Frage von GXleif, 240

War die Wiedervereinigung ein Fehler?

Diese Frage stelle ich mir oft, an sich ist es ja was ganz schoenes, es ist ja unser eigenes Volf fuer dass wir Geld ausgeben / ausgegeben haben, und an sich ist das doch sinnvoller als fuer andere Voelker Geld auszugeben so wie wir es momentan tun oder? Nicht falsch verstehen ich bin finde unsere Auslaenderpolitik und Fluechtlingspolitik gut, vorallem wegen der Wirtschaftlichen Vorteile und der Vielfalt, aber mal so rein logisch gedacht ;)

Naja das ist ja nicht die Frage, Was haltet ihr von der Wiedervereinigung? Egal aus welchem Winkel Deutschlands ihr auch kommen magt schreibt eure Meinung hier runter ^^

Ich persoenlich kann mir dazu keine richtige Meinung dazu bilden, da ich die DDR nicht miterlebt habe, doch wenn ich bekannte/ verwandte Frage, die sowohl Wessis als auch Ossis sind, dann hoere ich meistens eigentlich nur positive Bemerkungen dazu. So an sich finde ich es aber gut dass ich nicht in einem geteilten Staat aufgewachsen bin denn die Deutschen sind ein Volk was einfach in ein Land zusammengepackt gehoert, da kann man auch mal auf die Wirtschaftlichen Vorteile verzichten! ;)

Zuatzfrage: Fandet ihr die DDR schlecht oder war sie ein guter Staat?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von lupoklick, 69

Soche eine dreiste Frage würdest du einem POLEN über SEIN Land nicht stellen !!!

Kommentar von GXleif ,

Was willst du mir jetzt damit sagen?

Kommentar von lupoklick ,

das wirst DU nie begreifen!

Kommentar von GXleif ,

Kannsts ruhig sagen, das wir Deutschen leider nicht so viel nationalstolz ( eig haben die meisten überhaupt keinen ) wie die Polen haben ist mir klar, sonst müsste ich ja auch nicht diese Frage stellen.

Kommentar von lupoklick ,

Leider wird überheblicher "Nationalstolz" - bay."Mir san Mir" 

mit Patriot sein verwechselt,

weswegen wir es aus      " Respekt vor Dummheit "    nicht wagen,  das Hoffmannsche "über alles" als ganz normale Liebe zu Vaterland, ohne Hass auf Andere zu betrachten....

Der Mann hatte auf der englischen Insel Helgoland 1841 einen Traum vom einem geeinten Deutschland...

Kommentar von WESTundHB ,

Helgoland ist eine deutsche Insel

Kommentar von lupoklick ,

aber nicht 1841  !

Antwort
von Geraldianer, 48

Von Ende ´89 bis ´93 habe ich im Osten gelebt und gearbeitet.

Es war von Anfang an klar, dass die DDR-Industrie auf dem Weltmarkt nicht überlebensfähig war.

Von Sarrazin (ja der, damals Beamter im Finanzministerium) wurde eine gefälschte oder dumme Studie erarbeitet, die von einem Verlust von nur 40% der Industriearbeitsplätzen ausging. Die Erhebung von Industriearbeitsplätzen wurde 1994  aus der Statistik entfernt. Damals waren noch 30% der Arbeitsplätze in der Industrie übrig.

Kohl hat alle Leute gefeuert, die realistische Schätzungen abgegeben haben, beispielsweise Otto Pöhl. Aus wahlkampftaktischen Überlegungen. Er hat die Leute entweder bewusst belogen um die Wahl zu gewinnen oder er war einfach komplett naiv.

Sein Gegner Lafontaine hat verloren, weil er die Wahrheit zum Thema gemacht hat. (Heute ist er selbst einer der führenden deutschen Populisten)

Tatsächlich war die DDR durch veraltete Technik nicht in der Lage auf dem Weltmarkt zu bestehen. Es wurden Waren produziert, die mit DM-Löhnen einfach nicht hergestellt werden konnten. (Schuhe, Billigmöbel, Kleidung ...)

