Frage von HeikoWeber, 61

War jeder DDR Arzt Mitglied der SED?

Hallo User, mich beschäftigt die Frage, ob jeder Arzt in der ehemaligen DDR auch Mitglied der SED sein musste? Wie mir bekannt ist, wurden nur linientreue Leute zum Studium der Medizin zugelassen. Oder: Konnte man auch als Nicht- SED- Mitglied, eine höhere Position als Arzt erreichen? Sprich, Oberarzt oder ähnliches werden? Würde mich über Antworten oder Angaben zu Quellen mit entsprechenden Info´s freuen. Vielleicht ist jemand unter Euch, der selbst Erfahrungen gesammelt hat. Viele Grüße! Heiko Weber

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Expertenantwort
von dadamat, Community-Experte für Medizin, 14

Sicher war eine Parteimitgliedschaft verteilhaft für die Karriere / Aufstiegsmöglichkeiten, aber nicht grundsätzlich. Nur um in höhere Ämter aufzurücken, wurde auf eine Mitgliedschaft geachtet.

Antwort
von Nomex64, 20

Nein das ist Unsinn. Gerade unter der Intelligenz gab es viele Leute die mehr oder weniger kritisch gegenüber der Kadereltie eingestellt waren. Viele waren Mitglieder der LDPD oder auch der NDPD.

Das bedeutet aber nicht zwangsweise das sie auch gegen den real existierenden Sozialismus waren. Gerade das Gesundheitswesen in der DDR  war eine der großen Errungenschaften des Sozialismus. Jeder Bürger hat die gleiche gute Versorgung erfahren. Die Ärzte waren auf einem ganz hohen Niveau ausgebildet. Zuzahlungen zu medizinischen Untersuchungen kannte man damals nicht.

Es gibt kaum öffentliche Filme oder Ähnliches aus der Zeit. Aber man kann es mit dem vergleichen was Michael Moore in https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Moore#Sicko über das kubanische Gesundheitssystem dokumentiert hat.

"Sicko" solltest du dir einfach mal anschauen.

Antwort
von wilees, 33

Man kann aus vielem kleine Informationen ziehen:

Ärzte von Deutschland nach Deutschland - Luise-Berlin.de

www.luise-berlin.de/bms/bmstxt01/0103prog.html

Mythos: „In der DDR durfte jeder studieren“, DDR - Mythos und ...

www.kas.de › DDR - Mythos und Wirklichkeit › Mythen

Erinnerungen aus der DDR: Ein Arzt zwischen zwei Welten

www.aerztezeitung.de/praxis.../erinnerungen-ddr-arzt-zwischen-zwei-welten.html

Ärzte im Dienste der Stasi – Verletzung der Schweigepflicht? | rbb ...

www.rbb-online.de/kontraste/ueber_den_tag_hinaus/.../aerzte_im_dienste.html

Medizinisches Versorgungszentrum - ArztWiki

www.arztwiki.de/wiki/Medizinisches_Versorgungszentrum

Es gab zur Wendezeit in der DDR rund 400 niedergelassene Ärzte gegenüber 22 000 in den Poli.....

Plädoyer für den frei niedergelassenen Arzt - Ärzte Zeitung

www.aerztezeitung.de/politik.../gp.../plaedoyer-frei-niedergelassenen-arzt.html

3. Studien- und Promotionsbedingungen in der DDR - Dissertationen ...

www.diss.fu-berlin.de/diss/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDISS.../Kap_03.pdf?...

Nowak R. Medizinstudium in der DDR. Med Ausbild. 1990

https://gesellschaft-medizinische-ausbildung.org/files/ZMA-Archiv/.../Nowak_R.pdf -

lesenswert wie eine Bewerbung zum Medizinstudium ablief.
Antwort
von 666Phoenix, 29

Wie mir bekannt ist, wurden nur linientreue Leute zum Studium der Medizin zugelassen.

Dummes Zeug wiedermal! Es ist Dir eben was Falsches "bekannt", wie so oft, wenn es um die ehemalige DDR geht! Unter den Medizinstudenten gab es nachweislich mit die größten Meckerer und Kritikaster! Gerade die Mediziner standen unter besonderer "Aufsicht" des MfS!

Die Masse der leitenden Ärzte war nicht in der SED, bestenfalls in irgendeiner Blockpartei.

Der erste Minister für Gesundheitswesen, Luitpold Steidle, war in der CDU.

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