Frage von DBKai, 106

Wart ihr mit dem Geld schon öfter so knapp, dass ihr hungern musstet?

Habt ihr schon mal gehungert? Freiwillig oder unfreiwillig? Kommt das öfter vor oder ist das eher selten? Woran liegt es?

Antwort
von Rockuser, 43

Vor etwa 15 Jahren, hatte ich mal ein Problem mit meinem Arbeitgeber, der nicht zahlen konnte. Da habe Ich weder Geld noch Vorräte gehabt.

Zum Glück habe ich noch Familie, die mir weiter-geholfen hat. Nach 4 Tagen, wird man komisch, wenn man nichts zu Essen hat.

Ich wünsche das keinem.

Antwort
von ilknau, 13

Nö, DBKai.

Selbst in HartzIV- Zeiten nicht, denn da gab es ja noch diverse Möglichkeiten bei Geschäften schwarz einzukaufen sprich zu containern.

Was es da gab: Rindercarpaccio mit Zitronenvinaigrette + Parmecano, peruanischen Spargel, Pangasiusfilet, Säfte, Wasser, Kartoffeln...

Man konnte sich durchaus gepflegt ernähren und noch einer bekannten Grossfamilie Freude bereiten, nachdem der Bäckerkommissär immer mal tagesfrisches Gebäck, Brot und Brötchen abklappte.

5 500 ml Flaschen Olivenöl erfreuten auch die Bekanntenrunde oder 8 Täubchen, sowie diverse wunderschöne Pflanzen, die nur ein wenig Pflege bedurften, um wieder schön zu sein.

Och, nu ja und Privatleute sind auch nicht knausrig, was den Wegwurf guter LM betrifft.

Na, und Tafelbesucher erst: kaum weg da, wird schon mal aussortiert am nächsten Papierkorb, was man nicht will....

Hattens wohl net so nötig - aber erst mal einsacken...

Naja - dafür war dann ich zuständig, lG.

Antwort
von Peppi26, 33

Nein zum Glück noch nie! 1€ für eine Dose Kartoffel oder Erbsensuppe gab's immer! Außerdem lege ich immer bei Seite! Da kann man immer mal was wegnehmen wenn es nötig ist!

Antwort
von herakles3000, 44

Ja aber um das zu verhindern mußt du erstmals gut oder besser mit dem Geld umgehen meine derzeitig Methode erstmal Groß einkaufen (um die 100€ oder bis zu den) auch hamsterfutter  für solche tage und dann 30€ pro Woche damit hungert man dann wenigstens nicht nur mus man dann zb auf etwas anderes verzichten zb etwas bestimmtest dauernd zu trinken,Abedr nur suppe bringt auch nichts wen nichts anderes da ist.

Kommentar von Hooks ,

30 € nur für Lebensmittel? Das sind dann ja mehr als 130 € im Monat?

Kommentar von herakles3000 ,

120 € + das was man vorher ausgibt also 230-260 € ca und das ist nicht viel  Da da auch andere bedarf wie hygenartikel usw drin ist. zb Waschpulver kann schon locker bis 20€ kosten..Aber die 30 € nur für Lebensmittel und Getränke sind nicht viel für 7 Tage.Wen du falsch einkaufst kommst du nicht mal 3-5 tage mit dem aus .

Antwort
von MrHilfestellung, 60

Nein, ich war mit dem Geld Gott sei Dank noch sie so knapp.

Wobei natürlich schon mal gen Monatsende mein Speiseplan mehr aus Nudeln mit Soße besteht.

Antwort
von kathiawendel, 39

Bei meinem Bruder war das mal so. Er hat dann containert. Das ist aber mus ich dazu sagen auch eine mehr oder weniger bewusste Entscheidung. Also gegen das System lebend. Nun eigentlich galube ich hungern muss niemand in Deutschland. Was wirklicher Hunger bedeutet sieht man in Krisenländern.

