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Waren Ampeln schon immer rot, gelb, grün?

gefragt von ulrike1974ulrike1974 am 12.03.2007 um 19:07 Uhr

Diese Frage habe ich mir heute gestellt, als ich mal wieder vor einer roten Ampel an einer Kreuzung bzw. 20 Meter davor, vor einer Bahnschranke, stand.

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Farben x 814 Ampel x 159

RolfHoegemann
beantwortet von RolfHoegemann am 12. März 2007 19:23
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Es gab bis in die 60er Jahre auch Ampeln, die in der Luft mitten über der Kreuzung hingen - die "Heuerampeln". Sie hatten Laternenform und auf jeder der vier Seiten drehte sich über einem Kreisring langsam ein Doppelzeiger. Der Kreisring war geviertelt - das oberre und untere Viertel war grün, die anderen beiden rot. Das Prinzip ist einfach - ist der Zeiger im Grünen Bereich - dann kann man gehen ist er im roten - bleibt man stehen.

Das Wort "Ampel" kommt m.W. auch von diesen Verkehrsreglern - man spricht ja auch von Blumenampeln, wenn man hängende Töpfe hat.

Hier noch kurz der Text von der Wikipedia-Seite:

Heuerampeln (benannt nach ihrem Erfinder und Erbauer Heuer) sind eine besondere Form von Lichtsignalanlagen, die von 1920 bis in die 1960er Jahre in den Niederlanden, seltener auch in der Bundesrepublik Deutschland (zum Beispiel in Köln, Bochum und Gelsenkirchen (Kreuzung Ring-/Wildenbruchstraße)) verwendet wurden. Sie sind etwa würfelförmige Gebilde, die mit Drahtseilen über einer Kreuzung hingen. Sie waren hauptsächlich für einfache Verhältnisse, beispielsweise wenn zwei Straßen im rechten Winkel kreuzten, geeignet.

Die innenbeleuchteten Zeigerampeln hatten für jede Fahrtrichtung eine durchscheinende Scheibe mit gegenüberliegend roten und grünen Kreissegmenten. Die Ampelphasen wurden mit einem sich langsam im Uhrzeigersinn drehenden Zeiger dargestellt. Es hatte diejenige Farbe Gültigkeit, auf die der Zeiger jeweils zeigte. Da die Zeiger auf allen Seiten verkoppelt waren (und somit die selbe Drehgeschwindigkeit hatten) war es nahezu ausgeschlossen, dass Signalisierungsfehler auftraten. Bei manueller Steuerung in Verkehrsspitzenzeiten war es möglich, die Drehung an bestimmten Punkten, meistens Rot-Grün-Paarungen, anzuhalten.

Eine gelbe Zwischenphase gab es nicht, da man anhand der Zeigerstellung sehen konnte wie lange die Phase noch andauerte. Indirekt gab es jedoch eine Gelbphase, da aus Sicherheitsgründen die roten Abschnitte größer waren als die grünen. Dadurch ergab sich eine kurzzeitige Überdeckung der Rotphasen, also eine Sperrung aller Fahrtrichtungen.

Der Nachbau einer Heuerampel ist in Bochum an historischer Stelle über der Kreuzung Bongardboulevard/Kortumstraße zu sehen.

Kommentar von Simple_avatar1smallulrike1974 am 12. März 2007 21:09

Danke, die Antwort hat mir sehr geholfen.



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