Dazu kam das Fehlen moderner Produktionstechnik, während das Personal gut ausgebildet und motiviert war. Die DDR hatte nur über Ostmark (Real etwa 14 Pfennige wert) eine Chance, und die hauptsächlich im anspruchslosen Osteuropa. Der Trabbi war eben mit DM-Löhnen so teuer wie der Golf. Und damit nicht verkäuflich.

Die westliche Industrie konnte die Produktion der DDR schlicht billiger und qualitativ besser übernehmen. Die heute noch bestehenden Dolchstoßlegenden sind Unsinn.

Ich sehe Helmut Kohl als Hauptverantwortlichen für die Misere im Osten. Er hat die Wähler bewusst belogen.

Die Wiedervereinigung war richtig, wurde aber falsch durchgeführt.

Expertenantwort
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 70

War die Wiedervereinigung ein Fehler?

Es war keine "Wiedervereinigung" auf Augenhöhe, sondern ein hinter verschlossenen Türen ausgeklüngelter Beitrittsvertrag. 

Daran waren unter anderem auch der heutige Innenminister Thomas de Maiziere (als West-Vertreter) und sein Cousin Lothar de Maiziere (als Ost-Vertreter) beteiligt. Das wiederum öffnete Thomas de Maiziere, dem heutigen Innenminister, die bundespolitische Karriereleiter. Und der wiederum brachte Frau Merkel im Schlepptau mit. Sie verdankt ihm also viel; und sie dankt es ihm auch brav...

Dabei hätten beide Seiten massiv profitieren können. Das beginnt nicht erst bei den (kostenlosen) Kindergärten, die heute, rund 27 Jahre später, als "neue Errungenschaften des Sozialstaats" gefeiert werden; die es aber in der DDR längst - und vor allem flächendeckend - gab; und das endet nicht bei den Stoffbeuteln zum umweltschonenden Einkauf, die man heute als "neue Errungenschaft des Öko-Staates" feiert, die aber in der DDR längst - und vor allem flächendeckend - genutzt wurden.

Zweifellos gab es auch in der DDR vieles, das nicht "erhaltenswert" war. Doch es gab so manches, das heute wieder "neu erfunden" wird. Nicht, weil es das nicht schon gab; sondern, weil man zu dumm und gleichzeitig zu arrogant war, es zu erkennen.

Und nicht zuletzt begann die Abrüstung des Sozialstaats im Westen so richtig ins Rollen zu kommen, als die DDR als direkt vergleichbares Konkurrenzsystem wegfiel. Den beknackten Nachgeborenen muss man nur weismachen, es sei in einem Sozialstaat "normal", dass es Zwei-Klassen-Medizin gibt. Man braucht ihnen nur lange genug einreden, dass Linke Idioten sind und nicht mit Geld umgehen können. Irgendwann glauben sie es. Und dann sind sie auch bereit, weitere Sozialstaats-Reduzierungen freiwillig zu wählen...

Zugleich war es der größte Raubzug in der gesamten deutschen Geschichte. Ich erinnere hämisch an den Subventionsbetrug der Bremer Vulcan, der den (vor allem west-)deutschen Steuerzahler mal eben das Sümmchen von 800 Millionen DM kostete; und für den er im Nachgang noch tausendfach - und bis heute - "Sozialgelder" in ungezählter Höhe nachschiebt, weil er dumm genug war, Werften, die zu den modernsten der Welt gehörten, aus rein naiver Überheblichkeit abrüsten zu lassen.

Praktisch die gesamte DDR war "Volkseigentum", gehörte also mit dem Beitritt auch den westdeutschen Steuerzahlern. Und sie ließen in ihrer grenzenlosen Dummheit nicht nur zu, dass man ihnen dieses Eigentum vor der Nase wegschnappte; sie ließen auch zu, dass sie - und zwar wirklich kräftig - draufzahlten und draufzahlten und draufzahlten ... und dass man ihnen bis heute einreden kann, dass sie draufzahlen müssen...

