Frage von Transposon, 183

War Judas Iskariot ein Guter und Gott ist der Böse?

Der Sachverhalt:

Judas wird seit seiner Anschließung an Jesus nichts angemerkt bis zum Einzug in Jerusalem - weder von seinen Jüngern noch von Jesus selbst bis zum Tage des letzten Abendmahles. Für 30 Silberlinge verriet er Jesus an die Wachen, was ungefähr den Wert einer Flasche Salböl entsprach. Er hat also Thomas mehrfach überzeugt, sich Jesus anzuschließen, kündigte seinen Job als gut bezahlter Buchhalter bei Pontius Pilatus, hatte Kontrolle über die Jüngernkasse, will Jesus bis in den Tod folgen und verrät ihn dann für den Wert einer Flasche Salböl? Naja.

Ein anderer Sachverhalt der anzusprechen wäre ist der Traum, den Judas Mutter hatte - und zwar von Feuer und Verderben, den der Sohn über das Volk bringen solle, weshalb er ausgesetzt wurde. Träume kommen von Gott und Gott hat dementsprechend die Vision in sie gesäht. Wollte Gott also, dass Judas Jesus indirekt tötet?

Es gibt natürlich auch die Version, dass er von Satan besessen war, was ich aber nicht glauben kann, weil er dann seit dem Abendmahl besessen gewesen sein muss.

Eine andere Sache, mit der ich nicht wirklich etwas anfangen kann ist, dass vor dem Einzug in Jerusalem einmal Jesus und einmal Judas die Angst anzusehen sind, welche Thomas vernimmt. Nachdem Jesus nach dem letzten Abendmahl seinen Jüngern die Füße wusch und jedem etwas ins Ohr flüsterte, flüsterte er zu Judas "was du tun willst, das tu bald".

Was denkt ihr über die Sache? Ein abgekartetes Spiel von Gott? War Judas wirklich böse oder nur ein Opfer?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von kdd1945, 38

Hallo Transposon,   

immer wieder mal wird Verständnis für Judas gezeigt, es werden Verteidigungen zu seinen Gunsten erdacht, bis hin zu der Behauptung, wenn Judas Jesus nicht denen, die ihm nach dem Leben trachteten, ausgeliefert hätte, gäbe es keine Erlösung durch den Opfertod Jesu Christi.

Wir sollten die wichtigsten Punkte des Lebens von Judas Iskariot als Apostel Jesu betrachten, um ein komplettes Bild seiner Entwicklung zu erhalten. Dabei werde ich meine Ausführungen allerdings auf in der Bibel nachlesbare Zitate beschränken, während bei Deiner Frage offensichtlich auch anderes Material hinzu gezogen wurde.




Als Jesus unter Gebet seine 12 Apostel aussuchte, entsprachen sie alle den göttlichen Maßstäben für dieses verantwortungsvolle Amt - alle, auch Judas Iskariot, sonst wäre er nicht ausgewählt worden. Es wurde ihm sogar die Gemeinschaftskasse der mobilen Predigertruppe anvertraut.

Nach einiger Zeit ließ er jedoch zu, dass sich Schlechtigkeit bei ihm entwickelte. Es begann damit, dass er immer wieder seine Kameraden bestahl, indem er heimlich Geld aus der Kasse für sich persönlich abzweigte (Joh 12,3-6)

Als Dieb wurde er auch ein geschickter Täuscher, während sich seine unehrlichen Handlungen über Monate erstreckten, entwickelte Judas seine Heuchelei bis hin zur Perfektion. So nur war seine Frechheit zu erklären, mit der er bei der Feier des Passah auf die Offenbarung Jesu, das einer von den Zwölfen ihn verraten würde, ohne Zucken die (rhetorische) Frage stellte: Ich bin es doch nicht etwa??(Joh 26.22-25)

In die selbe Kerbe, Heucheln und Täuschen, haut dann der zärtliche Kuss, mit dem er , wie verabredet, Jesus für seine Häscher in der Nacht kenntlich machte.(Mt 26,49)

Judas wurde also durchaus von Jesus gewarnt, dass sich einer von den Aposteln vom Satan missbrauchen lassen würde. Aber anstatt jetzt den schon begonnenen Verrat nicht zu vollenden, brachte er ihn zu seinem Höhepunkt und ließ sich auch das Blutgeld auszahlen.

Dass Judas den Lohn des Verrats zurückgab und sich selbst tötete, zeigt nicht Reue sondern Selbstmitleid. Dazu empfehle ich Dir, die folgenden Gedankenzu berücksichtigen (es folgt das Zitat. Quelle unten).


Gottgemäße Traurigkeit ist erforderlich, nicht die Traurigkeit der Welt.

