Frage von SquareMatrice, 109

War die Vorstellung von "Harmonie zwischen Pferd und Reiter" nur eine Illusion (Turniersport)?

Hallo zusammen,

ich habe lange überlegt, ob ich das wirklich frage aber es brennt mir sehr auf der Seele und ich würde gern wissen, wie ihr zu dem Thema Turnierreiten steht? Es würde mich sehr freuen, wenn sich jemand die Mühe macht das alles zu lesen, danke schon mal!

Früher dachte ich sehr idealistisch und das war es sogar früher mal. Meine Geschichte dazu: Ich bin auf dem Lande aufgewachsen, wir hatten ein riesiges Grundstück und dann irgendwann auch mal einen Pferdestall gebaut, in dem 4 Pferde Platz hatten. Nach und nach bin ich besser geworden im Reiten und bin Turniere geritten (bis L). Es war alles soo schön- 1x die Woche sind wir zu einem Trainer gefahren, der mir viele tolle Dinge beigebracht hat, nicht nur sportlich, sondern auch im Umgang mit Pferden. Z.B. sagte er so etwas wie "Je mehr Spannung sich aufbaut, desto mehr Spannung wird das Pferd entgegensetzen", daraus konnte ich lernen, die Zügel "mit zwei Fingern zu halten und das Pferd trotzdem in einer guten Anlehnung laufen zu lassen. Oder auch "Sporen trägt man nicht einfach, man muss sie sich verdienen, indem man jede sanfte Berührung bzw. Pferdehaar spürt (...) Sporen sind nur dafür da, um dem Pferd bei höheren Lektionen exaktere Hilfen zu geben". Daraus konnte ich auch wieder etwas lernen und mir wurde dann irgendwann zugetraut, dass ich diese tragen darf. Ich weiß Sporen sind verpönt, aber wenn es tatsächlich so ist, dass man das Pferd gerade mal wie mit einem leichten Fingerdruck damit berührt, fügt man dem Tier ja keine Schmerzen zu. Aber darum geht es mir auch nicht, zurück zum Punkt: Es gab früher so viele schöne Momente, die mich und mein Pferd miteinander eine tiefe Verbindung aufbauen ließen, das war z.B. auf der Weide in einer Sommernacht auf dem Pferderücken liegen und die Sterne beobachten, nach einem anstrengendem Training eine Massage für das Pferd, sie fand es offensichtlich toll da sogar die Unterlippe schwer wurde :D, oder einfach mal ohne jegliches Zaumzeug reiten. Vor und nach jedem Turniertag gab es einen Wellness-Tag fürs Pferd um am Tag der Dressurprüfung wurde darauf geachtet, dass alles perfekt ist und keine Hektik erst entsteht. Meine Eltern haben dafür gesorgt, dass weiches Zaumzeug und ein passender Sattel vorhanden ist, sodass alles so sanft wie möglich ist. Alles war so schön, besonders 2001, da waren wir fast immer ganz vorn dabei, im Protokoll standen Kommentare wie "eine schön anzusehende Harmonie", "sehr gute Losgelassenheit".

Das ist alles schon lange her, mein Pferd ist mittlerweile 28 und genießt ihre Rente der Weide meiner Mutter mit den anderen Pferden.

Ich wünsche mir so eine Zeit zurück aber ich war einfach nur schockiert, wie es in Reitställen wirklich abläuft. Ich habe einige Praktika in Dressurställen ausprobiert und war entsetzt, dass Pferde da nacheinander wie Sportgeräte abgefertigt, drangsaliert und gebrochen werden. Warum gibt es keinen liebevollen Umgang mehr mit Pferden im höheren Sport?

Antwort
von eexFree, 42

Hallo,

ich denke, dass sich Sinn und Zweck von Turnieren über die Zeit sehr gewandelt haben. Generell wurden alle Hilfen und Gymnastizierungen einmal dafür entwickelt, dass Pferd gesund zu halten, da ein Pferd ja nie dafür geschaffen wurde, einen Menschen zu tragen. Demnach waren Turniere in ihrem Ursprung mal der Vergleich, wer sein Pferd am gesündesten reiten kann.
Heute soll nicht mehr erreicht werden, das Pferd gesund zu halten, sondern es irgendwie, möglichst auch schnell, in diese Position und Haltung zu bringen, die damals das Zeichen dieses gesunden Reitens waren. Der Weg dorthin wurde aber komplett verändert und dem Zweck demnach entfremdet.
Aus diesem Grund halte ich nicht viel von Turnieren und es freut mich zu hören, dass es doch noch Reiter wie Dich gibt.
Ein schöne Frage von Dir!

