Frage von silberquark, 117

War die Inquisition vielleicht gar nicht so schlimm?

In der Schule habe ich gelernt, dass damals praktisch jeder zu Tode gefoltert wurde, wenn er nur von einem wütenden Nachbar bei der Inquisition "angezeigt" wurde. Aber gerade habe ich eine Dokumentation auf phoenix gesehen, in der gezeigt wurde, dass die Kirche Fälle gar nicht erst aufgenommen hat, wenn die Leute nicht versucht haben katholische Lehre und ihre Weltanschauung zu verbinden. Es war also in Ordnung die Evolutionstheorie zu vertreten und andere unreligiöse Thesen zu vertreten und zu veröffentlichen, aber man sollte die kirchliche Lehre nicht miteinbeziehen.

Also war das, was mir in der Schule beigebracht wurde nur Panikmache der neohumanistischen Lehrer?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von alexander329, 11

Richtig-es herrscht eine sehr überzogene und teilweise auch falsche öffentliche Meinung zur Inquisition.

Dies ist ein extrem interessanter Bericht:

http://www.horeb.org/xyz/podcast/credo/20150630cr.mp3

Habe auch aus diesem Vortrag etwas rausgeschrieben:

Inquisition

Eigens für die Ketzer wurde ein neues
Rechtssystem eingeführt – Die Inquisition. Damit ist zum einen die neue Art
einer besonders genauen Prozeßführung gemeint, Inquisitio bedeutet
Untersuchung, zum anderen aber auch die vom Papst beauftragten Inquisitoren.
Bedeutsam dabei ist die erstmalige Einrichtung einer im Fall unabhängigen
obrigkeitlichen Anklageinstanz – einer frühen Form der Staatsanwaltschaft,
aufgrund deren ein Verfahren eingeleitet wurde.Somit wurde bereits die Anklage
auf Begründetheit geprüft. Das Verfahren der Inquisition wurde später auch von
den weltlichen Gerichten übernommen.

Ein gravierender Unterschied zum
heutigen Strafprozess ist, neben der Trennung von anklagender und urteilender
Instanz, die Folter, die damals zulässig war, heute hingegen verboten ist,
zumindest hierzulande. Sie sollte zum Einsatz kommen, wenn sie zur
Wahrheitsfindung dient und beim Beschuldigten keine bleibenden Schäden
hinterläßt.

Das beide einschränkenden Bedingungen
auf einer groben Fehleinschätzung der Wirkungsweise von Folter beruhen, wissen
wir spätestens seit Friedrich Spee von Langenfeld (Jesuit), der die Folter als
juristisch untauglich und moralisch verwerflich kritisierte, und ihre
Abschaffung forderte. Die römische Inquisition schloss sich ihm an. In
Verfahren vor weltlichen Gerichten wurde unterdessen weiter gefoltert.

Mit der bald einsetzenden
Hexenverfolgung (in der Neuzeit-nicht im Mittelalter!), hatte die Inquisition übrigens
nur soweit zu tun, als sie jene Hexenverfolgung nur dort ,wo sie wirkmächtig
war, etwa in Rom oder auch in Spanien, durch ihre vergleichsweise rationale
Verfahrensführung, zu verhindern wußte. Die Geschichtswissenschaft kommt zu dem
erstaunlichen Ergebniss, daß sowohl die römische als auch die spanische
Inquisition vergleichsweise zurückhaltend vorgingen, und weniger hart
urteilten, als andere weltliche Gerichte. Zudem waren die Gefängnisse der
Kirche in einem besseren Zustand und wurden humaner geführt, als die
weltlichen.

Die weltliche ,spanische, staatliche
Inquisition führte von Ende des 15. Bis Anfang des 18. Jahrhunderts etwa 50000
Prozesse und verhängte rund 6000 Todesurteile. Die kirchliche römische
Inquisition ließ in dieser Zeit nur 97 Menschen hinrichten. Allein in der Stadt
Nürnberg wurden etwa im gleichen Zeitraum 10x soviele Menschen hingerichtet,
die meisten davon wegen Diebstahl und Raub (534) sowie Mord und Todschlag
(266). Wegen Gotteslästerung wurden in Nürnberg in 250 Jahren 4 Menschen
hingerichtet, wegen Hexerei/Zauberei waren es 8.