Der Apostel Paulus erwähnt in seinem zweiten Brief an die Korinther die „gottgemäße Traurigkeit“, die sie zum Ausdruck brachten, nachdem er sie in seinem ersten Brief zurechtgewiesen hatte (2Ko 7:8-13). Er „bedauerte“ (eine Form von metamélomai) es, dass er ihnen einen solch strengen Brief schreiben musste und ihnen dadurch Schmerz verursachte, doch als er sah, daß sein Tadel gottgemäße Traurigkeit und ernsthafte Reue (eine Form von metánoia) über ihre verkehrte Einstellung und Handlungsweise bewirkt hatte, empfand er kein Bedauern mehr. Er wusste, dass der Schmerz, den er ihnen bereitet hatte, zu ihrem Nutzen war und sie dadurch nicht „zu Schaden“ kamen. Auch sollten sie die Traurigkeit, die zur Reue geführt hatte, nicht bedauern, denn sie half ihnen, auf dem Weg zur Rettung zu bleiben; sie bewahrte sie davor, rückfällig oder abtrünnig zu werden, und gab ihnen die Hoffnung auf ewiges Leben.

Paulus vergleicht diese Traurigkeit mit ‘der Traurigkeit der Welt, die Tod bewirkt’ und die nicht dem Glauben an Gott und der Liebe zu ihm und zur Gerechtigkeit entspringt. Die Traurigkeit der Welt, die durch Misserfolg, Enttäuschung, Verlust, Strafe für Unrechttun oder Schande hervorgerufen wird (vgl. Spr 5:3-14, 22, 23; 25:8-10), löst häufig Verbitterung, Groll und Neid aus; sie bringt keinen bleibenden Nutzen, führt keine Besserung herbei und gibt keine echte Hoffnung. (Vgl. Spr 1:24-32; 1Th 4:13, 14.) Die weltliche Traurigkeit ruft Trauer über die unangenehmen Folgen der Sünde hervor, nicht aber Bedauern über die Sünde selbst und die Schmach, die dadurch auf Gottes Namen gebracht worden ist (Jes 65:13-15; Jer 6:13-15, 22-26; Off 18:9-11, 15, 17-19; vgl. Hes 9:4).

Ein Beispiel hierfür ist Kain, der als erster von Gott aufgefordert wurde zu bereuen. Gott ermahnte ihn, ‘daranzugehen, gut zu handeln’, damit die Sünde nicht die Herrschaft über ihn erlange. Statt aber seinen tödlichen Hass zu bereuen, ließ sich Kain davon zum Mord an seinem Bruder motivieren. Als Gott ihn zur Rechenschaft zog, gab er eine ausweichende Antwort, und erst als er verurteilt wurde, brachte er Bedauern zum Ausdruck, allerdings nicht über die begangene Sünde, sondern über die Schwere der Strafe (1Mo 4:5-14). Dadurch zeigte er, dass er „aus dem stammte, der böse ist“ (1Jo 3:12).

Auch Esau bekundete weltliche Traurigkeit, als er erfuhr, dass sein Bruder Jakob den dem Erstgeborenen zustehenden Segen empfangen hatte (ein Recht, das Esau leichtfertig an Jakob verkauft hatte) (1Mo 25:29-34). Er schrie „überaus laut und bitterlich“, wobei er unter Tränen „Reue“ (metánoia) suchte; es ging ihm jedoch nicht darum, selbst zu bereuen, sondern er wollte seinen Vater zu einer „Sinnesänderung“ bewegen (1Mo 27:34; Heb 12:17, Int). Esau bedauerte seinen Verlust, nicht die materialistische Einstellung, die ihn veranlasst hatte, ‘das Erstgeburtsrecht zu verachten’ (1Mo 25:34).

Nachdem Judas Jesus verraten hatte, „hatte er Gewissensbisse [eine Form von metamélomai]“; er versuchte, das ausgehandelte Bestechungsgeld zurückzugeben, und beging danach Selbstmord, indem er sich erhängte (Mat 27:3-5). Die Erkenntnis des vollen Ausmaßes seines Verbrechens und wahrscheinlich die erschreckende Gewissheit, dem göttlichen Gericht zu verfallen, überwältigten ihn offensichtlich. (Vgl. Heb 10:26, 27, 31; Jak 2:19.)
Schuldgefühle, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung überkamen ihn, aber nichts lässt erkennen, dass er die gottgemäße Traurigkeit verspürte, die die Reue (metánoia) hervorruft. Judas wandte sich nicht an Gott, sondern suchte die jüdischen Führer auf, bekannte ihnen seine Sünde und gab ihnen das Geld zurück, offenbar in der irrigen Meinung, er könne sein Verbrechen dadurch bis zu einem gewissen Grad ungeschehen machen. (Vgl. Jak 5:3, 4; Hes 7:19.)

Außer Verrat und Beihilfe zum Tod eines unschuldigen Menschen beging Judas auch noch Selbstmord. Seine Handlungsweise stand im Gegensatz zur Handlungsweise des Petrus, dessen bittere Tränen, die er vergoss, nachdem er seinen Herrn verleugnet hatte, das Zeichen einer von Herzen kommenden Reue waren, weshalb ihm auch vergeben wurde (Mat 26:75; vgl. Luk 22:31, 32).

