Ameno am 02.08.2009 um 18:26 Uhr
Wieso belässt man nicht einfach den Ursprung der Sprache.

Schonmal Goethe und Schiller im Original gelesen? Oder die Merseburger Zaubersprüche? Da verstehste Nichts oder lachst dich weg. Sprache entwickelt sich und ab und zu muss man die offizielle Schreibweise anpassen, auch wenn es einem nicht gefällt...
Weil es unseren Politikern anscheinend oft langweilig ist, und wir genug Geld haben, um öfter mal die Schulbücher umzuändern, die alten wegzuschmeißen, und neue einzuführen! Schließlich haben wir es auf die alte Art gelernt, und die nachfolgenden Generationen hätten es auch geschafft!
Eine Rechtschreibreform rüttelt erst mal nicht am "Ursprung" der Sprache... Sprache unterliegt einem "natürlichen" Wandel, und ursprüngliche Formen gibt es so gesehen nicht mehr viele. Die Rechtschreibreform wurde unter anderem mit dem Bestreben ins Leben gerufen, die Rechtschreibung zu vereinfachen, was in mancher Hinsicht ja auch gelungen ist. Was man davon halten soll und ob dies notwendig war, ist aber wieder ein anderes Thema...
Offiziell, damit unseren "Kulturbereicherern" die Rechtschreibung erleichtert wird. Wenn die dumm-tolerante Regierung schon das Tierschutzgesetz für die gekippt hat (schächten) kommt es darauf ja auch nicht mehr an.

Tja, das ist eine üble Mischung aus Logik und Rücksicht auf die zunehmende Dummheit in Deutschland. Aufwändig mit ä zu schreiben ist logisch, Känguru ohne h zu schreiben ist einfach nur doof, aber für manche Legastheniker eben besser.

da der Ursprung falsch war
Schiffahrt?? es heißt einfach Schifffahrt
sowas zum Beispiel
es gab einfach viele Formfehler
Malkia am 2. August 2009 18:31 Ach...und Delphin jetzt Delfin, was ist daran falsch gewesen???
Ch4rger am 2. August 2009 18:42 es ist nicht ALLES falsch gewesen aber doch einige Sachen
aber was nützt das streiten jetzt? die neue Rechtschreibung gibt es nun mal und da kann man nix mehr dran ändern

Es ist ein Irrtum, wenn man glaubt, dass die deutsche Schriftsprache vor der Rechtschreibreform "ursprünglich" war.
Ich musste beruflich schon sehr viele Texte aus der Zeit vor Konrad Duden lesen. Mit dem gleichen Recht, mit dem heute manche die letzte Rechtsschreibreform in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts kritisieren, hätte man schon zu Dudens Zeiten argumentieren können, dass man alles so lassen kann wie vorher.
Sprache verändert sich und es wäre dumm, wenn man das nicht anerkennen würde. Meistens ist das wirkliche Motiv der Reformgegner auch nicht die Sprache sondern eine tief sitzende Angst, noch einmal umlernen zu müssen oder sich vor seinen Kindern zu blamieren. Daher kommen dann auf solche Fragen oft auch Stammtischsprüche gegen Politiker und Ausländer. Das ist traurig.
Tatsächlich wird durch moderate Vereinfachungen den Schülern beim Lernen der formalen Seite der Sprache Zeit gespart. Und Zeit braucht man, um mit der Sprache das zu tun, wofür sie da ist: Sich inhaltlich mitteilen.