Frage von westzurich2, 97

War die Reaktion der Kantonspolizei angemessen?

Ich hatte gestern Streit "online" mit meinem Bruder, der in Kalifornien seit Jahrzehnten lebt. Er wird demnächst in Amerika eingebürgert, hat also keinen grossen Bezug mehr zur Schweiz. Er rief darauf bei der Polizei in meinem Schweizer Kanton!!! an. Heute morgen standen 2 Polizisten vor meiner Tür. Sie waren nett und korrekt und haben nur grosse Augen gemacht, als sie erfuhren, dass es sich einfach um einen "virtuellen" bzw. "grenzüberschreitenden" Familienstreit gehandelt hatte. Begründet hat mein Bruder seinen Anruf mit einer "Suizidgefährdung, sagte einer der Polizisten. Die Suizidgefährdung existiert aber nicht. Die Meldung war falsch, sie kam vom Ausland und der Polizeieinsatz (2 männliche Polizisten, Polizeiwagen, ca. 30 Minuten) hat den Steuerzahler wohl nicht wenig gekostet. Ich finde die Reaktion der Polizei unangemessen. Mein Bruder ist (immer noch) beim Schweizer Konsulat in San Francisco angemeldet.

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Antwort
von Nomex64, 10

Natürlich war das angemessen. Die haben eine Information über eine vermeidliche Gefahr bekommen. Wo die herkommt ist doch vollkommen egal, heutzutage ist es gar nicht so ungewöhnlich das ein Notruf auch mal um die halbe Welt geht.

Die sind der Information genau so nachgegangen als wenn dein Bruder aus dem Nachbardorf angerufen hätte. Haben festgestellt das der Fall harmlos ist und damit hat es sich für sie erledigt.

Unangemessen wäre es höchstens wenn sie der Info nicht nachgegangen wäre oder wenn sie dich obwohl es keine Anzeichen für eine Gefährdung gegeben hat einfach eingewiesen hätten.

Antwort
von xo0ox, 4

Die Polizei hat richtig gehandlet. Sie konnten ja nicht wissen das eine falsch Meldung war, besser Sie kommen 1. zuviel als 1 mal zuwenig.

Antwort
von gabberkopf, 71

Besser, die Polizei rückt einmal zuviel als einmal zuwenig aus. Solange du die erzählte Version deines Bruders nicht kennst, weisst du nicht, ob die Polizei überreagiert hat. Aber ich denke, sie müssen einfach jedem Verdacht nachgehen.

Kommentar von westzurich2 ,

Und die Kosten dafür trägt der Steuerzahler.... mein Bruder zahlt a propos keine Steuern mehr, im Kanton.

Antwort
von KlausM1966, 84

Selbstverständlich ist die Reaktion der Polizei angemessen und sie müssen solchen Sachen selbstverständlich nachgehen.

Es hätte ja was dran sein können, wenn dein Bruder von einer Selbstmordgefährdung spricht. Das kann die Polizei ja nicht wissen.

Kommentar von westzurich2 ,

Die Gefährdung ist aber von ihm frei erfunden... und er rief aus Kalifornien an....

Kommentar von KlausM1966 ,

Das kann die Polizei aber nicht beurteilen, ohne es überprüft zu haben.

Woher der Anruf kam, ist unrelevant.

Kommentar von westzurich2 ,

Echt jetzt? Kann ich auch mal... sagen wir mal... auf meinem Maledivenurlaub (den ich mir nur in Träumen leisten könnte) anrufen und sagen "Ja, grüezi, Sie, die oder der ist suizidgefährdet" und dann soll die Polizei noch kommen? Hallo?

Kommentar von KlausM1966 ,

Ja, genau so würde das ablaufen, wenn der Anrufer plausibel erklärt wie er zu der Schlussfolgerung kommt. Eine Erklärung wäre zum Beispiel, dass er vorher mit dem Betreffenden gesprochen hat.

... dann soll die Polizei noch kommen?

Die soll gar nicht, die muss!

Versetz dich doch mal in die Lage der Polizei. Ok, sie fahren nicht hin zur Überprüfung und am nächsten Tag müssen sie dann doch hin um einen Selbstmord aufzunehmen. Ziemlich übel und dürfte den, zum Zeitpunkt des Anrufs, diensthabenden Beamten in ziemliche Schwierigkeiten und Erklärungsnöte bringen.

Aber wo ist eigentlich dein Problem?

Kommentar von westzurich2 ,

Wenn das in der Schweiz stattgefunden hätte, dann ok. Ja sogar wenn das im benachbarten Ausland passiert wäre. Aber: Wie kann schon jemand in Kalifornien ( - 9 Stunden MEZ, 14 Stunden mit dem Flugzeug!!!!!) einfach bei der Kantonspolizei anrufen und eine falsche Meldung abgeben, nur weil er Streit mit dem Bruder hatte????? Hallooooo??????