... mit anderen Worten: Es gab und gibt klare Verlierer (die Arbeitnehmer in Ost und West) und es gab und gibt klare Gewinner (die Reichen - vor allem im Westen). 

Damit hängt die Antwort auf deine Frage von der Perspektive ab: Jene, die verloren und begriffen, dass sie verloren, werden deine Frage sicherlich anders beantworten, als jene, die es entweder nicht begriffen haben, dass man sie über den Tisch gezogen hat und jene, die davon profitierten...

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War die "Wiedervereinigung" EIN Fehler? 

Nein! 

Zeit und Umstände trieben dazu. Noch wichtiger ist aber: Die DDR hat gezeigt, dass es möglich ist, ein ganzes Gesellschaftssystem auf den Kopf zu stellen, ohne dabei auch nur einen einzigen Tropfen Blut zu vergießen. 

Damit war ausgerechnet das Ende der DDR ihre größte - und bis heute in der gesamten Geschichte der Menschheit nur sehr selten eingestellte - gesellschaftliche Leistung, die man gar nicht umfassend genug würdigen kann. Denn ob die Herrscher der Bundesrepublik (oder irgendeines anderen Staates dieses Planeten) jemals willens sein werden, absolut friedlich auf alle (Macht-)Privilegien und praktisch jeden Besitz zu verzichten, darf wohl deutlich in Frage gestellt werden...

War die "Wiedervereinigung" VIELE Fehler?

Ja, unbedingt! 

Ein bisschen weniger Arroganz und ein bisschen mehr Hirn - ganz besonders bei den westlichen (und nach eigenem Bekunden "erfahreneren") Einwohnern hätte dafür sorgen können, dass man vieles hätte verbessern können. Der "Ossi" war schlicht zu dumm. Er wusste es nicht besser. Er hatte schließlich keinerlei Erfahrung mit dem Kapitalismus; denn, so wenig es im Staatssozialismus der DDR auch gab, es fiel IMMER etwas für ihn ab; ganz egal, wie beschissen der Deal auch war. Aber der "Wessi"? Der wollte dem Ossi "das Arbeiten beibringen". Zu mehr reichte sein Verstand nicht. Und bei manchem reicht es bis heute - 27 Jahre später - immer noch nicht weiter...

So wurde die "Wiedervereinigung" jedoch zum größten Raubzug in der deutschen Geschichte. Ein Raubzug am ost- UND west-deutschen Steuerzahler. Ein Raubzug, von dem - mal wieder - nur eine kleine Elite profitierte und der große Rest - und zwar in Ost UND West - die Zeche bezahlte und bis heute bezahlt...

... und das wirklich tragische daran: Jene, die sich vor fast 27 Jahren gründlichst übers Ohr hauen ließen, haben bis heute nichts dazugelernt, glauben gar, es handle sich um "Naturgesetze", denen man sich ausgesetzt sähe...

Kommentar von lupoklick ,

Das Ganze gab es LIVE und in Farbe, sogar im DDR-Fernsehen.... 

also bitte keine Gehässigkeiten a la Erich Böhme !!!

Kommentar von atzef ,

Die Übernahme von Einkaufsstoffbeuteln der DDR als Sinnbild für eine - auch ökologisch nachhaltige - Wiedervereinigung "auf Augenhöhe" als Alternative zum faktischen Vereinigungsprozess...

Das hat was! :-)))

Kommentar von Huckebein3 ,

@atzef,

dein Kommentar unter dem Beitrag von unsinkable2 erinnert mich an H. Heine:

"...meine Feinde sind gar zu lächerlich! Ich sage Feinde, ich gebe ihnen aus Courtoisie diesen Titel, obgleich sie meistens nur meine Verleumder sind. Es sind kleine Leute, deren Haß nicht einmal bis an meine Waden reicht. Mit stumpfen Zähnen nagen sie an meinen Stiefeln. Das bellt sich müd da unten."

