Frage von lohmannseibert1, 96

Warum werden Arbeiterkinder vom Studium an Universitäten abgelenkt?

Trotz Bildungsexpansion, gesunkener Bildungsungleichheiten im allgemein bildenden Schulbereich und institutioneller Reformen im Berufsbildungs- und Hoch schulbereich bestehen weiterhin soziale Ungleichheiten beim Hochschulzugang.

Antwort
von lesterb42, 11

Weil die Eltern in bildungsfernen Schichten dazu neigen, ihre Kinder vor dem Fernseher verblöden zu lassen.

Antwort
von Maxieu, 28

Wer d..., ich meine "bildungsferne" Eltern hat, hat große Chancen, selbst d..., ich meine "bildungsfern" zu werden.

Das ist u. a. eine Folge des demokratischen, allen Schichten offen stehenden Bildungswesens. Das sorgt nämlich dafür, dass die Begabten der unteren Schichten eine Generation weiter nicht mehr zu den unteren Schichten gehören, sondern plötzlich ihrerseits privilegierte "Bildungsbürgerkinder" an die Unis schicken.

So wird  z. B. ein Metzgersohn mit Abitur zum millionenschweren TV-Entertainer. Seine Kinder werden schwuppdiwupp zu Akademikerkindern (falls seine 5 Semester Jura das hergeben) oder zumindest zu solchen aus begütertem Elternhaus. 

Das ist ein Prozess, der in Deutschland vor allem in den 60-er und 70-er Jahren forciert worden ist.
Wie weit es Kinder aus Arbeiterfamilien (die selbst ja immer weniger werden) bringen können/ konnten, überprüft man am besten, wenn man sich
nach den Berufen der Großeltern oder Urgroßeltern der heutigen Studenten erkundigt.

Sich darüber zu wundern oder es zu beklagen, dass Kinder von heutigen "Arbeitern" unterproportional an den Universitäten vertreten sind, ist eigentlich selbst schon ein Zeichen einer gewissen Bildungsferne oder aber von ideologischer Verblendung. Such dir bei Bedarf das Passende aus...

 

Antwort
von Qualle5678, 52

Das ist absolut inkorrekt, der familiäre Hintergrund der Bewerber ist bei der Auswahl absolut irrelevant. Das einzige was in Deutschland zählt ist der Numerus Clausus.Dieser ist bei Akademikerkindern zugegebenermaßen durchschnittlich höher,was aber nichts mit Präferenzen sondern etwas mit Erziehung und Vorbildfunktion der Eltern zu tun hat.

Kommentar von lohmannseibert1 ,

Wirklich? Und wovon hängt der NC ab?

Kommentar von Blitz68 ,

wahrscheinlich hängt der NC doch maßgeblich davon ab, wie intensiv der Schüler gelernt hat

Kommentar von Qualle5678 ,

Der NC beschreibt bei zugangsbeschränkten Studiengängen die "schechteste" Abiturnote mit der man ohne Wartesemester zum Studium antreten kann bzw aufgenommen wird. 

Und die Abiturnote wird logischerweise durch Intelligenz, Aufnahmefähigkeit und natürlich Leistungsbereitschaft eines Schülers bestimmt

Kommentar von Kristall08 ,

Leider nur fast richtig.

Als "NC" gilt die Note des zuletzt zugelassenen Bewerbers.

Deswegen ändert sich das oft von Semester zu Semester. Eine Vorgabe für die Bewerbung ist es jedenfalls nicht.

https://www.nc-werte.info/faq/numerus-clausus/was-ist-der-numerus-clausus.html

Kommentar von Qualle5678 ,

Das ist exakt das, was ich geschrieben habe,nur ein wenig umformuliert.

Antwort
von TiesRabe, 32

Wir haben Chancengleichheit in Hamburg. Die SPD hat alle schlauer gemacht,

60% Abiturienten sorgen für Chancengleicheit. Bildungsinflation ist ein Märchen!

Kommentar von Apfelkind86 ,

Bist du ein Troll oder warum gibst du bei jeder Frage so nachweislich falsche Antworten...

Das Bildungsniveau in Hamburg ist unterirdisch. Würde ich dort wohnen, würde ich für meine Tochter dort wegziehen, damit die da nicht zur Schule muss. Was bringt ein Abi, dass das Papier nicht wert ist?

Kommentar von TiesRabe ,

Falsch. Es sind alle schlauer geworden. Dafür hat die SPD gesorgt!

Kommentar von teafferman ,

Hamburg. Da gibt es ja diese Schule, die den Eltern aufzwingt, eines der teuersten Smartphones für ihre Kinder anzuschaffen, weil die Lehrer unfähig sind, ihren SchülerInnen eine ganz normale Rundmail zu schicken. Sie brauchen dazu eine App. Die gibt es bei diesem teuren Ding. 

Und wenn die Eltern sich so ein überteuertes Gerät nicht leisten können, dann zahlt es eben das Land. 

Doch. Die SPD hat die Kinder auf solche Weise alle "schlauer" gemacht. 

Treffen sich Weihnachtsmann und Osterhase, und lachen sich über diese erbärmliche Abwesenheit jeglicher Kaufmannsehre in einer ehemals hoch angesehenen Stadt einen Ast ab. 

Antwort
von wilees, 28

Was möchtest Du selbst nun mit dieser Frage zum Ausdruck bringen?

Was soll vom Studium abgelenkt sein?? Was heißt das ??

Antwort
von voayager, 24

Ja, die gibt es, in einem Ausmaß wie kaum in einem anderen westeuropäischen Land !!! Ablenkung ist allerdings die falsche Einstellung, denn die Arbeiterkinder werden nicht abgelenkt, sondern es wird ihnen recht schwer gemacht, eine weiterführende Schule zu besuchen. Dazu gehört auch der Kostenfaktor.

Antwort
von BRO32, 37

Quatsch, alle haben gleiche Chancen. Dass Proleten-Kinder seltener studieren liegt nur daran, dass sie seltener einen Schulabschluss mit Hochschulreife erreichen, was wiederum daran liegt, dass sie Proleten-Kinder sind. Entweder kümmern sich die Eltern nicht genug um sie, oder die intelektuellen Fähigkeiten von Angehörigen dieser Bevölkerungsschicht liegen unter den Fähigkeiten höherer Bevölkerungsschichten. Wer schlau und nicht faul ist schafft es aber trotzdem.


Kommentar von AalFred2 ,

Da wird aber ein Haufen entscheidender Faktoren komplett vernachlässigt.

Antwort
von DerDudude, 37

Aus den gleichen Gründen, die seit Jahren in irgendwelchen Dokus zu diesem Thema propagiert werden.

Dazu zählen unter anderem:

-Arbeiterkinder sehen, dass es so auch gut funktioniert

-Arbeiterkinder verdienen direkt ihr eigenes Geld während Ausbildung, können eventuell die Familie finanziell unterstützen

-Arbeiter haben evtl. die Ansicht, dass alle Akademiker Schnösel sind und ihr Kind sowas nicht nötig hat

-Nicht Arbeiterkinder sehen an ihren Eltern, dass ein Hochschulabschluss definitiv drin sein kann

-Nicht Arbeiterkinder müssen sich keinen Kopf um die finanzielle Situation von sich oder ihren Eltern machen -> Geld spiel keine Rolle, das Studium zählt

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