War früher nicht alles besser?

... komplette Frage anzeigen

54 Antworten

Ich weiß nicht, ob man einfach so sagen kann, dass früher alles besser war. Wenn man Kind ist (und damit meine ich die Grundschule und den Kindergarten), ist das Leben zumindest im Nachhinein betrachtet meistens viel besser als das, was danach kommt.. zumindest geht es mir so (bin 13, bald 14).

Die Sache mit den frühreifen Kids kann ich teils unterstützen, teils nicht. Ich bin ja selber in dem Alter und an GV denk ich noch lange nicht. Ja, verliebt war ich schon, ich hab mich mich auch mal mit einem Jungen getroffen... Ein typisches Date war das aber nicht und nachdem nichts drauß wurde, bin ich auch nach wie vor single. Ich hatte noch nie eine Beziehung.

Ich denke eigentlich nicht, dass diese Frühreife mit dem Internet oder so zusammenhängt. Nur weil man auf einmal irgendwelche unnützen "Datingtipps" oder so googlen kann, heißt dass doch nicht, dass man eher eine Beziehung hat/haben will?! Irgendwann verspürt man eben die Sehnsucht nach einer Beziehung, manche früher und andere später.

Ich würde auch nicht unbedingt sagen, dass das Internet automatisch schweinisch macht - oder zumindest nicht alle Bereiche. Schließlich gibt es einen Unterschied zwischen normaler Aufklärung und gezielt p0rnografischen Inhalten. Wenn man wissen will, was z.B. für eine Art BH für einen geeignet ist, dann ist das etwas anderes als ein Tutorial für irgendwelche Stellungen und eigentlich ein gute Sache. Ob man schweinisches Zeug sieht, hängt größtenteils davon ab, ob man es sehen will. Niemand zwingt mich, P0rnos zu schauen, also schaue ich keine!

Den ganzen Kram mit Handys und Tabletts und wasweißich mag ich auch nicht. Ja, ich zocke gerne, aber halt immer noch auf dem DS oder der Wii. Natürlich bin ich auch im Internet, aber ein Handy habe ich nicht, wenn auch als einzige in der Klasse. Das liegt daran, dass ich erkannt habe, dass für mich der Sinn am Leben in der Natur und nicht im Bildschirm ist und ich finde, dass ich nicht auch noch unterwegs ständig WLAN brauche. Ich mag es, nicht die Verpflichtung zu haben, immer und jederzeit errichbar zu sein.

Natürlich ist das bei vielen anders, aber ich wollte trotzdem mal klarstellen, dass nicht Alle so sind wie oben beschrieben ;)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von halloschnuggi
01.06.2016, 16:07

Für deinen alter hast du wirklich eine sehr schöne Denkweise!

5
Kommentar von EySickMyDuck
07.06.2016, 23:50

Ich bin entzückt... Du bist/ wirst 14... Bist du dir da sicher :) Eine solch reife Sichtweise noch in einem derart "qualifizierten" Beitrag hier rüber zu bringen... Respekt... Sowas kannste teilw. nich mal von em Erwachsenen erwarten... Ich glaub ma du bist 'n helles Köpfchen... Vor kurzem hatte ich auch mal 'ne sehr sachliche Unterhaltung zum Thema Hunde... mit einem Grundschüler... Das lässt mich wieder hoffen das det ganze "Alta du Opfer, ich schwör Syndrom" doch nur 'n paar Generationen betrifft und nicht das die ganze Jugend sich dahingehend entwickelt...

4
Kommentar von ayleenishere711
27.06.2016, 03:17

Meine Cousine (12) hat die gleiche Denkweise. Sie hat kein Handy etc  und möchte erst eins wenn sie es im Job etc braucht.

1

Ich finde die Frage: "War früher nicht alles besser?" immer niedlich, wenn "früher" gerade mal 10 Jahre zurück bedeutet.

Vor 10 Jahren war es 2006. Da hatte die moderene Technik die damalige Jugend genauso im Griff, wie heute. Es gab Computer, Handys, Spielekonsolen, Handhelds. Und die damalige "heutige Jugend" hat nix andres gemacht, als auf irgendwelche Bildschirme zu starren. Da war es vielleicht für die jüngeren noch kein Handy, dafür aber ein Nintendo DS und Konsorten.