Kommentar von 666Phoenix ,

huckebein

atzef & Co. darf man nicht als "Feinde" bezeichnen. Das würde die nur aufwerten. Richtiger ist der Vergleich von Heine mit den kleinen verlausten Wadenbeißern!

atzef & Co. werden nie begreifen, dass das mit den Stoffbeuteln nur ein winziger Aspekt war und hier dem Verfasser bloß als Allegorie diente! Aber wenn die sachlichen Argumente ausgehen, dann muss man eben zu Hohn und "dämlichem" Sarkasmus greifen, der noch nicht mal die Spur einer Intelligenz erahnen lässt! 

Das ist doch nicht das erste Mal!

Kommentar von metalfreak311 ,

Wie lange hast Du an diesem Text gesessen? Aber ich würde fast jeden Satz unterschreiben. Danke!

Antwort
von Dahika, 35

Die Wiedereinigung war halt unvermeidbar. Achselzuck. Aber ich selbst bin auch 1989/90 nie in den Wiedereinigungsrausch verfallen, der damals herrschte. Ich freute mich, dass die Mauer fiel. Ich gönnte es den Leuten, dass sie nun reisen durften.

Aber wegen mir hätten es ruhig weiter zwei Staaten sein können. Oder auch nicht.

Ich habe keine Bezüge zu Ostdeutschland. Hatte ich nie. Ich war auch nur einmal da. Vor vier Jahren an der Ostsee.

Aber meine Verbindung ist zu Frankreich, Italien, England enger als zu den neuen Bundesländern.

Ich bin nicht so deutschlandbesoffen.

Antwort
von CamelWolf, 48
Wiedervereinigung war gut

Die Wiedervereinigung wurde von den Verantwortlichen damals nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt. Natürlich weiß man nach 25 Jahren vieles besser (wie immer, wenn im Nachhinein die Cleverles auf den Plan treten) aber im Grunde gab es keine wirkliche Alternative etwas anders zu machen.

Antwort
von voayager, 38
Wiedervereinigung war ein Fehler

Der Anschluß der DDR an die BRD war und ist eher eine schädliche Angelegenheit, schon weil so das alte imperialistische Deutschland wieder zum Leben erwacht ist. Es wurde so ein schlafender Hund nur unnötigerweise geweckt, militaristische Gelüste reaktiviert. Im gleichen Agtemzug wurde die Sozialdemontage vorangetrieben und auch ein Teil der demokratischen Errungenschaften und Gepflogenheiten abgebaut.

Ich bestreite nicht, dass für einen Teil der Ex-DDR-Bürger auch Vorteile durch den Anschluß herauskamen, so z.B. Kauf von Westautos, Bluejean Hosen, Bananen und Malle-Urlaub. Was aber brachte es eigentlich den Westdeutschen? Nun wer weder Haus, noch Grundstücke dort besaß und auch kein gut verdienender Glücksritter, der hatte und hat keinerlei Nutzen an dem geeinten Deutschland. Es durfte außer dem Sozialabbau auch noch einen Solidaritätsbeitrag entrichten, was so im eigenen Portemonnaie dann nur fehlte.

Mit dem Wegfall der DDR und der naderen sozialistischen Staaten entfiel und entfällt der Systemwettbewerb, etwas was für die hiesige Bevölkerung nur vorteilhaft war, denn so mußte sich der Kapitalismus, um attraktiv zu sein, mehr Mühe geben, das hat er seit 1990 nicht mehr nötig, nun lebt sich`s ungeniert also entfesselt.

Um den Sturz dieser jämmerlichen Honeckertruppe kann es einem indes nur froh sein, gar zu unfähig zeigte die sich. Es wäre sehr viel besser gewesen, wenn die Bevölkerung diese Herrschaften nicht nur verjagt hätten, sondern dann einen besseren Sozialismus in Gang gesetzt hätten. Das wiederum ist weinem völlig unrevolutionärem Volk, eines der Spießer nicht vergönnt, hinzu kam die politische Großwetterlage. Die Sowjetunion war dabei, ihren Geist aufzugeben, daher wäre eine eigene sozialistische DDR ohne Stütze der UdSSR wohl kaum lebensfähig gewesen, daher gab es als Alternative nur eines, bessere Verhandlungsbedingungen für den Beitritt. Das wurde massiv versäumt, die Ex-DDR wurde regelrecht über den Tisch gezogen, zurück blieb lediglich das Ampelmännchen und die Jugendweihe, alles Sonstige, was eine Identität eines Landes ausmacht, landete auf der Müllhalde. Hinzu kamen reihenweise Massenentlassungen, sehr viele Betriebe wurden abgewickelt von der Treuhand, wie es im Amtsdeutsch so euphemistisch hieß.

