War es inder DDR üblich, das man bis zum 30. Lebensjahr und älter in der FDJ war oder galt das nur für Akademiker, Doktoren u.ä.?

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3 Antworten

Mitglied der FDJ konnte man vom 14. bis 25. Lebensjahr sein.

Im Statut der FDJ stand:

1. Mitglied der Freien Deutschen Jugend kann jeder Jugendliche der DDR sein, der das Statut der Freien Deutschen Jugend anerkennt, ...

Jugendlicher in der DDR war gemäß § 57 des Jugendgesetzes der DDR jeder Bürger der DDR bis zum 25. Lebensjahr. Danach schied man automatisch aus, wobei das Ausscheiden in würdiger Form mit Überreichen einer Urkunde erfolgen sollte.

Weiter stand im Statut der FDJ:

7. Hervorragende Werktätige, bewährte Funktionäre der Parteien, der Organisationen und des Staats- und Wirtschaftsapparates sowie Angehörige der bewaffneten Organe, die eng mit der Freien Deutschen Jugend verbunden sind und vorbildlich auf die kommunistische Erziehung der Jugend Einfluß nehmen, können als "Freunde der Jugend" vorgeschlagen werden. Der Vorschlag erfolgt auf Beschluß der Mitgliederversammlung der Grundorganisation oder durch leitende Organe der Freien Deutschen Jugend. Vorschläge der Grundorganisationen sind durch die Kreisleitung der Freien Deutschen Jugend zu bestätigen. Jeder "Freund der Jugend" hat das Recht, an Veranstaltungen der Freien Deutschen Jugend mit beratender Stimme teilzunehmen und das Abzeichen der Freien Deutschen Jugend zu tragen. Er erhält einen Ausweis als "Freund der Jugend". Für "Freunde der Jugend" besteht keine Beitragspflicht. Sie haben die Möglichkeit, regelmäßig Sondermarken der Freien Deutschen Jugend zu erwerben.

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Kommentar von Lehrar
26.05.2016, 22:41

Die Betonung der Frage lag eigentlich auf "Ü30" . Schließlich haben wir heute Macht-PersonINNEN , die noch mit 35 Jahren bei der FD Jugend waren. Na ja, Honecker war ja auch noch FD Jugend, als er nicht mehr so gaaaaaaaaanz taufrisch jugendlich aussah. Kann mir halt nicht vorstellen, dass JEDER  und JEDERIN bis 35 Jahre  geblieben ist???

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Nein, war es nicht.
Die Mitgliedschaft galt bis 25.

Zur Theorie, die FDJ galt als Jugendorganisation der Partei, so wie die
Jusos der SPD, die Judos der CDU, Jusos der CSU die Julis der FDP.
Wer sich hier bewährte empfahl sich sich für SED (wie heute eben die benannten für SPD/CDU/CSU/FDP).
Alles der selbe Abklatsch.

Mindestaufnahmealter zur SED war 25 Jahre, dann war man nicht Mitglied, sondern Kanditat der Partei.

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Das war so üblich. Man wurde sogar ein bißchen dazu gezwungen. Ich bin in Leipzig in die Schule gegangen, da mußte man in die FDJ.

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Kommentar von Huckebein
25.05.2016, 21:35

Ich bin in Magdeburg in die Schule gegangen. Da musste man nicht in die FDJ.
Mich würde interessieren, wie dieser Zwang, von dem du redest, ausgesehen hat.

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