War die DDR damals ein Unrechtsstaat?

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10 Antworten

Guten Tag,

politologisch gesehen trifft die Bezeihnungs "Unrechtsstaat" auf die DDR zu, was bedeutet, dass sie kein Rechtsstaat war.

Dies ist unter anderem daran zu bemessen, dass die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz nicht gegeben war, da Urteile manchmal der Willkür des Gerichts unterlagen und regimetreue Parteifunktionäre in der DDR grundsätzlich besser gestellt waren. Somit wurde eine Verwirklichung des Rechts nie erreicht.

Unter anderem waren Gerichte in der DDR nicht unabhängig von der politischen Führung in der DDR, da auch die Richter von der SED-Führung der DDR ausgewählt, kontrolliert und gegebenenfalls abgesetzt wurden.

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Wie viel Unrecht muss ein Staat seinen Bürgern zufügen, bis er als Unrechtsstaat gilt? Die DDR hat sich in dieser Beziehung wirklich nicht zurück gehalten. Man konnte für einen Witz im Freundeskreis eingesperrt werden. Das heißt jedoch nicht, dass keine Witze erzählt wurden. Es wurden sogar sehr viele Witze über die Parteibonzen gemacht. Aber man konnte sich nie sicher sein, dass es der Falsche hörte. Dann saß man in der Klemme. 

Witze waren das Eine aber Freiheit war das Andere. In der DDR war man niemals frei und wenn man diese Freiheit laut einforderte, dauerte es nicht lange bis man hinter Gittern saß. In der Verfassung der DDR waren bestimmte Rechte verbürgt. Durch die KSZE kamen weitere Rechte hinzu. Die DDR hat diese Verträge unterschrieben und sich dafür feiern lassen. Aber der Staat hat auch nicht im Mindesten nicht daran gedacht, seinen Bürgern diese Freiheiten zu gewähren. Er hat das Recht gebrochen und sich selbst so ins Unrecht gesetzt. 

Das größte Unrecht war die Innerdeutsche Grenze und die Berliner Mauer. Dort starben Menschen nur weil sie das Land verlassen wollten. Hinter dieser Mauer haben sich die Kommunisten sicher gefühlt. Sie haben geglaubt, dass sie machen können was sie wollen. Sie haben Menschen für Nichtigkeiten eingesperrt, haben gefoltert und gequält. Ja, ich sage es ganz bewusst. In der DDR wurde gefoltert! Zuerst physisch, später häufiger psychisch. Reichen diese Merkmale aus für einen Unrechtsstaat?  

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Kommentar von 666Phoenix
12.04.2016, 10:27

Aber der Staat hat auch nicht im Mindesten nicht daran gedacht, seinen Bürgern diese Freiheiten zu gewähren.

Der ist gut! "Nicht ..nicht daran gedacht"

Verhaspele Dich nur nicht in Deinen tollen und intelligenten Ausführungen!

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Unter folgendem Link findest du eine hervorragende Antwort des users PEVAU:

https://www.gutefrage.net/frage/ddr-ein-unrechtsstaat

BIs auf die Antwort von Voyager sind alle anderen die Sichtweisen von
Wessis, ehemaligen Möchtegern-Widerstandskämpfern !!!:) oder solchen,
die außer "Lügnbrässe" und "Pegida" keine weiteren Argumente vorbringen
können oder gewillt sind, dies zu tun.

Je öfter man diese Frage in Medien und in der Öffentlichkeit diskutiert, desto mehr kann man davon ausgehen, dass die DDR und alles, was sie ausmachte, für die derzeitige "freiheitliche Grundordnung" immer noch eine potenzielle Gefahr darstellt und solange diskreditiert werden muss, bis folgende Generationen schon nicht mehr wissen, dass es jemals eine DDR gab.
Das zu erreichen dürfte bei DER Bildung, insbesondere der politischen
(Ver)BIldung der Kinder und Jugendlichen von heute nicht allzu schwer
sein.

Deshalb ist es müßig, auf derartige Hasstiraden wie u.a.
von Fuchssprung zu reagieren, der sich durch die Art seines Beitrages
als jemand outet, der die DDR so, wie sie wirklich war, nicht kennt und auch nicht kennen will.

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Kommentar von barfussjim
12.04.2016, 14:04

Was meinst du mit der "DDR, wie sie wirklich war"?

Muss jemand selbst in dem Staat gelebt haben, um sich ein Urteil über das Unrecht ihn ihm zu bilden? Wer also noch nie selbst in Hohenschönhausen einsaß, seinen Wunschberuf aus ideologischen Gründen verwehrt bekam, von der Stasi verhört oder an der Mauer erschossen wurde, hat keine Ahnung und soll zu dem Thema schweigen?

Oder willst du damit sagen, dass die Mehrheit der Bürger - wie in vielen anderen Diktaturen auch - ein "normales Leben" geführt haben, vorausgesetzt sie haben sich angepasst und den Mund gehalten? Das wiederum trifft auf Nazideutschland ebenso zu.


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Der Begriff Unrechtsstaat ist willkürlich von der alten BRD geprägt worden und dient/e als Kampfbegriff. International ist er kein haltbarer juristischer Fachausdruck, daher weltweit auch nicht gebräuchlich.

Man muß schon ein hochmütig besserwisserischer Staat wie Deutschland sein, der hingeht und andere Staaten nach Gutdünken als Unrechtsstaat abzuqualifizieren. Solch eine Art gab es zur Genüge auch bei den Kolonialherrn, die glaubten auf den höheren Zinnen zu stehen und der Welt Mores lehren zu wollen.