Nach Daten der WACHTTURM-ONLINE-BIBLIOTHEK

Grüße, kdd                                                                                                      

Kommentar von Transposon ,

ohne Zucken die (rhetorische) Frage stellte: Ich bin es doch
nicht etwa??(Joh 26.22-25)

Das erstaunlich ist nun, dass jeder einzelne anfing zu fragen: „Herr, bin ich’s?“ Jeder einzelne hat ernsthaft mit der Möglichkeit gerechnet, dass er Jesus verraten könnte. Jeder hätte es sein können. (Matthäus 26, 17-25)

Ansonsten danke für deine Antwort. Dass er ein Dieb war dürfte nun klar sein. Da stellt sich mir jedoch wiederum die Frage, wenn es ihm nur um das Geld ging, warum hat er nicht einfach die Kasse geklaut, die er selbst betreute? Darin dürfte ein weitaus höherer Betrag gewesen sein als 30 Silberlinge, da das Öl für die Salbung schon 300 Silberlinge veschlung. Und das Motiv offenbart sich mir noch nicht. Er wird als Apostel berufen, zieht lange Zeit mit Jesus mit, um ihn am Ende zu verraten und sich zu erhängen.

Kommentar von kdd1945 ,

Mt 26, 22 (LUT) Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln, ihn zu fragen: Herr, bin ich's?

Das ist natürlich richtig. Bei den anderen Aposteln war die Frage allerdings nicht mit Heuchelei verknüpft, wie bei Judas. Sie hatten die menschlichen Schwächen im Sinn, wie beispielsweise die Angst. Und sie alle flohen schließlich bei Jesu Gefangennahme, Petrus leugnete später gar, Jesus zu kennen. zeigte aber gleich echte Reue.

Das Motiv einer Missetat stellt sich oft als vielschichtig dar. Bei Judas könnte auch noch Furcht vor der Schande wegen seines fortwährenden Diebstahls.

Es werden manchmal auch politische Gründe vermutet, jedoch ohne Nachweis. Wie dem auch sei - die Motive sind für Außenstehende selten völlig nachvollziehbar.

Antwort
von Raubkatze45, 36

Deine Aussagen über Judas (er sei als Säugling wegen einer
unheilvollen Prophezeiung von seiner Mutter ausgesetzt und in der Folge zum
Mörder an seinem leiblichen Vater geworden, bevor er
unwissentlich seine Mutter geheiratet habe) entsprechen nicht den Evangelien,
sondern es handelt sich dabei  um eine mittelalterliche Legende von
Abaham de Santa Clara, um das Judasbild ins Monströse zu überzeichnen.
Ebenfalls ist nirgendswo erwähnt, dass Judas bei Pilatus als Buchhalter
angestellt war.

Die Motive des Judas können immer nur Interpretation und
Spekulation sein, weil das Evangelium zu wenig darüber aussagt. Der Evangelist Johannes unterstellt dem Judas grundsätzlich Geldgier, auch
 gemäß Matthäus verlangt Judas Geld für seinen Verrat, während noch bei Markus der Hohe Rat erst nach dem Angebot des Judas eine Geldzahlung in Aussicht stellt.
Dass Judas zum Verrat gezwungen worden wäre (von Gott oder
Menschen) geht aus keiner Schriftstelle hervor. Wohl aber hat Judas dem Bösen in sich Raum gegeben, denn dass Verrat niemals richtig ist, hätte er wissen können und müssen.
Weil Judas sich so der Macht des Bösen öffnet und ihr dient,
bezeichnet ihn Jesus gemäß dem Johannesevangelium wohl auch als „Teufel" bzw. dass Satan dem Judas den Gedanken des Verrates ins Herz gegeben habe. In diesem Punkt ist es mit Judas nicht anders als mit jedem von uns, der in Versuchungen eine Entscheidung treffen muss.

Dass Jesus den Judas berufen hätte, weil er wünschte oder
zumindest einplante, dass dieser ihn verraten würde, ist freie Spekulation.
Jesus hat den Judas nicht zum Verräter, sondern zum Apostel berufen. Er konnte dabei aber nicht aus einem Kreis fehler- und sündenloser Wesen
 auswählen, sondern aus ganz normalen, fehlbaren und schwachen Menschen.
Die Zwölf können wie alle anderen Menschen der Versuchung
unterliegen, und es ist ausdrücklich nicht die Absicht Christi, sie vor solchen
Anfechtungen ganz zu bewahren. Es macht ja paradoxerweise gerade die Würde des Menschen aus, dass er sich nicht nur für,
 sondern auch gegen Gott entscheiden kann.
 Gott legt dies nicht direkt oder auch nur indirekt fest; er will
vielmehr, „dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen“ (1. Timotheusbrief 2,4), und er hat „kein Gefallen am Tod des Schuldigen, sondern daran, dass er auf seinem Weg umkehrt und am Leben bleibt“

