Frage von DerAntworter99, 50

Wart ihr bei der Bundeswehr und wie war es?

Diesen sommer mache ich meinen Abschluss und habe vor danach zur bundeswehr zu gehen (keine lange Verpflichtung sondern "nur" Freiwilliger-Wehrdienst)

Zwar waren meine beiden Onkels bei der Bundewehr doch das ist nun schon 30 jahre her und seitdem hat sich einiges geänder -und nicht nur das Standartgewehr-.

Zwar weriß ich, dass es wärend der Grundausbildung hart zugeht und ich habe schon mal mit soldaten geprochen, jedoch würde es mich interessieren wie ihr es erlebt habt, da es für meine Berufliche Perspektive wichtig ist.

Danke schon mal im Vorraus an alle die antworten.

(Sorry wegen der Schriftfehler, bin einfach müde)

Antwort
von domtschig, 23

Es ist sehr schade das die allgemeine Wehrpflicht abgeschafft wurde, da ich der Meinung bin das diese den jungen Leuten sehr gut tat!

Ich bin mittlerweile über 15 Jahre Soldat und kann bestätigen das sich sehr viel in dieser Zeit verändert hat, zum guten und zum schlechten.

Der Wehrdienst ist eine Erfahrung die man gemacht haben sollte, man lernt dort eine menge, was man in der zivilen Welt in der Form nie, oder nicht in der Art erlernen kann.

Hier geht es jetzt nicht primär um die Erlernung von infanteristischen Fähigkeiten, sondern um Kameradschaft und Pflichtbewusstsein. Das über Bord werfen von Ego ansichten und dem überordnen des Wohls einer Gruppe statt des eigenen. Das agieren in einem Team mit Leuten die man eigentlich kaum kennt.

Ich könnte hier stundenlang erzählen was ich schon alles erlebt habe und warum es eine gute Idee ist zum Bund zu gehen, jedoch würde das den Rahmen hier sprengen und ich bin ja nicht zur Rekrutierung hier lol.

Jetzt mal ernsthaft, es ist schon ein gewaltiger Reiz den Umgang mit Kriegswaffen zu erlernen zu denen man im zivilen keinen Zugang hat. Zudem kommt man in Kontakt mit Fahrzeugen die man auch nicht alle Tage von innen sieht und summa sumarum macht es einfach eine mords Gaudi mit einem Panzer durch die Heide zu brettern xD

Schau es dir an, falsch machen kann man da eigentlich ncihts wenn man ein paar Monate dient, vielleicht gefällt es dir ja und aus dir wird in den nächsten Jahren schon ein neuer Unteroffizier/ Offizier ;-)

Kommentar von Apfelkind86 ,

Jetzt mal ernsthaft, es ist schon ein gewaltiger Reiz den Umgang mit Kriegswaffen zu erlernen

Von einem Soldaten mit 15 Jahren Dienstzeit hätte ich mir eine differenziertere Haltung zu diesem Thema gewünscht. Was ist an Waffen so toll?

Ich trauere dem ganzen Ärger nicht hinterher, den wir immer mit den Wehrpflichtigen hatten.

Kommentar von domtschig ,

Differenziert? DIfferenziert sich ein Bäcker von einem Brotteig?? Als Infanterist ist der Umgang mit der Waffe mein Handwerk und ich mache meinen Job gerne, sonst hätte ich den BS nicht unterschrieben.

Ich lese in dem Zitat nichts von "toll". Ich schrieb es ist ein Reiz mit Waffen umzugehen die man normalerweise nicht kennen lernt, es soll Leute geben die sich für Waffen interessieren, oder einfach Interesse an der Entwicklung von Waffentechnologien haben. Da ist weder eine Verherrlichung dabei, noch sonst etwas. Das man Respekt vor solchen Waffen zu haben hat erachte ich als obligatorisch.

Stellt sich die Frage wer etwas falsch gemacht hat, die Wehrpflichtigen, oder ihr wenn ihr ständig Ärger mit ihnen hattet. Und alle Wehrpflichtigen jetzt über einen Kamm zu scheren ist nicht nur überspitzt, sondern auch unkameradschaftlich in meinen Augen.

20-30% unseres Nachwuchses bekamen wir aus unseren Wehrpflichtigen und da waren verdammt gute Jungs dabei, die heute teilweise noch dabei sind und einen mehr als guten Job machten und machen.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Besoffen im Dienst, besoffen in uniform am Bahnhof, Diebstahl in Uniform, Befehlsverweigerung, Tätlicher Angriff auf einen Vorgesetzten, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung...

Das nur mal eine kleine Auswahl. War mir bis heute noch gar nicht bewusst, dass das meine Schuld war.

Unabhängig davon, wie toll du die Wehrpflichtigen fandest, es gab schon seit vielen Jahren keine Wehrgerechtigkeit mehr, insofern war es völlig korrekt, die Wehrpflicht auszusetzen. Beim derzeitigen Aufgabenspektrum der Bundeswehr kann man mit einem Wehrpflichtigen ohnehin nichts anfangen. Und da es keine Wehrpflichtigen mehr gibt, kann ich mich ihnen gegenüber auch nicht unkameradschaftlich verhalten. Diese Kameradschaft, von der du sprichst, wird ohnehin nur noch von einem sehr kleinen Teil der Bundeswehr gelebt.

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