Frage von Solnnis, 5.294

Wann wird ''Männlichkeit'' endlich abgeschafft?

Ich hasse es auf einer Welt zu leben, in der man als Mann unter Druck steht, sich ''männlich'' und machohaft verhalten zu müssen. Ich zähle dazu so Dinge wie leichte Aggressivität im Umgang mit anderen, das Verherrlichen von Kampfsport und Muskeltraining, Dominanzverhalten, Nationalismus und Patriotismus, Rücksichtslosigkeit und Empathielosigkeit, Banden und Gangkultur.

Wann endlich können wir dieses zwanghafte und zurückgebliebene Männertum hinter uns lassen, dass höchstens in die Steinzeit gehört und nicht in unsere ziviliserte Welt? Warum muss ich mir als ein friedlicher junger Mann, der Respekt im Umgang mit anderen zeigt und nicht ständig den Harten markiert, ständig den Vorwurf gefallen lassen, dass ich schwul wäre?

Wenn ich mir so die Jungs/Männer um mich herum anschaue, dann frage ich mich langsam wirklich, ob wir Menschen nicht doch viel näher Gorillas und Schimpasen ähnlich sind, als wir glauben.

Antwort
von PeVau, 3.407

Das ist etwas, was bei jedem selbst liegt.

Was du beschreiben hast, habe ich nie hinter mich lassen müssen. Ich habe es einfach nie gelebt und niemand ist je auf den Gedanken gekommen, ich könnte kein Mann sein. Vielleicht ist es mir auch etwas leichter gefallen, weil ich mir meiner immer selbst bewusst war. Solche von dir beschrieben Attitüden hatte ich nie nötig.

Mein Rat an dich: Lerne dich zu mögen und lerne zu begreifen, dass du völlig in Ordnung bist. Männer müssen so nicht sein, wie du es oben beschrieben hast, nur Männerdarsteller.

Vielleicht könnte es dir auch helfen, wenn du dir anderen Umgang suchst. In einem gebildeten Umfeld würdest du dich bestimmt wohler fühlen.

Kommentar von TimeosciIlator ,

"Männer müssen so nicht sein, wie du es oben beschrieben hast, nur Männerdarsteller."

Das bringt es auf den Punkt - dadurch erklärt sich vieles. U.a. auch die ganzen Schwarzenegger, Stallone und Willis-Nachahmer...

Kommentar von Etter ,

Leider kann man sich nicht aussuchen, ob man zur Schule geht (eins von vielen Beispielen).

Kommentar von schmidthauke ,

Eine sehr gute Antwort :)

Antwort
von thlu1, 1.987

Also zunächst bin ich als Mensch auf die Welt gekommen, der zufällig die Attribute eines Mannes besitzt. Der Rest ist ist allein eine Frage meines Selbstverständnisses von mir selbst und dem, was ich aus mir mach. Niemand zwingt mich, ewig dem Mainstream nachzugeben und ständig irgendwelche Klischees zu erfüllen. Solange ich mich nicht genau von diesem hin und wieder absetze, bin ich diesem, vielleicht auch meiner eigenen Schwäche ausgeliefert. Für mich zeigt sich Größe und Stärke in erster Linie dadurch, dass ich mich traue mein Leben so zu leben, wie ich es für richtig halte und nicht dadurch, dass ich irgendwelchen Idealen nacheifere, die andere für richtig halten.
Mein Fazit: Sei in erster Linie du selbst und ein Mensch, alles andere ist Nebensache.

Antwort
von Suboptimierer, 1.502

Wann endlich können wir dieses zwanghafte und zurückgebliebene Männertum hinter uns lassen, dass höchstens in die Steinzeit gehört und nicht in unsere ziviliserte Welt?

Du hast viele negativen Eigenschaften aufgezählt und einige, bei denen es Einstellungssache ist, ob man diese für negativ erachtet. Ich sehe zum Beispiel im Kampfsport einen sehr guten Weg, Aggressionen abzubauen.
Außerdem möchte ich dazu sagen, dass einige der aufgezählten Eigenschaften auch bei Frauen aufkommen.

Wenn man deinen Text mit Absicht falsch liest, kann man heraus lesen, dass unsere Welt gar nicht zivilisiert ist. Trotzdem sprichst du von "unsere zivilisierte Welt". Das passt nicht zusammen. Du meinst wahrscheinlich eine zivilisierte Welt, wie du sie dir vorstellst.

Wenn ich mir so die Jungs/Männer um mich herum anschaue, dann frage ich mich langsam wirklich, ob wir Menschen nicht doch viel näher Gorillas und Schimpasen ähnlich sind, als wir glauben.

Wenn man diesen Text mit Absicht falsch liest, könnte man meinen, dass du irgendwann einmal schlechte Erfahrungen mit Gorillas gemacht hast und sie deswegen abgrundtief verachtest, da du sie als Beispiel für extrem schlimmstes Verhalten heran ziehst.

Antwort
von rotesand, 2.188

Hallo!

