Frage von CarolinDrex, 77

Ware angeblich der Polizei übergeben, geht das?

Ihr Lieben!

Im Auftrag verfasse ich nun etwas über ein sehr skurriles, kompliziertes Anliegen. Zur Vorgeschichte: A. kaufte etwas bei meiner Freundin. Diese versendete die Ware unversichert, wollte sie jedoch versichert versenden - hat es verpeilt. Jedenfalls kam die Tasche wider Erwartens nicht an und es ging ein wenig Hin und Her. Die Käuferin belästigte meine Freundin aufs Übelste - sie schrieb diverse Fremde und Freunde an, stellte sie als gewerblichen Betrüger dar und stellte sie öffentlich bloß. Daraufhin überwies' meine Freundin ihr das Geld zurück, denn was sollte sie sonst machen? Die Käuferin schrieb sie würde es nicht akzeptieren und die Ware wollen - letztendlich erstattete sie wohl Anzeige und klagt nun angeblich mit ihrem Anwaltsvater die Ware ein. So weit so gut. Zum Fall an sich: Sie entdeckte zwei weitere Waren, die meine Freundin ihr ins Paket legen sollte. Sie war nett und sagte aufgrund von Zweifeln seitens A., sie könne die 2 Waren bei Ankunft bezahlen. Glücklicherweise wurden die 2 weiteren Waren (wieder "unfreiwillig") einzeln und versichert versendet, diese traf nach der Rückerstattung ein. A. war empört und schrieb, was meiner Freundin denn einfallen würde, ihr nur die beiden Sachen zu senden. Meine Freundin versuchte es zu klären, jedoch wurde die Käuferin nur ausfallend. Letztendlich schrieb die, sie hätte die 2 Sachen bei der Polizei abgegeben und diese würde sich sicherlich mitsamt der Anzeige bei ihr melden - angeblich wurden die Sachen "sicher gestellt". Meine Freundin schrieb vorher, sie solle die Ware zurück senden und kriegt selbstverständlich alle Umstände erstattet. Als sie dann wissen wollte, wo genau die Sachen abgegeben wurden und bei wem sie sich diesbezüglich melden kann, kamen nur aussagen wie "Die Polizei wird sich schon bei dir melden". Leider kann ich nicht wirklich eingrenzen, wo sie abgegeben wurden und die Polizeiwache gab auch keinerlei Auskunft. Durch das Einbehalten entstand meiner Freundin ein "Verlust" von knappen 100€, da es viele Kaufinteressenten gab - jedoch konnte sie dank der Umstände ja nicht versenden. Drohungen mit Anwalt, Polizei etc. werden nur mit siegessicheren, dreisten Aussagen abgespeist.

Zur Frage: 

1. Wie schätzt ihr die Situation ein? 

2. Wo kann man sich da wohl melden, um zu sehen ob die Ware tatsächlich abgegeben wurde? (Die Ausdrucksweise "sicher gestellt" könnte ja auch einfach "abgegeben" o.ä. bedeuten)

3. Kann meine Freundin die 100€ Verlust einklagen o.ä.? Sie hätte das Geld dringend benötigt.

Wichtig: Es geht nur um die 2 Waren, die Sache mit dem unversicherten Päckchen ist für meine Freundin wegen der Rückzahlung gegessen!

Antwort
von Repwf, 34

Alles leere Drohungen!

Warum sollten die Sachen sichergestellt werden? 

Die beiden Dinge waren ja völlig in Ordnung und angekommen etc... Das macht überhaupt keinen Sinn!

Wenn deine Freundin eine Rechtschutzversicherung hat soll SIE Anzeige erstatten!

Wenn nicht würde ich den Kontakt abbrechen und gut ist! Da wird nie wieder was kommen 

Kommentar von CarolinDrex ,

Das frage ich mich auch. Dann dachte ich mir, die Käuferin könnte sich mit "sicher gestellt" auch einfach schlecht ausgedrückt haben. Ist das Behalten bzw. "Ausliefern" seitens der Polizei nicht möglich? Wo könnte man nachfragen, ob etwas abgegeben wurde?

Kommentar von Repwf ,

Bei der Polizei...

Aber was will sie denn damit "gesichert" haben? Den Nachweis das DIESE ware bei ihr angekommen ist??? Niemals! 

Die Drohung mit Anwaltspapa und Polizei stinkt soooo nach Betrug!

Googelt mal den Nachnamen, ich möchte wetten den Vater wirst du als Anwalt schon nicht finden! 

Antwort
von 19Michael69, 19

Hallo Carolin,

also irgendwie ist diese Geschichte sogar mehr als konfus.

Wenn die beiden anderen Waren erst nach der Rückerstattung bei der Käuferin eintrafen, stellt sich mir die Frage, warum deine Freundin die überhaupt noch versendet hat.

Selbst ein Paket braucht in innerhalb von Deutschland nicht mehr als zwei oder drei Tage. Die ganze Geschichte vom Versenden der ersten Ware bis zur Rückerstattung aber wohl sehr viel länger.

Nach dem ganzen Trouble hätte ich gar nichts mehr verschickt, zumal es auch nicht bezahlt war.