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Kommentar von BridgeTroll
12.04.2016, 01:21

ne, war alles total supi da

war gar kein mörderstaat

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In der DDR, gab es Menschen, die in den Knast gesteckt wurden, weil sie die zugewiesene Arbeitsstelle nicht machen wollten. Dieses kleine Beispiel dürfte sehr gut in einen Unrechtsstaat passen.

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Kommentar von Lazarius
12.04.2016, 10:55

Man müsste jetzt hinterfragen, warum die Arbeitsstelle in deinem Fall zugewiesen wurde. Denn normalerweise konnte sich jeder Bürger in der DDR seine Arbeitsstelle ohne Zwang aussuchen, solange es der Bedarf zuließ. Also muss es, zumindest von der Behörde aus, einen Anlass dafür gegeben haben.

Mir ist z. B. bekannt, dass Alkoholiker von verantwortungsvollen Arbeitsstellen entfernt wurden.

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Das Problem ist, dass die Beantwortung dieser Frage nebst aller Vorverurteilungen, Klischees, extremer Behauptungen usw. nur an dem hiesigen System, das man allerorts als "Rechtsstaat" bezeichnet, festgemacht wird.

Dabei wird, ohne zu differenzieren, von "Diktatur" (als Gegensatz zu einer angeblichen "Demokratie") geschwafelt, dabei werden die äußeren Umstände vergessen, dabei wird mit einer angeblich nicht vorhandenen ominösen Reisefreiheit argumentiert usw., usf.

Ja, es gab in der DDR eine Diktatur! Stand in allen offen zugänglichen Dokumenten und Reden: "Diktatur des Proletariates"! Dass das dann zu einer Diktatur der Partei und ihrer senilen Politiker verkam, ist eine andere Frage.

Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen mit dem Nachweis darüber, dass in bestimmten Übergangsphasen und speziellen Gesellschaften zunächst eine Diktatur hergestellt werden MUSS, nämlich um das Chaos aus der Vergangenheit zu kontrollieren und zu beseitigen.

Äußere Umstände: z. B. herrschte "kalter Krieg"! Den im Übrigen nicht die DDR entfesselt hatte!

Die heutige Reisefreiheit kann sich m. E. nicht mal die Hälfte derjenigen leisten, die im Herbst 1989 am lautesten nach ihr gebrüllt haben. Nämlich u. a. deswegen, weil hier m Osten das Lohn- und Gehaltsniveau immer noch (26 Jahre nach der Einheit!) ca. 20 % unter dem des Westens liegt, dafür das mittlere Preisniveau gleich ist, wenn nicht sogar etwas höher! 

Alle Menschen sind lt. GG gleich! 

Hurra, das ist Rechtsstaat!

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Kommentar von dataways
12.04.2016, 13:24

Die heutige Reisefreiheit kann sich m. E. nicht mal die Hälfte derjenigen leisten, die im Herbst 1989 am lautesten nach ihr gebrüllt haben.

Blödsinn! Jeder kann sich eine Reise leisten. Beispiel: Berlin -> Barcelona ab 39,00 Euro. Eine Stange Zigaretten gibt es ab 50 Euro

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Kommentar von barfussjim
12.04.2016, 15:51

"Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen mit dem Nachweis darüber, dass in bestimmten Übergangsphasen und speziellen Gesellschaften zunächst eine Diktatur hergestellt werden MUSS, nämlich um das Chaos aus der Vergangenheit zu kontrollieren und zu beseitigen".

Beziehen sich diese "wissenschaftlichen Untersuchungen" auch auf die Nazizeit? Wer betreibt solche "Wissenschaften"?

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ich denke der war ganz ok, solange man sich nicht abfällig über politik geäußert hat und ein begnügsames leben geführt hat

nur zu beginn haben sie halt die besitzer enteignet, z.B. Bauern .. das war unrechtsstaat.


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Kommentar von Xipolis
12.04.2016, 02:45

Sorry, aber das ist eine Verharmlosung...

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Naja zumindest konnte keiner mal so einfach aus- oder einwandern  und es ist bewiesen, dass jeder Bürger überwacht wurde. Also ja es war eine lupenreine Diktatur. Wenn du was dagegen gesagt hast, dann konntest du sehr schnell im Knast landen.

Ob es heute besser ist: Ja ist es, aber die Überwachung ist trotzdem da und man weiß nicht wie sich das entwickeln kann.

MFG

Kevin

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Kommentar von Roggen878
12.04.2016, 00:22

Kevin Gutsch?

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Kommentar von voayager
12.04.2016, 01:18

Man konnte in andere soz. Staten auswandern, also liegste falsch. Überwacht werden hier auch zahlreiche Bürger, täusch dich da mal nicht.

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Die DDR war eine Diktatur. Diktator war hier aber die Partei und deren Vorsitzender. Die Bürger wurden entmündigt und der Staat hat alles für sie geregelt, z. B. welchen Beruf sie ausüben etc. Alle waren gleichgeschaltet.

Heute gibt es höchstens noch Leute, die dieser Zeit nachtrauern, weil sie es vermissen sich um nichts selber kümmern zu müssen. So wie Menschen die Jahre im Gefängnis verbracht haben. Denen fällt es auch schwer sich im normalen Leben, in der Freiheit wieder zu integrieren.

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Kommentar von voayager
12.04.2016, 01:15

als wenn die breite Masse nicht auch hier entmündigt ist

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Kommentar von Xipolis
12.04.2016, 02:21

Nicht der Vorsitzender der SED stand an der Spitze, sondern der Generalsekretär des Zentralkomitees der SED in seiner Funktion als Vorsitzender des Politbüros der SED und als Vorsitzender des Ministerats der DDR.

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