Da kann man ja genauso gut argumentieren, dass die weibliche Ideologie abgeschafft werden sollte ... nein, Scherz: Im Ernst, ich halte diese "Geschlechterklischees" (bin m, 25) auch für absoluten Unfug... aber Dinge wie Patriotismus, Gefühlskälte oder Aggressivität gibt's auch unter Frauen durchaus & ich würde auch nicht sagen, Kampfsport sei typisch männlich.

So knallhart klischeehaft machomäßig sind nur wenige Männer.. aber sie stigmatisieren dann eben den Rest, da solche Verhaltensweisen eher im Sinn bleiben als freundliche & höfliche Männer.. ich markiere auch nicht "den Harten" und war bisher auch noch NIE als "schwul" bezeichnet worden --------> ist mMn auch schlicht 'ne Frage des Umfelds & solche blöden Kommentare sind auch dazu da dass man sie ignoriert.. so seh' ich das!

Ich finde nicht, dass die Gesellschaft von einem Mann verlangt, ein aggressiv pöbelnder Kampfsportler zu sein, der den ganzen Tag Bier säuft, patriotisch denkt, sich mit Gleichgesinnten zu einer gefürchteten Gang formiert & keinerlei Gefühle zeigt ----------> es ist mMn eher das Gegenteil der Fall: In der aktuellen Ideologie wird eher der sog. "Softie" forciert, der vllt. eher eine Art "zahmer Papiertiger" ist, den Haushalt schmeißt & Erziehungsurlaub nimmt, während die Frau wieder arbeiten geht. So ist zumindest mein subjektiver Eindruck!

Kommentar von jenner3 ,

"den ganzen Tag Bier säuft, patriotisch denkt......"- Warum glaubst Du, dass Patriotismus eine negative Sache sein soll?

Kommentar von anonymNEINJeff ,

weil aus der Liebe zum eigenen Land schnell der Hass gegen andere Länder entstehen kann. Stolz auf sein Geschlecht zu sein ist das selbe wie stolz auf sein Land zu sein - einfach unnötig, da kein Mensch etwas dafür kann, geschweige denn getan hat, wo oder wie er geboren wurde.

Antwort
von Nashota, 1.070

Warum muss ich mir als ein friedlicher junger Mann, der Respekt im Umgang mit anderen zeigt und nicht ständig den Harten markiert, ständig den Vorwurf gefallen lassen, dass ich schwul wäre?

Weil es immer wieder bekloppte Menschen gibt. Vor allem die, die das Wort "schwul" ständig für Dinge heranziehen, wo es nichts verloren hat.

Allerdings bedeutet Männlichkeit auch nicht per se, nur den arroganten Macho und gefühllosen Kerl geben zu müssen. Wer sich so gibt, der tut das entweder vom Charakter her, weil er einfach so ist. Oder ihm wurde es blödsinnigerweise anerzogen, dass Mann nur so Erfolg (bei den Frauen) hat.

In Verbindung mit Männlichkeit wünsche ich mir in erster Linie, dass ein Mann eben keine Angst hat, seine Gefühle zu zeigen. Damit verbinde ich auch, dass er bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, sowohl für sein Denken, als auch für sein Handeln.

Ein Mann ist ein Mensch und keine Maschine. Deshalb sollte er sich selbst auch ein-und zugestehen, dass er oder wenn er mal ein Problem hat. Wenn ich eins nicht abkann, ist es die weitverbreitete Denke von "ich muss das mit mir alleine ausmachen".

Und was auch nervig ist, ist die weitverbreitete Arztphobie. Das Denken "was von alleine kommt, geht auch wieder von alleine" hat schon manchen Mann eines Besseren belehrt.

Bleibe du so, wie du bist. Und wer dich "schwul" nennt, nur weil du nicht rumprollst, den lächle demnächst an und sage: "Ich hab es eben nicht nötig, mich auf diese Weise zu profilieren." ;-))

Antwort
von Octuline, 755

Solny, männlich zu sein, heißt nicht, sich wie ein Macho zu verhalten.

Es ist allgemein so, dass die Geschlechter sich immer mehr angleichen, dafür sorgt unsere Politik automatisch. Es ist bereits heute viel mehr so, dass Männer weiblicher sein können und Frauen männlicher sein können, das ist teilweise sogar trend. Du musst dich da überhaupt nicht aufregen, damals hättest du mit dieser Einstellung nämlich sehr viel mehr hintendrauf gekriegt als heute, wo wir in einer ziemlich toleranten Gesellschaft leben.

Um männlich zu sein, muss man nicht wie ein Gorilla sein. Für mich ist männlich, wenn man sich Gefahren stellt, um sein Mädchen zu schützen. Die Regel: "Frauen und Kinder zuerst" kommt daher, dass Frauen zum Überleben wichtiger waren als Männer, da sie sich ja auch um die Kinder gekümmert haben, und deswegen war der Mann immer der Beschützer, der sich bei Gefahr geopfert hat. Ich finde (fände) es noch heute gut, wenn ich und mein Freund die Straße entlanggehe und ein gefährlicher Hund auf uns zukommen würde, der meinen Freund einfach instinktiv dazu bringen würde, mich schützend hinter sich zu schieben.