Kommentar von KlausM1966 ,

Du willst es nicht begreifen, oder?

Nehmen wir mal an, dass ich mich gerade in China aufhalte und mit meinem Bruder in Deutschland telefoniert habe. Bei diesem Telefonat habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Gefahr eines Suizid besteht. Warum sollte ich dann nicht aus China bei der deutschen Polizei anrufen und das melden?

Was hat das mit der Zeitzone oder der Flugzeit zutun?

Kommentar von westzurich2 ,

Aber ich bin, war und - hoffe es - werde nicht suizidgefährdet sein! Alles frei erfunden, nach einem Streit "online"!

Kommentar von KlausM1966 ,

Mag sein und ist zu hoffen, aber die Polizei kann es nicht wissen. Ob der Streit nun Online, am Telefon oder sonst wie stattgefunden hat ist ebenfalls unerheblich.

Hatte ich aber schon mal geschrieben:

Das kann die Polizei aber nicht beurteilen, ohne es überprüft zu haben.

Ok, ich verabschiede mich aus diesem Thread. CU

Kommentar von westzurich2 ,

Dazu muss ich sagen, dass mein Bruder das Deutsche bzw. das Schwiizertüütsche nach so vielen Jahren in Amerika praktisch verlernt hat... dann ist von "plausibel" wenig die Rede hier....

Kommentar von KlausM1966 ,

Vermutlich können die schweizer Beamten auch Englisch!! Hat nichts mit der Plausibilität zu tun!

Danke für die DH´s

Trotzdem wars das jetzt entgültig!

Kommentar von swissss ,

 KlausM1966 . du siehst , er ist richtig streitsüchtig, will absolut nichts begreifen, wird auch so agressiv mit dem Bruder umgegangen sein so dass der Bruder annehmen musste dass er sich etwas antut.

Kommentar von westzurich2 ,

Ich bitte dich! Du bist aber unfair....

Kommentar von westzurich2 ,

Nur so... mathematisch angesehen..... was hat der Einsatz gekostet? 2 junge Polizisten mitsamt Polizeiwagen.... ca. 30 Minuten.... alles verlief glimpflich....was ist der Stundensatz bei solchen Einsätzen? Würde mein Bruder da wohnen, da müsste er sich verantworten....und bezahlen.

Antwort
von qosimo, 27

Unangemessen?

Also in Zukunft sollte die Polizei bei solchen Schilderugnen einfach den Hörer auflegen und gut ist? So nach dem Motto "ein bischen Schwund hat man immer" oder " Reisende soll man nicht aufhalten" oder "soll nicht rumpfiensen, wenn er will soll er streben wie ein Mann"?

Naja oder sollte man schon mal nachschauen, was Sache ist, zumal man von Seiten der Polizei eher wenig hellsehen kann, dass da jemand eine Gefährdung erfindet und nichts dran ist.

Also wenn Du das für unangemessen hälst, dann ist es wohl auch unangemessen, dass die Lottozaheln der nächsten Wochen nicht schon nennen kannst, denn Du scheinst ja hellsehen zu können.

Kommentar von westzurich2 ,

Heutzutage ist jedes Telefongerät der Polizei digital und sie hätten sehen können, dass da eine Nummer mit Präfix ++1....... usw. stand. Der Anruf kam nicht von der gleichen Stadt, nicht vom gleichen Kanton, sondern aus einem Ort namens Kalifornien, USA. Ausserdem war die Meldung falsch und frei erfunden. Ich bin nicht suizidgefährdet.

Kommentar von qosimo ,

Was hat das bitte mit dem Sachverhalt zu tun, dass der Anruf von wo auch immer gekommen sein mag?

Ändert sich ein Sachverhalt in irgend einer Form aufgrund der Absenderadresse des Mitteilers?

Sollte die Polizei in Zukunft bei Anrufer, die nicht im selben Kanton sich befinden, sagen: "Du kannst uns mal kreuzweise - f.... dich selbst"?

Oder wäre es theoretisch nicht auch möglich, dass da jemand etwas wahres verzapft, der nicht im selben Kanton / Land / Kontinent hockt?

Klar war die Meldung falsch - nur weiß das ein Poliziet nicht durch Hellsehen, sondern erst dann, wenn man es faktisch verifiziert oder falsifiziert hat.

Und genau zu diesem Vorgang fährt man hin und schaut nach, ob Du nicht doch gerade am Strick baumelst - oder hättest Du eine Idee, wie man das faktisch anders anstellen könnte?

Stell Dir den Hype vor, wenn die Polizei bei sowas nichts macht und dann doch was ist. Weißt Du, was man mit denen dann macht? Man nagelt sie ans Kreuz.

