Ifffland am 26.04.2009 um 23:29 Uhr
Liebe Nutzer,
die Chance ist gering, aber vielleicht ist ja jemand hier der Bibel-Exegese fähig. Ich frage mich nämlich, ob der Anfang der Bibel mit dem Zitat "Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott...etc." richtig wiedergegeben wird oder ob man Ihn auch anders interpretieren könnte?
Mir geht es insbesondere um die Frage, ob mit "Wort" das geschriebene oder das gesprochene Wort gemeint ist und es man z.B. nicht auch mit Laut oder Ton übersetzen könnte, oder ob eben jenes nicht auch gerade gemeint ist?
Vielen Dank vorab,
Ifffland

Liebe/r Ifffland,
gutefrage.net ist eine Ratgeberplattform. Obige Frage mag interessant sein, um einen Rat scheint es Dir aber nicht zu gehen, oder?
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Viele Grüße,
Karina vom gutefrage.net-Support

Mich wundert, dass Du diese Frage genau so stellst.
Denn kein Christ geht dem so nach.
Ich kenne Mystiker, die genau Deinen Ansatz verfolgen, dass es sich um Ton handeln muss.
Die auch so unabhängig davon sprechen vom Ton des Universums, der schon im Laut Aum oder Om enthalten ist und der den Ton des Universums widergibt.
Karina vom Support halte Dich bitte etwas mehr zurück!
Es ist eine klassische uralte Frage und es klingt spitzfindig von dir Kritik zu finden.
Einfach mal weiterlesen. Johannes 1,14: Das Wort wurde Fleisch, Es weilte unter uns, Es ist der Sohn Gottes: Jesus. Das hat nichts mit dem Ton, Silben usw. zu tun. Das griechische Wort Logos wird im deutschen auch gern mit "Erster" oder "Besonderer" in Verbindung gebracht. Die wortwörtliche Übersetzung mit Wort könnte man sinngemäß auch als >>Wortführer<< gebrauchen. Der Gedanke wird auch in Offenbarung 19,13 gestützt: "Sein Name: Das Wort Gottes".

Es ist zwar nicht der Anfang der Bibel, sondern "nur" der Anfang des Johannesevangeliums im Neuen Testament.
Aber ansonsten hat Deine Frage seine Berechtigung: Was ist hier "Wort" (gr. Logos)? Diese Stelle ist jedenfalls bei der Theologischen Erklärung von Barmen im Hintergrund: "Jesus Christus ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören ... haben".
Das griechische Logos kann alles mögliche bedeuten, bis hin zum "Verstand".
Eines wurde hier bei den Antworten bisher noch vergessen zu erwähnen: Die Auseinandersetzung in Goethes Faust über diese Stelle. Schau z.B. hier:

In der Exegese gilt: Die Bibel legt sich selber aus! Die Auslegung von "Am Anfang war das Wort!" steht in Johannes 1, Vers 1: "Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist..." und dann in Vers 14 kommt die Auflösung: "Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes (der Täufer) gibt Zeugnis von ihm und ruft:" bitte lest selber weiter. Bei dem ominösen Wort "Wort" geht es um nichts anderes als Jesus Christus, den Messias, wie hier der Heilige Geist, der damals über dem Wasser schwebte, bezeugt.

Falsch zitiert. Es war nicht am Anfang, sondern im Anfang. Das nur ein kleines Wort aber theologisch von enormer bedeutung. Gilt genauso für den Schöpfungsbericht. Der heißt nicht "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde" sondern "Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde". Zu deiner Frage: Was damit gemeint ist, wird einem am besten Deutlich, was im Original steht. Das Wort Logos mußte übersetzt werden. Am besten hat sich Goethes Faust mal damit auseinander gesetzt. Lies da mal die passage nach, wo er das Johannesevangelium übersetzen will.