Das ist für mich männlich. Was du da als Vorstellung hast, ist eine Begleiterscheinung, denn in den Genen der Frauen steckt es drin, sich möglichst den Besten für ihre Gene zu suchen, und in den Genen der Männer steckt es drin, sich möglichst fortzupflanzen. Da liegt es nahe, dass die Männer unbewusst versuchen, sich toll wirken zu lassen, indem sie sich großtun, einfach, um zu imponieren. Ist nicht so toll, gehört aber einfach dazu. Freu dich, wenn das bei dir nicht so ist, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemanden stören würde, wenn du dich nicht wie ein Gorilla verhalten würdest.

Antwort
von Brunnenwasser, 807

Was Du da schreibst hängt viel vom Alter und vom sozialen / persönlichen Umfeld ab. Ich kenne so ein Verhalten zum Beispiel gar nicht mehr, außer auf der Autobahn...

Falls Du noch in einem eher jugendlichen Umfeld bist, laß Dir gesagt sein daß es besser wird. Und eines Tages hat man die Gelassenheit über alles zu lachen oder hinwegzusehen.

Kommentar von IsleOfCheese ,

Dem kann ich nur zustimmen. Beiss noch auf die Zähne bis Du die Schulzeit hnter Dir hast, danach kannst Du Dir Dein Umfeld aussuchen! :-)

Antwort
von taskmanager4, 521

Warum muss ich mir als ein friedlicher junger Mann, der Respekt im Umgang mit anderen zeigt und nicht ständig den Harten markiert, ständig den Vorwurf gefallen lassen, dass ich schwul wäre?

Ich bin auch jemand, der sich so verhält wie du hier beschreibst, wurde bis jetzt aber noch nie als "schwul" bezeichnet. Wenn es bei dir aber der Fall sein sollte, lass es dir entweder nicht gefallen oder geh' einfach weiter und denke dir den Rest.

Man ist kein Mann, wenn man ständig aggressive Sprüche raus lässt, einen auf coolen Gangster macht und andere Leute aufgrund ihres ruhigen Verhaltens beleidigt. Nein, dadurch ist man definitiv kein Mann - man ist eine Witzfigur, über die ich persönlich nur lachen kann.

Stärke dein Selbstbewusstsein. Und immer, wenn dich jemand dumm anmacht und sich die Gelegenheit bietet, versuche ihm den Wind aus dem Segel zu nehmen.

Glaube an dich selbst, ich denke das ist das Wichtigste, wenn man als ruhiger Mensch in dieser Welt leben will.

Viel Erfolg und liebe Grüße, taskmanager4

Antwort
von Schwoaze, 474

Also mir taugst Du! Du gehörst wahrscheinlich zu einer Minderheit. Ein junger, denkender, einfühlsamer Mann. Der macht sich tiefschürfende Gedanken. erkennt Fehler, erkennt aber auch, dass er alleine nix ändern kann. Geh einfach Deinen Weg, lass Dich nicht verunsichern!

Deine Kinder werden die Sache hoffentlich schon auf die Reihe gebracht haben. Du wirst Ihnen das nötige Rüstzeug mitgeben! Alles Gute.

Antwort
von GaiJin, 430

Heya Solnnis,

wenn in Deinen Umfeld/Freundeskreis(?) solche Äußerungen fallen, das Du (wegen iwelcher Charakterzüge) schwul bist und/oder ähnliches, solltest Du Dir eher Gedanken machen, ob es der "richtige" Freundeskreis ist!?

Wieso machst Du Dir (unnötige) Gedanken über etwas, was schon seit Jahrhunderten (mal mehr mal weniger) so ist und (in naher Zukunft) sich auch nicht ändern wird?

Es wird Leute mit diesen denken bzw. Einstellung IMMER geben und in der heutigen Zeit ist es eher verstärkt so, das (viele) denken, das man als MANN/JUNGE gewisse Attribute zu erfüllen hat!

Leider wird einen oft (sowas "veraltetes" wie Freundlichkeit, Höflichkeit etc.) als Schwäche ausgelegt!

Habe vor langer Zeit schon "aufgeräumt" bei den Leuten, mit denen ich mich umgebe und habe es (bisher) nicht bereut!

`kay, gibt eben Menschen, die kann man sich nicht aussuchen (Berufsleben & Co.), aber mit denen MUSS ich ja auch keinen privaten Umgang haben!  :-)

Gut, in meinen Freundeskreis sind (einige) Leute, die aussenstehende, als "komisch", merkwürdig, bizarr und/oder weltfremd etc. sehen würden, geht ja sogar MIR teilweise so, aber im Endeffekt weiß ich halt was ich an DIESEN Leuten habe!

Bin ja selber nicht ohne Macken und Ecken & Kanten!

Aber wie gesagt, es hat sich halt, im Laufe der Jahre gezeigt, dass ich mich voll und ganz auf diese Menschen verlassen kann!

Von daher:

Gebe die Hoffnung NICHT auf! Es gibt diese (wenigen) Perlen!!!

Gruß,

GaiJin

Antwort
von Chriyovime, 205

Männlichkeit und Weiblichkeit gehören zu unserer dualen Welt. Erst wenn diese Dualität nicht mehr existiert, hat sich Männlichkeit grundsätzlich gewandelt. Die erschaffende und die empfangende Kraft bedingt einander und sind Teil des Ganzen.