Wenn sich aber nun ein Mensch gegen den Willen Gottes
auflehnt, dann kann er auch nicht erwarten, dass Gott dies gleichgültig
hinnimmt. Es geht ja im Letzten um das Heil der gesamten Schöpfung!  Gott wünscht sich den Angriff seines Gegners nicht, unterbindet ihn aber auch nicht, sondern weiß ihn auszunützen und in eine Richtung zu lenken, die ihm selbst und seinen Plänen zugute kommt. Natürlich war es nicht der Wunsch Gottes des Vaters, dass ein Sohn unter Todesqualen am Kreuz starb, sondern nur, dass der durch die Sünde gestörte Zustand wieder ins Gleichgewicht kommt. So nutzt Gott die mörderischen Absichten seiner Gegner und wandelt das Kreuz um in den Baum des Lebens, der allen Menschen Heil bringt, die es annehmen.
 Und auch den schändlichen Verrat des Judas, den Gott nicht wollte oder gar nicht bewusst provoziert hat, wurde zum Element des Heilsplans, ganz einfach deshalb, weil Gott auch auf krummen Zeilen gerade zu schreiben versteht.

Judas hat seinen Verrat später bereut, aber letztlich an der Barmherzigkeit und Vergebung Gottes ihm gegenüber gezweifelt und sich das Leben genommen.

Kommentar von Transposon ,

Achso ok, dann kommt mein Kenntnisstand wohl aus einer Mischung der Abraham de Santa Clara Legende und dem Thomas-Evangelium (und noch ein paar weiteren Mixturen ^^) . Danke für die Antwort.

Antwort
von andreasolar, 49

Die Figur des Judas ist von Anfang an unterschiedlich interpretiert worden:

https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzei...

Antwort
von BigBen38, 62

Da es keine Augenzeugen mehr gibt, ist man auf Überlieferungen und Schriften angewiesen.

Das Problem dabei ist, das man weiß, das viele dieser Schriften verfälscht wurden...durch zudichten und weglassen..

Die Christen gehen allgemein davon aus, das Jesus die Wahrheit sagte...

...und er also der Gute war, der für "unser " Tun um Vergebung bat...

...und Judas für ( lausige) 30 Silberlinge Verrat beging.

Das es nur 30 Silberlinge waren, macht die Sache kaum besser - oder ?

Es gibt EIN Zitat, an dem man alles festmachen kann.

"An ihren Taten sollt Ihr sie messen"

Allein daran messe ich zb "unsere" Politiker und Kirchen...

...und niemand von Denen schneidet derzeit gut ab !

Kommentar von Transposon ,

Naja wie gesagt, das Geld brauchte er nicht - ganz und gar nicht. Und im Großteil seines Lebens hat er ja gute Taten vollbracht. Er hat Jesus Jünger beschafft, ihn unterstützt und begleitet, die Finanzen geregelt, Thomas vom Glauben überzeugt usw, wenn man mal absieht, dass er seinen Vater getötet hat und seine Mutter geheiratet (wofür er nichts konnte^^), dann war er im allegemeinen eigentlich mehr gut. Nicht umsonst hat er das Geld danach weggeschmissen und bettelte für seine Freilassung.

Kommentar von BigBen38 ,

Bettelte ?

Kommentar von Transposon ,

Naja übertrieben gesagt, aber forderte eindringlich, dass die Hohepriester das Geld zurücknehmen sollen, weil er es nicht will und warf es daraufhin in den Tempel in seiner Rage.

Kommentar von BigBen38 ,

Das nennt man reue ^^

Kommentar von Transposon ,

Ja, aber trotzdem brauchte er das Geld nicht.

Kommentar von stine2412 ,

Transposon, stell dir vor, du hast in die Kasse gegriffen und möchtest unentdeckt bleiben. Irgendwoher versuchst du das Geld aufzutreiben und wieder in die Kasse zu legen. So steht es nicht in der Bibel, aber man kann sich ja mal in die Situation hineinversetzen. Allerdings hätte Judas wissen müssen, dass der Herr Jesus über seine Unehrlichkeit Bescheid wußte.

Antwort
von Sturmwolke, 42

3. Judas Iskariot,
der Sohn des Simon und der niederträchtige Apostel, der Jesus verriet.
Die Bibel gibt nur wenig Auskunft über die Familie und die Herkunft des
Judas. Er und sein Vater wurden beide Iskariot genannt (Luk 6:16; Joh 6:71).

Man nimmt im allgemeinen an, daß dieser Name darauf schließen läßt, daß
sie aus der judäischen Stadt Kerijoth-Hezron stammten. Wenn das der
Fall ist, dann war Judas unter den 12 Aposteln der einzige Judäer,
während alle anderen Galiläer waren.

Judas wird in den Evangelien zum ersten Mal einige Zeit nach dem Passah des Jahres 31 u. Z., etwa anderthalb Jahre nachdem Jesus seinen Dienst begonnen hatte, in der Aufführung der Namen der Apostel erwähnt (Mar 3:19; Luk 6:16).

Es kann logischerweise angenommen werden, daß Judas schon ein Jünger
war, bevor Jesus ihn zu einem Apostel machte. Viele Schreiber zeichnen
ein völlig negatives Bild von Judas, aber offensichtlich war er eine
Zeitlang ein Jünger gewesen, der Gunst bei Gott und bei Jesus fand;
allein schon seine Erwählung zum Apostel spricht dafür.