LG - eexFree

Kommentar von SquareMatrice ,

Hi,
danke dir! Naja ich reite schon über 10 Jahre nicht mehr, ich habe als Kind damals nur Glück gehabt, dass ich Menschen kennengelernt habe die es genauso beschrieben haben wie du gerade. Ich konnte meinem Pferd eine natürliche Anlehnung beibringen durch "Zügel aus der Hand kauen lassen und langsam wieder aufnehmen", wenn man dabei alles richtig macht, ist das dann eine gute Gymnastizierung. Ich frage mich, warum man solche graumsamen Methoden wie Hyperflexion eingeführt hat, obwohl ersteres gut und bewährt ist?! :( Tja, wahrscheinlich, weil es länger dauert und Zeit Geld ist. Ich hoffe, dass zumindest so etwas wie dem Horsemanship oder Ähnliches noch ohne Drangsalierung gibt. Dass die Leute, wie die eine Holländerin nicht Gewissensbisse hat...

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde & reiten, 37

weil du wie ich noch eines gelernt haben dürften: erst kommt das pferd, dann kommt der reiter.

und DAS hat sich geändert.

ich hatte nie turnierambitionen, sondern habe einfach alles gelernt, was ich lernen konnte. vom reitlehrer, vom schmied, von meinem vater, von meiner grossmutter, von allen echten pferdeleuten...

ich kann bloss schritt und vorwärts abwärts richtig reiten. ich hatte nie das gefühl, das pferd, das ich gerade reite, hundertpro unter kontrolle zu haben. ich wollte es auch nicht hundertprozentig kontrollieren, weil ich auch im pferd immer ein geschöpf mit einem freien willen gesehen habe, das man im idealfall wohl von allem überzeugen, aber es niemals auf biegen und brechen zu etwas zwingen kann.

du findest sie noch heute vereinzelt - so wie es sie seit der nachkriegszeit immer nur vereinzelt gegeben hat: die harmonie, das miteinander, die einheit und auch bedingungsloses vertrauen. im internationalen springsport eine französin. und eine junge dame mit einem kleinpferd. in der dressur bin ich nicht auf dem laufenden. aber in der vielseitigkeit gibt es drei oder vier... und du findest es sogar im rennsport. im westernsport - ganz sicher mehr als in den anderen sparten...

aber du - du bist doch auch wohl deswegen turniere geritten, weil du den eindruck hattest, dein pferd geniesst die atmosphäre und es möchte etwas leisten.

es gibt mehr unmotivierte reiter als unmotivierte pferde. nur - ein unmotivierter reiter kann ein pferd nicht motivieren.

vieles - gerade beim heranführen von kindern ans pferd ist mittlerweile so "spielerisch kindgerecht", dass es für die pferde in grausamkeit ausartet. warum kann man kinder nicht pferdegerecht ans pferd führen - warum kann man ihnen nicht klar machen, dass das pferd dem menschen ausgeliefert ist und dass das pferd bedürfnisse hat, die zunächst erfüllt werden müssen, bevor man an sich selbst denkt?

ich denke, egoismus und irrationale vorstellung von der "funktionsweise" unserer freizeitbeschäftigungen entfernen uns immer mehr von der sensität, die ein weniger zivilisierter mensch gegenüber seiner umwelt hat.

in mexiko fressen die karrenpferde kartonage statt heu, weil ihre besitzer zu arm sind, sie anständig zu ernähren - aber dennoch haben es diese pferde fast alle seelisch weit besser als die hiesigen freizeitgeräte. die menschen dort sind auf ihr pferd angewiesen, weil sie ohne es nicht überleben könnten. und aus dieser motivation der zuwendung heraus leisten diese pferde freiwillig tag für tag dinge, die eigentlich über ihre kräfte hinausgehen...

mein eindruck: der mensch sollte seinen haustierstatus beenden und sich wieder den wirklich wichtigen dingen zuwenden. dann wird das auch was mit dem "partner" pferd.