Wie männliche Energie, welche Männern und Frauen inne wohnt, zum Ausdruck kommt, hängt von dem Entwicklungsstand der Person ab.

Ich würde es eher als höheren Entwicklungsstand bezeichnen, was du beschreibst. Möglicherweise lässt du dir den Vorwurf schwul zu sein gefallen, weil du insgeheim weißt, woraus homophobes Verhalten resultiert. Den Druck lässt du nur zu, da gibt es kein müssen.

Schau dir die Jungs/Männer um dich herum einfach nicht mehr an und konzentrier dich auf deinesgleichen. "Nimm dir den nicht zum Freunde, der dir nicht ebenbürtig ist." erkannte schon Konfuzius.

Antwort
von Peterwefer, 789

Also ich bin ein Mann. Ich liebe es, mich sportlichzu betätigen. Kampfsport muss es nicht unbedingt sein. Obwohl - wenn zwei (Männer oder Frauen, denn Kampfsport gibt es auch unter Frauen, wenn auch nichzt so häufig!) so etwas vorführen, hat es schon etwas Faszinierendes. Aber das gilt auch für ein wunderschönes Ballett oder für eine wunderschöne Vorführung auf Schlittschuhen. Was nicht ausgesprochen männlich ist. Muskeltraining - nun, wenn ich erlebe, dass ich im - sagen wir Schwimmen (auch nicht eben männlichkeitsbetonend; in meinem Verein gibt es mehr Rettungsschwimmerinnen als männliche Rettungsschwimmer!!!) erkenne, dass diese oder jene Muskeln 'etwas zu kurz kommen', warum sollte ich sie nicht - notfalls mit Hanteln (!!!) ein wenig trainieren? Und was Du ansonsten aufzählst, Rücksichtslosigkeit, Dominanz, Banden- und Gangkultur - sag mir mal: Wo erlebst Du das? Ich jedenfalls kenne es nicht! Selbst die übliche Angeberei und Protzerei ist heute  schon - maßvoll ausgedrückt - ziemlich verpönt. In gewissen Kreisen - nun gut, die meide ich am liebsten! Ansonsten ist Angeberei doch spätpubertäres Verhalten! Ich bin  Mann, ich bin gerne Mann, aber ich bin absolut nicht gern rücksichtslos! Im Gegenteil! Ich liebe es, mit meinen Mitmenschen achtungsvoll umzugehen und sie ernst zu nehmen.

Antwort
von kiniro, 448

Du brauchst dich dem Druck doch nicht zu beugen.

Ich halte (von offensichtlichen Merkmalen) nichts davon, die Welt in männlich und weiblich zu unterteilen.

Jeder Mensch enthält so wohl weibliche als auch männliche Anteile.
Ich unterteile lieber zwischen "Rechtshirnnutzer" und "Linkshirnnutzer" oder "hält sich die Waage".

Was Empathie und Ellbogen anbelangt: diese verteilen sich zwischen Männern und Frauen.
Nur zu sagen, dass Männer Ellbogen benutzen und Frauen Empathie hätte, ist extrem vereinfacht.

Die Härte wird doch schon Kindern abverlangt, so bald sie in die Schule kommen.
Empathie in Sachen "ich helfe meinem Sitznachbarn, indem ich ihn abschreiben lasse bzw. vorsage" ist nach Ansicht der Lehrer schlecht.
Da sollen doch besser die Ellbogen angewandt werden. "Du sollst nicht besser sein als ich".

Solange Eltern und andere Erwachsene nicht einsehen, dass es erst besser werden kann, wenn sie ihr Kinder (von Geburt an) mit Respekt, Liebe, Verständnis usw. behandeln, besteht eine Chance, dass Menschen sich nicht mehr durch "ich bin der Bessere / Stärke" beweisen muss.

Antwort
von Ohayo, 128

Ich stimme dir da zu!

Allerdings denke ich, dass man zumindestens im näheren Alltagsgeschehen, das Gefühl von Zwang an "Männlichkeit" lindern kann. Mit den richtigen Menschen beseitigt sich dieses Gefühl.

Auch wenn du dir oftmals nicht vollkommen aussuchen kannst wer sich in deinem sozialen Umfeld befindet (z.B. bedingt als Schüler), kann man sich doch selbst Treu bleiben und sich gewissen Zwängen widersetzen. (So schwer das manchmal auch scheinen mag) Nur so kannst du lernen wertzuschätzen, was dich tatsächlich ausmacht.

Aus meinem Leben: Ich habe eine gute Freundin die so gut wie alle von dir beschriebenen Anforderungen erfüllt um "männlich" zu sein. Ich bin vergleichsweise das genaue Gegenteil. Mittlerweile machen wir uns nur noch indirekt über diese gesellschaftlichen Zwänge lustig indem Sie z.B. mehr Liegestütze schafft als ich ;) 

Noch eine kurze Anmerkung: Es muss sich bewusst gemacht werden, dass auch äußerst viele homosexuelle Männer den von dir beschriebenen "Macho Mann" ausleben. Das Verbinden von Sexualität und Charaktereigenschaften/ Weltanschauungen, sollte definitiv sein Ende finden.