Als ich etwa in Deinem Alter war, kam gerade der Gameboy auf den Markt. Das Ding hat damals für mich den Untergang des Abendlandes eingeläutet. Wie sich herausstellte, war das Quatsch.

Die Welt dreht sich weiter, die Kinder werden nun mal immer in ihren jeweiligen "heute" groß und als Mutter, Tante, Cousine von diesen Kids von heute, versichere ich Dir, die machen das ganz hervorragend. Die wenigsten haben unbegrenzte Bildschirmzeit und sind durchaus in der Lage, sich analog zu beschäftigen.

Auch meine Oma, die mit fast 90 immerhin so manche "Jugend von heute" hat groß werden sehen und so manche technische Neuerung miterlebt hat, hat keine Probleme mit den Jugendlichen und den ganzen Änderungen, auch wenn sie sich mit sehr vielem nicht auskennt und wünscht sich sicherlich nicht zurück nach früher.

Um das zu verstehen, fehlt Dich aber noch der nötige Abstand, der kommt zwangsläufig mit den Jahren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Hoeboehinkel
31.05.2016, 23:35

das finde ich super - so hätte ich das auch erklärt

2

Vor zehn Jahren in der Grundschule, dann bist du vermutlich gegen Ende der 1990er Jahre geboren. Ich bin 1970 geboren (also vermutlich deutlich über 20 Jahre vorher).

Als ich in der Grundschule war, gab es noch keine Handys, nicht mal Heimcomputer (den C64 gab es 1982, da war ich schon 12 Jahre alt, das war ein Ding mit 64 KB, KB = Kilobyte). Damals gab es eigene "Schachcomputer", die damals noch so schlecht spielten, dass man sie tatsächlich noch schlagen konnte (also ja, manche (!) Sachen waren irgendwie schon netter).

Trotz der damals bescheidenen Möglichkeiten konnte man mit den elektronischen Sachen schon viel Spaß haben (Leute, die den C64 noch kennen, werden mir da bestimmt zustimmen).

Sex-Tips gab es damals von Dr. Sommer.
https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Goldstein_(Psychotherapeut)
Mädchen, die schon früh schwanger wurden, gab es damals schon.

In der Grundschule hatten wir manchmal (heute unvorstellbar) noch Angst vor manchen Lehrern (selbst Schläge gab es noch, allerdings auf dem Gymnasium nicht mehr). Heute ist es umgekehrt, etliche Lehrer haben mehr Angst - die sind ja oft schon froh, wenn der Schüler nicht mit seinem Anwalt anrückt.

Etwa zu der Zeit, als ich auf dem Gymnasium war, ist diese Situation allmählich gekippt, während früher der Lehrer eine absolute Respektsperson war, begann damals das eher liberale Verhalten vieler (nicht aller) Lehrer, was wir Schüler dann auch nutzten, um den "Spieß umzudrehen".

Und diese Entwicklung hat sich danach weiter verstärkt.

Ja, wir haben damals viel draußen gespielt. Ich war in der glücklichen Situation, dass es bei uns auch viel Natur gab, so dass wir auch abseits von Straßen spielen konnten. War schön, allerdings hatte es auch unbestreitbare Nachteile gehabt, "auf dem Land" aufzuwachsen (keine größere Stadt in der Nähe).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich wuerde sagen es kommt auf die perspective an mit der man das thema betrachtet. Ich bin selbst erst 14 und finde es jetzt besser als frueher. Ich kann das eigentlich nicht wirklich beurteilen, weil in den augen von erwachsenen waere ich genau so ein Jugentlicher wie du schon sagtest. Rauchen, Kiffen, beim ersten ate rummachen, freundschaft plus, Nacktbilder verschicken, saufen und so weiter. Wenn ich ehrlich bin ist mir das schon peinlich was aus unserer jugend (zu der ich ja auchgehoere) passiert ist, aber ich finde es aus ihrgenteinem grund trotzdem besser. Das was ich schlimm an unserer gesellschaft finde ist unser sche** schoenheitsideal... Durch die bilder von models die ja angebeblich perfekt sind magern sich manche bis auf die knochen ab. und das ist alles andere als schoen. Ich war selbst magersuechtig und bin froh da wieder rausgekommen zu sein. Diese Gesellschaft macht manche echt kaput, auch wegen mobbing und rassismus. Ich wuerde mich trotzdem jetzt besser fuehlen als vor zehn jahren. Frueher haette ich das anders gesehen, aber jetzt hab ich diesen "asozialen lifestyle" schon und fuehl mich wohl darin. Ich Weiss es ist alles andere als gut.

ich denke erwachsene  wuerden sagen, dass es frueher besser war und (viele) jugendliche sagen, dass es jetzt besser ist.

