Frage von VIELLERNERIN, 94

Wann werden Frauen den Männern gesellschaftlich ganz gleichgestellt sein?

Hallo,

erstmal natürlich bin ich der Meinung, dass Frauen den Männern gleichgestellt sein sollten. Und zwar überall und in jeder Hinsicht. Allerdings ist das nicht immer der Fall. Im Job bekommen manche Frauen weniger Geld oder werden aufgrund ihres Geschlechts erst gar nicht eingestellt. Solche Situationen finde ich schlecht, da sie das Prinzip der Gelcihberechtigung, das sogar in dem GG der BRD verankert ist, mit Füßen treten. Warum sind Führungspositionen oftmals nur mit Männern besetzt, obwohl es besser qualifizierte Frauen gibt. Erst eine Frauenquote führte dazu, dass Frauen auch in die obere Liga gekommen sind. Auch heißt es immer, dass Frauen weniger leisten können und - was mich erschreckt - "immernoch lieber den Haushalt machen sollten". Dieses altertümliche Frauenbild ist doch rückständig! Frauen können den Haushalt nicht besser schmeißen als Männer. Doch irgendwie merke ich, dass in meinem Umfeld seit einigen Jahren, die Frauen selbst dieser Meinung sind und lieber Hausfrau werden. Dadurch sind sie vollkommen abhängig von dem Mann. Gelichstellung der Frau ist hier Fehlanzeige. Warum klappt das mit der Gelichstellung der Frau nicht? Wollen die Frauen das selbst nicht mehr? Wo sind die Emanzen?

Danke für euren Betrag VIELLERNERIN

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von StevenArmstrong, 27

Hallo,

das wird wahrscheinlich nie passieren. Die Gesellschaft ist einfach zu sehr auf den Mann ausgerichtet.

Der Jugend wird im Geschihctesunterricht auch nichts über die Emanzipation beigebracht und über Jugendzeitschriften, wie z.B. "Bravo" wird das altertümliche Rollenbild an eben diese Jugend weitergegeben:

https://derhonigmannsagt.wordpress.com/2015/07/19/bravo-raet-maedchen-zur-unterw...

Außerdem funktioniert unsere patriarchalische Gesellschaft erweisernermßen einfach nicht:

Jeder große Tyrann der Geschichte war ein Mann: Adolf Hitler, Mussolini, Mao, Stalin, Kim Jong il, Kim il sund, Kim Jong Un, Erdogan, Putin, Lukaschenko, Jefferson Davis,....

Es gibt aber indigene Volksstämme, die ein matriarchalisches System haben und dort geht es allen besser:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/matriarchat-maenner-leben-besser-wo-...

Man spricht oft vom "Steinzeitrollenbild", das Skeptiker der Gleichberechtigung nutzen, um zu sagen: "Das sind unsere natürlichen Rollen."

Aber es ist auch erwiesen, dass Frauen und Männer in der Steinzeit gleichberechtigt waren, denn was hätte eine schlechte Sammlerin, die aber eine gute Jägerin ist, für das Stammeswohl genützt, wenn sie sammelt, statt zu jagen?

http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/geschichte/SteinzeitFeministen/story/26637935

Kurz: Solange Männer in der Gesellschaft mehr beachtet werden, werden Frauen nicht Gleichberechtigt sein.

MfG

Steven Armstrong

Antwort
von Shiranam, 34

Selbstverständlich bin ich als Frau auch für Gleichberechtigung. Im Job sollten sie dieselben Chancen haben und genausoviel verdienen.

Aber wenn eine Frau sich mit der Hausfrau/ Mutter-Rolle wohlfühlt, dann sollte das genauso möglich sein und sollte nicht als "altertümlich" verspottet werden. Ich glaube, dass diese Rolle den Kindern sehr gut tut und auch der Frau, wenn sie dies wirklich möchte (statt nebenbei noch beruflich zu arbeiten). 