Das Bild der brennenden
Scheiterhaufen und grausamen Folterkammern, daß mit dem Mythos Inquisition
verbunden ist, vermittelt also ein völlig falschen Eindruck von der Realität
der Inquisition.

Antwort
von PoisonArrow, 37

Einen Zeitzeugen wird es nicht geben, der Dir das bestätigen / widerlegen kann. Also muss man sich auf die Literatur zu diesem Thema berufen.

Was mir bekannt ist:
Nein, es wurde nicht sofort jeder / jede verbrannt, auf den / die gezeigt wurde und "Hexe!!!!" geschrien.

Es wurde ein Inquisitor bestellt (das waren gewöhnlich für den Fall umfunktionierte Pfarrer oder zumidest Geistliche), der sich auf die Reise zu dem Ort machte, wo ein Fall von Hexerei angezeigt wurde.

Ein Inquisitor war niemals ein wahllos eingesetzter, ungebildeter Mensch, sondern musste rechtskundig und erfahren und über 40 jahre alt sein.

Damit sollte vermieden werden, dass unschuldige Menschen gerichtet werden. Natürlich hat das nicht funktioniert, denn jedes Opfer der Inqisition WAR unschuldig - es gibt nun mal keine Hexen.

Die Menschen dieser Epoche (ab 13. Jahrhundert) waren nicht nur äußerst gottesfürchtig, sondern auch extrem ungebildet und mit echtem Wissen unterversorgt.

Für viele Dinge gab es keine Erklärung, für so manche Misere keinen Schuldigen.

Da war es natürlich eine willkommene Idee, das unerklärliche Elend jeglicher Art einfach mal mit Hexerei zu erklären.

Der Inquisitor hatte es sicherlich nicht leicht, für die Vorkommnisse eine "vernünftige" Erklärung zu finden, weil erstens war er ja selbst auch nicht auf einem Bildungsniveau der Neuzeit und zweitens hat ihn der pöbelnde Mob bedrängt und genötigt, endlich "das verdammte Hexenweib" zu verbrennen.

Von der Wortbedeutung war ein Inquisitor eher ein Ermittler, der Untersuchende. Die durchgeführten Verhöre mit den der Hexerei beschuldigten Menschen diente der Wahrheitsfindung.

Klingt natürlich gut, wenn man von heutigen Voraussetzungen ausgeht.
Nur waren diese Verhöre in Wirklichkeit oftmals reine Foltern, bei denen Menschen so lange und so stark gequält wurden, bis sie schließlich alles zugegeben haben, was der Inquisitor hören wollte.

Ganz sicher gab es auch Inquisitoren, die eine hohe Quote an aufgeklärten Fällen vorweisen konnten, welche dann unblutig endeten und den angeklagten Menschen als "Nicht-Hexe" bestätigten.

Die Zahl der im Zuge der Inquisition ermordeten Menschen ist aber dennoch sicherlich beängstigend hoch.

Selbst Menschen, die das Anschauungsbild der Kirche nicht angegriffen oder hinterfragt hatten wurden als Hexe(r) gerichtet, wenn die "Beweise" eindeutig waren. Im Verständnis des gemeinen Volkes war das damals die Wahrheit.

Die Flucht in Okkultismus / Religion bei der Wahrheitsfindung hielt sehr lange an. Als 1848 die Niagarafälle wegen strakem Eisgangs auf dem Eriesee für mehrere Stunden trockengelegt war, strömten die Leute in die Kirche - heute würde man das Phänomen wissenschaftlich angehen.

Wenn Dir die Schule die Inquisition als "grausam" vorgestellt hat - diese Darstellung würde ich nicht abstreiten wollen.

Wenn Du gerne mal liest und es düster und gruselig magst:

"Der Inquisitor" von Wolfgang Hohlbein.
Fantastisches Buch, als wäre er dabei gewesen.

