Frage von Darkquie, 110

War hier schon mal jemand in der Psychatrie?

Hi Ich kenne eine Person die hat attestierte Depressionen. ( also KEINE Selbstdiagnose ) Sie hat das schon seit 6 Jahren, aber als ihr Psychologe meinte sie sollte lieber in eine Klinik gehen, hat sie panisch den kontakt zu den Psychologen abgebrochen und ihn angelogen, dass sie einen neuen Therapeuten und Psychologen gefunden hat und jetzt dort hin geht. Nun ich weiß das schon lange und als ich sie fragte warum sie nicht will, meinte sie sie hat seit 4 Jahren eine Fernbeziehung der Freund wohnt 7 Stunden entfernt. Und sie haben nur per Skype oder Handy kontakt. Sie befürchtet dass sie ihn ne weile dann nicht mehr sehen und hören könnte und sie hat angst, dass durch die Psychatrie der Kontakt abbrechen könnte. Außerdem möchte sie auf keinen Fall Psychopharmaka nehmen wobei das mit dem Freund ihr viel viel mehr Sorgen bereitet als die Medikamente die sie bekommen könnte. War denn jemand schon mal in einer Psychatrie kann/darf man denn da Internet-Wlan zugriff haben und ein Handy/Laptop besitzen? Sie meinte das sind so die einzigen Dinge die sie daran hindern in eine Klinik oder Therapie zu gehen... ( abgesehen von ihrer Antrieblosigkeit ) Vielleicht kann jemand mit Erfahrung eine Aufklärung schaffen ist es denn schlimm in einer Psychatrie und kann/darf man da einen Laptop und ein Handy mit Wlan/Internetzugriff besitzen? Oder ist dies unmöglich? Vielleicht gibt es ja Antworten die ihr helfen. Danke im vorraus =)

Antwort
von Minafin, 29

Das kommt wohl darauf an, welche Klink. 

In der, in der ich war (wenn auch nur sehr kurz, weil ich dann in eine Tagesklinik gewechselt bin), hatten sie nur offene Stationen. Und es war so, dass einfach erwartet wurde, dass man regelmäßig und pünktlich an den Therapien teilnimmt (jeder Patient hatte seinen eigenen Plan mit verschiedenen Therapien. Es gab einige, an denen sämtliche Patienten von der jeweiligen Station teilnehmen mussten, wie z. B. Gruppenphysio, Gruppengesprächstherapie,... , dann problemspezifische Therapien wie z.B. eine Essgruppe, sowie Einzeltherapie beim Psychologen oder Psychiater 1x pro Woche. Und dann konnte man noch zusätzlich ganz verschiedene Dinge machen, z.B. Kunst, Ergo, Yoga, Aquafit, Meditation, etc. ).  Ab 10 Uhr morgens bis abends 21 Uhr konnte man zwischen den Therapien jederzeit Besuch empfangen, man durfte jederzeit die Station verlassen und etwa in die Stadt gehen, etc. 

Handy, Laptop, etc. waren erlaubt und es gab sogar WLAN. Verboten war es lediglich, das Handy am Esstisch zu benutzen. 

Um in eine Klinik gehen zu können, muss man da ja meist erst ein Vorgespräch machen... Bei mir war das so, dass man mir die infrage kommende Station anschließend gezeigt und meine Fragen beantwortet hat. Da würde ich solche Dinge wie das mit dem Handy einfach fragen ;-)

Antwort
von schokocrossie91, 41

Jede Klinik ist anders, da muss sie sich vor Ort informieren. Wenn Sie aber keine Hilfe will, dann bringt's auch nichts.

Antwort
von nicinini, 63

Wenn sie die Wahl hat wird sie vermutlich direkt/oder sehr schnell auf die offene Einrichtung kommen das ist wie ein langer krankenhausaufenthalt da darf man sein Handy und ein Laptop haben, Besuch kriegen und telefonieren etc. Später auch am Wochenende weg. Medikamente bekommt man da zwar recht viele aber meiner Meinung nach nicht übertrieben ich kenne das so das auch viel mit Akupunktur etc. Gearbeitet wird.