Fazit. hätte es nicht in der Sowjetunion solch eine Stagnation und Fehlentwicklung gegeben, hätte es nie und nimmer ein vereintes Deutschland gegeben und es wäre ok gewesen. Die UdSSR, im WK II 27 Millionen Menschen durch Hitler-Deutschland verloren, dazu tausende an verwüsteten Städten und Fabriken, hat für nix und wieder nix ihren teuren Sieg sich aus der Hand schlagen lassen, das ist etwas, was unverzeihlich ist. Der Dank für ihren großmütigen Altruismus, ist jetzt ein geiferndes Deutschland, das Russland-Hetze betreibt. Egozentrisch wie die hiesige Bevölkerung nun mal ist, sieht sie alles nur vom eigenen Blickwinkel, also nicht über den eigenen Tellerrand hinausschauend, dazu ohne jegliches sittlich-ethisches Fundament, sondern nur einen bloßen infantilen Egosismus und Narzißmus bedienend.

Frau Mitschelich hatte das alles vorausgesehen, in dem sie von der Unfähigkeit zu trauern schrieb. Damit meinte sie die fehjlende Schuld, die fehlende Trauer, über all das Leid,das Hitler-Deutschland ganz Europa bescherte.

P.S. die DDR war ein Kusntprodukt, entstanden aus den Folgen des WK II und des Kalten Krieges, siw war teils gut, teils schlecht, also was Janusköpiges, entsprechend der Ausgangslage und den gegebenen Umständen, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Kommentar von GXleif ,

Mir war schon vom vornerein klar das als ich gesehen hab dass du antwortest sagen wirst dass die Wiedervereinigung ein Fehler war.

Für unser eigenes Volk lohnt es sich dieses Geld auszugeben! Und es hat sich doppelt gelohnt: die DDR ist in vielen Bereichen schon so weit wie der Westen, Arbeitslosenquote ist in den neuen Bundesländern ähnlich hoch wie im Westen und die Wirtschaft steigt immer mehr an, die Löhne gehen immer höher, die Großstädte immer schöner und mehr Leute ziehen dort wieder hin ( Leipzig schnellste wachsende Großstadt Deutschlands ).

Während hier die ärmeren immer ärmer werden, werden dort die ärmeren immer reicher ( was nicht heißen muss das sich das mal ändern kann )

Antwort
von Immofachwirt, 28

Es gab doch gar keine Wiedervereinigung...

...sondern lediglich einen Anschluss der DDR an die BRD, welche beide Seiten im wahrsten Sinne des Wortes teuer zu stehen kamen und kommen, weil er grottenschlecht umgesetzt wurde.

Hätte man damals auf die SPD gehört, wäre zusammengewachsen, was zusammengehört. Denn Wachstum funktioniert nicht mit Hauruck, sondern braucht Zeit. Die Mehrheit der beiden Bevölkerungen waren damals aber offenabr anderer Ansicht. Davon abgesehen hatte man wohl außenpolitisch diese Zeit nicht, weshalb Kohl hier die Gunst der Stunde genutzt hat.

Ob man es nun für gut oder schlecht befindet, ist eine müßige Frage, weil sich dadurch nichts ändert, sondern nur Vorbehalte geschürt werden und Fanatiker auf den Plan ruft. Und da Fanatismus nur Destruktives zu bieten hat, ist ein solcher Erkenntnisgewinn gleich Null.

