehrend Frauen oft Fuersorgeorientiert handeln... etc...

Bei vielen männlichen Wesen fehlt sicher die positive Einstellung (Verdienst, Aufstiegschancen, Arbeitszeit u.a.).
Wenn aber ein Mann als Erzieher arbeitet, dann ist es aus Überzeugung, aus Liebe zu Kindern zum Beispiel.
Mein Sohn wird Erzieher und wurde bisher überall gern gesehen und als positive Bereicherung in der "Welt" der Frauen im Kindergarten gesehen.
Männliche Erzieher sind - vor allem in Heimen sehr gesucht! Dort wird meist auch besser bezahlt als in Kitas.
Hallo,
mal abgesehen von dem Verdienst, den man für die Arbeitszeit (sie endet ja nicht, wenn der Kita aus ist) und Anstrengung bekommt, wurden bis vor ein paar Jahren Frauen in Männerberufen und Männer und Frauenberufen belächelt und nicht für voll genommen. Inzwischen ist es so, dass die Berufsberatungen auch diese Berufe anbieten und auch immer mehr Schüler ihre Praktika in Kitas, Krankenhäusern und ähnlichen sozialen Einrichtungen machen. Aber bis sich das als "normal" Etabliert, dauert das noch eine ganze weile. Damals, ist noch gar nicht so lange her - 1996, war ich auch bei der Berufsberatung und wollte UNBEDINGT IT-Informatikerin werden. Die Berufsberatung hat mich so lange niedergemacht und auch meine Eltern eingequatscht, dass das ein reiner Männerberuf sei und Frauen da nix zu suchen haben, bis ich total verschüchtert aufgegeben hab und einen typischen Mädchenberuf gelernt hab - den ich bis heute noch nicht soooo gerne mache. Inzwischen sind Frauen in der IT Branche total normal. Du siehst also - je nachdem was für ein Monster beim Arbeitsamt sitzt - bieten viele den Jungs gar nicht diese Berufe an.
Leider sind Erzieher in Kitas total unterbezahlt. Das ist der Grund, warum dieser Berufszweig meist von Frauen besetzt ist. Außerdem liegt vielen Männern die Arbeit mit Kleinkindern nicht besonders. Die andere Seite ist, das es generell mehr weibliche als männliche Erzieher gibt. In meinem Ausbildungsjahrgang waren es gerade mal 2 Männer auf 40 Frauen!

Meiner Meinung nach ist es immer noch eine Frage der althergebrachten Rollenverteilung in der Gesellschaft. Zwar ändert sich dieses Bild mit der Zeit nach und nach, aber im Großen und Ganzen ist Erzieher/in immer noch ein "Frauenjob".

ich denke es ist ein Unterschied ob mann zu hause die windeln des eigenen kindes wechselt.als männlicher erzieher braucht man starke Nerven um dann eine gruppe von 15kids zu bändigen...jeder kann das nicht..

Ich bin froh drum! Normalerweise können wenige Männer etwas mit fremde Kinder anfangen und deswegen ist es für mich sehr bedenklich, wenn einer so kinderfreundlich ist und sogar als Erzieher arbeiten will.
Niobe1958 am 28. September 2009 08:54 Worauf möchtest du hinaus? Mein Sohn wird Erzieher und die Kinder sind begeistert. Endlich nicht NUR weibliche Wesen im Kindergarten!!!
Was ist daran bedenklich? Ist es nicht erlaubt, das ein Mann seine Erfüllung darin findet, Kinder zu erziehen? Oder muß er dann sofort pädophil sein oder sonst irgendwie abartig???