Selbstverständlich steht deiner Freundin zu, dass die Käuferin diese bezahlt.

Das war zu 1. - so schätze ich die Situation ein.

Zu 2.: Erst einmal ist fraglich, ob die Waren wirklich der Polizei übergeben wurden. Wenn die Polizeidienststelle (am Wohnort der Verkäuferin versteht sich) keine Auskunft gegeben hat, kann man wohl nirgends mehr nachfragen.

Zu 3.: Wenn deine Freundin als privater Verkäufer verkauft hat, hätte sie das Geld nicht zurücküberweisen müssen. Es jetzt im Nachhinein einzuklagen, da übersteigen der Aufwand, der Ärger und die Gefahr der Kosten bei erfolgloser Klage den Betrag von 100 Euro bei weitem.

Ihr solltet den Spieß umdrehen und ebenfalls unter Androhung einer Klage auf Bezahlung oder Herausgabe der beiden anderen Waren drängen.

Dann wird sich zeigen, wie dreist die Käuferin ist.

Sie macht sich einen Spaß und will deine Freundin verunsichern, um die beiden Sachen kostenlos zu erhalten.

Einer angeblichen Klage - wegen was auch immer - kann deine Freundin ganz gelassen entgegen sehen. Es gibt nichts, auf das sie verklagt werden könnte.

Doch auf eins - bitte gestatte mir diesen kleinen Spaß - auf Dummheit ;-)

Viele Grüße und viel Erfolg

Michael

Antwort
von FouLou, 30

Etwas konfus.

Also A hat bei B etwas bestellt. Also liegt ja ne rechnung vor was genau sie bestellt hat. Sind da die 2 anderen waren mit angegeben oder nicht?

Oder sind diese beiden waren Extra bestellt worden?

Mit der rückerstattung des geldes hat sich ja der  kaufvertrag für die erste ware erledigt wenn die 2 waren da mit drinne waren müsste die käuferin diese auch wieder zurückgeben.

Wenn sie wirklich eine anzeige gemacht hat müsste es ein Aktenzeichen geben was die käuferin ihr nennen könnte. Da sie es nicht tut kann es gut möglich eine leere drohung sein und sie hat die beiden waren einfach einbehalten.

Ich würde warscheinlich abwarten ob da noch was kommt von der polizei und falls ja denen ersteinmal den gesamten schriftvekehr geben und entsprechend meine Position darlegen. Inklusive aussüge über vorhandene geldflüsse. Oder entsprechend gleich nen anwalt einschalten.

Kommentar von CarolinDrex ,

Genau, A hat bei B etwas bestellt - privat, d.h. ohne Rechnung. Die erste Ware (unversichert) kam angeblich nicht an und die 2. Ware (anderes Paket, versichert) kam an. Die 2. Ware sollte bei Ankunft bezahlt werden, Käuferin bestätigte die Ankunft und sagte, sie hätte sie in Absprache mit ihrem Anwalt (Vater) an die Polizei übergeben. 

Sie wollte mir weder ein Schriftstück, noch ein AZ o.ä. geben - als Antwort kamen nur Dinge wie "Du wirst sehen".

Kommentar von FouLou ,

Wenn der vertrag mündlich ist gibt denn zeugen?

Ansonsten könnte man hier den spieß umdrehen. Die 2. ware kam an wurde aber nicht bezahlt. Ergo ist die zahlung offen und man könnte die entsprechen eintreiben.

Es kann sogar warscheinlich sein das die ware angekommen ist und der umstand der unversicherten sendung ausgenutzt wurde um diese umsonst zu bekommen.

das beste wäre warsheinlich das alles ruhen zu lassen. Das da noch was kommt sehe ich als unwarscheinlich. Und sich fürst nächste mal zu merken 1. alles schriftlich machen und waren nicht unversichert zu versenden außer der käufer fordert das direkt ein. (was auch schriftlich  festgehalten werden sollte.)

Kommentar von CarolinDrex ,

Ich habe alles schriftlich, es lief über e.K. ab

Kommentar von FouLou ,

e.K. = ebay kleinanzeigen?

Kommentar von Repwf ,

Und selbst für unversicherte ware muss der Verkäufer NICHT aufkommen!

Der Käufer muss ausdrücklich versichert gefordert haben damit er da was verlngen konnte!

Antwort
von CarolinDrex, 3

Heute kam tatsächlich eine Anzeige, bzw. eine Vorladung in meinen Briefkasten geflattert und ich bin nun wirklich gespannt, was dabei herauskommt und ob diese Ware tatsächlich abgegeben wurde. Mutig, wenn die Klägerin sich als einzige strafbar gemacht hat!

Antwort
von Havenari, 7

Das Geschäft über die zwei weiteren Artikel ist ja zustande gekommen, es mangelt nur an der Bezahlung. Die kann man einfach mittels eines gerichtlichen Mahnverfahrens einfordern.

Die Behauptung der Käuferin, sie hätte irgend etwas bei der Polizei abgegeben, halte ich für frei erfunden. Die Polizei betreibt keine Lagerhäuser für durchgeknallte Privatkäufer.

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