Antwort
von Dhalwim, 157

Weißt du, das ist aber auch einfach eine Idiotenmeinung.

Es ist ein ganz klarer Unterschied wie sich ein MANN VERHÄLT UND WIE SICH EIN WIRKLICHES SCHWE. IN VERHÄLT!!!

LG Dhalwim

Antwort
von mercedes23, 149

Ich denke das hängt ganz von dir ab, wie sehr du darauf anspringst etc.
Ich (weiblich) mag es ehrlich gesagt mehr wenn Männer sie selbst sind, egal ob sie in dem Sinne "Männlich" sind, als wenn jemand krampfhaft versucht dem gerecht zu werden. Bleib einfach du selbst, egal was andere sagen :) Außerdem liegt diese Zeit eher in der Schulzeit, wo sich alle noch selbst finden müssen und  die Jungs versuchen mit solchem getue Mädchen zu imponieren. Das wird besser glaub mir. Und ich kann da nur für mich sprechen aber ich denke das wir diese Zeit schon hinter uns haben und das jeder das Ausleben kann was er möchte. Wenn die Leute dich als schwul bezeichnen dann hör drüber hinweg, reg dich nicht auf. Manche Menschen sind schrecklich und akzeptieren sowas nicht. Aber ich denke das es auch in deiner Umgebung genug Menschen geben wird die dich so akzeptieren wie du bist.

Antwort
von Undsonstso, 705

Ich vermute mal, dass du den Männern der Steinzeit bitteres Unrecht tust, in dem du sie als zurückgebliebene Deppen und für unzivilisiert hältst..... Kleine Familienverbände hätten nicht überlebt, wenn es nur Aggro-Steinzeitmänner gegeben hätte.

Keine Ahnung, warum man dich für schwul hält (was ansich nix schlimmes ist, das Schwulsein), aber ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass du in keiner Gang bist. Auch deine respektvolle Art anderen gegenüber wird es nicht allein sein. Meist bilden sich die Menschen aus verschiedenen Puzzle-Teilen ihr (Vor)Urteil....... Weiter hinein spielen da vllt. noch Kleidung, Frisur, allgem. Habitus, Körpersprache, Stimme.

Ich finde, hier über "Neandertaler" zu schimpfen bringt nix, denn es macht dich auch nicht besser als die, die dir Schwulsein unterstellen .

Ich denke, man muss nicht die Männlichkeit abschaffen, sondern die Vorurteile anderen gegenüber.

Antwort
von IsleOfCheese, 175

Mit allem Respekt: Solche extremen Männerbilder (genau wie die extremen Frauenbilder) sind absolut zurückgeblieben, vollkommen unnötig und eine Schande für die Menschheit. Nur dass sie einem dann gar nicht mehr als extrem vorkommen, wenn man jung und von solchen Leuten umgeben ist (Schule, Ausgang, etc.). Ich kenne keine einzige (!) Frau die auf Machos, leichte Aggressivität und dergleichen steht! Auch wenn es uns mit 50 shades of grey vermittelt werden will, auch dies ist nur auf Profit ausgelegt. Du bist total in Ordnung so wie Du bist, lass Dir ja nichts anderes einreden! Umgib Dich (sobald Du kannst) mit Deinesgleichen, das gibt inneren Frieden. Doofe Menschen wird es immer geben, wir können diese nicht ändern, aber uns ein gutes Umfeld suchen.

Antwort
von Rabko123, 253

Ich denke das liegt alle im Auge des Betrachters. Ich finde es alles andere als männlich wenn ein Kerl 6 mal die Woche im Fitnesstudio ist und Bilder von sich selbst macht. Oder gar länger als ich im Bad braucht. Die Zeit sollte mein Mann/ Freund mit mir verbringen! 

Aggressivität oder sonstige Eigenschaften, die du beschrieben hast, sind oftmals Eigenschaften, die sich leider tatsächlich noch zu viele Frauen verherrlichen! Aber jeder wie er will, denn sonst passt nicht auf jeden Topf auch ein Deckel! 

Männlichkeit besteht für mich in der Eigenschaft standhaft zu sein und nicht alle 5 Minuten die Meinung zu ändern und - auch wenn das vielleicht blöd klingt- im Ehrgeiz. Es kommt darauf an gepflegt auszusehen und nicht wie ein Strich in der Landschaft weil man mehr auf Kalorien achtet als die Frau! 

Ein Mann ist dann männlich wenn er er selbst ist und charakterlich standhaft ist und eben mein Fels in der Brandung, der sich nicht so schnell verbiegen lässt! 

Antwort
von Kryore, 376

Ich habe mir so etwas nie angeeignet und finde es auch völlig schwachsinnig.

Wieso darf ein Junge nicht Weinen? Ich finde es sehr schockierend das jmd der etwas offener reagiert und sensibler ist direkt als : Schwul, Mädchen. Lappen etc beleidigt wird. Ich habe selbt 3 Jahre Mobbing deswegen durchgemacht.Ich verstehe mich heute mit Mädchen viel besser, weil sie viel offener zu einander sind und nicht direkt beleidigen.