Kommentar von Hooks ,

Und selbst da ist das Handy wichtiger, erzählte mir eine Afrikamissionarin. TV und Handy - und der Bauch bleibt leer.

Antwort
von Hooks, 45

Was meinst du mit "hungern"? Bauchschmerzen wegen Essensentzug? Mineralstoff- und Vitaminmangel mit den entsprechenden Schäden? Oder Verzicht auf etwas, das man sich jetzt liebend gerne gekauft hätte, aber kein Geld dafür da ist?

Kommentar von DBKai ,

Wenn der Magen anfängt zu knurren... und man sich deshalb nicht mehr wohl fühlt.. am Abend nicht mehr gut einschlafen kann.

Mineralstoff- und Vitaminmangel meine ich damit nicht. Bauchschmerzen schon eher... und der Verzicht auf etwas, weil kein Geld da ist, passt auch. 

Kommentar von Hooks ,

OK, ganz ohne war ich noch nie, weil ich große Vorratshaltung habe. Es kam aber schon sehr häufig vor, daß ich mir im Laden wünschte, mal ohne Nachzudenken einpacken zu können. Normalerweise zähle ich meine Münzen, ob ich mir dieses oder jenes an frischen Dingen kaufen kann.

Und manches ist ganz einfach klar. Ausgehen oder kostspielige Ausflüge gehen halt nicht, habe ich manchmal der Kinder wegen bedauert. Die Großeletern haben dann mal einen Zoobesuch spendiert oder ein Trampolin gesponsert.

Es gab auch Zeiten, wo eine Sportgruppe nicht drin war. 30 EUR sind eine Menge Geld im Januar, wenn Autokosten fällig werden.

Ein schönes Erlebnis will ich auch noch erzählen. Als Jugendliche war ich mal eine Woche alleine zuhause, und zu einem Zeltjugendgottesdienst habe ich alles noch vorhandene Haushaltsgeld mitgenommen, das waren 2,50 (der Kühlschrank war ja voll gewesen). Dafür wollte ich mir eine Wurst kaufen. Mich hat aber so bewegt, wofür gespendet werden sollte, daß ich alles gegeben habe. Damals hatte ich eine Magensache, und es tat besonders weh, wenn ich nüchtern war. Danach gab es Tee mit Sesamstangen, die ich eigentlich nicht mag, aber ich bedankte mich trotzdem bei Gott, daß er was gegen mein Magenknurren hatte. Zu diesem Jugendtreffen waren auch sehr viele Jugendliche einer früher im Jahr gewesenen Schwedenfreizeit gekommen, und so sagte die ebenfalls anwesende Jugendreferentin (Leitung der Freizeit), sie wolle uns alle (von dieser Freizeit) einladen zum Elchessen. sie hatte nach dieser Freizeit von den Hauseltern einen Elchbraten geschenkt bekommen. Dazu bereiteten wir gemeinsam Salate, ein richtiggehendes Festessen im großen Kreis!

Da war ich wirklich beschämt und merkte - Gott läßt sich nichts schenken!

Antwort
von Gerneso, 45

Nein. Auch als ich noch weniger verdient habe als heute war das nie der Fall.

Man muss halt mit seinem Einkommen haushalten. Dann muss man halt mal auf Urlaub, ausgehen, neues Auto verzichten. Aber satt kann in Deutschland jeder werden.

Kommentar von Hooks ,

Hast Du eine Ahnung... ja, satt. Jeden Tag Futterkartoffeln sind günstig, da zahlt man für 20 kg 2 EUR. Satt macht das, ja.

Urlaub, ausgehen und neues Auto sind für weite Teile der Bevölkerung absolult unerreichbar.

Kommentar von Gerneso ,

Komischerweise findet aber selbst die Unterschicht immer ausreichend Geld für Zigaretten und Alkohol. Geht auch ziemlich ins Geld.

Wie gesagt. Man muss Prioritäten setzen und je weniger Einkommen umso besser muss man planen.