Des weiteren wurde ihm die Verwaltung der gemeinsamen Finanzen Jesu und der 12 Apostel anvertraut. Das deutet auf seine einstige Zuverlässigkeit und Eignung hin, denn obwohl Matthäus Erfahrung im Umgang mit Geld und
Zahlen besaß, erhielt er diese Zuteilung nicht (Joh 12:6; Mat 10:3).

Doch Judas wurde vollständig korrupt, und das ist unentschuldbar.
Zweifellos aus diesem Grund wird er in der Apostelliste an letzter
Stelle genannt und als der Judas beschrieben, „der ihn später verriet“
oder „der zum Verräter wurde“ (Mat 10:4; Luk 6:16).

Er wurde korrupt. Nicht lange vor dem Passah des Jahres 32 u. Z. wurde Judas zusammen mit den anderen Aposteln ausgesandt, um zu predigen (Mat 10:1, 4, 5).

Kurz nach der Rückkehr des Judas und weniger als ein Jahr nachdem er zu
einem Apostel gemacht worden war, rügte Christus ihn öffentlich, obwohl
er nicht seinen Namen nannte. Einige Jünger wandten sich von Jesus ab,
weil sie über seine Lehren entrüstet waren; Petrus sagte jedoch, daß die
12 zu Christus halten würden.

Darauf entgegnete Jesus: „Habe ich nicht euch Zwölf auserwählt? Einer von euch jedoch ist ein Verleumder [gr.: diábolos, was „Teufel“ oder „Verleumder“ bedeutet].“ Aus dem Bericht geht hervor, daß es sich bei demjenigen, der schon ein Verleumder war, um Judas handelte, er „stand im Begriff, ihn zu verraten, obwohl er einer von den Zwölfen war“ (Joh 6:66-71).

In Verbindung mit dieser Begebenheit sagt Johannes: „Jesus wußte . . . von Anfang an, . . . wer der war, der ihn verraten würde“ (Joh 6:64). Christus wußte aus den Prophezeiungen der Hebräischen Schriften, daß er von einem engen Gefährten verraten werden würde (Ps 41:9; 109:8; Joh 13:18, 19).

Gott hatte von seinem Vorherwissen Gebrauch gemacht und daher auch
vorausgesehen, daß ein enger Gefährte Jesu ein Verräter werden würde.

Das bedeutet aber nicht, daß Judas dazu vorherbestimmt worden wäre, ein Versager zu sein, denn das ließe sich nicht mit den Eigenschaften Gottes und seiner Handlungsweise in der Vergangenheit vereinbaren.

Wie bereits erwähnt, war Judas vielmehr zu der Zeit, als er als Apostel
eingesetzt wurde, Gott und Jesus treu. Mit dem Ausdruck „von Anfang an“
muß also der Zeitpunkt gemeint sein, zu dem Jesus bemerkte, daß Judas
anfing, böse zu werden und unvollkommenen, sündigen Neigungen
nachzugeben (Joh 2:24, 25; Off 1:1; 2:23).

Judas muß gewußt haben, daß er der „Verleumder“ war, den Jesus
erwähnte, aber er reiste weiterhin mit Jesus und den treuen Aposteln und
änderte sich offensichtlich nicht.

Die Bibel erläutert nicht näher die Beweggründe für seinen schlechten Lauf, doch eine Begebenheit, die sich am 9. Nisan 33 u. Z. zutrug, fünf Tage vor Jesu Tod, beleuchtet die Sache.

In Bethanien im Haus Simons, des Aussätzigen, salbte Maria, die
Schwester des Lazarus, Jesus mit wohlriechendem Öl, das 300 Denare wert
war (etwa der Jahreslohn eines Arbeiters) (Mat 20:2).

Judas erhob jedoch Einspruch und sagte, das Öl hätte verkauft und der
Erlös „den Armen gegeben“ werden können. Offensichtlich stimmten ihm
andere Apostel zu, denn der Einwand erschien ihnen logisch, doch Jesus
wies sie zurecht.

Judas erhob in Wirklichkeit deshalb Einspruch, weil man ihm die Kasse anvertraut hatte und „er ein Dieb war . . . und die Einlagen [der Kasse] wegzutragen pflegte“. Er war also ein habgieriger Gewohnheitsdieb (Joh 12:2-7; Mat 26:6-12; Mar 14:3-8).

Der Preis für den Verrat. Judas fühlte sich zweifellos verletzt, als Jesus ihn wegen der Verwendung des Geldes zurechtwies. Zu jener Zeit ‘fuhr Satan in Judas’. Wahrscheinlich soll damit gesagt werden, daß der verräterische Apostel dem Willen des Teufels nachgab und sich von ihm als Werkzeug gebrauchen ließ, um den Plan Satans, Jesus umzubringen, zu verwirklichen.

