Frage von Yenniex3, 134

Wartezeit auf Termin/Therapie verkürzen?

Hallo, Vor 2 Jahren wurde bei mir Borderline diagnostiziert und war dann bei einem Psychiater jeden Monat zum reden. Letztes Jahr hat er mir Dan gesagt ich muss von daheim ausziehen und kurz darauf hat er mich als stabil angesehen. Blöderweise ist er auch weggezogen.

Jetzt bin ich allerdings wieder an dem Punkt, an dem ich merke (und gesagt bekomme) so ein neuer Psychiater/Psychologe wäre Vllt keine schlechte Idee. (Meine Arme sind wieder mal in Verband eingebunden, offizielle Version: ich bin einfach tollpatschig / die Mischung Schmerztabletten und Alkohol ist auch nicht mehr selten / sterben wäre nicht unbedingt das schlimmste) Also kurz: ich bin wieder mittendrin und suizidal, wobei ich meinen Freunden noch helfen muss glücklich zu werden (daher bin ich noch da)

So ist momentan der Stand. Ich hab bereits ein paar Psychiater und Psychologen angerufen, allerdings ist ja wie immer diese Wartezeit von mindesten 6 Monaten... Ich weiß nicht ob ich das schaffe. Daher würde ich gerne wissen, ob es eine Möglichkeit gibt schneller einen Termin zu bekommen? Ich möchte aber auf jeden Fall ambulant behandelt werden, schließlich muss ich mich auch um ein paar Menschen kümmern.

(Jenny, 21 Jahre Kackdorf in Bayern)

Antwort
von lastgasp, 134

Allein für "Kackdorf in Bayern" solltest Du unter uns bleiben... Das "für andere da sein" werde ich jetzt nicht hinterfragen. Du ahnst vermutlich selbst, dass Dir eine stationäre Behandlung oder möglicherweise ein Tagesklinik effektiver helfen könnte.

Was den Weg zu einem/einer Psychotherapeut/-in angeht, solltest Du Dich nicht an den 6 Monaten Wartezeit orientieren. Auch als gesetzlich Versicherte hast Du einen Anspruch auf zeitnahe Versorgung:

Neben anderen guten Hinweisen findest Du hier alles wissenswerte zur Therapeutensuche:

http://www.therapie.de/psyche/info/fragen/wichtigste-fragen/was-bezahlt-die-kran... (besonders die Tipps der Psychotherapeutenkammer sind für Dich wichtig).

Kurzversion:

Entgegen landläufiger Meinung hast Du gegenüber Deiner Krankenkasse einen Anspruch auf psychotherapeutische Versorgung. Wenn die Krankenkasse Dir keine/n Therapeut/-in besorgen kann, muss sie Dir einen Therapieplatz im Kostenerstattungsverfahren finanzieren.

Kommentar von Yenniex3 ,

Okay, Mein Kackdorf ist eigentlich eine Stadt mit 46.000 Einwohner und das für andere da sein ist, dass zwei der besagten Menschen nicht zum Psychologen gehen wollen und stattdessen mit mir reden. (die eine hat Krebs und stirbt laut Arzt in den nächsten 3 Jahren und der andere hört stimmen und is gerade aus der klapse raus) bei der anderen Freundin ist jetzt auch noch die mutter gestorben und die ist seitdem immer bei mir... Ja ich kann echt nicht weg. die Menschen machen Termine zum reden bei mir. aber allgemein danke, ich werde bei der Krankenkasse mal anfragen

Kommentar von lastgasp ,

...und wer passt auf dich auf? Zugegeben, ich bin auch erst in die Klinik gegangen, nachdem mich meine "Kundschaft" komplett ausgesaugt hatte, aber der Preis war verdammt hoch. Dennoch wissen wir beide, dass diese Erkenntnis nur von außen kommen kann.

http://www.ptz.de/ ist eine hervorragende Klinik....