Sorry wgen tippfehlern und ich brauche keine unnoetigen kommentare.... ihr wisst glaub ich schon welche ich meine ;) Das ist uebrigens auch was schlechtes. Diese Leute, die sich im internet fuer was besseres halten und alle fertig mchen wollen und in reallife den kleinsten ... haben und zu feige sind ihre ... aufzubekommen.

 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

War früher nicht alles besser?

Das hatten schon meine Oma gesagt und meine Eltern auch.
Ich gestehe, auch ich manchmal.
Obwohl  - es stimmt nicht. Jede Zeit/Epoche hat seine Vor- und Nachteile.

Vor 10 Jahren hatten die meisten Menschen auch ein Handy (mich ausgenommen :-)) . Die Entwicklung dieser Dinger ist rasant weitergegangen und ich bin sicher, in 10 Jahren gibt es wieder etwas besseres als das heutige Smartphone.
Vergiß nicht, heute hat fast jeder eine Flatrate, da war vor 10 Jahren noch nicht daran zu denken, da kostete die Minute zwischen 20 und 80 Cent. Also für den Otto-Normalverbraucher viel zu teuer. Aus dem Grunde hatten nicht alle Kids Handys in der Schule.

Und das Internet? Kommt darauf an, für was Du es nutzt. Es kann nämlich sehr, sehr hilfreich sein. Das ist wie mit der Tagespresse - der eine informiert sich mit der BILD, der andere bevorzugt z.B. die Frankfurter.
Die Gesellschaft wird nicht dumm gemacht - es liegt an einem selbst, aus sich etwas zu machen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Hoeboehinkel
31.05.2016, 23:38

dumm machen kann sich jeder nur selbst - wenn ich was wissen will dann finde ich auch die Quellen zu meinen Antworten. Wenn dann das I-Netz keine weiß gibt es immer noch Bibliotheken ...

1

Hi,
ich bin 36 Jahre und Mama eines Erstklässlers. Mein Sohn hat kein Handy und wird so schnell auch keins bekommen. Vor lauter Spielen und Freunden hat er nur am Wochenende mal Zeit für die Glotze oder die Playstation vom Papa. Aber auch dann nicht den ganzen Tag, weil wir da ja auch Familienzeit haben. Bei seinen Freunden und den Nachbarkindern (auch die älteren) ist das genauso. Ich kenne nur sehr wenige Kinder, die nur am Handy oder ähnlichen Dingen hängen. Darum sehe ich das alles gar nicht so dramatisch. 

Sicher hat sich dahingehend viel verändert. Auch einige Erwachsene hängen viel an ihren Handys. Finde ich auch oft sehr befremdlich wie viel Zeit sie da gerne opfern und wie wenig sie noch von ihrem Umfeld mit bekommen. Klar sind die dann auch kein besonders gutes Vorbild für die Kinder. 

Wohin das führt bleibt abzuwarten. Die Schulen kümmern sich inzwischen auch mehr um Medienkompetenz und viele Erwachsenen merken, dass sie sich abhängig machen und sind bereit sich wieder weiter zu lösen. 


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wer von der guten alten Zeit träumt, hat Gedächtnisschwund.

Für dich war die gute alte Zeit also vor 10 Jahren. Erinnerst du dich, wieviel Angst du vor einer Klassenarbeit hattest?  Wie ungerecht die Lehrer sein konnten? Wie sehr dich deine BF enttäuscht hat? Wie herablassend dich dein Schwarm behandelt hat?

Für Ältere sind die goldenen Zwanziger des letzten Jahrhunderts die Zeit ihrer Träume. Zugegeben, eine tolle Zeit, wenn man genug Geld hatte, die Möglichkeiten zu nutze. Ich möchte damals aber nicht Magd oder Hausmädchen gewesen sein und einen Zahnarztbesuch mit den damaligen Mitteln und Methoden möchte heute auch keiner mehr erleben.

