Frage von Alica04, 98

War Krankenhaus der richtige Schritt?

Hallo ihr lieben,

Kann Bull schlafen und muss mir das jetzt mal runter schreiben und euch fragen, ob ihr meint dass ich richtig gehandelt habe.

Also ich bin ja schon seit 14 Jahren Esssgestoert, sämtliche Richtungen und Körpergewichte durch gemacht, bst schon 15+ Krankenhaus Aufenthalte plus mehrere fachkliniken besucht und immer wieder so gescheitert dass ich immer wieder hingefallen bin und die Krankheit extremer und gefährlicher wurde, die Ärzte mich aber wortwörtlich aufgegeben haben. Naja dieses Jahr bzw 2015 war dann der super gau. Nachdem mein Vater Ende 2014 uns verlassen hat bin ich absolut versunken, die Beziehung zu meiner Mutter war beendet und ich habe nichts getan außer die Bulimie exzessiv ausgelebt. Im letzten Versuch habe ich mir dann letzten Juni eine peg legen lassen, welche ich mich aber doch eigenständig nicht zu nutzen traute. So kam es dann im August zum Eklat, ich brach beim einkaufen zusammen und schlug mit dem Kopf so auf dass meine Arterien im Kopf platzen und 4 Tage im Koma lag. Die Ärzte dachten dass ich sterbe, aber ich bin quasi unversehrt aufgewacht, neben den körperlichen Erscheinungen mal wieder alles top vertragen von meinem blöden herkules Körper..Naja langes Blabla wurde dann noch nen paar Kilo aufgepäppelt und danach hat sich meine Mutter bereit erklärt dass ich erstmal zu ihr ziehen kann, eine aller letzte Chance und Beobachtungsgabe für mich, was anfangs super lief. Ich dachte wirklich der Unfall hätte mir endlich die Augen geöffnet, doch es dauerte nicht lange und ich rutschte wieder ab. Begann meine fressanfalle, die wirklich abnormal sind, brechen bis zum Ende und dadurch rasant wieder abgenommen. Ich habe manipuliert wie immer und gut vertuscht. Ja und über die Wochen bin ich dann tatsächlich jetzt noch ein paar Kilo unter dem bisherigen Tief vom Unfall gelandet. Mein bmi ist ein Witz und was ich die letzten Tage körperlich erlebt habe - ich hab mir wirklich gewünscht umzukippen und Ende. Es hing auch so viel an meiner Lügnerin Rolle, wenn ich alles beichte bricht alles wie ein Kartenhaus zusammen und Mama wird wohl endgültig den Schlussstrich ziehen und so weiter..aber gestern ich konnte nichts mehr tun außer liegen und schwer atmen und ja...ich wollte ins Krankenhaus..

So ist es dann auch geschehen und die geschlossene auf der ich immer war nimmt mich erstmal nicht wegen dem bei, deswegen bin ich jetzt auf der intensiv, verkabelt mit Infusion und allem und soll erstmal gepäppelt werden.

Das Problem...gestern nur noch rumgerechnet und fast abgeschmiert, dann hierhin Infusionen, richtig abend gegessen (meine eigene Motivation, die hier haben nicht wirklich Ahnung und deswegen hoffe ich auf Wechsel in Psychiatrie), viel getrunken usw und jetzt fühl ich mich schon wieder top fit und denke ich hab falsch gehandelt, ist ja alles nur halb so schlimm und wäre das ganze aufdecken und bloßstellen nicht nötig gewesen. Was meint ihr? Ja? Oder mein ich das mit dem besser fühlen nur wegen ... -Ende-

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Negreira, 29

Du hast einen ersten Riesenschriftt gemacht, gratuliere. Daß die nächsten Steps nicht alles Friede, Freude und Eierkuchen sein werden, weißt Du selbst. Ganz bestimmt wird es Phasen geben, in denen Du wünscht, nie geboren  oder in die Klinik gegangen zu sein, aber da mußt Du jetzt einfach durch.

Du stehst am Anfang eines zugegebenermaßen schweren Lebens, denn denjenigen Klick, und die Bulimie ist weg, hat man noch nicht gefunden. Du mußt laso tägöich gegen Deine Erkrankung ankämpfen. Daß es Dir jetzt besser geht ist völlig normal, Du hast Zuckerlösungen und Meineralstoffe intus, die sagen Deinen Zellen, es sei alles ok, aber wehe, wenn Du wieder Zuhause wärst. Tu Dir das doch bitte nicht an.

Ich habe keine Bulimie, bin aber ein Mensch, der schon sehr oft im Krankenhaus war und auch immer wieder auf eigene Verantwortung nach Hause gegangen ist, weil mir alles tierisch auf den Wecker ging undich der allerletzte Patient bin Ich sage denen schon immer, ich würde die Station übernehmen oider eine Achterbahn draus machen. Manchmal muß man aber durch, und glaub mir, hier auf der Erde ist es immer noch besser, als im Himmel (weil es dort wahrscheinlich ziemich langweilig ist  ewig das Harfenspielen oder Flügel schlackern der Engel) oder in der Hölle (d mußt Du dauernd Kohlen nachschieben und Dich mit dem Kerl mit dem Dreizack herumärgern).

Es zeugt von Charakter, sein Leben in die Hand und in den Griff zu bekommen, ich bin sicher, Du schaffst das.. Alles Liebe.

Kommentar von Alica04 ,

Ein schöner Kommentar, vielr

Antwort
von ATaleofMonsters, 60

Bleib. Du hast keinen Fehler begannen, was du brauchst ist ernst zu nehmende Hilfe. Hör auf das was die Ärzte sagen, tue das gegenteil von dem was du machen willst. Warst du schon mal bei einem Psychologen oder etwas in der Richtung?

Kommentar von Alica04 ,

Danke :)

Mit 13 ging es das erste mal in die KJP und seitdem habe ich nur zwischen stationärer und ambulanter Behandlung gewechselt und daher einen hohen Verschleiß an allen arztformen abgeliefert 😂😂 nee im Ernst, ich hab so viel durch dass sich in Deutschland Kliniken anrufen und vor mir warnen :(

Kommentar von ATaleofMonsters ,

Habt ihr denn jemals einen Grund für deine Essstörung gefunden? Irgendwas psychisches, Trauma, Unfall, irgendwas mit dem du dich konfrontieren solltest?

Kommentar von MLIOBA ,

behalt die hoffnung...!!irgendwo ist bestimmt doch noch ein guter arzt /ärztin die dir helfen können! 

Antwort
von Silbersternling, 43

Ich finde deinen Entschluss gut 😊das hätte sich bestimmt nicht jeder getraut einfach in die Klinik zu gehen und sagen :hier bin ich und ich brauche dringend Hilfe ☺gute Nacht Schlaf gut 

Antwort
von Alica04, 42

Der ersten Versorgung und aufpäppelung. Ich hab Angst zu voreilig gewesen zu sein, meine Beziehungen umsonst geschrottet habe, aber die Lügen waren ja auch kein Leben mehr...

Ach keine Ahnung , falls sich jmd das antut hier, großen Dank!!!

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