War das Horrorfoul vom Mainzer Rodriguez am Sonntag ein halber Mordanschlag?

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7 Antworten

"Mordanschlag" ist natürlich übertrieben. Aber selbstverständlich kann man sich auch auf dem Fußballplatz strafbar machen. Es hat schon häufiger Fälle gegeben, wo ein ein Fußballspiel vor dem Richter endete.

Allerdings muss man mit der Annahme von einem Verletzungsvorsatz immer vorsichtig sein. Man muss sich fragen, ob der Spieler bei der Grätsche die Verletzung einer anderen Person in Kauf nahm. Bei dem Foul vom Wochenende kann man wohl davon ausgehen.

Dadurch hätte sich Rodriguez aber "nur" wegen einer Körperverletzung strafbar gemacht. Mehr ist das erst einmal nicht.

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Hallo!

es sei sowas wie ein halber Mordanschlag gewesen. 

Da gibt es rechtlich nichts halbes und versuchter Mord setzt eine Tötungsabsicht voraus und die kann man niemandem unterstellen der in die Beine springt.

Rechtlich gesehen ist es eine schwere Körperverletzung und ein Stadion ist kein rechtsfreier Raum.

Eine Anzeige könnte Erfolg haben und der Täter in Folge vorbestraft sein.

Ich wünsche Dir alles Gute.

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Kommentar von kevin1905
19.09.2016, 22:21

Ich habe nirgendwo gelesen, dass der gefoulte Spieler seine Beine verlieren wird bzw. diese funktionsunfähig sind.

Ergo keine schwere KV.

Ferner ist eine schwere KV ein Offizialdelikt. Der Staatsanwalt müsste von Amtswegen ermitteln.

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Ist eine einfache Körperverletzung nach § 223 StGB.

Wird nur auf Antrag verfolgt, es sei denn es besteht öffentliches Interesse. Wenn das zu verneinen ist, muss der Gefoulte fomal Strafantrag stellen.

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Natürlich war es ein Foul, natürlich war die Rote Karte verdient und natürlich muss das geahndet werden.

Rein fußballtechnisch gab und gibt es aber definitiv weitaus schlimmere Fouls.
Rodriguez kam nicht von hinten und hatte auch kein ausgestrecktes Bein.

Das macht das Foul nicht ungeschehen, aber das als halben Mordanschlag zu betiteln ist dann doch etwas überbewertet, meiner Meinung nach.

LG

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Quark. Das war fahrlässige Körperverletzung. Selbst Vorsatz kann man bei einem Fußballspiel nicht nachweisen.

Kein Spieler geht mit dem festen Willen in eine Grätsche, den Gegner arbeitsunfähig zu machen.

"Horror" sind die Bilder von offenen Verletzungen.

Wer fragt eigentlich danach, wenn ein Autofahrer einen Motorradfahrer wirklich in den Tod fährt?


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Kommentar von TobsterMRT
19.09.2016, 22:48

Ich weiß jetzt den Name nicht mehr, aber es gab mal einen Trainer der gesagt hat, dass er den besten gegnerischen Spieler spielunfähig machen würde, damit er gewinnt.

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Kommentar von uni1234
19.09.2016, 23:02

Vorsatz heißt allerdings nicht, dass man den anderen verletzen möchte. Ausreichend ist es bereits, dass man bei der Grätsche dies für möglich hält und in Kauf nimmt (sog. Eventualvorsatz). Und gemessen an diesem Maßstab ist es schon nicht unwahrscheinlich, dass tatsächlich eine vorsätzliche Körperverletzung vorliegt.

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Ein halber Mordanschlag ist das noch nicht,aber das Foul war schon mehr al brutal

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Pillepalle. DAS ist ein Horrorfoul:

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Kommentar von Havenari
20.09.2016, 12:01

"In einem Interview im Jahre 2012 relativierte Lienen jene Situation, indem er sagte, dass die Verletzung zwar schlimm ausgesehen hätte, aber im Grunde vollkommen harmlos gewesen wäre". (Wikipedia)

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Kommentar von KowloonCN
20.09.2016, 18:23

Lienen war schon immer, besonders mit dem Mund, einer der sich gerne wichtiger macht als er ist.

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