Wie kann das "Wort" in diesem Fall etwas Geschriebenes oder ein Ton sein, wenn es wenig später heißt, dass das "Wort" Gott war und dass es Fleisch wurde und von Menschen gesehen wurde? Es muss sich doch demzufolge um eine Geistperson handeln, die Fleisch wurde. Und da es im Johannesevangelium um Jesus geht, liegt es nahe, dass auch dieser Jesus damit gemeint ist und nicht ein Ton oder ein geschriebenes Wort.
Hier bezeichnet Johannes den vormenschlichen Jesus mit dem Titel „WORT“. Das zeigt, daß er die Funktion des Wortführers Gottes innehatte. Und mit den Worten „Im Anfang war das WORT“ wollte Johannes sagen, daß das WORT der Beginn der Schöpfungswerke Gottes war, „der Anfang der Schöpfung Gottes“ (Offenbarung 3:14, Kolosser 1:15). Aufgrund seiner überragenden Stellung unter allen Geschöpfen Gottes wird er mit gutem Grund als „ein Gott“ oder ein Mächtiger bezeichnet. In Jesaja 9:6 wird er „Starker Gott“ genannt.

Gott existiert seit Ewigkeiten und Gott sprach und es wurde. So steht es in der Schöpfungsgeschichte . Wenn etwas " bei" jemand ist,ist es eine zweite Person und das ist Jesus ,der auch vollkommen dieses Wort ist,und wurde Mensch und wohnte unter uns.

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Für meine Begriffe meint das tatsächlich das gesprochene Wort. Es geht ja denn auch weiter mit "und Gott sprach". Eine Übersetzung mit Verstand - wie weiter oben vorgeschlagen - halte ich für weniger sinnvoll, denn Verstand ohne Worte gibt es nicht. Lediglich "reinen Geist / Bewusstsein", der wäre tatsächlich sprach- und wortlos. Hätte dann aber sicherlich seinen Ausdruck nicht im "logos" gefunden.
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Diese Idee, dass diese Passage metaphorisch den schöpferischen Prozess durch Klang beschreibt, die habe ich schon lange und sehe darin eine Parallele - jeder Christ wird mich jetzt steinigen - zum vedischen AUM. Warum auch sollte diese alte Lehre keinen Eingang gefunden haben in die Kulturen des Nahen Ostens. Der altpersische Zoroastrismus tat es ja schließlich auch.
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In diesem Zusammenhang finde ich es natürlich ausgesprochen spannend, dass die Dritte Kraft in der Physik, die String Physik, eben die Schwingungen und Frequenzen kleinster Fäden als Grundbausteine der Materie und der Schöpfung benennt. Man kann sich die tatsächlich vorstellen wie Miniatur Gitarren- oder Violinensaiten.
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Die Welt ist Klang.
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;-))
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holodeck am 27. April 2009 01:04 Nur der Genauigkeit halber ... es geht bei Moses weiter mit "Gott sprach" ;-))
irgendeiner am 27. April 2009 22:03 Sehr aufmerksam! Schön, dass Du dabei bist! DH!
primavera45 am 29. April 2009 23:56 ein halbes DH, for holo . . . aber wieso sollte ein Christ Dich steinigen wollen? . . . . denke jedoch, als Christ wissen wir um die vielen Geister auf Erden, die nicht von Gott sind . . .
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Das wir uns aber trotzdem darin üben sollten, auch nur annähernd die Geduld und Liebe aufzubringen, die auch Gott in Jesus Christus für uns aufbrachte, ist mür mich Fakt . . . (siehe als kl. Beispiel, wie Jesus sich verhielt, als eine Ehebrecherin gesteinigt werden sollte)
holodeck am 30. April 2009 12:41 .
prima ... tesoro ... Du weisst doch ...
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Fast alles, was ich sage, ist mit einem großen "Schmunzler" versehen. "Und das zu Recht, denn alles was entsteht ..."
Das immunisiert enorm gegen jeglichen Anflug von Dogmatismus und alleinseligmachenden Wahrheiten. Ich habe nämlich eine ausgesprochene Schwäche dafür ;-))
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A presto ...
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Ciao,
holo
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Das ist mehr oder weniger ein "Fehler".... das kommt von gr. logos (λογοσ) und das heißt soviel wie: verstand aber eben auch wort...rede usw. aber ich denke verstand wäre die beste möglichkeit es zu übersetzen
Ifffland am 27. April 2009 00:00 Danke.

Die Aussage ist eindeutig und soll letztendlich nichts anderes ausdrücken, dass das wort Gottes für Christen bindend war.
es galt das gesprochene Wort. In den Niederschriften heißt es immer, und Gott sprach.