Wieder andere flüchten vor der bösen Jetztzeit ins Mittelalter und verkleiden sich als edle Ritter. Diese mutigen Ritter würden ganz klein mit Helm, müßten sie ihre Zahnschmerzen mit den mittelalterlichen Mitteln behandeln lassen. Damals gab es noch nicht mal Zahnärzte. Da erledigte das Zähnereißen der Schmied mit den gleichen Zangen, mit denen er die Hufeisen des Ritters schmiedete.

Oder vielleicht war es auch als Hexe ganz angenehm. Schön warm so auf dem brennenden Scheiterhaufen.

Auch zur Zeit des 30 jährigen Kriegs möchte ich nicht gelebt haben, als Mord und Vergewaltigung an der Tagesordnung war - eine rechtfreie Zeit. Und auch zu Zeiten der Pest möchte ich nicht gelebt haben.

Wirklich friedliche Zeiten, als das Leben lebenswert war, gab es in der Menschheitsgeschichte nur selten.

Ich bin sehr froh, zur heutigen Zeit zu leben, mit guter medizinischer Versorgung und einem funktionierenden Rechtssystem.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wollten 12-13 jährige denn früher keine Tipps zum GV? Sie hatten nur keine Möglichkeit, Ratschläge einzuholen. Mir ist noch nicht ganz klar, wo du den Zusammenhang zwischen Handy, Tablets und Geschlechtsverkehrfragen siehst, denn Handys und Tablets sind nur Geräte, die das Stellen von Fragen ermöglichen. Sie beeinflussen nicht den Inhalt von Fragen.

Internet gab es auch schon vor 10 Jahren. https://www.gutefrage.net/10-jahre

Was ist so viel toller daran, mit Haustelefon zu telefonieren als mit dem Handy? 

Wenn heute Jugendliche A gut finden und früher Jugendliche B gut fanden, wieso ist B "besser"? Es ist einfach nur anders. Die Mode von früher war doch auch nicht besser, oder? Und wenn du ehrlich bist, findest du die Musik von früher nur besser, weil es deine wilde Zeit war und angenehme Situationen mit verschiedenen Liedern verbindest.

Du kannst bestimmt den selben Effekt zwischen dir und deinen Eltern beobachten. Versuch mal, die Vogelperspektive einzunehmen und gehe nicht von vornherein davon aus, dass deine Jugendzeit das Optimum darstellte. Das kann nämlich jeder behaupten (und macht auch komischerweise fast jeder).

Ja klar, zu Fuß laufen war früher so viel toller als autofahren. Man hatte Zeit zum Nachdenken und kam an die frische Luft. Man kann auf die Art für alles argumentieren. Leute, die schwer malocht hatten, wussten noch, was sie getan hatten im Gegenzug zu den Softies, die Maschinen bedienen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DonkeyDerby
31.05.2016, 14:27

Wollten 12-13 jährige denn früher keine Tipps zum GV? Sie hatten nur keine Möglichkeit, Ratschläge einzuholen.

Hej, wir hatten Dr. Sommer! ;-) Und die Freundinnen meiner großen Brüder....

8

Vor zehn Jahren, sprich im Jahr 2006, war es noch nicht so viel anders. Es gab zwar noch keine Smartphones, mit dem man den ganzen Tag online war, aber das war es auch schon. Handys gab es damals auch schon  und wurde von der Jugend genutzt und alle wollten das neuste haben. Statt What ´s app wurde damals halt gesimst. 

Der Rest war vor zehn Jahren schon genauso wie jetzt. Alle saßen vorm Rechner, haben gezockt, die Sprache war damals auch schon genauso verkommen wie heute. Der Modestil war auch nicht wirklich anders als heute, zumindest sehe ich keinen auffälligen Unterschied zu heute, wenn ich einen zehn Jahre alten Film sehe. 

Der von dir genannte Zeitrahmen reicht für die Frage nicht aus, man müsste schon weiter zurückgehen, um deine Frage zu beantworten. Vor 20 Jahren, sprich in den 90er Jahren, da war es noch wirklich anders. Da verbrachte man seine Zeit tatsächlich noch ohne Handy und telefonierte über Festnetz. Wollte man etwas vom Nachbar, klingelte man, während man heute per Whatsapp schreibt. Die Mode, Musik und die Sprache war anders.

