Wenn ich mich Recht erinnere, gab es vor einiger Zeit doch eine Klärung. Irgend jemand hat ein Lied darüber veröffentlicht. Wie war es denn nun?
Ob die von Francesco Petrarca in Gedichten angebetete "Laura" eine reale Person war, kann nicht mit Sicherheit angegeben werden. Die einzige Quelle über diese Laura ist der Dichter selbst (Sonette, wenige Briefstellen und eine Notiz in einer Vergil-Handschrift).
Danach stammte Laura aus einer vornehmen Familie, war wenige Monate jünger als Petraca, verheiratet, bekam Kinder und starb am 6. April 1348, genau 21 Jahre nach der ersten Begegnung an einem Karfreitag in der Kirche Santa Chiara in Avignon. Petrarca widersprach seinem Freund Giacomo Colonna, der "Laura" für eine vollständige Erfindung, die Gedichte für reine Phantasien und die Seufzer für vorgetäuscht hielt, und behauptete ihre reale Existenz.
Eine Identifikaton ist mit Laura de Noves, Ehefrau von Ugo de Sade, versucht worden, die 11 Kinder hatte.
Möglich sind nur Vermutungen. Eventuell hat jemand ein Gedicht oder ein Lied mit einer ähnlichen Art von symbolischen und allegorischen Anspielungen und Wortspielen (laurea = Lorbeer, aurora = Morgenröte, aura = Luft) geschrieben.
Den neuesten Forschungsstand kennt vielleicht ein wissenschaftlicher Spezialist für italienische Literaturgeschiche. In einem neuen Buch (vgl. http://www.perlentaucher.de/buch/26615.html) könnte auch etwas stehen.
Das Lied, von dem Du sprichst, kenne ich nicht. Aber guck mal unter "bautz.de/bbkl/p/petrarca_f.shtml" nach. Dort ist angegeben, dass es sich bei Laura um eine reale Person gehandelt hat, was ich bislang auch nicht wusste.
Danke, den Link kannte ich noch nicht, aber dort wird ja auch gesagt: 'von der man nicht mit Sicherheit behaupten kann, daß sie konkret war, wenn auch die Identität der Laura de Sade wahrscheinlich ist.'
Vermutlich gab es wohl ein menschliches Vorbild, obwohl die Dame nicht konkret war. Das habe ich mit ihr dann gemeinsam ;-)
In Abwandlung eines "Loriot"-Zitates sage ich: "Real im realen Sinne i s t real!" :-)