Ifffland,
ich finde Deine Frage klasse! Das Thema ist ganz sicherlich eine Urfrage der Menschheit - wie immer die das übersetzt haben mögen, was aus christlicher Sicht mit dem "Wort, das Fleisch geworden ist" interpretiert wird.
Die Vielzahl der hier gegebenen Hinweise und Interpretationsmöglichkeiten finde ich wirklich beeindruckend. Danke für die Anregung!
Ifffland am 27. April 2009 22:48 Danke Dir Irgendeiner und überhaupt allen Beitragenden. Wenn die Meinungen allein an einem so scheinbar einfachen Zitat auseinander gehen, wieviel aus der Bibel kann man weiterhin einfach so hinnehmen ohne sich zu fragen - richtig übersetzt, was soll das bedeuten und überhaupt? Gerade die Stellen, die einem einleuchtend erscheinen, müsste man dann ja doppelt hinterfragen, da gerade diese doppelt verdächtig sein sollten!
irgendeiner am 27. April 2009 23:07 Das ist ja gerade die Crux! In der christlichen Urgemeinde wurde vermutlich alles noch ausdiskutiert, und in anderen Religionen mag das anfangs ähnlich gewesen sein. Sobald es aber erforderlich wird, Kirchensteuer einzutreiben, braucht man einen verbindlichen Duktus - und schließlich Dogmen. Schluß mit selbst Denken! Ab jetzt wird gehorcht (und sicherheitshalber lateinisch vorgebetet...) - Basta!

„Am Anfang, bevor die Welt geschaffen wurde, war schon der, der > Das Wort < heißt. Er war bei Gott und in allen Gott gleich. Von Anfang an war er bei Gott. Durch ihn wurde alles geschaffen; nichts entstand ohne ihn“ (Joh. 1:1-3). In dem Bibeltext wird gesagt, das WORT sei im Anfang bei Gott gewesen,so muß sich dieser „Anfang“ auf den Anfang der Schöpfungswerke Gottes beziehen. Das wird durch andere Bibeltexte bestätigt, in denen Jesus als „der Erstgeborene aller Schöpfung“ oder „der Anfang der Schöpfung Gottes“ bezeichnet wird. „ Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der erstgeborene Sohn des Vaters, aller Schöpfung voraus und ihr weit überlegen. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und auf der Erde lebt, die sichtbaren Geschöpfe auf der Erde und die unsichtbaren im Himmel – die Thronenden, die Herrschenden, die Mächte, die Gewalten. Alles hat Gott durch ihn geschaffen, und alles findet in ihm sein letztes Ziel“. Als „Werkmeister“ arbeitete er tatkräftig mit seinem Vater bei der Erschaffung aller Dinge zusammen (Kol 1:15,16; Off 1:1; 3:14). Die Bibel setzt also das WORT (Jesus in seinem vormenschlichen Dasein) mit der ersten Schöpfung Gottes, seinem erstgeborenen Sohn, gleich. - Aus Jesu eigenen Worten geht hervor, daß Gott der Allmächtige der Vater, sein Lebengeber ist und folglich er in Wirklichkeit ein Geschöpf von ihm war. Jesus wies damit auf Gott als den Ursprung seines Lebens hin, indem er sagte: „Ich [lebe] des Vaters wegen.“ Aus dem Kontext ist zu entnehmen, daß Jesus damit sagen wollte, er habe das Leben durch seinen Vater erhalten oder sein Vater habe sein Leben ins Dasein gerufen (Joh 6:57, Sprüche 8:22, 23). – Bibelzitate aus Die Gute Nachricht --
primavera45 am 30. April 2009 00:06 Klar, Gott schuf das Fleisch, die Materie, den Körper Jesu . . . . und GOTT zog in ihm ein und wohnte unter uns . . . >und darum findet in ihm alles sein letztes Ziel< . . .
wuerstel am 30. April 2009 07:28 So steht es aber nicht in der Bibel. - Man kann natürlich auch „zwischen den Zeilen“ lesen was einem das bestätigt. Das ist eben das sog. „heilige Geheimnis: Verwirrung, Mystik; das nur wenige Auserwählte verstehen dürfen. So ist dies auch mit anderen kath. Dogmen: Die klaren Aussagen der Bibel werden vernebelt so das sie nicht mehr verständlich sind. Wer der Verursacher ist kann man sich leicht ausrechnen……………………………… .

Im griechischen Urtext des Johannesevangeliums steht das Wort "Logos", welches dann oft mit Wort übersetzt wird. Es gibt aber weitere Übersetzungsmöglichkeiten. Siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Logos

Ich habe herausgefunden, daß verschiedene Übersetzungen / Interpretationen zu treffend sein können - situations- oder zusammenhangsbedingt.
Für mich ist aus heutiger Sicht der allgegenwärtige Gott in einem seiner diversen Aspekte BEWUSSTSEIN. Das deckt sich z.B. mit der Angabe aus der Moses-Geschichte, wo Gott seinen Namen nennt: ICH BIN. Was ich als (das) SEIN deute und da dieses Sein sich seines Seins bewußt ist, ist es BEWUSSTES SEIN = BEWUSSTSEIN.
Wenn im griechischen Urtext von "logos" die Rede ist, kann man das verschieden interpretieren. Die deutsche Bibel deutet es als "Wort". Andere sprechen von Geist. Platon unterschied damals die "Welt der Dinge und die Welt der Ideen".
In der Schöpfungsgeschichte könnte man nun sagen: Am Anfang war die IDEE / das BEWUSSTSEIN / der GEIST / der GEDANKE. Ich bin eigentlich in DIESEM Zusammenhang GEGEN "das WORT". Denn vor der Erschaffung der Schöpfung war Gott zunächst nur Geist / Bewusstsein und noch kein "Körper", hatte also kein Sprachorgan und konnte folglich kein "Wort" im Sinne menschlicher Sprache sprechen.
Wenn es aber um einen anderen Akt der Schöpfung geht, nämlich um den Akt der Erschaffung (Geburt) des göttlichen (Christus-)Bewußtseins im Menschen, da kann ich sehr gut akhzeptieren, daß es heißt "Am Anfang war das WORT". Denn viele Menschen bekunden, daß sie vor dieser großen Erfahrung ihren Namen rufen hörten - ohne erkennen zu können, wer sie gerufen habe. Ich selbst habe übrigens auch diese Erfahrung gemacht, die ich mir erst jetzt, nachdem ich mich ein paar Jahre mit diesen Zusammenhängen befasse, erklären kann.
Noch in einem weiteren Zusammenhang kann man den Satz "Am Anfang war das Wort" für zutreffend halten, nämlich dann, wenn der MENSCH zuerst nach Gott ruft und seine Gegenwart bzw. Hilfe sucht. DANN nimmt mancher Mensch mit diesem Wort das erste Mal gezielt und aufrichtig Kontakt zu Gott auf. So etwas ist schön symbolisiert im Film BEN HUR, wo Juda Ben Hur an der Wasserstelle das Trinken von dem römischen Offizier verweigert wird und Juda Ben Hur zusammenbricht mit den Worten "Gott, hilf mir!". Und in dem Augenblick tritt Jesus zu ihm und gibt ihm Wasser...
Die Bibelübersetzungen ins deutsche sind alle mit extremer Vorsicht zu genießen. Deutsch hat leider nur wenigkompatible Worte für solche Übersetzungen. Praktisch alle Zwischentöne und Mehrfachdeutbarkeiten gehen verloren bzw. sind nicht übersetzbar.
(ja - d.h. m.E. sind deutschsprachige Bibeln unbrauchbar und irreführend)
Vermutlich ist die Mehrfachdeutbarkeit von Textstellen wie der, an der Du herumnagst grade der Clou.

Soweit ich weiss, ist die Übersetzung falsch. Es sollte eher sowas wie "am Anfang war der Gedanke" heissen. Oder "aller Anfang beginnt beim Gedanken". Also auf jeden Fall nichts Gesprochenes, kein Wort oder Ton. Man müsste fast Hebräisch können...
Volker13 am 26. April 2009 23:36 Aramäisch!!!!
DonBrush am 26. April 2009 23:42 Du scheinst dir ja sicher zu sein. Die Ausrufezeichen deuten jedenfalls darauf hin.
Ifffland am 26. April 2009 23:58 Gibts denn jemand hier der hebräisch oder gar aramäisch übersetzen kann? Wobei: Die Bibel ist ja weit nach der Lebenszeit Christi geschrieben worden, sprach, bzw. schrieb man zu der Zeit überhaupt aramäisch?
Und ich dachte die vom Leuchtturm klingeln nur an den Türen, dass die jetzt schon im I-net unterwegs sind, macht mir Angst! :-)
Ifffland am 26. April 2009 23:55 Und morgen klingel ich bei Dir ;) Nein, Spaß beiseite, habe nichts mit dem Leuchtturm (und schon gar nicht dem Wachturm) am Hut.
quetzalcoatl am 3. Mai 2009 23:49 Dass ausgerechnet die Begegnung mit Menschen vom "Leuchtturm" im Internet Dir Angst macht, cdark, ist ja wohl lächerlich.
Da gibt's ganz andere Gruppierungen im Internet, vor denen ich Angst habe.
Es handelt sich klar um das gesprochene, es steht ja auch "Und Gott sprach es werde Licht" und nicht "und Gott schrieb es werde Licht".... Zwar kann man noch vieles anderes reininterpretieren, doch bin ich sicher, dass dies ausreicht um das klar zu stellen
MfG Rue
Die biblische Erläuterung des Wortes ist deshalb so wichtig, weil damit erklärt wird wer Jesus Christus ist. Darin besteht das zentrale Anliegen des Schreibers. Jesus war nicht irgend eine Person, sondern der Mensch gewordene Gott. Seine Herkunft ist die Grundlage und Voraussetzung für sein Erlösungswerk gewesen. Dies wird im Philipperbrief klar beschrieben: "Welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, nahm er's nicht als ein Raub(seine Göttlichkeit hielt Er nicht fest, so ein Dieb seine Beute festhält)), Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.
Es braucht deshalb bei diesem Begriff - WORT -nicht herumgedeutet oder gerätselt werden, sondern die biblische Erklärung ist verständlich und klar was damit gemeint ist.

Aus heutiger Sicht gäbe es NOCH weitere Möglichkeiten der Deutung, was am "Anfang" war: Die ENERGIE, SCHWINGUNG, LIEBE, der WILLE, das LICHT, LEBEN, ...

Eine wichtige Frage ist ja auch, ob der anfängliche Satz "Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort" wirklich SINNVOLL ist / sein kann. War Gott das Wort? Oder war das Wort "Gott"? Und wie soll man sich das vorstellen, daß "das Wort bei Gott" war? ICH kann das nicht! Obwohl ich mich seit Jahren sehr intensiv damit befasse. Vielleicht im griechischen Urtext ein altes Wortspiel, das wir heute nicht mehr nachvollziehen können?
Also müssen wir heute versuchen, die ursprünglichen Texte nachzudichten, uns den Sinn neu erarbeiten - statt an den alten exten herumzurätseln ohne damit weiterzukommen.
Ich glaube, selbst wenn man alle Bibeln und Urtexte vernichten würde, es würde dem religiösen Gefühl des Menschen nicht schaden. Denn Religiösität kommt nicht aus der Bibel oder anderen Schriften, sondern die Schriften und die Bibel stammen aus dem originalen religiösen Erleben von Menschen.
Auch ich bin nicht durch die Bibel oder die Kirche zu meinem heutigen Glauben gekommen, sondern durch praktisches eigenes Erleben, durch mystische Erfahrungen.
Ich bin der Meinung, dass alles, was in der Bibel steht Glaubenssache ist. Demnach ist auch die Auslegung jedem selbst überlassen. In diesem Fall ist es auch nicht unbedingt relevant, ob das Wort geschrieben, gesprochen oder nur ein Ton, welcher auch immer, war.
heureka47 am 26. April 2009 23:58 Ich finde es schon für alle auch heute lebenden Menschen wichtig, eine für sie schlüssige Deutung zu finden. Oder sogar mehrere! Je nach Zusammenhang!
die frage sollte lauten : was ist gott ? antwort: das gesprochene wort.
heureka47 am 26. April 2009 23:56 Das Reich Gottes ist kein Reich der Worte, sondern ein REich der Kraft.

lass mich lachen ... Das Word ist man made und der Mensch kam sehr viel später !

Dann müsste man den Original Text lesen und übersetzen. Ich weiß nicht ob es anders interpretieren kann.
Da Gott gesprochen hat, kann also nur das gesprochene Wort gemeint sein.
Danke für Deine Unterstützung, denn es geht mir ja gerade um einen Rat und nicht um eine Meinung. Das Wort im Quelltext müsste ja mehrere Übersetzungsmöglichkeiten und genau die suche ich.