Ob es da besser war  als heute? Ja und nein. Besser finde ich, dass damals noch richtig kommuniziert wurde, persönlich. Besser finde ich, dass es damals noch nicht so viel in der Technologie gab, wo man ständig das neuste haben musste. Besser finde ich, dass man noch normal geredet hat - ohne "Ey Di gga, du Hu ren sohn" usw. Der Nachteil in den 90ern war es jedoch noch, dass man ohne das Internet noch nicht so bequem Bewerbungen schreiben konnte wie heute. Jede Bewerbung musste ausgedruckt werden, regelmäßig mussten Bewerbungsbilder gemacht werden, neue Mappen gekauft werden, war nur irgendwo ein Tippfehler, musste man die Seite neu ausdrucken. Dann musste alles verschickt werden per Post, das kostete. Heute ist es viel billiger, einfach per Email die Bewerbung zu verschicken und schneller. 

Die Mode der 90er finde ich ziemlich langweilig, alle trugen einfach Jeans und dazu Sweatshirts und dann in Übergrößen, Jungen sowohl Mädchen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Starwarsvogel
01.06.2016, 01:14

Die Mode von damals klingt irgendwie kuhl. :)

0

Endlich mal eine Fage die mich persönlich anspricht und die ich selber schon oft gefragt habe.

Mal kurz über mich, ich bin 27 Jahre alt und eine Mutter von 3 Kindern. Tochter 11 1/2 Jahre und zwei Bubis im Alter von 4 und 3 Jahren. Wir wohnen in Leipzig, siehe hier https://www.jevena.com/spielplatz/in/leipzig und das sogar sehr nah an einem sehr schönem Spielplatz im Clara Zetkin Park. Dieser ist zwar stetig voll besucht, aber die Beobachtungen lassen zu wünschen übrig.

Ich beginne mit Thema Beobachtung heutzutage und darunter dann wie es früher war. (heißt für mich über 20 Jahre her)

Heutzutage:

Beginnend mit Thema Angst: Kinder weinen, weil sie zu hoch geklettert sind und nicht mehr runter wollen = Eltern schimpfen und verängstigen die Kinder, das sie nicht zu hoch klettern sollen, ansonsten können sie runter fallen und müssen dann ins Krankenhaus. 

Früher: Kinder klettern auf den Baum, so hoch wie möglich, dann traute er sich vielleicht nicht gleich wieder runter = Eltern stehen unten: " Wenn du alleine da hoch gekommen bist, kommste auch wieder alleine herunter" Wir sitzen dahinten, dein Trinken steht schon da bis gleich. 

Heutzutage:

 Kinder sitzen im Sandkasten und wollen Sand essen, oder mit der Hand in den nassen Sand greifen oder in einer Pfütze etwas Wasser holen und eine Schlammburg bauen = Eltern werden hysterisch, " Das kannst du nicht essen, das ist schmutzig, da wird man krank", " Setz dich nicht in den Sand, deine neue Hose wird sonst schmutzig", Nicht mit den Händen den Sand anfassen, dafür hast du eine Schaufel, sonst wirst du schmutzig", " Gehe nicht an die Pfütze sonst wirst du nass, krank oder schmutzig".

Früher:

Kind in den Sandkasten gesetzt, Kind Sand gegessen, sich reingelegt und sich hin und her gekullert, Sand rumgeworfen und alles in die Haare bekommen, Mit schmutzigen Fingern im Gesicht geschmiert, auf die Kleidung = Eltern: " So nun müssen wir nach Hause Abendbrot gibt es gleich und du musst noch in die Badewanne, kleiner Schmutzfink :D " Zuhause Kind einfach in die Wanne, Kleider in die Waschmachine, Kleider nach dem trocknen einfach wieder genäht (da man keine neue Kleidung angezogen hatte, für den Spielplatz) und noch gescherzt, Dreck reinigt den Magen ( weil Kind ja den Sand gegessen hatte)

Heutzutage: 

Kinder rufen: "Mama/Papa kommt ihr mit rutschen?, baut Ihr eine Sandburg mit mir?, spielt ihr mit mir Federball?, Fange?, schubst du mich an beim Schaukeln? = Eltern: Jetzt nicht, ich muss einer Freundin schreiben, muss telefonieren, muss was kaufen, muss das schöne Wetter posten, ist mir heute zu warm, kannst du nicht mal alleine spielen?, keine Lust, bin ich schon zu groß, bin zu schwer, bin zu müde......