Ich habe wirklich kein Problem damit ,wenn dich die Jungs aus meiner Klasse sich als Stärksten aufführen. Aber  so tuen als ob sie alles wüssten und es cool finden die Jungs die in der Schule mitmachen direkt ausgrenzen verstehe ich das nicht mehr.

Ich fände es besser wenn Jungs nicht so tuen müssten als wären sie die Stärksten, sondern einfach nur ihren Charakter zeigen müssen.

Ich habe mich ungefähr 5 Monate auch so verhalten, es dann aber gelassen, weil ich mit einem Mädchen darüber geschrieben habe und sie mir sagte das sie das nicht wirklich schön finden was Jungs dann machen.

Ich hoffe du verstehst was ich meine und meine Antwort ;)

Antwort
von Joline007, 319

Wer bestimmt denn ,was männlich ist oder nicht ,wer schreibt das vor ..Genau ..keiner !!! Das ,was du von anderen hörst ist kein Standard ,sondern die Meinung und der Geschmack dieser Leute mehr nicht . Wenn man es genau betrachtet ist jemand  wirklich männlich,wenn er die Pflichten erfüllt ,welche er als Mann erfüllen sollte z.b.zu seinem Wort stehen ,Familie ernähren können ,Beschützer sein . Es ist wahr ,dass es typisch männliche Charaktereigenschaften gibt. Genauso wie typisch weibliche . Manche Frauen haben jedoch mehr männliche Eigenschaften und manche Männer mehr weibliche Züge ,was unter anderem durch Umfeld und Erziehung geprägt wird. Jedoch muss man sich nie Vorwürfe der anderen anhören lassen ,denn man ist so wie man ist . Jeder ist anders und deshalb auch einzigartig ! 

Antwort
von Sauperle, 486

Wenn ein Mensch zu sich stehen kann, wie und was er ist, dann gibt es für eine solche Überlegung keinen Grund. Ich kann nur mich selbst ändern, andere nicht. Aber ich muss mich auch dafür nicht für andere Verantwortlich zeigen. Äußere Werte vergehen schneller, als man möchte. Zunehmen können nur die inneren Werte, zumindest solange wir auf der Erde weilen.

Antwort
von ngdplogistik, 80

Lieber Solnnis,

Warum hasst Du?

Hier auf dieser Welt leben nun einmal Männer und Frauen und jedem bleibt es überlassen, was aus dem Leben zu machen, wobei es völlig gleichgültig ist, wie nun der eine Mensch oder andere aussieht. In unserer heutigen Zeit unterliegen wir keinem Zwang, zu sein, wie andere uns sehen wollen oder was gerade in Mode ist. Dem einen Menschen gefällt dies, dem anderen jenes. Du, wie auch alle anderen Wesen dieser Welt, dies gilt zumindest zur Zeit, haben ihre eigenen Vorstellungen, wie und was sie sein wollen.

Wer zwingt Dich, Dich an irgendetwas zu beteiligen, von dem Du kaum, wenn überhaupt, überzeugt bist? Weshalb meinst Du das irgendwer den Harten herauskehren müsste, um anerkannt zu werden? Wer zwingt wen, in einer Gang zu sein? Wer zwingt wen dominant zu sein? Wer zwingt wen empathielos zu sein? Wer oder was, ausser die eigene Sichtweise, drängt Dich in eine nationale Welt, zum Patriotismus, zur Rücksichtslosigkeit? Du hast die Entscheidung zu all diesem. Wieso zurück in die Steinzeit? Macho bist Du auch nur aus Deinem Inneren heraus.Wohl kaum die gesamte Welt unterliegt diesem Spiel der Kräfte.

Respekt geben und bekommen kannst Du zu jeder Zeit, auch dann, wenn Du anders bist als andere oder gerade deshalb. Ist eine Frage der Akzeptanz Deiner eigenen Persönlichkeit, die nichts mit dem zu tun haben muss, wovon Du schreibst. 

Weshalb also hassen oder resignieren? Deine Anerkennung innerhalb dieser Gesellschaft bekommst Du dann, wenn Du etwas bist, wohl kaum, wenn Du nur etwas darstellst oder irgendeinen Anschein erwecken willst. 

Liebe Grüße

Antwort
von Girafino, 33

Also ich weiß nicht was dein Problem ist und ich will dich jetzt auch nicht angreifen aber...

ich bin sehr schmal gebaut und bin keineswegs machohaft und streitereien gehe ich generell aus dem weg und niemand aber auch wirklich niemand hat je über mich schlecht geredet von wegen ich sei schwul oder zeig mal bisschen männlichkeit.

Nur dass ich halt bisschen zunehmen sollte, wobei ich sagen muss dass ich auch wirklich schlank bin und einfach nicht zunehmen kann.

Was ich mir vorstelle ist, dass du einfach schüchtern und zurückhaltend bist und nicht selbstbewusst, dass spiegelt sich ja auch nach außen wieder, und schüchternheit allgemein wirkt sich nicht gut auf die gesellschaft.