Kommentar von Hooks ,

Ich kann mir nicht vorstellen, daß man sich Zigaretten kauft oder Alkohol, wenn man nichts zu essen hat. Und wenn, dann sind die wirklich selbst schuld.

Und solche Leute meinte ich eigentlich nicht. Ich kenne so viele, für die es ein Ding der Unmöglichkeit ist, teuren Urlaub zu machen. Vor allem mit Kindern. Das sind dann solche, die Freunde besuchen oder mit dem Wohnwagen unterwegs sind, das ist ja kostengünstig, wenn man nciht gerade auf Campingplätze geht.

Antwort
von GenLeutnant, 31

Das ist bisher noch niemals aufgetreten.Geld ist immer vorhanden.

Antwort
von martinzuhause, 41

"Woran liegt es?"

am falschen umgang mit geld. in d muss keiner hungern.

Antwort
von Mikromenzer, 56

Nein zum Glück noch nie.

Antwort
von JoachimWalter, 15

Wenn ich mal alles so viel hätte wie Geld...

Antwort
von Virginia47, 8

Nein. Nie.

Antwort
von JNHLRT, 51

Ich hunger nie, ich verdiene sehr gut und hab genug "Ersparnisse". Außerdem, essen ist nicht teuer.

Kommentar von Hooks ,

Wenn das nötige Geld nicht da ist, ist es sehr teuer. Ich kann mich an eine Zeit erinnern, wo wir 2 Monate lang mit 2 Personen (1 davon schwanger, also Doppeltversorger) pro Woche 10 Mark hatten, Brot und Butter eingefroren. Dann steht man da und überlegt, ob wir dieses Mal die Äpfel oder die Birnen kaufen.

Kommentar von DBKai ,

Dem Kommentar von "Hooks" schließe ich mich an.

Kommt ganz darauf an, wie viel Geld man monatlich zur Verfügung hat und wie gut man plant... wie groß die Familie ist usw... ob Essen teuer ist/wird oder nicht. Es kommt auch darauf an, welches Essen man kauft und wo man es kauft.

So wie du halte ich es aber auch - mir ist es am liebsten, wenn ich ein paar 1000 Euro als Reserve auf der Seite habe. Dann kann ich beruhigt schlafen und bin auch für Notfälle gut gerüstet.

Kommentar von Hooks ,

Tja, das geht aber manchmal nicht. Manchmal ist einfach kein Geld mehr da zum Aufheben. Ich muß dazu sagen, daß uns beiden Zeit für die Kinder immer wichtiger war als Geld. Wir haben lange von einer halben Stelle gelebt. Ich kenne übrigens sehr viele Familien, die keinen Kindrzuschlag bekommen, weil sie zuwenig Geld verdienen. Ein Hohn ist das! Da wird ein Washnsinnsbetrag gefordert für die "Bedürfnise der Eltern" (beim Berechnen), die absolut am Leben vorbei gehen.

Kommentar von DBKai ,

Ich bin ledig... bei mir fallen Kosten für Kinder weg... und das möchte ich auch so beibehalten weil ich mir momentan schon schwer tue mein Leben ordentlich auf die Reihe zu kriegen... Ein Kind wäre im Moment nur eine Last für mich - es würde weder mir noch dem Kind besonders gut gehen... Dafür hab ich zu wenig Rücklagen.

Ich hatte Rücklagen - aber nun bin ich seit einer Weile arbeitslos und ohne Arbeitslosengeld gewesen - also hab ich diese ziemlich aufgebraucht - dann kam es noch zu einem unerwarteten Zwischenfall, der auch nochmal gekostet hat... Ab dieser Woche bekomme ich zum Glück Arbeitslosengeld und ab September kann ich dann wohl auch wieder arbeiten gehen und dann kann ja alles wieder besser werden... hopefully. Jedenfalls mag ich es gar nicht, wenn ich so nah am Limit bin.

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