Kommentar von SquareMatrice ,

Na ja, ich war damals 12/13 Jahre alt, da hatte ich noch nicht so sonderlich viel Ahnung vom Leben und wie die Dinge sind. Man hat vieles als Kind intuitiv gemacht. Ich bin Turniere geritten, weil ich noch eine schöne Vorstellung davon hatte. Es ist so gesehen ja auch nichts anderes, als würde man zu Hause reiten, es wird dann halt nur zusätzlich bewertet, das Abschnauben und das Ohrenspiel von meinem Pferd habe ich beobachtet und hatte das Gefühl, dass sie sich wohl fühlt.

Der große Unterschied ist vielleicht auch gewesen, dass wir den Pferden ein artgerechtes Leben bieten konnten, sie waren solange es hell war immer auf der Weide in einer kleinen Herde, abends haben sie darauf gewartet, dass sie in ihre Ställe können, weil es dann ja Kraftfutter und Heu gab. Das Training waren nur ca. 45 Minuten am Tag und auch nur 5x die Woche. Gewissheit habe ich nicht aber für mich kam es mir so vor, als würde mein Pferd den Willen haben "mir zu gefallen", da nachdem etwas gut geklappt hat eine schöne Belohnung zu erwarten war. An Tagen wo sie keine Lust hatte ging es halt ins Gelände zum entspannen. Für mich ist ein Pferd ein Freund fürs Leben, sie wurde ab einem gewissen Alter auch nicht mehr auf Turnieren geritten, sondern nur noch passende Übungen wie mit den Hufen scharen auf Kommando etc. gemacht. Ein Verkauf wäre/ist nie in Frage gekommen. 

Tja, heute würde ich mir kein Pferd mehr kaufen. Ich sehe vieles zu schlimm und wenn dann würde ich mir auch gerne Zeit dafür nehmen können und eben nicht nur zum Training in den Stall gehen.

Ich finde es einfach traurig, dass es "normal" ist, dass die Pferde in großen Reitställen oft gezwungen werden zu gehorchen anstatt aus Freude auf die Belohnung etwas zu erlernen. Jedoch würde ich Turnierreiter nicht grundsätzlich verachten, einige haben tatsächlich gute Absichten, wie die Geschichte mit Halla...aber naja ich könnte so viel dazu schreiben, letztendlich bleibt diese Angelegenheit im Großen und Ganzen äußert Elend.

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 23

Ich denke, es gibt diese Harmonie schon noch - aber leider nicht sehr oft. Der Ergeiz zu gewinnen ist sehr oft stärker als der Wunsch nach Harmonie.

Wenn du lange genug suchst, wirst du vielleicht mal einen Stall finden, wo es anders ist. Aber eine leider selten...

Antwort
von dap123, 19

Ich finde die Frage sehr interessant und habe länger überlegt, ob sich die Zeiten wirklich geändert haben oder ob es diese Situationen heute auch noch geben kann. Ich bin der Meinung, dass es sie weiterhin noch gibt - auch junge Reiter, die ich kenne, erleben solche Situationen, die du mit Harmonie zwischen Reiter und Pferd bezeichnest.

Die größtmögliche Harmonie zwischen Reiter und Pferd zu erreichen ist allerdings auch ein von der FN gesetzter ethischer Grundsatz an den Umgang, die Ausbildung und Entwicklung von Reitern und Pferden im Pferdesport. Und wie man diesen Grundsatz auslegt, das ist sicherlich verschieden. Für mich persönlich ist wichtig, dass es pferdegerecht bzw. im Sinne der Pferde passiert. Das schließt aber für mich nicht aus, dass man Ziele im Leistungssport verfolgt, wenn die größtmögliche Harmonie zwischen Reiter und Pferd eine abgestimmte Einwirkung mit reiterlichen Hilfen ist. Auch eine Ausbildung anhand der Ausbildungsskalen der FN ist pferdegerecht und fördert die Harmonie zwischen Reiter und Pferd.

Die von dir beschriebene Harmonie von Reiter und Pferd ist dein Verständnis davon. Dieses Verständnis muss sicherlich nicht jeder teilen, insofern ist es für dich vielleicht ein Idealbild, ich habe da ein etwas anderes. Zustimmen würde ich dir aber darin, dass sich Leistungsdruck nicht auf Kosten der oder gegen die Pferde entwickeln darf. Aber ich habe umgekehrt kein Problem damit, wenn ein Spitzensportler sein Pferd regelmäßig auf Turnieren reitet - auch dann kann sich es einen hohen Grad an Harmonie zwischen Reitern und Pferd geben. 

