Frage von Mondlachen, 111

Wann wird jemand in ein künstliches Koma versetzt?

Bin ich in der richtigen Annahme, das jemand in ein künstliches Koma versetzt wird um ihm oder ihr ein Trauma zu ersparen? Ein Verwandter von mir hatte vor kurzem ein Lungenversagen und wurde ins künstliche Koma gelegt. Die Ehefrau ist der Meinung das es nicht nötig gewesen wäre. Sie besteht auf ihrer Meinung und zickt etwas herum. Ich bin allerdings der Meinung das die Ärzte es wohl mit Bedacht auf den Patienten getan haben. Auch um ihm unnötiges Leiden und Quälerei im Wachzustand zu ersparen. Nun sind wir halt unterschiedlicher Meinung. Hilft es dem Patienten im künstlichen Koma zu sein? Bitte nur erst gemeinte Antworten.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von NSchuder, 73

Selbstverständlich hilft es dem Patienten. 

Meistens wird ein künstliches Koma eingeleitet um dem Körper die Möglichkeit zu geben sich vollständig auf die Genesung zu "konzentrieren" und den Organismus zu "entlasten".

Hintergrund ist dass der Körper bei schweren Krankheiten oder Unfällen oft panisch reagiert. Die körpereigenen Rettungsmechanismen werden dadurch völlig überfordert. Der Körper des Patienten  gerät unter schweren Streß. Dadurch kann ein lebensbedrohlicher Zustand eintreten. Genau das wird durch das künstliche Koma verhindert.

Antwort
von FelixFoxx, 72

Vor allem kann man im künstlichen Koma die Körpertemperatur absenken, das erhöht im Falle eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls die Überlebenschance, sicherlich auch bei Lungenversagen.

Antwort
von Spezialwidde, 67

Im Prinzip macht man es aus zweierlei Gründen:

Grund 1: Jemand hat unerträgliche Schmerzen (schwerer Unfall, krebs im Endstadium).

Grund 2: Jemand muss intubiert künstlich beatmet werden. Das ist im Wachzustand nicht möglich weil ein Patient sonst den Tubus nicht toleriert. Und das würde ich in diesem Fall duch stark vermuten, bei Lungenproblemen kommt das doch häufig vor.

Antwort
von Hannibunnyy, 62

Ein Trauma hat derjenige dann wahrscheinlich sowieso.

Man versetzt jemanden in ein künstliches Koma, damit der Körper sich besser erholen kann und sich nicht noch auf irgendwelche Körperfunktionen konzentrieren muss.

Kommentar von Mondlachen ,

Der Gute hat schon seit Jahren bronchale Probleme, durch jahrzehntelanges  Kettenrauchen und Raubbau an seiner Gesundheit. Nun ist wohl leider der unausweichliche Notfall eingetreten. Wie lange hält man durchschnittlich einen älteren Menschen im künstlichen Koma?

Antwort
von FGO65, 61

Künstliches Koma wird angewandt, um den Körper auf seine Minimalfunktion runterzufahren und so alle "unnötigen" Funktionen abzuschalten.

Hierdurch wird der Körper geschont und hat mehr Kraft für den Heilungsprozess

Kommentar von Mondlachen ,

Er war leider immer der Meinung das Inhalieren und Sauerstoffgerät sowieso nichts nützen. Habe ihn und seine Frau darauf aufmerksam gemacht, dass es auch Sauerstoffduschen (Geräte ) gibt, die der Arzt verschreiben kann. Aber alles war immer Quatsch. Nun wurde es leider sehr akut.

Antwort
von FragaAntworta, 65

Sowohl dem Patienten wie auch dem Personal.

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