Grüße, ----->

Antwort
von quopiam, 47

Als die Evolutionstheorie durch Darwin erstmals formuliert wurde, war die Inquisition längst Geschichte. Aber das nur nebenbei.

Die Inquisition war ein Verfahren, das die katholische Kirche eingerichtet hat, damit der weltlichen Willkür in Ketzerprozessen ein geordnetes Verfahren entgegenstand. Die Beurteilung, ob jemand ein Ketzer ist (und Hexerei IST im Verständnis der damaligen Juristerei Ketzerei), oblag der kirchlichen Institution. Die Verurteilung aber war eine Sache der weltlichen Obrigkeit. 

Mit Einführung der Inquisition sollte der Wildwuchs eingedämmt werden. Die Absicht war also eigentlich, das Volk zu schonen und die Machthaber zurückzupfeifen. Bedauerlicherweise waren aber kirchliche Machthaber oft zugleich auch weltliche Machthaber, z. B. Fürstbischöfe. Und durch diese Verquickung geriet die Verfolgung von Ketzern häufig einmal außer Kontrolle. 

Ein Beispiel ist die Verketzerung der Templer. Ein französicher König wollte auf deren Vermögen zugreifen, weil er hoch verschuldet war. Der Papst war seinerzeit in Avignon praktisch unter der Vormundschaft des Königs, in jedem Fall erpressbar. Und so zog man die Ketzereivorwürfe hoch und schlug fast den ganzen Orden in einer Staatsaktion nieder. Den Leitern wurde der Prozeß gemacht und sie wurden wunschgemäß getötet. Einige Länder zögerten jedoch, Frankreich und dem Papst willfärig zu sein und widersetzten sich. Der Bischof von Bologna - geistlicher und weltlicher Fürst - nahm Flüchtende auf, der König von Portugal gründete mit dem Templerpersonal kurzerhand den Christusorden... 

An diesem Beispiel kannst du die Verknüpfungen und Einzelaktionen sehr schön studieren, wenn Du willst. Gruß, q.

Kommentar von josef050153 ,

Als die Evolutionstheorie durch Darwin erstmals formuliert wurde, war die Inquisition längst Geschichte.

Da hat sich wohl ein kleiner Fehler eingeschlichen. Die Inquisition gibt es auch heute noch, nur unter einem anderen Namen. Sie hat aber nicht mehr viel Macht. Sonst würden auch heute noch die Scheiterhaufen brennen.

Antwort
von PWolff, 31

Vermutlich Gräuelpropaganda der Gegner der Römisch-Katholischen Kirche (z. B. Humanisten, Protestanten).

Die Einführung der Inquisition (wörtl. "Befragung") war ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zum modernen Rechtssystem. Ihre negative Bedeutung hat sie erst im Nachhinein erhalten durch die Art, in der sie dargestellt worden ist. (Ich will hier nicht ausschließen, dass es - besonders gegen Ende - zu unschönen Exzessen und Missbräuchen gekommen ist.)

Antwort
von piobar, 64

Richtig und falsch. Es gab eine Blütezeit wo jeder sein Nachbar anzeigen konnte - später war das nicht so einfach. Wiederum gab es Orte wo es immer sehr leicht war jeden anzuzeigen die einem nicht schmeckte. Es gab aber auch Orte die dies aus Prinzip nicht gemacht haben oder sehr selten wie Beispielsweise Württemberg.

Generell war das Sache der jeweiligen Regierung durch Einfluss von Volk und Kirche.

Generell ist die Willkür schlimm und menschenverachtend. Siehe den Holocaust in Deutschland.

Kommentar von ratatoesk ,

Die Antwort unterschreibe ich .

Aber den Hinweis auf den Holocaust und vor allem mal wieder Deutschland hättest Dir sparen können,denn er ist  diskrimminierend gegenüber den anderen Opfern von jeglicher Gewalt..Als ob die Juden ein alleiniges Anrecht auf irgentwas hätten.

Kommentar von piobar ,

das ist ein Beispiel von mir gewählt mit einem Thema worauf wir alle etwas anfangen können - hatte mit meinem Beispiel keine böse Absicht.