Früher:

Kind: Mama/Papa darf ich dich anschubbsen?, wer ist schneller auf der Rutsche?, Könnt ihr mich bitte wieder ausbuddeln, stecke im Sand fest?, jetzt müsst ihr mich fangen = Eltern: toben mehr als wie die Kinder, klettern, springen, schaukeln, rutschen, verstecken sich und machen ein tolles Familienfoto, wo natürlich das Kind den meisten Platz ergaunert hat, zu Hause wird es ausgedruckt und als Erinnerung in ein Fotoalbum gelegt.

Fazit: Heutzutage bedeutet, das Alter von 1 bis 5 oder 6 Jahre = Früher vom Babybauch bis 15 Jahre wenn es um Spielplätze geht.

Leider wissen die meisten Kinder nicht mehr, was sie mit sich anfangen sollen, sie trauen sich nichts mehr zu, werden eingeschränkt und haben keine Ahnung wie man mit gleichaltrigen spielen kann. Früher hingegen, waren die Kinder mit den Eltern am toben oder den ganzen Tag mit Freunden weg.

Kinder werden schneller krank, sind faul, müde oder einfach nur antriebslos, sei es weil die Eltern keine Lust oder Zeit haben, weil sie lieber am Tablet, Handy oder anderem Spielen oder weil sie keine Freundschaften schließen können. Wenn ich selber dann sehe, wie die Ernährung aussieht, bei den Kindern kommt dieses Problem noch dazu, selbst da sind die Eltern zu faul, etwas Obst oder Gemüse zu schneiden, lieber ne Tüte Chips oder zum nächsten Mc Donalds um die Ecke, weil kochen auch keine Lust. Die Kinder nehmen diese Weiße auf ihren Lebensweg mit, der weder gesund noch gut ist.

Hartz 4, Übergewicht, blass, krank und so weiter entstehen aus diesen Lebensweisheiten, die manche Eltern weiter geben. Aber solche Eltern die Ihre Kinder fleischlos oder sogar vegan erziehen, zählen mit dazu, denn Kinder sollen dies selber entscheiden müssen.

Selbstständigkeit sollte gefördert werden, Ängste sollten genommen werden, Freiheiten sollten gewährleistet werden, bei Hilfe mit Tat und Rat beiseite stehen, Spielzeug sollte gepflegt werden und nicht stetig neu gekauft werden und ganz wichtig ist Liebe zeigen.

Wer Kinder hat, wollte sie auch, Kinder sind keine Fehler, sie sind nicht Schuld, denn Schuld liegt immer bei den Eltern.

Richtig kann man es nicht machen, aber das wichtigste können wir zu 100% mit geben und das ist Liebe, kuscheln, gemeinsame Abende, durch kitzeln usw. Alles andere werden wir so gut wie möglich versuchen ihnen bei zu bringen, sodass sie es später nicht all zu schwer haben und aus ihrem Leben was vernünftiges erschaffen.

Meine Tochter macht sich schon Gedanken wann sie ein Baby möchte etc. Wie sowas entsteht wissen wir alle und wurde wohl schon sehr breit ausprobiert, sie ist körperlich schon so weit wie ein 16 jähriges Mädchen und das macht uns auch echt zu schaffen, die Ernährung spielt da eine sehr große Rolle, das Kinder sich immer schneller entwickeln, aber auch andere Dinge. Es macht mir große Sorgen und ich hoffe das trotzdem alles gut wird.

Antwort zu deiner Frage: Der Grund sind nicht unsere Kinder sondern es sind wir meistens selber oder andere Eltern die ihren Kindern es so auf den Weg geben und diese es unseren Kindern zeigen. Die Gesellschaft geht zu Grunde unsere Zukunft bricht zusammen. Es wird Zeit das sich wieder mal einiges ändert, " Ein Neubeginn"!

Liebe Grüße

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von halloschnuggi
26.06.2016, 22:52

Danke für den langen informativen Text!👏🏼👏🏼👍🏼👍🏼

0

Wie Du aus einigen Antworten erlesen kannst, lassen sich Deine Gedanken zum Thema in keinster Weise verallgemeinern! Es sind ja nicht alle so!