Einige Tage später, am 12. Nisan, ging Judas zu den Oberpriestern und den Tempelhauptleuten, um zu erfahren, wieviel sie zahlen würden, wenn er ihnen Jesus verriete; dadurch offenbarte sich wiederum seine Habgier (Mat 26:14-16; Mar 14:10, 11; Luk 22:3-6; Joh 13:2).

Die Oberpriester hatten sich an jenem Tag mit den „älteren Männern des
Volkes“ — den einflußreichen Männern des Sanhedrins — versammelt (Mat 26:3). Vielleicht wurden die Tempelhauptleute hinzugezogen, weil sie
einflußreich waren und um der geplanten Festnahme Jesu einen legalen
Anstrich zu geben.

Weshalb boten die jüdischen religiösen Führer für den Verrat Jesu nur 30 Silberstücke?

Judas wurden 30 Silberstücke (falls Schekel, 66 $) angeboten (Mat 26:14, 15).
Die religiösen Führer setzten wahrscheinlich diesen Preis fest, um ihre
Verachtung gegenüber Jesus zum Ausdruck zu bringen und zu zeigen, wie
gering sie ihn einschätzten. Gemäß 2. Mose 21:32 betrug der Preis für einen Sklaven 30 Schekel.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß Sacharja für seine Arbeit als Hirte für das Volk mit „dreißig Silberstücken“ entlohnt wurde. Jehova verschmähte diesen geringen Lohn und betrachtete ihn als etwas, womit das untreue Volk zum Ausdruck brachte, wieviel Gott ihm wert war (Sach 11:12, 13).

Da die religiösen Führer also für Jesus nur 30 Silberstücke bezahlten,
zeigten sie, daß er ihnen nicht viel wert war. Gleichzeitig erfüllten
sie Sacharja 11:12 und behandelten Jehova mit Geringschätzung, indem sie mit seinem Vertreter, den er gesandt hatte, um Israel zu hüten, auf die erwähnte Weise verfuhren.

Der korrupte Judas war mit dem Preis „einverstanden, und er begann eine gute Gelegenheit zu suchen, ihn abseits von der Volksmenge an sie zu verraten“ (Luk 22:6).

Die letzte Nacht mit Jesus. Obwohl sich Judas gegen Christus gewandt hatte, pflegte er weiterhin Gemeinschaft mit ihm. Am 14. Nisan 33 u. Z. kam er mit Jesus und den Aposteln zusammen, um das Passah zu feiern. Während des Passahmahls erwies Jesus den Aposteln demütig einen Dienst, indem er ihnen die Füße wusch.

Der heuchlerische Judas ließ sich ebenfalls die Füße waschen. Jesus bemerkte jedoch: „Nicht alle von euch sind rein“ (Joh 13:2-5, 11). Außerdem sagte er, daß einer der Apostel, die zu Tisch lagen, ihn verraten würde.

Wahrscheinlich wollte Judas nicht als der Schuldige erscheinen und fragte deshalb, ob er derjenige sei. Jesus gab einen weiteren Hinweis, indem er Judas einen Bissen reichte und zu ihm sagte: „Was du tust, tu schneller“ (Mat 26:21-25; Mar 14:18-21; Luk 22:21-23; Joh 13:21-30).

Sogleich verließ Judas die Gruppe. Ein Vergleich zwischen Matthäus 26:20-29 und Johannes 13:21-30 läßt erkennen, daß er fortging, ehe Jesus die Feier des Abendmahls des Herrn einführte. Lukas stellte diese Begebenheit offensichtlich nicht genau in chronologischer Reihenfolge dar, denn es besteht kein Zweifel, daß Judas den Raum bereits verlassen hatte, als Christus die Apostel lobte, weil sie zu ihm gehalten hatten. Das traf auf Judas nicht zu. Außerdem hätte Jesus ihn nicht in den „Bund . . . für ein Königreich“ aufgenommen (Luk 22:19-30).

Später fand Judas Jesus und seine treuen Apostel im Garten Gethsemane, an einem Ort, den der Verräter gut kannte, denn sie waren dort schon früher zusammengekommen. Judas führte eine große Volksmenge an, unter der sich römische Soldaten und ein Militärbefehlshaber befanden. Der Pöbel brachte Knüppel und Schwerter sowie Fackeln und Lampen mit, denn es hätte sein können, daß der Vollmond von Wolken bedeckt war oder Jesus sich im Schatten befand.

Die Römer hätten Jesus wahrscheinlich nicht erkannt. Deshalb — wie vorher ausgemacht — grüßte Judas Christus, und auf heuchlerische Weise „küßte [er] ihn sehr zärtlich“, um ihn kenntlich zu machen (Mat 26:47-49; Joh 18:2-12).

Später fühlte Judas die Schwere seiner Schuld. Am nächsten Morgen
wollte er die 30 Silberstücke zurückgeben, doch die Oberpriester nahmen
sie nicht an. Schließlich warf Judas das Geld in den Tempel (Mat 27:1-5).