Statt Dich über die völlig richtige Polizeiarbeit zu beschweren, wie wärs, Du sorgst mal dafür, dass Dein komischer Bruder aufhört, hirnrissigen Quatsch zu verzapfen, denn das ist ja schließlich der Urheber, nicht die Polizei.

Kommentar von westzurich2 ,

Hallo!!!! Ich habe mich bisher nicht über den Polizeieinsatz beschwert. Sie waren höflich und korrekt. Ich habe auch keine Angst vor Polizisten. 

Kommentar von qosimo ,

Aber Du scheinst es unangemessen zu finden, dass die eine Geschichte faktisch überprüfen, deren Mitteiler nicht im gleichen Kanton befindlich ist wie Du / sie selbst.

Und genau das ist Unsinn.

Kommentar von westzurich2 ,

Langsam denke ich, dies könnte unsere 2 Lokal-TVs interessieren...

Kommentar von qosimo ,

Ja, aber Deine Reaktion, nicht die der Polizei. Du scheinst irgendwie im Traumland zu leben, in welchem faktische Eckpunkte keinerlei Bedeutung zu haben scheinen.

Kommentar von westzurich2 ,

Deine Antwort ist unfair. Ich bleibe bei meiner Position: Es kann nicht jemand aus den USA anrufen, falsche Angaben machen und es kann nicht sein, dass am nächsten Tag zwei Kantonspolizisten wegen einem virtuellen Familienstreit vor meiner Tür stehen. Da gibt es genug Terroristen zu jagen, nach Paris und Brüssel, sie sollen sich lieber dem widmen.

Kommentar von qosimo ,

Also das wird mi jetzt zu blöd. Wenn Du beratungsresitent mit religiösem Eifer  auf Deine Meinung beharrst, trotz faktischer Gegenanzeigen, dann ist Dir leider nicht zu helfen.

Kommentar von westzurich2 ,

Religiös? Habe ich um Hilfe gebeten? Ich will nur Meinungen hören. Um dann den nächsten Schritt zu wagen.

Antwort
von Goodnight, 69

Ja das war korrekt. 

Kommentar von westzurich2 ,

Und die Kosten dafür trägt der Steuerzahler.... mein Bruder zahlt a propos keine Steuern mehr, im Kanton. Die Gefährdung ist aber von ihm frei erfunden... und er rief aus Kalifornien an....

Kommentar von Goodnight ,

Ja die Kosten trägt die Allgemeinheit oder dein Bruder wird zur Kasse gebeten. Die Polizei hat sich gekümmert und das ist gut so.

Kommentar von westzurich2 ,

Mein Bruder ist seit Jahrzehnten nicht mehr in der Schweiz angemeldet und kann daher nicht zur Kasse gebeten werden. Er wird demnächst in Amerika eingebürgert. Er ist praktisch ein Ausländer. Ob die Allgemeinheit solche Streitereien finanzieren soll? Schweiz, Europa, November 2015.... gibt es da nicht Wichtigeres zu finanzieren?

Antwort
von Marie150998, 52

Ich würde sagen die Sache ist geklärt

Kommentar von westzurich2 ,

Leider nicht für mich.

Kommentar von Marie150998 ,

Inwiefern? In der Frage hast du dazu nichts geschrieben, die Sache liegt meiner Meinung nach bei deinem Bruder.

Antwort
von loloft, 97

Wo ist hier die Reaktion der Polizei? Was genau stellst du in Frage?

Kommentar von westzurich2 ,

Bruder lebt in Kalifornien seit Jahrzehnten, wir haben Streit, er ruft die Kantonspolizei, Polizei kommt.

Kommentar von loloft ,

ja das ist mir klar.. Aber genau das ist doch auch die Funktion der Polizei. Ich fände es eher schlimm, wenn sie bei der Aussage "Selbstmordgefährdung " NICHT gekommen wären

Kommentar von westzurich2 ,

Die Gefährdung ist aber von ihm frei erfunden... und er rief aus Kalifornien an....

Kommentar von loloft ,

Das weiß die Polizei doch aber nicht.. 

Ich könnte ja auch sagen, du hast mich verprügelt. und die Polizei würde zu dir kommen und zumindest erst mal fragen. ob es stimmt oder nicht.. Sei Froh das die Polizei sowas ernst nimmt... 

Kommentar von westzurich2 ,

Tja, wie könnte man jemanden in Kalifornien! aus einem kleinen Schweizer Kanton! her verprügeln? Die Technologie ist noch nicht so weit....

Kommentar von KlausM1966 ,

Du hast von einer Suizidgefährdung gesprochen. Nicht von verprügeln. Suizid = Selbstmord !!!!!!

Kommentar von westzurich2 ,

Und nein. Froh war ich nicht, als ich die Polizei heute früh vor meiner Tür hatte, obwohl ich ihre Arbeit schätze und respektiere. Wie gesagt: In der Schweiz, in Europa, im November 2015.... nach allem was auf diesem Kontinent los ist.

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