Frage von Ever8deen, 58

War ihre Aussage berechnend geplant oder ein Geständnis?

Mein Patenkind (w9) wurde mit 7 Jahren von einem Nachbarn, der bei ihnen Babysittete, sexuell missbraucht. Sie kam natürlich in Therapie und es wurde alles nötige getan, damit es ihr besser geht. Bis zum Äußersten (also innere Penetration mit dem Glied) sind sie nicht gegangen. Jedenfalls fiel ihr dann nach ner Zeit alles viel leichter. Sie wurde wieder glücklicher und unbeschwerter (so weit es eben geht). Die Psychologin hatte empfohlen, das man als Eltern jetzt viel intensiver mit ihr umgehen soll, viel mehr Zeit mit ihr verbringen soll bzw viel mehr Aufmerksamkeit ihr entgegenbringt. In der Zeit hat sie von jeder Seite, wenn sie was angestellt hat, gehört bekommen, man soll es nicht so tragisch sehen, weil sie ja sowas schlimmes erlebt hat. Seit einem 3/4 Jahr hat sie kein Wort mehr darüber verloren.

Heute bekam sie Ärger, weil sie eine Stunde zu spät nach Hause kam, mit Absicht. Sie entschuldigte sich nicht mal, sondern maulte rum. Nachdem ich ihr erklärt habe, das sich die Eltern sorgen gemacht haben, weil sie nicht wussten wo sie war und das die Strafe berechtigt ist. Nach einer Entschuldigung, ging sie duschen und dann erzählte sie ihrer Mama, das ihr Papa sie im Halbschlaf da unten angefasst hat. Ich sprach mit ihr und sagte, das man im Halbschlaf viel fantasieren kann, erst recht mit ihrer Vergangenheit. (ich hatte so einen Alptraum auch schon mal) Aber wenn sie es mal im wachen Zustand erlebt, das dies jemand tut, sie es sofort ihrer Mutter sagen soll. Und wenn wir raus kriegen sollten, das ihr Papa das wirklich macht, dann wäre Polen offen.

Meine Frage nun, denn ich hab so ein dumpfes Gefühl: Kann es sein, dass es jetzt berechnend von ihr war? Sie das quasi behauptet hat, weil sie grade richtig Ärger bekam und alle sauer und verängstigt gleichzeitig waren? Und weil seit etwa 3 Monaten die Entschuldigung man soll es nicht so tragisch sehen nicht mehr gilt? Ich finde nämlich das es ein echt perfektes Timing ist, mit so ner Anschuldigung. Vor allem weil danach Mama und Papa mehr Zuneigung zeigten und ihr gewohntes ich kann mir alles erlauben jetzt nicht mehr funktioniert.

Ich hoffe ihr wisst was ich damit meine, denn natürlich ist es schrecklich was ihr geschehen ist.

Antwort
von Tinkerbell3007, 10

Kann sein so wie du es sagst, dass sie damit provozieren will.

Kann aber auch anders rum sein. Dass es wirklich so ist und sie sich nie getraut hat was zu sagen weil ihre eltern sich nach den Geschehnissen so gekümmert haben. Und jetzt ist sie eh sauer und hat nichts zu verlieren. 

Zweifelhaft finde ich, dass sie trotz dieser extremen Erlebnisse sowas erfindet. Sie kennt ja auch die konsequenzen. Psychologe und so. Ob sie das will wenn es eine Lüge ist...

Darauf achten und auf jeden Fall nachdem sie sich mit den eltern versöhnt hat(wichtig dass das aktiv passiert!) nochmal darüber sprechen. Dann wird sie bestimmt die Wahrheit sagen. Oder du wirst merken ob sie lügt

Antwort
von Cookieloverxoc, 21

Ich finde man sollte ihr nicht alles verzeihen weil sie etwas schreckliches passiert ist das Leben geht weiter so leid es mir auch tut.

Die Sache mit dem Vater denke ich mal ist erfunden wegen dem Timing aber wer weiß vielleicht ist doch was dran du kannst ja mal ein Auge drauf werfen.

Aber man sollte sie normal behandeln weil niemand will vertäschelt werden. Man sollte ihr Aufmerksamkeit schenken aber ihr nicht alles durchgehen lassen.

Hoffe ich konnte in irgendeiner weise helfen  

Antwort
von idontknow94, 32

Das schlimmste was man tuen kann, ist einem Opfer nicht zu glauben. Es ist eine blöde Situation, vielleicht auch erlogen. Dennoch würde ich solche Andeutungen IMMER ernst nehmen.

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