Kommentar von Indivia ,

Ich fand eher das es wie eine Reha war.

Antwort
von Sanja2, 41

Auch in eine Klinik kann man nur zum Beratungsgespräch gehen. Sie soll sich dort halt mal zur Ambulanz anmelden und sich beraten lassen. Da kann sie alle Fragen stellen die ihr wichtig sind. Sie muss keine Angst haben, dass sie dann einfach dort behalten wird. So lange keine Selbst- und Fremdgefährung vorliegt darf jeder Mensch selbst entscheiden ob er sich behandeln lässt oder nicht.

Antwort
von 67zuhjnm, 38

Bei mir war es so:
Ich durfte kein Handy oder Laptop benutzen. Es gab telefonzeiten an 2 Tagen und besuchstage. Und ich hatte eine kurze Zeit Ausgang jeden Tag, wo ich auch mein Handy mitnehmen durfte

Antwort
von EmiSeptionist, 30

Hi! Es ist von Klinik unterschiedlich :)
Also ich war in Graz auf einer offenen(meistens) Kinderpsychiatrie (war zu den Zeitpunkt 17) 
Auf der offenen Station durften wir das Handy von 17:00-20:30 verwenden und Besuch durften wir von 17.00-19:00 Uhr empfangen. Manchmal auch 16:30, da wurde dann halt ein Auge zugedrückt. 

Ich wei? nicht, wie das bei deiner Freundin ist, ob sie sich selbstgefährdet, falls ja, dann würde sie auf eine geschlossene kommen. Gibt auch Kliniken die nur geschlossene Stationen haben, da darfst du nicht mal einen Deo haben, aber wie gesagt, unterschiedlich. 

Zu Psychopharmaka: sie darf es verweigern, wenn sie das aus moralischen Gründen nicht nehmen will. Hab ich eine Weile dann gemacht, mich dann trotzdem entschieden welche zu nehmen (Empfehle ich aber nicht weiter) 

Achja, hatte was vergessen: Bei mir durfte ich halt am Wochenende nach Hause fahren (erste Woche muss man aber halt drinnen bleiben) 

Ich hoffe, dass sie sich vielleicht helfen lässt. Ich bin zwar immernoch ab und zu depressiv, aber die Aufenthälte in der Psychiatrie waren echt hilfreich.

Ich hoffe, dass ich deine bzw. eure Frage beantworten konnte :)

Antwort
von igel111988, 62

Hallo ich selber war noch nicht dort aber ich kenne auch eine person. Also bei ihr war es so (kommt auf den aufenthalt an) dass sie die ersten zwei wochen kein handy benutzen durfte und auch kein kontakt zu den personen von ausserhalb.(freund,kinder etc.) Danach konnte sie wieder besuch empfang und auch handy benutzen. Lg

Antwort
von skogen, 55

Jede Klinik ist anders. Ich durfte damals mein Handy nur eine Stunde Abends haben, aber hat niemand bemerkt, wenn ich das über Nacht behalten habe.

Musst da mal nachfragen! ^^

(Aber vielleicht geht es ihr später in der Klinik schlechter?

Ich, zum Beispiel, bin absolut kein Klinikmensch.)

Antwort
von Indivia, 24

Ja, ich war in einer, auf einer offenen Station.


Ich dachte da läuft ein Haufen irrer rum, stattdessen waren die
Menschen dort aber sehr hilfsbereit. Naja und zum Ende ging ich mit
einem lachendem und einem weinendem Auge. Ich habe danach noch 2 Monate
Tagesklinik gemacht, war aber ständig wieder auf Station meine
Zimmergenossen besuchen.


