Frage von alHusseini, 181

War der Irak und Libyen- Einsatz gut für den Frieden?

War der Irak und libyen- Einsatz gut für den Frieden?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Juli277di, 85

Unter Saddam Hussein herrschte noch Ordnung im Irak, dem Volk ging es bei weitem besser, als heute. Nachdem die USA da war, ist dieses Land ins Chaos gestürzt. Das Chaos im Nahen Osten war von Anfang an das Ziel der USA. Und Libyen wurde, weil es unter Gaddafi stark war und es den Leuten sehr gut ging, ebenso Platt gemacht. Der böse Sozialismus!

Es sind die Kriegshetzer der NATO, die Libyen destabilisiert haben, indem sie im März 2011 einen Bombenkrieg gegen die libysche Regierung durchführten, um Muammar Gaddafi zu stürzen. Genauso wie sie schon seit drei Jahren einen Krieg gegen Bashar al-Assad in Syrien führen, um ihn aus dem Amt zu treiben. Vorher haben sie Saddam Hussein im Irak (Gutes Beispiel ist Saddam Hussein.) Er war ein guter Diktator, solange er gegen den Iran Krieg führte. Er wurde sogar mit Giftgas Made in USA ausgestattet. Oder war es Made in Germany? Egal, er durfte die Kurden vergasen, denn die waren auf der Seite des Iran, also dem Feind des Westens. Erst als der Krieg gegen den Iran nach acht langen Jahren vorüber war, man ihn nicht mehr brauchte und er den Amerikanern den Stinkefinger zeigte, anfing große Mengen Öl auf den Markt zu werfen, um sein Land aus der Kriegsverschuldung herauszubringen, und dann noch das Öl nur gegen Euros hergab, wurde er zum bösen Diktator deklariert. Man erfand das Märchen der Massenvernichtungswaffen, und diese Lüge wurde auch durch die westlichen Medien an die Weltöffentlichkeit verkauft, und man unterstellte ihm, er stecke mit Al-Kaida unter einer Decke wegen 9/11. So wurde er zum Abschuss freigegeben und der ganze Irak platt gemacht. Hätte er brav die Befehle des Westens befolgt und sein Land ausplündern lassen, würde er immer noch in Bagdad an der Macht sitzen.)weggebombt und ermordet. Das Resultat dieser "humanitären Intervention" ist die totale Zerstörung der Länder und als Konsequenz eine Flut an Flüchtlingen nach Europa.

LG

Kommentar von barfussjim ,

Ja, klar. Auch in Deutschland herrschte unter Adolf Hitler in den 1930er Jahren noch "Ordnung" und den Menschen ging es "besser" als im darauffolgenden Weltkrieg und der nachfolgenden Nachkriegszeit - sofern sie keine Juden waren und die Klappe gehalten haben.

Auf diese "Ordnung" kann ich getrost verzichten.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Der Vergleich ist nur etwas unpassend.

Antwort
von Rosenblad, 10

Der Grundfehler - ohne an dieser Stelle auf die Einzelheiten einzugehen - lag nicht nur allein in der Intervention, sondern v.a. daran das es keinen politischen Plan für ein Danach gab - die gesamte Planung wurde den Militärs überlassen und damit militärischen Doktrin. Weder wurde auf kulturelle, soziale, politische, ethnische oder religiöse Zusammenhänge Rücksicht genommen oder diese in ein politisches Kalkül einbezogen und die Strategien darauf abgestellt.   Letztlich eine einfache "Hau der drauf" Taktik ohne jedes Gespür und "Verstand".

Antwort
von voayager, 33

Ganz bestimmt nicht, denn Bürgerkrieg, Gewalt, Chaos, wirtschaftlicher Ruin waren und sind die Folgen dieser frevlerischen Militärinterventionen der USA und ihrer Vasallen sowohl im Irak als auch in Libyen.

Antwort
von Herb3472, 86

Wohl kaum. Die USA haben rücksichtslos ihre Interessen verfolgt und nur Chaos bewirkt.

Kommentar von hummel3 ,

Diese Ansicht ist mir einfach zu einseitig! - Es gibt auch andere Gründe für das Scheitern. 

Kommentar von Herb3472 ,

Ich habe nicht behauptet, dass die USA alleine Schuld wären an dem Desaster. Sie haben jedoch die Lage von Anfang an völlig falsch eingeschätzt - auch auf Grund von Desinformation durch die Geheimdienste - und dann ein Chaos hinterlassen.

Antwort
von peace1287, 23

Nein! Aktuell steht sogar der ehemalige Premier von GB in der Kritik. Den der Kommissionsbericht unter dem Vorsitzenden John Chilcot beweist, dass GB voreilig in den Irak mit einmaschierte. Und das längst nicht alle diplomatischen Versuche unternommen wurden um eine Invasion in den Irak zu verhindern! 

Ansonsten weis man, dass zb der IS nur durch (wie Putin es ausnahmsweise Richtig formulierte), der fehlgeleiteten Politik des Westens zu verschulden ist, dass der Terror rund um den Islamischen Staat derartige Ausmaße angenommen hat. 

Hintergrund ist der, dass nach der Invasion in den Irak, sämtliche bestehende Strukturen zerstört wurden. Hinzu kommt, dass die ehemalige Sunnitische, Irakische Regierung um Saddam Hussein komplett entmachtet wurde und durch die Schiitische Regierung um President Al Maliki ersetzt wurde. Al Maliki handelte wenig überraschend anders als er es eigentlich sollte. Und bevorzugte die Schiiten. Während die Sunniten außen vor gelassen wurden.