Antwort
von JBEZorg, 43
Wiedervereinigung war ein Fehler

Zu dem Zeitpunkt und zu den Bedingungen war das ganz sicher ein Fehler. Die Wiedervereinigung hätte 1951-1953 stattfinden sollen mit einem neutralen Deutschland als Ergebnis.

Antwort
von kami1a, 21
Wiedervereinigung war gut

Hallo! Fragt man die Menschen so stimmt die überwiegende Mehrheit für gut - im Osten und im  Westen.

Das sollte reichen, alles Gute.

Antwort
von ManuViernheim, 20
Wiedervereinigung war gut

Der Mauerbau hätte niemals passieren dürfen.

Dass die Mauer von 1961 bis 1989 stand, war viel zu lange.

Der Mauerfall hätte viel früher stattfinden müssen.

Antwort
von Yankors, 68

Es ist fast unmoeglich darauf zu antworten,besser waere es gewesen zu fragen sind bei der Wiedervereinigung Fehler gemacht worden. Diese Frage ist eindeutig mit ja zu beantworten.

I. ) In der Euphorie die alle Politiker und die Parteien befiel, wollte man so schnell wie moeglich alles schaffen, denn es ging ja um die Stimmen der Ostdeutschen Schwestern und Brueder.Dabei haben alle versucht ihre eigene Suppe zu kochen.

II) Bei der Schafffung des sogenannten neuen Grundgesetzes,wurde der alte Text fast vollkommen uebernommen ohne etwas ganz neues. z.B. eine richtige Verfassung, unabhaengig von dem was damals die Allierten diktiert haben, zu schaffen.

III.) Man haette zugleich die Frage nach dem ganzen Deutschland zwingend stellen muessen.Schlesien gesamt,Pommern und Ostpreussen,hier unter Umstaenden mit Abstrichen,das Memelland,Koenigsberg, die Masuren, die ohnehin weg sind.Ich glaube der Russe haette mit sich handeln lassen, da er durchaus nicht gluecklich ist mit der Loesung Polen diese deutschen Gebiete Polen ueberlassen zu haben.

IV.)Der Umtausch der Ostmark in DMark ist zu schnell erfolgt und zu einem Kurs den auch wieder der Steuerzahler zu entrichten hatte.Man hat zwar ein Kopfgeld pro Person  als erste Schnellhilfe ausgezahlt , aber danach konnte jeder seine gesamten Ersparnisse im Verhaeltnis 1 zu 1 umtauschen.Da kamen ganz schoene Summen zusammen, denn der Ostdeutsche war nicht nur sparsam, sonder er hat ja auch nicht viel erhalten fuer sein Geld, also blieb das Geld fur den Fall X auf den Banken oder unterm Kopfkissen.

V.) Ein ganz grosser Fehler war uebrigens auch doe ostdeutschen Politikerdermassen aufzuwerten,ganz gleich ob sie von der Ost CDU oder der SED kamen, in der ja die SPD irgendwann mal aufgegangen ist.Sie alle waren z.T. Stasi belastet und mussten Demokratie erst  muehsam lernen. Siehe z. B. Merkel.Und wo sind sie alle geblieben?Von denen die damals mit grossem Hallo angetreten waren sind nur noch einige wenige uebrig.

Es gibt sicher noch Einiges mehr.So haette man mit dem Russen behutsamer umgehen muessen, denn er,der Russe ,spielt in der deutschen Frage immer, auch heute, noch die groesste Rolle, selbst wenn Viele das anders sehen.

Tareq A.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Bei der Schafffung des sogenannten neuen Grundgesetzes,wurde der alte Text fast vollkommen uebernommen

Es gab und gibt kein "neues Grundgesetz".

Man haette zugleich die Frage nach dem ganzen Deutschland zwingend stellen muessen.

In Geschichte nicht aufgepasst? Einer der Preise dafür, dass man wenigstens ein bisschen Restdeutschland "heim ins Reich" holen konnte, war die Tatsache, dass man damit für immer auf den Rest verzichtete. Adolf hat's eben richtig gründlich verkackt...

aber danach konnte jeder seine gesamten Ersparnisse im Verhaeltnis 1 zu 1 umtauschen.