Hier mal Tagesabläufe aus " meiner"

Psychatrie:



Montag: 7.10 wecken



            7.30- 8.00h Frühstück



            8.00 Medikamenteneinnahme



            8.10-8.20 Wasser treten



            8.30h-9.00h Gruppensport



            9.30h - 11.00h Kunsttherapie



            11.00h Gruppenvisite



            12.00h Mittagessen



            13.00h- 14.30h Ergotherapie



            14.30-15h Massage /Rotlicht oder Entspannungsbad



           15.30h -17.00 h Tanztherapie



           17.00h -18.00 Achtsamkeitsgruppe



            18.00 Abendessen



           danach Freizeit



 



          Dienstag:



            7.10 wecken



            7.30- 8.00h Frühstück



            8.00 Medikamenteneinnahme



            8.10-8.20 Wasser treten



            8.30h-10.00h Depressionsgruppe



            9.30h - 11.00h Kunsttherapie



           11-12.00h Einzelvisite



           12-13h Mittagessen



           13.30-14.00 Entspannung nach Jacobsons



           14-15h Einzelpsychotherapie



           danach Einzeltherapien ( massage, bad etc) oder Freizeit



 



          Mittwoch:



            7.10 wecken



            7.30- 8.00h Frühstück



            8.00 Medikamenteneinnahme



            8.10-8.20 Wasser treten



            8.30h-10.00h Depressionsgruppe



            9.30h - 11.00h Kunsttherapie



           11.00h Gruppenvisite



           12.00h  Mittagessen



           13.00h -14.30h  Ergotherapie



           danach Einzeltherapie oder Freizeit



 



        Donnerstag:



            7.10 wecken



            7.30- 8.00h Frühstück



            8.00 Medikamenteneinnahme



            8.10-8.20 Wasser treten



            8.30h-9.00h Gruppensport



            9.30h - 10.30h Kunsttherapie



            10.30h Oberarztvisite



            11.00-12.30h Soziales Kompetenz Training



           12.30-14.00h Stressbewältigung



           14.00h Mittagessen



           15.00h -16.45 Tanztherapie



           18.00h Abendessen danach Freizeit



 



         Freitag:



           7.10 wecken



            7.30- 8.00h Frühstück



            8.00 Medikamenteneinnahme



            8.10-8.20 Wasser treten



            8.30h-9.00h Gruppensport



            11.00h Einzelvisite



            12.00h Mittagessen



            13.00h Stationsrunde



            15.-15.45 Tanztherapie



            18.00h abendessen



Wochende:
eine Nacht durfte man heim zur Belastungserprobung heim von morgens bis zum abend des Fogetages, Samstags morgens
wurde kurz Visite gemacht, meist wurde am Wochenden noch so etwas wie
backen, spazierengehen etc angeboten.






Medikamenteneinnahme wurde am Schwesternzimmer gemacht. Wir durften
uns ausserhalb von Therapiezeiten frei bewegen, also auch in die Stadt
oder so. Wenn man freiwillig in der Psychiatrie ist, kann man auch sagen das man keine Medis möchte, sie werden dort niemandenm hinein gezwungen.

DerAnsatz bei uns war: so viel wie nötig,so wenig wie möglich. Angesehen davon setzte man dort auch sehr auf pflanzlichesSchlaftabletten zb gab es gar nicht.



Zu dem Thema Handy, wir hatten alle unsere Handys auf dem zimmer und das hat niemanden gestört, da hingen nciht mal shcilder das Handys verboten sind. W-Lan gab es allerdings nicht, jedoch standen bei uns 4 Pc´s mit InetAnschluss in der Klinikbücherei.
Laptop war kein problem, haben einige bei uns mitgehabt, da müsste man dann allerdings evtl mobil on gehen. Aber es war erlaubt.

Waraber Psychatrie für Erwachsene.

Kommentar von voayager ,

Hört sich recht ansprechend an. Wo ist denn diese Klinik, ggf. ist diese Menschen zu empfehlen, die psychiatrisch behandelt werden wollen.

Kommentar von Indivia ,

Ich sage mal so wir hatten Leute aus dem nachbarbundesland da,war keine LVR Klinik, die Klinik konnte Leute ggf auch abweisen,alles andere per PN.

Antwort
von Jewiberg, 25

Das macven die Kliniken vom Zustand des Patienten abhängig. Kann nur vor Ort geklärt werden.

Antwort
von voayager, 15

Ich empfehle mal zum Telefonhörer bzw. zum Handy zu greifen und in der nächstliegenden Klinik anzurufen und dort die entsprechende Frage stellen.

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