Dies hatte massive Nachteile für den Sunnitischen Bevölkerungsanteil. 

Am Ende entwickelte sich aus der alten sunnitischen, Irakischen Regierung und durch den Unmut der Sunnitischen Bevölkerung, der IS! 

Das Bedeuted! Hätte der Westen nicht eine derartige Amateurhafte Politik verfolgt (Scheinbar ohne jegliches Wissen um den Nahen Osten zu haben), dann hätte es den IS niemals gegeben...

Kommentar von peace1287 ,

Sry, im ersten Satz hab ich den Namen vergessen. Gemeint ist der ehemalige Premier von GB, Tony Blair

Antwort
von Artus01, 38

Sämtliche Kriegseinsaätze in diesem Gebiet haben dem Frieden dort mehr geschadet als genutzt.

Wohin das führt merken wir gerade recht deutlich an der Flüchtlingskrise.

Antwort
von Andretta, 27

Was immer gerne verschwiegen wird:

Die USA hat den Irak vornehmlich mit abgereicherten Uranbomben überzogen. Das Land ist heute stark radioaktiv verseucht, mit den üblichen Folgen von schlimmsten Krankheiten in der Bevölkerung bis hin zu starken Missbildungen meist nicht überlebensfähiger Kinder.

Leidtragend ist mal wieder die Zivilbevölkerung, die vor dem Krieg nichts zu lachen hatte, während des Krieges nichts und nach dem Krieg erst recht nicht.

Die USA hat mit ihren Einsätzen glasklar gegen Völkerrecht und Menschenrechtskonventionen verstoßen. Aber auch das interessiert hier ja niemanden. Ist ja bloß der Irak.

Wenn so friedensbildende Maßnahmen aussehen, na dann danke.

Kommentar von Andretta ,

PS Auch Lybien wurde von der Nato mit Uranbomben überzogen.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Was für Uranbomben sollen das denn sein? Mir ist nur der Einsatz von Uranmunition bekannt aber von Uranbomben habe ich noch nie etwas gehört.

Kommentar von Rosenblad ,

Andretta - Du meintest "Uranmunition" - siehe hier: http://www.ippnw.de/frieden/uranmunition.html

Kommentar von Andretta ,

Ich kann auf meinem Android leider keine Links in gf kopieren.  Googelt mal 'abgereicherte Uranbomben Irak'. Ihr kommt dann z.B. zu einem Link  zu tv orange. Dort wiederum findet sich ein Interview mit dem Filmemacher Frieder Wagner, der neben Munition auch von Bomben berichtet.

Ich selbst habe es aus einer Fernsehdoku, die mir absolut seriös schien. Den Titel habe ich leider nicht mehr parat.

Am Ende ist es aber wohl auch egal, ob Bomben oder Munition, das Ergebnis ist so oder so grausam.

Kommentar von Andretta ,

PS Ihr könnt auch direkt 'Uranbomben' googeln. Da kommen, wie ich gerade sehe, etliche Seiten, die über Uranbomben zu berichten wissen.

Kommentar von Andretta ,

PPS Auf youtube findet sich auch was.
Und nachdem Ihr mich nun so in die Recherche gebracht habt, sehe ich, dass es wohl alles noch viel schlimmer ist, mit den ganzen weltweiten Atom- bzw. Uraneinsätzen, als ich gedacht habe.

Was dulden wir Menschen alle bloß für Psychopathen in den Machtzentralen dieser Welt. Es ist einfach nur pervers.

Schon krass, wie wenig man im Fernsehen davon hört. Immerhin, der Film, den ich gesehen hatte, lief auf Phönix. Aber natürlich mal wieder zu nachtschlafender Zeit.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Also Uranbomben sind auch nichts anderes als Uranmunition. Halt nur in Granatenform.

Kommentar von Andretta ,

Die Unterscheidung hattest Du doch selbst weiter oben vorgenommen und nachgefragt.

Wie ich schon schrieb, egal ob Munition oder Bomben, das Ergebnis ist so oder so grausam.

Antwort
von Skinman, 8

Klar. In der Region ist es doch jetzt bekanntlich total friedlich.

Antwort
von archibaldesel, 19

In der Region jeweils nicht.

Antwort
von barfussjim, 45

Langfristig gesehen, ja. Der "Friedhofsfrieden", wie er unter den Autokraten und Diktatoren herrschte, konnte kein Dauerzustand sein, er basierte auf Unterdrückung, Verfolgung und Folter aller Regimegegner und Andersdenkenden. Die aktuelle Zeit der Unsicherheit und des Chaos ist eine notwendige Durchgangsphase, damit in diesen Ländern etwas Neues und Besseres entstehen kann.

Um Adolf Hitler und den deutschen Militarismus, Nationalismus und Rassismus zu überwinden, war auch zunächst die Zerstörung des Landes und die Beseitigung der "alten Ordnung" nötig. Erst dadurch konnte Deutschland zu dem werden, was es heute ist. Ich trauere keinem Diktator nach, die Geschichte bringt Fortschritt.

Kommentar von voayager ,

Satan mit Beelzebub austreiben, das ist mehr als gewagt. Funktioniert hat das bis jetzt fast Nirgendwo.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Gruselige Einstellung haben sie. 

die Geschichte bringt Fortschritt

Geschichte bringt Erkenntnis und keinen Fortschritt .. 

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