Ich würde mal aber eher tippen, dass du einen falschen Freundeskreis hast (nicht böse gemeint) :)

Antwort
von BellaKnows, 906

Die meisten Typen, die solche Ansichten vertreten, sind degenerierte Dummschwätzer, die sich vor ihrem Gefolge von Ignoranten aufspielen wollen. 

Wenn man schon mit Gleichberechtigung anfängt, dann sollte man das auch wirklich fair machen. Frauen, die sich wie Männer verhalten (ich mein jetzt einfach die stereotypischen Merkmale), gelten schon lange als stark und unabhängig und ernten Bewunderung.

Männer hingegen werden oft beschimpft, wenn sie auch nur einen leicht femininen Zug haben.

Warum müssen Charaktereigenschaften an das Geschlecht getackert werden? Man ist wie man ist, weil man eben so ist (über diese Hintergründe kann man streiten). Das hat aber nicht mit dem Geschlecht zu tun. 

Klar, es gibt Frauen und es gibt Männer. Und die unterscheiden sich auch. Aber generell jemanden zu beleidigen, nur, weil er nicht ins Weltbild passt, geht gar nicht!

Man sollte generell aufhören zu sagen, das sind typische weibliche Eigenschaften und das typisch männliche.

Klar, ich mag's auch, wenn man mich wie eine Dame behandelt, aber das ist einfach meine Art. Hat nichts damit zu tun, dass ich als Frau geboren wurde. 

Und btw: Es ist auch an der Zeit "schwul" nicht mehr als Schimpfwort anzusehen bzw. es zu benutzen! 

Kommentar von IsleOfCheese ,

"Frauen, die sich wie Männer verhalten (ich mein jetzt einfach die stereotypischen Merkmale), gelten schon lange als stark und unabhängig und ernten Bewunderung. Männer hingegen werden oft beschimpft, wenn sie auch nur einen leicht femininen Zug haben." Da muss ich vehement widersprechen: Frauen mit "männerspezifischen" Merkmalen werden leider genauso beschimpft (von Männern und Frauen), wie Männer für ihre femininen Züge als modern und gebildet gehypt werden. Es gibt alles.

Kommentar von BellaKnows ,

Ich meinte das so: In der Öffentlichkeit stehen Frauen nun mal mehr im Mittelpunkt. Wenn man tolerant wirken will, muss man nur sagen: "Frauen müssen ihre Stärke nicht verstecken" oder ähnliches. 

Gerade jetzt wird das so unglaublich wichtig genommen, dass Frauen gleichberechtigt werden und sich nicht "unterdrücken" lassen. 

Persönlich habe ich den Eindruck, dass das bei Männern aber nicht der Fall ist. Die werden eher als der Fein gesehen, die die Frauen unterdrücken. Dabei sind sie nicht das Problem, sondern die vorherrschende Meinung, dass Männer mehr oder bestimmte Sachen besser können als Frauen.

Diese Ansicht gibt es aber schon seit Anbeginn der Menschen, als die Männer jagen gegangen sind. Mit der Zeit haben sich aber nun mal die Umstände verändert. 

Außerdem habe ich ja nochmal darauf hingewiesen, dass man einfach bestimmte Eigenschaften nicht mit dem Geschlecht, sondern einfach mit dem Charakter eines Menschen verbinden soll. Das gilt sowohl für Frauen als auch für Männer. 

Kommentar von pontios94 ,

das könnte man aber auch an den Fragesteller zurückgeben

ich mache Kampfsport un bin trotzdem kein "Gorilla" wie er es hier so schön sagt

ich liebe meine heimat über alles muss aber deshalb nicht rassistisch sein 

und ich wende Gewalt dann an wenn sie nötig ist das heißt aber nicht das ich sie zum protzen benutze sondern um die, die mir wichtig sind zu schützen 

wenn der Fragesteller sich eine zivilisierte Welt wünscht dann muss er auch die anderen menschen akzeptieren so wie sie nun mal sind auch wenn es ihm nicht gefällt

das sind nun mal die Merkmale einer zivilisierten Welt 

wie du siehst kann man diese Eigenschaften , die der Fragesteller als unzivilisiert versteht, besitzen und trotzdem höflich bleiben 

in diesem sinne einen schönen tag noch 

Kommentar von BellaKnows ,

Es geht hier in erster Linie darum, wie man behandelt wird, wenn man nach allgemeiner Ansicht nicht in diese "Form" reinpasst. 

Jeder kann ja machen, was er will. Das räumt die persönliche Freiheit ein und das finde ich auch gut so. 

Aber man muss auch akzeptieren, wenn andere nicht so denken oder handeln wie einer selbst. Natürlich gibt es Grenzen (ich würde nie ein Tier verprügeln und würde auch jeden davon abhalten zum Beispiel), aber Toleranz ist in jeder Hinsicht essentiell für eine zivilisierte Gesellschaft. 

