Waren die Arbeiter in den Fabriken in der Industrialisierung hoch oder niedrig angesehen?

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4 Antworten

Die Fragestellung ist schon falsch! Warum? Gehörten denn Arbeiter damals nicht zur "Gesellschaft"?

Außerdem waren am Beginn des 19. Jh.s die Fabrikarbeiter eine gesellschaftliche Minderheit, weil die Industrialisierung in Deutschland erst seit den 1850/60er Jahren in Schwung kam. Am Ende des Jh.s waren Arbeiter ein wesentlicher Teil der Gesellschaft, gewerkschaftlich organisiert und über die Sozialdemokratie auch politisch im Reichstag vertreten. Kurz: "im 19. Jahrhundert" ist zeitlich sehr unpräzise gefasst!

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung der Arbeiter, ihrer berechtigten Ansprüche und der politischen Ziele der SPD wurden Arbeiter von der Reichsregierung und den sie unterstützenden wohlhabenden und konservativen Schichten eher als eine Bedrohung der bestehenden gesellschaftlichen und politischen Ordnung empfunden.

MfG

Arnold

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Vom Bürgertum waren und sind Arbeiter nie angeshen, denn sie werden als deren "Werkzeuge" angeshen. Seit wann aber sind Werkzeuge angesehen? Du gehst soch auch nicht hin und bist ehrfurchtsvoll gegenüber einem Hammer oder einer Zange! Das ist jetzt metaphorisch gemeint, bitte nicht total wörtlich nehmen, sondern den Sinn der Beispiele begreifen. Nach Auffassung der Bourgeoisie zählt maßgeblich das Geld als Wertekriterium. Ein Arbeiter ist für Besitzende ein bloßer Habenichts, da trifft ihn die Verachtung, falls man sihc in diesen bürgerlichen Kreisen überhaupt Gedanken über Arbeiter macht. Da das Proletariat die Quelle des Reichtums für das Bürgertum ist, geriet und gerät es schnell in Rage, wenn von den Werktätigen Lohnforderungen, Arbeitszeitverkürzungen, Urlaubsansprüche usw.  an dieses herangetragen wird. Besonders Streiks lösen Haß aus, der dann durchaus in bösartige Aktionen der Besitzenden gegen die Proletarier einmündet/e. Zu all der Mentalität gegen Arbeiter durch die Herrschenden und ihre Helfer und Helfeshelfer kam das starke Bedürfnis hinzu, den Arbeitern Bildung und soziale Absicherung wie Krankenversicherung, Rente vorzuenthalten. All das mußte mühsam erkämpft werden durch die Arbeiter. Der Staat stellte sich ihnen hierbei in den Weg, wo es nur ging. Die Arbeitgeber und im Einklang ihr Staat,  wollten keine Kosten für Sozialausgaben aufbringen. Auch die Bildungsunterschiede, die sie über ihren Staat aufrechterhielten, sollte so die Unwissenheit fördern, die Überlegenheit des Bürgertums gegenüber den Arbeitern klar verdeutlichen. Die führende Schicht sahen in Arbeitern nur primitive Menschen, die folglich zu gehorchen haatten und die wen möglich von jeder Kultur möglichst ausgeschlossen wurden. Dabei merkten sie nicht, dass die geringe Bildung der Arbeiter vom Bürgertum erzeugt wurde. Stattdessen nahmen sie aber in ihrer Borniertheit an, die Arbeiter hätten per se eine geringere Intelligenz, wären mit weniger wertvollen Gehirn ausgestattet, weil erblich geringer stehend als das Bürgertum.

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Ich bin zwar ein Schüler und kein Geschichtsexperte dazu, doch das Thema hatten wir erst letztens auch in Geschichte.

Die Fabrikarbeiter waren letztendlich die normalen Menschen, die keine eigene Firma htten oder sonst einen anderen Betrieb z.B. Landwirtschaft. Somit waren sie zwar nicht sehr hoch angesehen, aber auch nicht so tief, wie Bettler etc... Also: sie wurden schlecht bezahlt, wurden aber nicht verachtet, weil sie in einer Verbrich arbeiteten

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