Sein Tod. Gemäß Matthäus 27:5 erhängte sich Judas. Doch in Apostelgeschichte 1:18 heißt es: „Kopfüber stürzend, barst er krachend mitten entzwei, und alle seine Eingeweide wurden verschüttet.“ Während Matthäus anscheinend erwähnt, auf welche Weise Judas sich das Leben zu nehmen versuchte, wird in der Apostelgeschichte der Ausgang beschrieben.

Stellt man beide Berichte nebeneinander, so scheint es, daß sich Judas
über einem Abgrund zu erhängen versuchte, doch entweder riß das Seil,
oder der Ast des Baumes brach, so daß er auf die darunterliegenden
Felsen stürzte und zerschmettert wurde. Eine solche Möglichkeit ist in
Anbetracht der Beschaffenheit des Geländes um Jerusalem ohne weiteres
denkbar.

Judas schlug diesen Weg vorsätzlich ein, und dabei wirkten Bosheit, Habgier, Stolz, Heuchelei sowie Intrige mit. Danach plagten ihn wegen der Schuld, die er auf sich geladen hatte, Gewissensbisse, so wie es einem vorsätzlichen Mörder ergehen kann, wenn er sieht, was er durch sein Verbrechen angerichtet hat.

Judas hatte sich jedoch aus eigenem Antrieb mit denen auf einen Handel eingelassen, von denen Jesus gesagt hatte, sie machten Proselyten, die sie dann zu einem Gegenstand für die Gehenna machten, doppelt so schlimm wie sie selbst, und die ebenfalls das „Gericht der Gehenna“ erwartete (Mat 23:15, 33).

In der letzten Nacht seines irdischen Lebens sagte Jesus sogar über
Judas: „Es wäre besser für diesen Menschen, wenn er nicht geboren worden wäre.“ Später nannte ihn Christus den „Sohn der Vernichtung“ (Mar 14:21; Joh 17:12; Heb 10:26-29).

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Quelle:

Einsichten über die Heilige Schrift

, Stichwort:

Judas Iskariot

, auf jw.org (bearbeitet)

Kommentar von Transposon ,

Darauf entgegnete Jesus: „Habe ich nicht euch Zwölf auserwählt? Einer von euch jedoch ist ein Verleumder

Ich finde daraus geht nicht hervor, dass es unbedingt Judas sein muss, weil damit auch Petrus 3-facher Verrat gemeint sein kann.

Judas erhob in Wirklichkeit deshalb Einspruch, weil man ihm die Kasse anvertraut hatte und „er ein Dieb war . . . und die Einlagen [der Kasse] wegzutragen pflegte“. Er war also ein habgieriger Gewohnheitsdieb

Woraus geht hervor, dass er ein Dieb war der öfters aus der Kasse geklaut hat? Das hätte er gar nicht nötig gehabt, da er 1. seine gut bezahlte Stelle bei Pontius Pilatus aufgab und 2. die Finanzen selbst regelte. Er hätte sich jederzeit bedienen können.

Kommentar von Sturmwolke ,

Woraus geht hervor, dass er ein Dieb war der öfters aus der Kasse geklaut hat?

Das geht aus dem Text aus Johannes hervor:

Johannes 12:4-6 (GNB)
4 Judas Iskariot, einer von den Jüngern, der Jesus später verriet, sagte:
5 "Warum wurde dieses Öl nicht für dreihundert Silberstücke verkauft und das Geld an die Armen verteilt?"
6 Er sagte das nicht etwa, weil er ein Herz für die Armen hatte, sondern weil er ein Dieb war. Er verwaltete die gemeinsame Kasse und griff oft zur eigenen Verwendung hinein.

Kommentar von Transposon ,

Er verwaltete die gemeinsame Kasse und griff oft zur eigenen Verwendung hinein.

Und warum vertraut Jesus dann einem "Dieb" die Kasse an, wenn es offensichtlich bekannt war?

Kommentar von Sturmwolke ,

Und warum vertraut Jesus dann einem "Dieb" die Kasse an, wenn es offensichtlich bekannt war?

Siehe dazu meine Antwort oben:

aber offensichtlich war er eine Zeitlang ein Jünger gewesen, der Gunst bei Gott und bei Jesus fand; allein schon seine Erwählung zum Apostel spricht dafür.
Des weiteren wurde ihm die Verwaltung der gemeinsamen Finanzen Jesu und der 12 Apostel anvertraut. Das deutet auf seine einstige Zuverlässigkeit und Eignung hin, denn obwohl Matthäus Erfahrung im Umgang mit Geld und Zahlen besaß, erhielt er diese Zuteilung nicht (Joh 12:6; Mat 10:3).

Kommentar von Transposon ,

aber offensichtlich war er eine Zeitlang ein Jünger gewesen, der Gunst bei Gott und bei Jesus fand;

Eine Zeit lang ist gut, fast die ganze Zeit lang ^^ Ergibt keinen Sinn für mich. Ein "Dieb" der Gunst bei Jesus und Gott hatte und zum Apostel ernannt wurde. Es war dann offensichtlich für alle, aber er war immernoch Apostel, also immernoch in der Gunst von Jesus und Gott. Bedeutet also, man wollte einen "Dieb" in der Gunst Gottes stehen lassen.