Noch mehr Märchen? Oder weißt du wirklich gar nix zu diesem Thema?

oder der SED kamen, in der ja die SPD irgendwann mal aufgegangen ist.

Sportfreund, du bist definitiv im falschen Forum. Hier geht es nicht darum, wer am besten trollen kann, sondern darum, Fragen zu beantworten. Und das möglichst mit halbwegs vorhandenem Wissen.

Kommentar von Yankors ,

Der Troll bist Du, Sportsfreund.Ich musste gar nicht aufpassen in der Geschichte,ich hab sie damls in Neubrandenburg hautnahe erlebt, und hab mich natuerlich gefreut wie ein Schneekoenig als ich mein doch fast wertloses Geld fuer einen ganz hervorragenden Kurs tauschen konnte.Mein Haus drueben, das ich in Nachbarschaftshilfe, wie es bei uns ueblich war, gebaut hatte,immerhin mit Obergeschoss insgesamt ca. 180m2,allerdings mir Riesengarten von 1200m2, ( auf diese ererbten Grundstueck gebaut,) hat mich 18.000,- O Mark gekostet.Dafuer bekam ich dann 1 Jahr nach der Wende 135.000,- Westmark.Warum hiess denn unsere Partei drueben sozialistische Einheits Partei, weil die anderen Partein darin aufgegangen sind, bzw alle zur SED verschmolzen wurden.Was bist Du denn fuer ein Typ, der anderen vorrwirft nicht aufgepasst zu haben und selbst nichts weis.Das Grundgesetz ist auch nicht Dein Thema, du hast recht es ist fast wie das Uebernommene das den westdeutschen Politiker von den Alliierten diktiert wurde, aber einige Aenderungen wurden doch tatsaechlich vorgenommen, so das man vielleicht nicht von einem Neuen ,aber einem geaenderten Grundgesetz sprechen kann. Auf jeden Fall hat die BRD, bis auf den heutigen Tag noch keine Verfassung, obschon es ein Gericht gibt,dass sich hochtrabend Verfassungsgericht nennt.

Tareq A.

Antwort
von soissesPDF, 66

Es gab keine Wiedervereinigung, sondern nur ein Beitritt der Fünf-Neuen-Länder in den Geltungsbereich des Grundgesetzes.

Im Zuge dessen wurde neoliberalisiert, als wäre es das Allheilmittel.
Mit den zu bewundernden Folgen.

- die Verlierer der Globalisierung nehmen zu, die Ungleichheit wächst
- Euro-, Finanz- und Schuldenkrise sind ein Ergebnis der Neoliberalisierung
- Konfliktherde nehmen zu, Afghanistan, Syrien, Türkei, Ukraine,
  Flüchtlingskrise, sind weitere Ergebnisse der Neoliberalisierung

Die Wiedervereinigung wurde stümperhaft und fehlerhaft umgesetzt, so vergeigt man Geschichte, trotz historischer Chance.
Für eine romantische Verklärung besteht kein Grund.

Kommentar von lupoklick ,

Sie Wiedervereinigung war für mich politisch das höchste Glück, und ist es weiterhin !

Antwort
von wfwbinder, 65

Bei Deiner Umfrage fehlt die Möglichkeit "andere Meinung."

Die von Dir gestellt Frage habe ich mir nie gestellt, weil sie sich nicht stellte.

Die Möglichkeit des Beitritts der DDR zur Bundesrepublik war im Grundgesetz verankert.

Nachdem also die Volkskammer der DDR es beschlossen hatte, stellte sich die Frage doch gar nicht mehr.

ES stellt sich im Nachhinein nur die Frage, ob bei der Abwicklung einiges hätte anders gemacht werden sollen.

Kommentar von DerSchopenhauer ,

"Nachdem also die Volkskammer der DDR es beschlossen hatte, stellte sich die Frage doch gar nicht mehr."