Antwort
von MontyReiter, 38

Meiner Meinung nach ist es immer noch das Ziel Harmonie zwischen Pferd und Reiter auch auf dem Turnierplatz zu sehen. Das einzige Problem in meinen Augen ist, dass es nirgends mehr richtig beigebracht wird.

In der Reitschule in der ich ab und zu reite gibt es verschiedene Reitlehrer und jeder unterrichtet auf seine Weise aber dabei geht es immer um Druck. Die Reitschüler sollen möglichst schnell in einer möglichst hohen Klasse auf Turnieren reiten, aber keiner sieht wie unzufrieden die Pferde eigentlich laufen und das ist sehr schade. Meine Reitlehrerin hat mit mir und meiner Reitbeteiligung nochmal ganz von vorne angefangen, also vom Boden. Sie versucht mir zu einer leichten, sanften Reitweise zu helfen wie du sie auch beschrieben hast.

Ich denke die Harmonie und Leichtigkeit wird leider durch den Leistungsdruck unterdrückt oder besser gesagt aus den Reithallen und von den Reitplätzen verdrängt. Es müsste ein grundsätzliches Umdenken bei Reitlehrern und Reitschülern einsetzen und das könnte leider noch dauern.

Kommentar von SquareMatrice ,

Ja, das wäre schön. Ich werde mich wohl komplett vom Reitsport abwenden, nur diese eine Frage wollte ich noch dazu erfragen.

Kommentar von MontyReiter ,

Ich glaube es wäre schade, wenn du dich komplett dem Reitsport abwenden würdest. Zuhause kannst du ja weiterhin mit deiner Leichtigkeit und Lockerheit reiten, wie bisher. Auf Turniere würde ich in deiner Situation einfach komplett verzichten.

Kommentar von SquareMatrice ,

Das mit dem Reiten wird die nächsten 10 Jahre nichts, mein Pferd ist nun 28 und wegen ihren Zähnen nicht so gut drauf:(

Kommentar von MontyReiter ,

Naja die nächsten 10 Jahre vielleicht nicht aber danach :)

Antwort
von Unwissend123321, 26

Nicht nur "erst kommt das Pferd, dann der Reiter" hat sich geändert. Das mag bei denen, die es "nur" Freizeit oder Sportzwecks betreiben, so sein.

Ich mach den ganzen Kram beruflich und ich kann sagen: Erst das Geld, und dann der ganze Rotz, der dranhängt. Man ist als Bereiter quasi gezwungen, da mitzuspielen, wenn man selber irgendwie durchkommen will.Bin ich nicht bereit, die Pferde sehr früh ganz schnell zu Erfolgen zu bringen...tja, dann kann ich gehen, dann machts wer anders. Und irgendwie finde ich den Weg daraus nicht. Nicht, wenn ich keinen anderen Berufszweig einschlage.

Kommentar von SquareMatrice ,

Hm, klingt nicht so positiv. Vielleicht kannst du ja eine facebook-Seite einrichten, damit du deine Trainingsmethoden erklären und veranschaulichen kannst. Leute die noch nicht viel Ahnung haben tendieren normalerweise immer zur richtigen Richtung, also zu sanften Methoden. Man kann immer noch etwas ändern!

Antwort
von eleneret, 20

Die meisten Reiter reiten leider nicht mehr mit Harmonie und achten nicht darauf, was ihrem Pferd gut tut, weil sie es nur auf das Geld und die Berühmtheit abgesehen haben. Ein gutes Beispiel. TOTILAS

Wurde einfach kaputtgeritten ... Aber das ist den Reitern egal, denn die holen sich halt ein neues Pferd.

Antwort
von Michel2015, 10

In Reitställen ging das schon immer ab wie in einem Irrenhaus. Das merkst Du erst jetzt?

Du hattest vielleicht Glück, aber ich einen Levasattel und nix weiches Zaumzeug, das ist der Unterschied.

Jederzeit kannst Da weitermachen wo es aufgehört hat und Vorbild sein.