Sind irgendwelche Beträge bekannt, die er entwendet haben soll? Oder wurde das nur von jemanden gemutmaßt?

Antwort
von chrisbyrd, 35
Kommentar von Transposon ,

Wahrscheinlich dachte Judas, dass der Herr vor denen, die ihn
verhafteten, fliehen würde, so wie er sich aus früheren Gefahren befreit hatte, während er das Geld verdienen könnte.

Das Geld hätte er sich viel leichter erklauen können in unendlich vielen Gelegenheiten während er die Jüngernkasse verwaltet hat.

Antwort
von torst1988, 58

Was ist nicht verstehe ist, wenn die Menschen durch den Tod Christi die Erlösung erfahren, hätte dann der Teufel nicht alles tun sollen, damit Jesus nicht gekreuzigt wird? Damit ist ja eigentlich der Teufel dafür verantwortlich, dass wir Menschen die Erlösung erfahren (oder was auch immer es uns gebracht hat).

Kommentar von Transposon ,

Bzw das wäre ein Mitgrund, dass Judas nicht besessen gewesen sein kann vom Teufel, denn durch diesen Prozess wurde die Verhaftung - und schließlich auch die Kreuzigung veranlasst.

Kommentar von torst1988 ,

Im Film "Die letzte Versuchung Christi" von Martin Scorsese wird das auch so dargestellt, dass die Versuchung des Teufels darin besteht Jesus vom Kreuzestod abzuhalten und eine Familie zu gründen. Er bittet in dem Film auch Judas ihn zu verraten. Solltest dir den Clip echt kurz anschauen. https://www.youtube.com/watch?v=XsLqEMulYDw

Kommentar von Transposon ,

Das ergibt aber auch keinen Sinn, weil Jesus suchte extra einen abgelegenen Ölbaumgarten für die Übernachtung, um ebend nicht gefunden zu werden, wobei es eigentlich trotzdem nicht schwer gewesen sein durfte ihn zu finden, nachdem er auf einem Esel unter Jubel in Jerusalem einritt ^^ Es war also einigermaßen bekannt, wo er war und früher oder später würde er sowieso geschnappt werden.

Kommentar von stine2412 ,

Transposon, der Teufel hatte schon gleich nach Jesu Geburt versucht, ihn umzubringen - warum sonst führte der Stern die Astrologen aus dem Osten zuerst  nach Jerusalem zu Herodes? Sicher mußte Jesus den Opfertod sterben; und es war auch vorhergesagt, dass Jesus verraten werden würde, aber "wehe dem, der das tut". Vielleicht hoffte der Teufel, dass Jesus nicht auferstehen würde -  es blieb aber bei dem in 1. Mose 3:15 angekündigten Fersenstich. Judas hat sich zu Satans Werkzeug machen lassen; wäre er es nicht gewesen, dann ein anderer.

Antwort
von Netie, 31

"Es fuhr aber der Satan in Judas." Lukas 22,3

Kommentar von Transposon ,

Das passierte laut Quelle zur Zeit des letzen Abendmahles richtig? Aber es gibt schon vor dem Einzug in Jerusalem Anzeichen der Angst bei Jesus und Judas, wobei Thomas denkt er weiß weniger als die beiden.

Kommentar von Transposon ,

Achne, sogar nach dem Abendmahl erst fuhr der Satan in Judas. Also noch mehr Anzeichen, dass der Satan dann eigentlich schon viel früher in ihm gewesen sein müsste und nicht erst dort.

Kommentar von Netie ,

Judas war ein Mitläufer, d.h. sein Herz war weit vom Herrn Jesus entfernt. Er war eine ungläubiger Mann, der nur auf Gewinn aus war.

Kommentar von Transposon ,

Er war eine ungläubiger Mann, der nur auf Gewinn aus war.

Warum ist er dann nicht beim mächtigen Stadthalter Roms, Pontius Pilatus, als Finanzbuchhalter geblieben, wo er ordentlich Gewinn gemacht haben dürfte? Diese gewinnbringende Stelle hat er doch extra aufgegeben, um Jesus als Jünger zu folgen.

Kommentar von Netie ,

Das mit dem Finanzbuchhalter ist mir neu. Wo hast du es her?

Kommentar von Transposon ,

Also er war im Dienste des Pontius Pilatus und durch seine mathematische Begabung wurde er von Claudia Procula beauftragt die Finanzen des Hauses zu regeln, keine Ahnung wie der Beruf heißt ^^

Kommentar von Netie ,

Es tut ja auch nichts zu Sache, aus welcher Quelle du das hast.

So wie es in der Bibel geschrieben steht, so hat es sich auch zugetragen.

(Ende)

Antwort
von nowka20, 9

er war ein werkzeug des satan, wofür er nichts konnte

Joh 13,27
27 Und als der den Bissen nahm, fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald!

Antwort
von joergbauer, 49
Antwort
von tiergartennbg, 45

Er wird Sohn der Vernichtung genannt

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