Kommentar von pontios94 ,

ich weiß nicht ob ich das etwas komplizierter geschrieben habe?

aber im Endeffekt sind wir ja aufs selbe hinaus :)

Kommentar von BellaKnows ,

Ja, ich wollte das nur noch einmal herausarbeiten :) 

Antwort
von NorwinSchneider, 157

Du hast einfach eine falsche Vorstellung von Männlichkeit. Informiere dich mal genauer darüber was es überhaupt heißt Männlich zu sein. Das hat nichts mit Kraftsport zu tun. 

Antwort
von musenkumpel, 51

"leichte Aggressivität im Umgang mit anderen, das Verherrlichen von
Kampfsport und Muskeltraining, Dominanzverhalten, Nationalismus und
Patriotismus, Rücksichtslosigkeit und Empathielosigkeit, Banden und Gangkultur"

Zum Glück kann ich da noch die Hälfte rausstreichen, aber das sind genau die Dinge über die ich mich definieren *musste* um in dieser Kackwelt den Kopf oben zu behalten. Aber nicht dass andere einen gleich schwul fänden.

An Jungen und Mädchen werden unterschiedliche Erwartungen gestellt und mit jeder Generation werden die Anforderungen zugespitzt. Ich war auch brav, lieb, anständig, nett, humorvoll, achtsam. Heute muss ich Gefühle üben um aus der Empathielosigkeit zu kommen!

Als Mann wirst du in der Arbeitswelt ausgebeutet, darfst als Dreck irgendwelchen Sch* machen. Als Frau sitzt du im Büro. Frauen haben aber andere Ansprüche. Sie wollen Männer die für sich sorgen können und wer so einen will muss es selbst können. Männer verlieren sich aber als Kind schon viel früher als Frauen.

Beispiele findest du in den Supermärkten an der Kasse. Meistens bei richtigen Drachenmüttern mit Kindern. Jungs bekommen alles verboten. Mädchen bekommen gezeigt wie sie den Sch* aufs Förderband legen.

Der Junge bekommen von ein und der selben Mutter gezeigt was er NICHT darf, während das Mädchen gezeigt bekommt wie sie SEIN SOLL. Da soll mir einer erklären, dass es in der Natur läge, dass Männer Frust nach außen tragen und Frauen nach innen gegen sich selbst.

Also 'Männlichkeit' wird abgeschafft, wenn man Menschen so nimmt wie sie sind und jedem die Verantwortung überlässt, mit der er umgehen kann und niemanden anschnauz, erst recht keine Kinder, und vorher selber mal guckt ob man nicht nur dauernd am lauthals nörgeln war ;P ;) (das ging gegen die Drachenmutter, erkenne das aber auch an mir gerade :)

Antwort
von halbsowichtig, 615

Du umgibst dich mit den falschen Bekannten. Such mal Kontakt zu gebildeten Kreisen! Unter Studenten und Akademikern gibt es dieses Alpha-Männchen-Gehabe nur noch in sehr abgeschwächter Form.

Damit wären wir auch schon bei der Ursache: Stereotypes Steinzeitverhalten ist ein Zeichen mangelhafter Bildung. Diese armen Männer haben nichts im Kopf, darum können sie nur mit Muskeln und grollender Stimme beeindrucken.

Kommentar von Octuline ,

Jeder hat so sein persönliches Brett vorm Kopf. Akademiker haben auch Einstellungen, die nicht ganz so toll sind. Besser wäre es, wenn man sich mit möglichst vielen verschiedenen Menschen umgibt und sich ihre verschiedenen Meinungen anhört, um sich selbst eine zu bilden, und sich nicht nur auf Studenten zu fixieren.

Antwort
von haufenzeugs, 87

das ist doch kein männertum. wer will denn so einen mann in der heutigen zeit noch haben? natürlich gibt es menschen die kampfsport gut finden, genauso wie es männliche egoisten und machos gibt oder absolute träumer und romantiker.

mein sohn geht auch zum kampfsport um dort disziplin und regeln zu lernen. mit am start ist seine jüngere cousine und sie trainieren im gleichen team und mit demselben trainer. da macht keiner einen unterschied. er spielt mit puppen, mit autos, verkleidet sich als oma mit langhaarperücke und ist 5 min. später ein krieger mit waffenrock. du bist wer du bist und du hast es nicht nötig dich mit irgendjemanden zu vergleichen, es sei denn du willst es so.

Antwort
von asdfghj2, 45

Ich hoffe mal "Männlichkeit" wird nie abgeschafft, sonst gäbe es ja nur noch Frauen.

Die Attribute die du aufzählst haben meiner Meinung auch alle nichts mit "Männlichkeit" zu tun. Ich hatte in meinem Leben noch nie das Gefühl ich müsste rücksichtslos, empathielos oder patriarchisch sein um männlich zu wirken.

Und was man über Kampfsport und Muskeltraining denkt ist ja jedem selbst überlassen, ganz unabhängig vom Geschlecht. An dieser Stelle finde ich es auch wichtig, dass man Kampfsport nicht mit sinnloser Rumschlägerei gleichstellt.

Kleine Jungs haben wohl oft das Bedürfnis Kräfte zu messen und lassen ein bisschen den Macho raus hängen. Dieses Verhalten ist meiner Meinung nach bei Kindern nicht ungewöhnlich, hat aber nichts mit "Männlichkeit" zu tun.

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