Frage von askandanswer37, 96

War die Stasi in der DDR Zeit nötig?

Ich brauche eure Meinungen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von PeVau, Community-Experte für Geschichte & Politik, 48

Jeder Staat braucht Schutz- und Sicherheitsorgane und hat diese auch. Dabei geht es nicht nur um die Aufrechtehaltung der öffentlichen Ordnung, sondern auch um die Abwehr von Angriffen und Gefahren, die Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zum Ziel haben. Von diesen Angriffen und Gefahren gab es auch in der DDR mehr als genug und viele davon hatten ihren Ursprung nicht in der DDR.

Die über die Jahre sich entwickelnde Paranoia und der Drang möglichst alles in Erfahrung zu bringen, ist kein Alleinstellungsmerkmal des MfS gewesen. Westliche Geheimdienste, einschließlich die der Bundesrepublik, stehen diesem Drang in nichts nach.

Kommentar von PeVau ,

Danke für den Stern!

Antwort
von tschainik, 7

ein Geheimdienst hat jedes Land nötig, aber so wie die DDR - wir Deutschen sind halt päpstlicher als der Papst - das war so nicht nötig.

Aber die DDR-Führung mißtraute der eigenen Bevölkerung, und deswegen wurde dieser wahnsinnige Apparat so aufgebläht.

Antwort
von JBEZorg, 18

Jeder Staat hat einen Geheimdienst. Auch der Vatikan.

Antwort
von soissesPDF, 23

Der Punkt war, als was die Stasi definiert war "Schild und Schwert der Partei", der Feind war immer der Klassenfeind.
Wurde der nun in der Partei oder der Arbeiterklasse "endeckt" waren das Verräter.
Das entwickelte sich schließlich zur Paranoia.
Sie war das Repressionsinstrument der Partei.

Im Sinn der Staatslogik, ja, jeder Staat braucht einen Geheimdienst, Staatsschutz, Verfassungsschutz, Nachrichtendienst und Militärischer Abschirmdienst.

Antwort
von Bambi201264, 52

So nötig wie ein Pickel am Hintern.

Aber diese "Blockwartmentalität" scheint irgendwie in uns Deutschen drinzustecken...

Antwort
von tachyonbaby, 37

Da kannst Du dann auch gleich fragen, ob überhaupt die Überwachung und Bespitzelung eines Volkes nötig ist. Wenn wir denn tatsächlich vom Volk gewählte "Volksvertreter" hätten, die nach Volkes Willen agieren, dann bräuchte keine Regierung ihre Bürger ausspionieren.

Ergo: Wir haben keine "Volksvertreter", sondern eine kleine machtgierige Schicht, die ihre Pfründe sichern will und Demokratie dem Volk nur vorspielt und deshalb das Volk ausspäht um rechtzeitig davor gewarnt zu werden, wenn das Volk die Schnauze von diesen Verbrechern voll hat.

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