Das hätte allerdings noch nicht ausgereicht - der Deutsche Bundestag und der Bundesrat mussten zustimmen - was man nicht hätte machen sollen, bzw. nicht hätte machen müssen.

Kommentar von wfwbinder ,

Art. 23 a.F.:

„Dieses Grundgesetz gilt zunächst im Gebiete der Länder Baden, Bayern, Bremen, Groß-Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern. In anderen Teilen Deutschlands ist es nach deren Beitritt in Kraft zu setzen.“

Das sagt von der Formulierung her, dass eine Beitrittserklärung genügt und von einer Zustimmung nicht abhängig ist.

Kommentar von DerSchopenhauer ,

Ich habe mich unpräzise ausgedrückt (bei Dir hätte ich das natürlich so nicht machen dürfen...):

Gem. § 1 des Einigungsvertrages (der vom Deutschen Bundestag und dem Bundesrat gebilligt werden mußte) wurde der Beitritt gem. Artikel 23 (alter Fassung) beschlossen, sodaß es, in der Tat, zu einer Zustimmung des Beitritts selber, keiner Zustimmung der entsprechenden Verfassungsorgane mehr benötigt wurde.

Also: Die Zustimmung erfolgte bereits über den Vereinigungsvertrag.

Kommentar von wfwbinder ,

Stimmt. Ausserdem hat dieser Prozess seinerzeit eine Eigendynamik entwickelt, der sehr viel zum Opfer gefallen ist.

Sehr viel wurde mit heißer Nadel gestrickt.

Kommentar von DerSchopenhauer ,

"Sehr viel wurde mit heißer Nadel gestrickt."

Was damals auch verständlich war - ich bin damals zunächst davon ausgegangen, wie Du vielleicht auch, daß Artikel 146 die entscheidende Rolle spielt - an Artikel 23 haben die wenigsten Bürger gedacht...

Kommentar von wfwbinder ,

Nein. Ich habe gehofft, dass man Art. 146 übersehen würde, was ja auch passiert ist, denn beim Grundgesetz weiß ich was ich habe, eine neue Verfassung ist ungewiss in ihrer Fassung.

Antwort
von neuimverkehr, 5
Wiedervereinigung war gut

Ich finde es gut, daß wir wieder eine Nation sind. Das haben wir zu einem guten Teil auch den Russen zu verdanken! Umso schlimmer, daß jetzt gegen Rußland gehetzt wird, da schäme ich mich als Deutscher dafür!

Antwort
von lesterb42, 43
Wiedervereinigung war gut

War kein Fehler.

Antwort
von PhilippKes, 32

Absolut. Verdammt viele Betriebe gingen flöten, verdammt viele Menschen wurden arbeitslos und arm. Kulturen, Dialekte und viele tolle Sachen mehr gingen verloren. Ich denke die Wiedervereinigung, wie sie 1990 geschehen ist, war vollkommen falsch.

Kommentar von GXleif ,

In den neuen Bundesländern sind mittlerweile prozentual genauso viele Arbeitslos wie im Westen, sie verdienen nur weniger also wirkt dieses Argument bei mir schonmal garnicht.

Antwort
von 25or6to4, 1
Wiedervereinigung war ein Fehler

... wie hier schon mal einer schrieb: ich hab nix davon, mich mit den neuen 5 zu vereinigen. Vor mir auf hätten wir uns auch mit Dänemark oder Belgien zusammen schließen können.

mir (wessi) gings vorher besser !

Antwort
von axoni, 65
Wiedervereinigung war gut

Dummgeschwätze. Deutschland war vorher eins und wurde getrennt und wurde dann nur wieder zusammengeführt. Die Angst der Alliierten hat es leider dazu gebracht.

Antwort
von phalangit, 34

Dafür dass ich als Türke denen Soli bezahle erhalte ich nur jeden Montag "Wir sind das Volk" und rassistische Sprüche von denen.
Ob mann so seine Sponsoren behandeln sollte ist wirklich fraglich 🤔

Antwort
von IchHabNeFrage73, 63
Wiedervereinigung war gut

ich denke es war kein fehler

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