Ich sehe hierbei eher das Problem bei den Erwachsenen. Diese gesamte Technik wurde in Windeseile erschaffen - es gibt aber wenig bis gar keine Anleitung, wie Kinder und Jugendliche damit umgehen sollten!

Auch unser Bildungssystem hat gewaltigen Nachholbedarf. Es fehlt ganz dringen ein Schulfach "Medienkompetenz" und seitens der Eltern ganz klare Ansagen, in welcher Form und wie lange Kinder und Jugendliche diese Medien nutzen "dürfen"! Hiermit sind aber auch bereits viele Eltern überfordert........DAS Problem besteht also schon viel länger und hat sich nicht erst die letzten 10 Jahre entwickelt.

Die Gesellschaft konnte mit der technischen Entwicklung einfach nicht Schritt halten. Demnach liegt ein klein wenig "Verdummung" bereits eine Generation zurück.

Trotzdem sehe ich auch diese Entwicklung nicht nur negativ. Generationen zuvor wurden auch Fehler gemacht und alle nachfolgenden Generationen müssen dann halt nach Lösungen suchen. Egal wie dumm oder schlau sie dann sind - sie müssen diese Lösungen finden ;-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, die Jugend wird nicht immer schlimmer. Es wird aber immer Jugendliche bzw. junge Erwachsene wie dich geben, die sich bzw. ihre Generation für wahre Engel gegenüber der angeblich verdorbenen jetzigen Generation halten. Unser heutiger #ThrowbackTuesday geht an diese Frage von vor 5 Jahren

https://www.gutefrage.net/frage/wieso-wird-die-jugend-von-heute-immer-schlimmer--was-machen-eltern-heut-zu-tage-anders-als-damals-

, in der sich schon damals jemand prinzipiell über das gleiche wie du aufgeregt hat. Wenn man etwas intensiver sucht, würde man auf GF garantiert auch solch eine Frage von 2006 oder noch ältere Foreneinträge finden. 

Ich hatte mein erstes Handy übrigens 2000 bekommen, damals war ich schon spät dran, damals waren Handys schon weit verbreitet. Eine weit verbreitete Freizeitbeschäftigung von Jugendlichen um 2000 rum war es übrigens, sich auf den Seiten des Dr. Sommer-Teams in der Bravo über die dummen Fragen kaputtzulachen. Auch damals hatten 12-13jährige schon nach Sex gefragt. Das kannst du aber nicht wissen, weil du damals in der Grundschule warst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ob es früher besser war , können nur die beurteilen, die diese Zeit auch mitgemacht haben. Ist das echt erst 10 Jahre her? Viele können sich nicht mal ansatzweise vorstellen, dass man auch gut ohne Computer und Handy zurechtkram. Es erstaunt mich aber immer wieder, dass selbst Leute meiner Altersklasse im Minutentakt auf ihr Smartphone starren, als hätten sie Angst etwas zu verpassen. Nicht nur, dass die Technik viele Menschen fest im Griff hat - so ist z. B. das Handy zum Statussymbol geworden.  Kaum jemand gibt sich noch mit einem einfachen Handy zufrieden - zumindest nicht, wenn ein Kumpel ein bessere, teureres hat. 

Früher (vor weit mehr als 10 Jahren) wars das Ziel, mit 18 den Führerschein zu machen.  Wenn ich mir so den riesigen Freundeskreis meines Sohnes (19) angucke - da haben die wenigsten den Führerschein - dafür hat aber jeder das neuste Handy, welches nach 2 Jahren schon wieder so out ist (obwohl voll funktionsfähig), dass man unbedingt ein neues braucht und weiterhin Bus oder Fahrrad fährt. Oder sich von jemanden mit Führeschein aus dem Freundeskreis chauffieren lässt - natürlich unentgeltlich.

Ob die Zeit früher besser war? Sie war anders - vor allem wesentlich entspannter.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Auch in der guten alten Zeit sehnte man sich nach der guten alten Zeit.

Stefan Rogal

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"Keine handys, wenn man mal telefonieren wollte denn mit dem haustelefon"

Also als ich in der Orientierungsstufe war, gab es schon Handys. Das dürfte so 2003 gewesen sein. Zugang zum Internet dürfte ich im selben Bereich gehabt haben.