Antwort
von Girschdien, 133

Wende dich an Deine Krankenkasse, die haben in der Regel Möglichkeiten. Ggf. ihren eigenen psychologischen Dienst. Das hatte mir meine KK von sich aus angeboten, als ich in der Therapiepause Bedarf hatte.

Antwort
von Jeally, 92

Wenn es wirklich akut ist sollte die Möglichkeit bestehen, dich einzuschieben. Dann hast du zwar anfangs keine regelmäßigen Termine, aber besser als nichts. Ruf also am besten bei noch mehr Psychologen an und erklär deine Situation. Sonst kannst du auch zu deinem Hausarzt gehen und fragen ob er noch Psychologen kennt

Antwort
von webheiner, 74

Die Wartezeit läßt sich jederzeit mit einer Einweisung in eine Klinik überbrücken, damit habe ich recht gute Erfahrungen gemacht. Gerade für Borderline-Erkrankte ist ein Tagesklinik eine sehr gute Möglichkeit, die Wartezeit auf eine ambulante Therapie zu nutzen. Mit deiner beschriebenen Suizidalität ist es zudem ein Leichtes, sich auf die Schnelle auch vom Hausarzt stationär auf eine Akutstation einweisen zu lassen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Kackdorf eine Psychiatrische Klinik gibt ;o)

Antwort
von Hannibunnyy, 87

Ich, aus Berlin, verstehe dieses Problem mit den Wartezeiten bei Psychatern nicht... Ich habe meine Termine. Und wenn die Therapie vorbei ist und ich nach einem Jahr oder so wieder Hilfe brauche, dann rufe ich an und kann meist nach einer Woche schon hin. Gehe immer zum jugendpsychatrischen Dienst (so heißt das genau) aber mit 21 ist man glaube zu alt dafür..

Kommentar von Yenniex3 ,

Das größte Problem das ich entdeckt habe ist, dass 60% aller Praxen nur Privat versicherte behandeln bzw halt keine mit einer normalen Krankenversicherung. und ich hab das Geld nicht um diese Preise so zu bezahlen...

Antwort
von BrainsRevenge, 55

Kackdorf in Bayern

...

Mein Kackdorf ist eigentlich eine Stadt mit 46.000 Einwohner

http://www.kotzendes-einhorn.de/blog/wp-content/uploads/2013/02/oh-please.gif

  • de.wikipedia.org/wiki/Psychiatrische_Institutsambulanz

Wartezeit bei mir meist 3-6 Wochen oder 2 Monate (selten 3 Monate)

  • de.wikipedia.org/wiki/Tagesklinik
  • de.wikipedia.org/wiki/Sozialpsychiatrischer_Dienst

schließlich muss ich mich auch um ein paar Menschen kümmern.

Als Allererstes musst du dich um dich selbst kümmern!

Vor 2 Jahren wurde bei mir Borderline diagnostiziert.

Meist wird da die

  • de.wikipedia.org/wiki/Dialektisch-Behaviorale_Therapie

empfohlen, was aber ein Psychiater oder ein Psychotherpeut tun muss. Die Krankenkasse hilft bei der Therapeutensuche (Psychologischer Psychotherapeut).

Viel Erfolg

Antwort
von Margita1881, 77

ich kenne keine Möglichkeit eine Wartezeit um einen Termin zu verkürzen

- kein Kackdorf in Bayern -

Kommentar von lastgasp ,

ich kenne keine Möglichkeit eine Wartezeit um einen Termin zu verkürzen

Leider wird diese Fehlinformation immer und immer wieder weitergegegeben.

Die gesetzl. Krankenkassen sind verpflichtet, innerhalb einer angemessenen Wartezeit von max. 6-8 Wochen einen Therapieplatz zu organisieren, sonst darf der/die Patientin eine/n Therapeut/-in nehmen, der im Kostenerstattungsverfahren also auf Selbstzahlerbasis abrechnet. Solche Patienten sind des Therapeuten liebstes Kind, bringen mehr Geld als ein Privatpatient ein.

http://www.therapie.de/psyche/info/fragen/wichtigste-fragen/was-bezahlt-die-kran...

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