Frage von PonyPia, 125

War meine Reaktion okay oder hätte ich das Risiko eingehen müssen?

Hi! ich habe eine Rb,einer 23-jährige Quarter Horse Palomino Stute. sie ist sehr faul und triebeig und etwas schreckhaft aber total cute. Ich bin 12 und reite seit 5 jahren und bin sattelfest also sagen wirs so: ich falle nicht runter wenn meine RB durchgeht oder sich erschreckt und losrennt und nicht hoch aber trotzdem ein wenig steigt. Heute war ihc wieder dort und es war sehr windig. Der Reitplatz war Hälfte Sonne hälfte schatten und sie war voll aufgedreht. Sie hat sich eigentlich nie auf mich konzentriert. Ich bin nach dem aufwärmen angetrabt und bin in der sonne bei c auf der großen tour geblieben weil ich sie viel besser unter kontrolle hatte. dann bin ich einmal ganze bahn F-H gewechselt und sie hat sich erschreckt ist losgerratn habe sie aber wieder unter kontrolle gehabt. Ich bin normal auf der tour getrabt und wollte einmal wieder ganze bahn gehen da ist sie plötzlich stehen geblieben. Ich bin nach einer trab tour dann abgestiegen weil mir das risiko dass wir uns verletzen zu groß war und hab sie schritt geführt und später dann nochmal mit halfter. Bin ich zu ängstlich oder war es gut das ich das Risiko nicht eingegeangen bin? Lg

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für reiten, 60

Da ich meine Pferde auch nur trainieren kann, wenn ich heile Knochen habe und auch die Pferde nicht sicherer werden, wenn ich mit Gewalt was erzwinge, lasse ich es auch bleiben.

Andere denken da anders, aber die haben draußen im Gelände auch weniger zuverlässige Pferde als ich, also dürfte meins nicht sehr falsch sein.

Meine 34 Jahre Erfahrung und die meiner Trainer sagt: Zeig Deinem Pferd, dass Du auch seine Befindlichkeiten respektierst und suche mit ihm gemeinsam nach einer Lösung.

Was ich in so einem Fall mache: Ich ziehe den Kappzaum auf, nehm den Sattel runter und hole die Longe. Und dann gehen wir dorthin auf dem Platz, wo sich mein Pferd wohl fühlt und nähern uns nach und nach dem an, wo es Unwohlsein verspürt. Das Maß bestimmt das Pferd. Immer, wenn es völlig verspannt ist, versetze ich meinen Zirkel beispielsweise um einen halben Meter. Wenn es an der Longe dann doch mal wieder Zweifel bekommt und durchstartet, muss ich das nicht aussitzen, habe selbst keine Verspannung, die die des Pferdes noch verstärken würde, sondern kann ganz in Ruhe ein kleines bisschen zurück Richtung Wohlfühlzone gehen und nochmal probieren, wenn der Schreck überwunden ist.

Antwort
von Treueste, 74

Bist Du sicher, dass Deine Stute im diesem Alter noch so belastungsfähig ist? :-(((

Gönne ihr den Lebensabend mit einigen langsamen Ausritten durch Wald und Flur.

Kommentar von Baroque ,

Hallo? Ein Pferd in diesem Alter für alt zu erklären zeugt von Pferdeverheizerei in jungen Jahren! Warum sollte ein Pferd mit 23 nicht eine Kleinigkeit arbeiten können? Nur, weil heute von manch einem Pferde so geritten werden, dass sie mit 15 in Rente müssen? Früher konnte sich das keiner leisten, ein Pferd so früh herunterzuwirtschaften.

Und selbst, wenn jemand anders das Pferd bereits in jungen Jahren verschlissen hat, so ist es meine Pflicht als fürsorglicher Besitzer, es so zu trainieren, dass es noch viele Jahre gut leben kann, ihm seine Muskulatur auch in seinem Herdenalltag hilft.

Und einen Reiter ohne ordentliche Traghaltung durch Wald und Flur zu schleppen, ist definitv schlimmer für das Pferd als korrekt am Platz geritten zu werden - es gibt viele, die draußen nicht gymnastizieren oder mangels der Möglichkeit, Zirkel anzulegen es auch nicht so gut hinkriegen.

Kommentar von PonyPia ,

ich darf mit ihr nicht ausreiten weil etwas weiter daneben ist eine befahrene landesstraße und sie ist sehr schreckhaft

Kommentar von Treueste ,

Dann solltest Du sie wohl weiter beobachten. Sicher war es richtig, dass Du abgestiegen bist und sie nicht mehr weiter belastet hast.

Das ist jedenfalls meine Meinung.

Kommentar von sukueh ,

Nicht jedes 23-jährige Pferd ist ein Fall für das Rentnerleben, sondern kann durchaus und gerne noch ganz normal geritten werden. Zudem hat in dem Fall die Reiterin ja nichts überzogenes mit dem Pferd gemacht.

Wenn ich mich im Alter noch fit genug fühle, möchte ich auch nicht einfach nur in den Lehnstuhl geparkt werden.

Kommentar von Treueste ,

Genau nicht jedes Pferd und nicht jeder Mensch sind gleich......

Kommentar von PonyPia ,

ich bin nicht lange geritten nur 10 minuten schritt und ich glaube 5 minuten trab

Kommentar von Treueste ,

Wie schon gesagt, beobachte Deine Stute. Vielleicht hatte sie ja auch nur keinen guten Tag....

Kommentar von PonyPia ,

vielleicht lag es auch daran das es sehr windig war. ich frag morgen die besi ob sie mir das longieren zeigen kann,wenn nicht gehe ich einfach am platz ein paar runden

Kommentar von Sophey0 ,

Meine Reitbeteiligung ist 21 und man kann mit ihm auch noch richtig arbeiten und es macht ihm auch spaß.Also würde ich es nicht auf das Alter schieben:D

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