Eigentlich hat sich so ziemlich nichts geändert. Wir haben mehr Technik zur Verfügung und immernoch die Leute die dem ach so tollen "früher" nachweinen, dabei aber alles vergessen, was schlecht war, um gleichzeitig alles gute der modernen Welt zu verkennen.

Zugegebenermaßen weiß ich auch nicht, was die Leutchen immer wollen. Da gibt es die Leute, die weinen, dass alle in der Bahn auf ihre Handys gucken und Musik hören. Was sollen sie sonst tun? Sich gegenseitig mit belanglosen Gefasel aus Höflichkeit nerven?

Keine Ahnung wie es anderen geht, aber ich finde es eher nervig von unbekannten Leuten zu tode gequatscht zu werden, wenn ich gerade noch ein paar ruhige Minuten genießen will (nein nicht mit dem Handy, sondern mit einem Buch und Musik).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich gehöre zu der Generation, bei der das angefangen hat. Und ich hasse es. Ich wünschte, dass dieses Smart-Zeugs 10 Jahre später gekommen wäre. Oder gar nicht. Und doch liege ich hier und verschwende meine Zeit mit meinem s3 auf gutefrage.net.. ich geh mal schlafen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine Gesellschaft, in der es künftig um digital literacy oder digital illiteracy geht. In 10 Jahren wirst du dich an die beiden Begriffe in dieser Antwort erinnern und dir möglicherweise denken: "Hätte ich mich damals nur besser damit auseinandergesetzt, dann wäre ich reich und nicht arm".

Denk mal darüber nach. Und alle anderen hier auch

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Früher, vor 10 Jahren, als ich sechs Jahre alt war, eingeschult wurde, meinen besten Freund kennenlernte, lesen lernte seufz

NEIN! Früher war nicht alles besser! Ganz ehrlich, ich bin diese Verherrlichung von früheren Zeiten leid, das alles, was heutzutage existiert und früher nicht gab, schlecht gemacht wird, verallgemeinert wird, persönliche Standards als einzig "richtige" erachtet werden, das geht mir auf den Keks!

LG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Einen wunderschönen guten Morgen erstmal...
Scheinbar haben einige von euch schlecht bis gar nicht geschlafen. Welch Grund der bitteren Gesinnung? Was is den Herrschaften denn an einen solchen Beitrag wieder nich genehm??
Is doch schön das man daran mal wieder erinnert wurde und dabei is et ßcheis Egal ob das jetz vor 10 o. vor 30 Jahren war. Schon fast 'ne Art Denkanstoß am frühen Morgen.

Manche wollen wahrscheinlich "Hilfe mein Tochter schwannger wo kan nix sein weil wegen der Licht aus" zum Einklang des Tages aber ich persönlich les da doch sowas viel lieber...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

War früher wirklich alles besser?

Meine Kindheit liegt ein paar Jährchen länger zurück. Es gab damals weder Handys noch Internet, Computer füllten riesige Räume aus und hatten eine miese (nach heutigen Verhältnissen) Rechnerleistung, Fernsehen durften wir Kinder nur ein bis zwei Mal wöchentlich, es gab nur ein einziges schwarzen Festnetz-Telefon im Flur, man telefonierte nur äußerst selten (denn es wurde nach Zeit abgerechnet), statt dessen schrieb man sich Briefe (die mit der "Schneckenpost" transportiert wurde) oder man traf sich persönlich, Informationen besorgte sich aus Büchern (die man sich aus Öffentlichen Bücherhallen besorgen durfte), ... etc.

Und wenn man sich noch weiter zurück versetzt: Es gab weder Kühlschrank noch Waschmaschine, es gab auch nicht immer genug zu essen (auch nicht in Deutschland), Wohnraum war vor allem für ärmere Bevölkerungsschichten dunkel, klein und feucht (etwa 10 qm für mindestens zehn oder mehr Personen), von einem eigenem Badezimmer war noch nicht mal zu träumen, viele Krankheiten (die wir heute meist recht gut behandeln können) verliefen tödlich, OPs wurde ganz ohne Narkose durchgeführt, Sozialversicherung gab's nicht ... noch mehr Beispiele gefällig?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung