Frage von Monty40, 356

Wann wurde der christliche Gott erfunden?

In welchem Jahrhundert wurde Gott bzw. der Christentum erfunden und entwickelt, sofern man das sagen kann, da sie Religionen sich ja immer weiter entwickelt haben?

Antwort
von Giustolisi, 99

Die meisten Götter wurden nicht einfach so erfunden. Gottesvorstellungen sind eine höchst individuelle Sache, aber innerhalb einer Religion gibt es immer einen gesellschaftlich akzeptierten Konsens, ein Grundgerüst, auf dem sich jeder dann seinen individuellen Gott zusammen bastelt, indem er seine Wünsche, Träume, Moralvorstellungen und Ängste auf diesen Fantasiefreund projiziert.

Selbst zur gleichen Zeit hat der selbe Gott für verschiedene Gläubige verschiedene Eigenschaften, es gibt aber populäre und weniger populäre Gottesvorstellungen.

Diese wandeln sich im laufe der Zeit. Im Moment ist bei vielen Christen ein sehr toleranter Gott in Mode, der nicht mal mehr was gegen Andersgläubige oder andere Randgruppen hat. Er hat nicht mehr viel mit dem Gott gemein, in dessen Namen das heilige Land zurück erobert, Hexen verbrannt oder Häretiker verfolgt, gefoltert und hingerichtet werden sollten. Dabei ist es genau der gleiche Gott, der wiederum nicht mehr viel mit dem Gott eines in der Wüste lebenden Hirtenvolkes zu tun hatte, der sich wiederum aus anderen Gottheiten entwickelt hatte.

Die Götter befinden sich im ständigen Wandel, weil sie nur in der Vorstellung der Gläubigen existieren. Zumindest beim Christengott ist also davon auszugehen, dass dieser nicht einfach erfunden wurde, sondern sich noch immer in einer kontinuierlichen Entwicklung befindet.

Antwort
von MarkusPK, 131

Allein aufgrund deiner Fragestellung sollte klar sein, dass Gott keine Erfindung ist, die man an einem einzigen Tag ersann. Gottesvorstellungen haben sich aus dem Bedürfnis des Menschen heraus entwickelt, sich die Dinge, die für sie unerklärlich waren, zu begreifen. Besondere Erfahrungen spielten bei den Menschen damals wie heute eine große Rolle, an höhere Mächte zu glauben.

Religionen versuchen diesen Glaubensrichtungen ein Muster zu geben, dass für eine Gemeinschaft verbindenden Charakter hat. Bei den frühen Christen war dies vor allem das Muster der Aussöhnung mit Gott durch das ultimative Opfer Jesu Christi. Dies ist nur durch den historischen Kontext zu verstehen: im gesamten Mittelmeerraum waren Opferreligionen die prägenden Glaubensvorstellungen: wenn man etwas von seinem Gott wollte, musste man ihm ein Opfer darbringen, und vielleicht würde er dann die Gebete erhören. Auch im Judentum waren damals Opferrituale noch verbreitet.

Die frühen Christen entwickelten dagegen die Vorstellung, dass ihr Gott ihnen seine Liebe bewies, indem er selbst als Mensch (Jesus) geboren wurde und durch seinen leidvollen Tod allen Menschen ihre Sünden vergibt, wenn sie ihn als ihren Gott anerkennen und ihre Sünden vor ihm ehrlich bereuen - ganz ohne weitere Opfergaben. 

Dieser Glaube entwickelte sich im ersten Jahrhundert nach Christus, als sich die ersten christlichen Gemeinden zusammenfanden. Allerdings gab es schon bald mehrere unterschiedliche Gruppierungen unter den Christen, die sich in wesentlichen Details ihres Glaubens unterschieden und oft auch miteinander darüber stritten. Erst im Jahre 324 wurde auf dem Konzil von Nizäa eine Einigung erreicht, bzw. erzwungen und nebenbei viele noch heute gültigen Dogmen, das Glaubensbekenntnis und die Terminde der verschiedenen christlichen Feiertage festgelegt.

Antwort
von Achwasweissich, 123

Gott (also quasi der Vater von Jesus) ist mindestens so alt wie das Judentum, Monotheismus wurde aber auch vorher immer mal wieder ausprobiert, nur eben nicht erfolgreich.
Jesus ist nicht unbedingt frei erfunden, vermutlich gab es tatsächlich einen ziemlich charismatischen Kerl der mit seinen Anhängern umhergewandert ist und Frieden predigte. Das Geburtsdatum war vor rund 2017 Jahren, wenn man sich bei der Kalenderumstellung nicht verrechnet hat.
Das er der Sohn Gottes war und welche Geschichten in die Bibel aufgenommen wurden entschied unter Kaiser Konstantin eine Versammlung vieler bedeutender Kirchenmänner, das Konzil von Nicäa.


Antwort
von DerBuddha, 55

Wann wurde der christliche Gott erfunden?

ca. 800 v. chr. und er war ein heidengott, der zusammen mit einer göttin von nomaden angebetet wurde..................:

Jahwe, Gott oder JHWH/Allah: ist in Wahrheit ein "Heiden"-Gott, denn er war der Vulkangott der Schasu-Nomaden, der zusammen mit der Göttin Aschera von den Schasu angebetet wurde und in die Ägyptische Tausende-Götter-Welt der ägyptischen Mythologie hinausgetragen und verbreitet wurde.

800 v. Chr. wurde dieser Gott dann zum alleinigen monotheistischen Gott, denn zu dieser Zeit führte Israel viele große Kriege und in dieser Zeit war kein Platz mehr für eine Fruchtbarkeistgöttin, die allmählich aus diesem Glauben verschwand, im Schöpfungsmärchen jedoch noch indirekt erwähnt wird, mit der Aussage: "Gott schuf den Menschen zum eigenen Bilde, als Mann und Frau". Im übrigen entspringt der Name Jahwe der gleichnamigen Region, aus dem die Schasu ursprünglich kamen und dieser Ortsname wurde schon 1400 v. Chr. erwähnt, denn es gibt in Soleb im Sudan einen Tempel vom Pharao Amenophis dem 3., auf dem er alle Völker in Hieroglyphen verewigt hat, die er in Feldzügen jemals besiegt hat. Selbst in der Bibel wird seine echte Abstammung beschrieben, z.b. beim brennenden Dornbusch, oder bei der Beschreibung des wandernden Volkes Israels, denn was steht dort in der Bibel? Genau, am Tage weist eine Rauchfahne den Weg, in der Nacht eine Feuersäule. So sieht man auch einen Vulkanausbruch, aber keinen echten Gott, der jemanden einen Weg weist....*g*. Selbst bei der Beschreibung, als Moses die Gebote empfangen hat, wird ein möglicher Ausbruch eines Vulkanes beschrieben, denn die ganze Gegend war vor über 2000 Jahren tektonisch sehr aktiv.............:)

der monotheismus ist auf lügen und betrug aufgebaut und sämtliche dinge darin stammen aus anderen und älteren mythen, wurden also gekaut, umgeschrieben und dann als wahr an gläubige verlauft..............

die prinzen hatten recht mit ihrem lied: das ist alles nur geklaut, alles gar nicht meines.............*g*

Kommentar von Abahatchi ,

Es kommt natürlich darauf an, welche Aspekte man für relevant hält. Beim sogenannten Christentum geht es ja einher mit dem Gesalbten. Daher kann man auch im Sinne der sogenannten Dreifaltigkeit und in Bezug auf die ältesten historischen Jesusmythen, sogar nach aktuellem Kenntnisstand 1600 Jahre vor unserer Zeitrechnung ansetzen. 

Aber wie gesagt, hängt davon ab, welchen Aspekt man als relevant ansieht.

Kommentar von DerBuddha ,

weisste worüber ich immer lächeln muss?..............beim wort "dreifaltigkeit", ich denke dann immer, da wurde beim übersetzen was falsch gemacht und in wahrheit heisst es "einfältigkeit"............*zwinker*

Antwort
von AaronMose3, 101

Es gibt kein genaues Datum, das man dir hier nennen könnte. Der christliche Gott ist eine Übernahme, ein schlichter Klau, der sich aus vielen Geschichten und Mythen anderer Religionen zusammensetzt. 

Der monotheistische Gott wurde aus dem Judentum übernommen, während alle anderen Geschichten der Bibel nach Erkenntnissen der Bibelwissenschaften entweder aus der Feder von Verrückten stammen, oder jedoch schlichte Kopien aus anderen Kulten sind

Kommentar von gottesanbeterin ,

Es gibt keinen "christlichen" Gott; Gott hat keine Religion!

Kommentar von DerBuddha ,

Es gibt keinen "christlichen" Gott; Gott hat keine Religion!

ich würde es so schreiben:

es gibt KEINEN gott, denn diese mrächenfiguren sind vom menschen selbst erschaffen worden, und somit hast du recht, gott hat keine religion, weil es ihn nicht gibt...................:)

Antwort
von Andrastor, 89

Der christliche Gott ist in Wahrheit der jüdische Gott JHWE (Jachwe oder Jehova), dieser wurde in etwa 3.000 vor Christus erfunden und im ersten Jahrhundert nach Christus im Zuge der Entstehung des Christentums neu interpretiert.

Im Vorjudentum hatte JHWE sogar noch eine Frau, die Vulkangöttin Ashara, welche ihre Spuren im Alten Testament im Moses-Mythos hinterlassen hat.

Antwort
von Serendipity87, 72

Der "christliche Gott" ist das Produkt einer religiösen Denktradition, die laut Paul Hengge bis in spätbabylonische Zeiten zurückreicht.

Antwort
von Empylice, 139

Hab keine Zahl, aber ich vermute dann, als en König etwas brauchte, um sein Volk weiter unter Kontrolle zu haben.

Antwort
von Andryx, 95

Ein Schöpfer das die Religionen heute Gott nennen, ist nach der Entstehung
andere 2 Schöpfern entstanden, doch alle 3 sind nicht die, dass das Universum kreiert haben. Der Aller erste, ist eine Bewusstsein das heute dabei ist eine Erfahrung zu machen.

Um am bestens dieser Erfahrung zu erleben muss aber selbst seine  Herkunft vergessen, also er weiß nicht wer er ist. Daher haben wir keine Ahnung davon. Wir sind Gott. Die Seele macht in uns dieser Erfahrung.

Antwort
von Rationales, 115

Zwischen dem eifersuchts-schäumenden hochparteiischen völkermordenden Wüterichgott Jahwe des alten Testaments und dem "liebenden" Christengott gab es eine heftige Gottes-Zäsur, ausgelöst durch den Wanderprediger Jesus, den späterer Kirchenunfug zum Gott erhoben hat.

Der Christen-Gottvater wurde also im Glaubenschaos der Jahre Null bis 200 n.Chr. allmählich nach oben gespült und dann noch mit einer "Dreifaltigkeit" versehen. Der Unverstand schlägt Kapriolen.

Antwort
von gottesanbeterin, 51

"Wann und von wem wurde das Meer erfunden?", fragte ein Wassertropfen im Meer die anderen Wassertropfen im Meer.

Kommentar von realsausi2 ,

Im Meer gibt es keine Wassertropfen. Und selbst da, wo man welche finden kann, ist ihre Kommunikation überaus spärlich angelegt.

Antwort
von anniegirl80, 138

Du glaubst offensichtlich nicht an die Existenz des christlichen Gottes?

Kommentar von Monty40 ,

Nein, meiner Meinung nach haben die Religionen uns ausgedient und den Zweck eines gesellschaftlichen Zusammenhalts und einer moralischen Richtlinie erfüllt. Aber es geht hier ja nicht darum, ob ich an Gott glaube oder nicht.

Kommentar von anniegirl80 ,

Und dass es darüber hinaus einen Sinn für Gottes Existenz gibt, kommt für dich nicht in Frage?

Kommentar von Monty40 ,

Ich brauche keinen Sinn für Gottes Existenz, wenn ich Gott für etwas von Menschen ausgedachtem halte. Ich habe nichts dagegen, wenn andere Menschen an Gott glauben. Ganz im Gegenteil.

Kommentar von anniegirl80 ,

Jo, alles klar!

Kommentar von Wurzelstock ,

Doch, Monty - genau darum geht es dir! Ein bisschen wichtig machen mit einer Scheinfrage, und sich ansonsten so dumm wie möglich stellen, hä?

Du solltest dich eher mit der Erfindung des Schießpulvers befassen. Da hast Du größere Defizite...

Kommentar von Monty40 ,

Ich kann dir versichern, dass ich diese Frage nicht aus deinen angegebenen Gründen gestellt habe. Wir sind hier in einen Forum, das es nun mal erlaubt Fragen zu stellen.

Kommentar von Wurzelstock ,

Völlig richtig, Monty! Ein Forum erlaubt aber auch Antworten zu geben. Das ist schon schwierig, wenn einer nicht bis Drei zählen kann. Wenn einer aber so tut, als ob er nicht bis Drei zählen könnte, dann ist es in jedem Fall peinlich.

Du hast übrigens einen sehr berühmten Mitstreiter: Kaiser Nero hat es so gemacht wie Du; um sich dann über die Antworter lustig zu machen.

Kommentar von Monty40 ,

Deine Antwort/Kommentar ist hier einfach nur unangebracht, da sie weder auf meine Fragestellung antwortet, noch dieses Thema in irgend einer Weise voranbringt.

Kommentar von Wurzelstock ,

Deine "Fragestellung" ist nichts als ein dünnes Brett, für das Du ein paar willige Bohrer suchst. Voranzubringen ist da nichts.

Kommentar von BlackJack60 ,

Ich mag deine Meinung Monty :) Wurzelstock du weißt doch gar nicht warum er das fragt also laber nicht ?!

Antwort
von realsausi2, 81

Der christliche Gott ist ja die Weiterentwicklung des Gottes, den die Juden erfunden haben. Genau datieren lässt sich das nicht, aber es ist wohl mehr als 3.000 Jahr her.

Kommentar von gottesanbeterin ,

Es gibt weder einen christlichen, noch einen jüdischen Gott; Gott hat keine Religion!

Kommentar von realsausi2 ,

Es gibt weder einen christlichen, noch einen jüdischen Gott

Sehe ich auch so.

Kommentar von danhof ,

Eine Weiterentwicklung? Version 2.0? Ein Update?

Nee, es ist definitiv derselbe Gott. Die Juden wollen es nur nicht wahrhaben. Weil sie Jesus nicht als den Messias ansehen.

Kommentar von realsausi2 ,

Version 2.0?

Na ja, wohl eher 128.0

Die Juden wollen es nur nicht wahrhaben.

Ja, wer an Geister glaubt, muss schon ganz schön bockig sein, um nicht aufzuwachen. Gilt aber für Christen und Moslems und Sonstige gleichermaßen.

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