Kommentar von kgunther ,

Für die Rechtsprechung ist ganz sicher zutreffend und wertvoll:        " ... Willkür ist menschenverachtend".

Für die historische Hypothese vom "Holocaust" ist in vielen Staaten ein WILLKÜRLICHES Denk- und Forschungsverbot verhängt, das mit drakonischen Gefängnisstrafen durchgesetzt wird: bis zu 20 Jahre Gefängnis, wenn man bei seinen Überlegungen oder Forschungen zu einem von der offiziellen Narrative abweichenden Ergebnis gelangen sollte.

Alle Ergebnisse referiert hat der prominente jüdische Intellektuelle GERARD MENUHIN ("Wahrheit sagen, Teufel jagen", http://trutzgauer-bote.info/wp-content/uploads/2016/06/Menuhin-Gerard-Wahrheit-s...). Das Buch konnte meines Wissens weder in der BRD noch in Österreich veröffentlicht werden. Amazon listet es als englischen Titel ("Tell the Truth and Shame the Devil"), bezeichnet es jedoch als "derzeit nicht lieferbar".

Antwort
von Aleqasina, 48

Verwechsle nicht Inquisition mit Hexenverfolgung.

Die Inquisition wurde von kirchlichen Gerichten gegen Häretiker (Glaubensabweichler) durchgeführt. Ziel war die Bekehrung des (vermeintlichen) Häretikers, dem bei Reue eine vergleichsweise erträgliche Buße (z. B. eine Wallfahrt) auferlegt wurde. Betrieben wurde die Inquisiton hauptsächlich durch Theologen des Dominikanerordens, die ein für damalige Verhältnisse ordentliches Gerichtsverfahren sicherzustellen hatten.

Hexenverfolgungen waren im Mittelalter von untergeordneter Bedeutung. Erst seit Erscheinen des Hexenhammers (eines Verfolgungshandbuches) im Jahre 1486 kam es zu Exzessen mit den bekannten und berüchtigten Ausmaßen. Hexenprozesse wurden hauptsächlich vor weltlichen Gerichten durchgeführt (auch wenn Häresie als eine der fünf Indizien für Hexerei galt). Hier wurden ganz massiv Folter und oft tödlich endende "Hexenproben" eingesetzt.


Kommentar von koten ,

Und 1496 war das Mittelalter praktisch vorbei. Die Hexenverbrennungen sind ein Phänomen der Frühen Neuzeit.

Kommentar von Aleqasina ,

Eben! Nur bringen viele das irgendwie mit dem Mittelalter in Verbindung.

Wobei es auch im Mittelalter zu Exzessen kam, z. B. unter Konrad von Marburg, welcher vermeintlichen Häretikern Teufelsanbetung unterstellte und sie in Schnellverfahren auf den Scheiterhaufen brachte.

Antwort
von andreasolar, 34

Schau dir mal den Wikipedia-Artikel an; die Inquisition hat eine jahrhundertelange Geschichte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Inquisition#R.C3.B6mische\_Inquisition

Die Phönix-Sendung bezieht sich nur auf die 1542 gegründeten Römische Inquisition. 

Teil 1: "Der Film führt zurück in die Anfangszeit der römischen Inquisition, von ihrer Gründung 1542 bis zur Verbrennung des Philosophen Giordano Bruno im Jahre 1600." 

Teil 2: ""Der Kerker des Geistes" erzählt von den geheimen Machtkämpfen zwischen Päpsten und der Inquisition in der Zeit zwischen dem Dreißigjährigen Krieg und dem Zeitalter der Aufklärung."

Kommentar von koten ,

Aber die Hexenprozesse waren trotzdem im allgemeinen kein Teil der Inquisition.

Die Kirche hat genug Mist gebaut (Kreuzzüge gegen Moslems, Heiden und Christen), da ist es nicht nötig, ihr das auch noch anzuhängen.

Kommentar von andreasolar ,

Von Hexenprozessen habe ich kein Wort geschrieben.

Antwort
von josef050153, 7

Die Inqisition hat eine lange Geschichte.