Was mich erschüttert, es gibt immer mehr Menschen, die sich so sehr mit falschen Vorbildern beschäftigen, dass sie den Pfad verlieren. Das ist ein echtes Problem.

Antwort
von AlrunGahsche, 48

Heute heißt es: Höher! Schneller! Weiter!
Ein Pferd muss schnell lernen, sonst funktioniert es nicht. Es muss immer alles perfekt gehen und wenn es das mal öfter nicht tut wird das Pferd einfach abgeschoben.
Den meisten Turnierreitern geht es nur um sich und ihren Gewinn. Und weil sie dann vielleicht noch einen Nebenjob haben, haben sie auch kaum Zeit für ihr Pferd. Es steht also wirklich wie ein Sportgerät in der Ecke und wird nur rausgeholt, wenn es gebraucht wird.
Außerdem sind diese Menschen auch nicht bereit oder es ist ihnen zu umständlich sich liebevoll um ihr Pferd zu kümmern und es nicht nur zu schönen Pirouetten auf der Bahn zu zwingen. Sie wollen es leicht haben und damit zerstören sie ihr Pferd und wenn es so weit ist, wird es einfach weggeworfen.

Ich mag Turnierreiten nicht, weil viele den Spaß vergessen. Es geht nur noch ums gewinnen, auf Kosten des Pferdes! Ich selber würde keines reiten, wenn ich kein Pferd hätte, welchem das Spaß macht auf Turniere zu gehen. Ich achte auf meine Pferde und sie sind mein Herz und meine Seele. Uns verbindet etwas. Ein Turnierreiter, der es nur auf den Gewinn abgesehen hat, hat keine Bindung zu seinem Pferd. Es ist für ihn ein Sportgerät, was er benutzt wie und wann er will und das Sportgerät hat dabei nichts zu melden.

Kommentar von SquareMatrice ,

Stimmt beim Leistungssport mit hoher Wahrscheinlichkeit. Man kann es auch anders sehen, wenn man etwas anderes als die "angesehenen" Reitställe kennt. Ich konnte als Kind nicht darüber urteilen, was ein Pferd belastet- es gab so schöne Momente, die ich nicht vergessen möchte, da es eigentlich die Einzige schöne Erinnerung in meinem bisherigen Leben ist...z.B. als mein Pferd nach dem Grüßen ein leckeres Grasbüschel entdeckt hat und da ich die Zügel nur leicht in der Hand hatte, hat sie sich es geschnappt, darüber konnten alle lachen,weil es einfach süß war. Würde das in einer hohen Klasse passieren, hätte der Reiter wahrscheinlich an der Kandarre gerissen und irgendwelche Leute, die meinen ein Pferd muss willenlos sein die Augen verdreht. Mit einem weiteren Pferd von den Vieren bin ich kleine Springen geritten, ein Pferd wo viele meinten es sei gefährlich, schlägt, beißt, usw. die Stute hat mir nie etwas getan und ist auch oft gesprungen, obwohl ich mit einem Ausweichen gerechnet hätte. Der Text ist jetzt hauptsächlich auf das Turnierreiten bezogen, weil fast nur dort Reiter anzutreffen sind, die Pferde quälen und ich wissen möchte, ob es möglich ist einem Pferd ohne Zwang viel beizubringen. Über schöne Erlebnisse von früher außerhalb des Sports könnte ich noch viel ausführlichere Texte schreiben, ich hatte halt viel Zeit um das Wesen des Tieres zu studieren. Vielleicht haben Kinder auch irgendwie von Natur aus ein besseres Händchen für Tiere als Erwachsene, welche zu voreingenommen sind.

Antwort
von exxonvaldez, 41

Weil nur sehr wenige die gleichen Priviligien haben wie du.

Kommentar von SquareMatrice ,

Wie meinst du das? Man kann doch auch, wenn man nicht so viele Vorteile hat liebevoll mit dem Pferd umgehen?! Ich verstehe einfach nicht, wie man ein Lebewesen als Wertgegenstand sehen kann :(

Kommentar von exxonvaldez ,

Naja. Die Realität ist eben oft anders.

Wenn sich 4 - 5 Leute ein Pferd teilen (müssen), dann kann man eben nicht das gleiche Verhältnis aufbauen.

Zudem sind die Reitlehrer auch oft schlecht und gehen mit schlechtem Beispiel voran.

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