Frage von Zischelmann, 47

Warum halten sich Obdachlose immer in größeren Städten auf und gehen nicht in Dörfer?

Dort gibt es zwar keine Anlaufstellen für Obdachlose jedoch Bauernhöfe Dort könnten sich die Obdachlosen doch sicher auch Geld verdienen und eine Unterkunft bekommen oder?

Meine Mutter (Jahrgang 1925) sagt mir das früher es auf dem Dorf auch sogenannte Landstreicher gab-diese halfen damals auch auf den Bauernhöfen

Antwort
von quanTim, 46

Obdachlose haben es im urbanen gebiet oft leichter um geld oder esssen tzu betteln, weil es dort mehr leute gibt.

im urbanen gebiet gibt es oft auch mehr möglichkeiten einen unterchlupf zu finden (brücken, verlassene gebäude)

auf den land gibt es weniger mülltonnen oder kontainer zu plündern als in der stadt. von dem was ein supermakrt abends wegschmeiß kann man sich super ernähren. das gitb es auf den land nicht

Antwort
von Rubin92, 40

Ein Obdachloser der in der Stadt lebt, muss ja jetzt nicht wissen wo es ein Bauernhof gibt, oder generell wie man aus Land kommt und ob es da sich auch lohnt hinzugehen, außerdem haben die begrenzte Vorräte, haben wohl keine Kraft für weite Strecke zu laufen.

Antwort
von joheipo, 21

Die Zeiten, als ein Bauer noch Arbeit an Tagelöhner verteilen konnte, sind lange vorbei. 

Wann hast Du zuletzt Schnitter mit Sense oder Leute beim händischen Kartoffelsammeln gesehen?

Mal abgesehen vom Mindestlohn, Anmeldung zur Sozialversicherung, Lohnsteuer; Berufsgenossenschaft und was es da sonst noch alles an Bürokratie gibt, haben Landwirte heutzutage auch kaum noch Vollzeitbeschäftigte (früher Knechte und Mägde genannt).

Ein Bauer macht heutzutage alles selbst, und was er mit seinen Maschinen nicht allein schafft, kauft er sich von landwirtschaftlichen Lohnunternehmen zu.

Und für die echten Handarbeiten, die es in der Landwirtschaft natürlich auch noch gibt, kommen Erntehelfer aus Polen. Beispielsweise deutsche Spargelstecher oder Erdbeerpflücker halten die Arbeit einen Vormittag aus und melden sich dann krank. Ein Penner würde sich um solch eine Arbeit gar nicht erst bemühen.

Antwort
von ponter, 20

Davon abgesehen, dass Obdachlose sich in größeren Städten besser versorgen können und auf mehr Unterstützung hoffen können, wie beispielsweise Organisationen und Zusammenschlüsse, die Kleidung, Nahrung usw. bereitstellen, haben sich die Zeiten auch im ländlichen Raum in den vergangenen Jahrzehnten drastisch verändert.

In der Landwirtschaft wurden viele Arbeitsgänge automatisiert, große Betriebe kommen nahezu ohne Helfer aus, wie sie früher zwingend notwendig waren.

Wird Personal benötigt, greift man gerne auch auf geeignetes, qualifiziertes Personal zurück.

Zudem sind nicht wenige der Obdachlosen seit Jahren keinem (festen) Job nachgegangen, fraglich also, ob man in den zitierten Bereichen gewillt ist, auf diese zurückzugreifen. 

Antwort
von derhandkuss, 16

In einer größeren Stadt haben Obdachlose mehr Möglichkeiten, an Kleingeld zu kommen (Pfandflaschen sammeln, betteln) oder an Nahrungsmittel (Ausgabe-stellen von Heilsarmee, Tafel & Co).

Zudem gab es früher mehr Bauernhöfe, die auch noch mehr Hilfskräfte benötigten. Auf größeren Höfen werden heute kaum noch regelmäßig Hilfskräfte benötigt, da hier viel die Technik übernimmt.

Antwort
von Maxending, 34

Das ist von 'natur' aus

Antwort
von Jersinia, 34

Damals gab es ein paar Bauernhöfe mehr in Deutschland.

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