Während am Anfang hauptsächlich Ehrenstrafen wie das Tragen eines besonderen Gewandes verhängt wurden (oft verbunden mit der Bitte um Gebet), gab es in der negativen Blütezeit viele Todesurteile.

Die schlimmste Zeit war wohl die der Hexenverfolgung. Und das ist auch die Zeit in der oftmals Leute zu Tode gefoltert wurden. Das war zwar ein klarer Rechtsbruch, aber auch damals hat sich die katholische Kirche nur um ihre eigenen Gesetze gekümmert, wenn es ihr einen Vorteil brachte.

Wie schlimm würdest du es aber finden, wenn du wegen deines Glaubens bei lebendigem Leib verbrannt wirst?

Antwort
von Apfelwerfer, 14

Von der Inquisition hatten die Angeklagten keinerlei Gerechtigkeit zu erwarten. In der Praxis besaß der Inquisitor unbegrenzte Macht. „Argwohn, Anschuldigungen, ja sogar Hörensagen reichte für den Inquisitor aus, um jemanden vorzuladen“ (Enciclopedia Cattolica). Dem Rechtshistoriker Italo Mereu zufolge war es der Klerus, der das inquisitorische Rechtssystem ersann und einführte, womit er das alte bei den Römern übliche Anklagesystem aufgab. Das römische Gesetz verlangte, daß der Ankläger seine Behauptungen bewies. Waren Zweifel vorhanden, so erachtete man einen Freispruch für besser, als die Verurteilung eines Unschuldigen zu riskieren. Der katholische Klerus verwarf dieses Grundprinzip zugunsten der Auffassung, ein Verdacht setze Schuld voraus, und es war der Angeklagte, der seine Unschuld beweisen mußte. Die Namen von Zeugen der Anklage (Denunzianten) wurden geheimgehalten, und der Verteidiger, sofern es einen gab, lief Gefahr, in Verruf zu kommen und seine Stellung zu verlieren, wenn er den angeblichen Ketzer erfolgreich verteidigte. Daraus folgte, so die Enciclopedia Cattolica, daß „der Angeklagte in Wirklichkeit schutzlos war. Alles, was der Verteidiger tun konnte, war, einem Schuldigen ein Geständnis anzuraten.“ (Zitat aus der Zeitschrift Erwachet! vom 8.5.1989, Seite 19). Der Artikel stammt aus Italien und ist in seiner Gesamtheit sehr informativ über die Inquisition und ihre Ziele.

Die Inquisition, wie in einem Kommentar hier geschehen, als "wesentlichen Schritt auf dem Weg zum modernen Rechtssystem" zu bezeichnen, ist schon eine arge Verfälschung der Geschichte. Die Inquisition gibt es im übrigen bis auf den heutigen Tag in der katholischen Kirche. Jetzt nennt sie sich "Kongregation für die Glaubenslehre" oder Congregatio Romanae et universalis Inquisitionis (Kongregation der römischen und allgemeinen Inquisition). Ihr bekanntester Präfekt war der spätere Papst Benedikt XVI, Kardinal Ratzinger.

Antwort
von hanfmannlein, 34

Es wurden damit politische Gegner aus dem Weg geräumt, ohne das jemand was dagegen sagen/tun konnte, also war das schon ziemlich schlimm und schlecht.

Antwort
von koten, 27

"Neohumanistische Lehrer" Keine Ahnung, wie Du das begründest.

Aber Mist wurde Dir eindeutig erzählt. Die Inquisition war ein Fortschritt in der Rechtsgeschichte. Ohne (wenn auch schlechte) Prozeßordnung sind der Willkür Tür und Tor geöffnet.

Ähnlich sah es bei den ordentlichen Hexenprozessen aus (wo also nicht nur ein wilder Mob lynchte). Da gab es zum Beispiel die Vorschrift, daß eine ordentliche Folter mit dem Vorzeigen der Folterinstrumente beginnen muß. Der eine oder andere hat es dann sicherlich vorgezogen, ein falsches Geständnis ohne Folter abzulegen, als erst, nachdem er gefoltert wurde.

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