Kinderjahre sollten in der Rente stark berücksichtigt werden. Gut wäre es, wenn die Frau den Beruf nicht ganz aus den Augen verliert, und wenn die Kinder größer sind, wieder sanft in den Beruf einsteigen könnte. 

Trotz aller Gleichberechtigungsdebatten sind Mann und Frau vom Wesen her nicht gleich und das ist gut so. Und wenn ein Paar beschlossen hat, die "traditionelle" Art zu leben, dann wünsche ich mir, dass dies möglich ist, solange mind. 1 Kind noch nicht 16 Jahre alt ist. Die Politik sollte dieses Lebensmodell genauso zulassen, wie andere, ohne, dass die Frau finanziell vom Partner völlig abhängig ist.

Persönlich lebe ich anders, gehe arbeiten, aber ich respektiere andere Lebensmodelle und wünsche mir die Freiheit, dazwischen wählen zu können für alle Frauen, Paare, Männer.

Momentan lebt man finanziell nur gut, wenn man arbeiten geht, auch mit Kind, sogar Klein- und Kleinstkind und das finde ich schade.

Antwort
von Joschihatfragen, 27

Naja also das mit dem Gehalt mag zwar zum Teil Stimmen, aber zum Teil muss ich auch sagen, liegt es daran, dass es mehr selbstbewusste Männer wie Frauen. Frauen neigen eher dazu sich kleiner zu machen wie sie sind, besonders bei Gespräch mit dem Chef wenn es um die Zukunft geht, oder sind wie. Ich sage ganz bewusst nicht, dass es alle wären. Aber das ist bei Frauen einfach häufiger der Fall wie bei Männern. 

Dass man eine Absage auf Grund des Geschlechtes bekommt, ist übrigens auf beiden Seiten der Geschlechter so. Habe schon genug absagen bekommen, weil, ich zitiere "ein Mann eben nicht mal 2 Dinge gleichzeitig könnte und in einem organisiertem Büro nichts zu suchen hätte" - wollte es nur mal erwähnen, das plagt nicht nur die Frauenwelt. 

Das mit dem Herd kann ich mir nicht so wirklich erklären. Also was ich immer wieder in meinem Umfeld mitbekomme, ist, dass viele einfach nur die extremen sehen. Du kennst es sicher, diese Art Chef(in).. Keine Emotion, macht dich auf der Arbeit nur platt und will frisch getrennt sind, deshalb sind eh alle Männer scheide und alle notgele perversse arscloecher und lassen es deshalb an denen aus. (aber ich behaupt mal, Männer zu dieser Sorte gibt es genauso viele mindestens..) und dann gibt es eben die Hausfrau (wie schön jemand erwähnt hat, Anerkennung des Berufes wäre sinnvoll) und dann nehmen Sie lieber ne Hausfrau. Die 3 Billionen Frauen die keines von beiden sind, sind dabei nicht berücksichtigt. Klar ist jetzt übertrieben. 

Wobei ich aber fairer Weise sagen muss, dass sich viele Frauen auf der Weiblichkeit ausruhen. Sie sind eine Frau, also haben  sie nicht einmal was beim Restaurant was zu zahlen, müssen nie die Tür öffnen sonst ist der Typ ein arsh, dürfen nie den ersten Schritt machen. Klar ist jetzt eher die private Schiene, aber auch hier sollten einige mal bisschen Kompromissbereiter werden, hin und wieder zumindest, verstehst du was ich meine? 

Ansonsten schreckt es viele ab, wenn eine Frau selbstbewusster ist und haben dafür lieber ne frau hinter dem Herd die sie klein halten können. Dafür sehe ich persönlich aber keinen Grund. Ihr Weibchen seid alles andere als die kleinen. Uhr könnt ruhig selbstbewusster sein, ich finde das toll und das muss auch so sein. Die Welt hat sich nun mal geändert, damit müssen die Kerle halt mal klar kommen, ist einfach so. Realistisch betrachtet, seid sogar dad stärkere Geschlecht. Wenn sich ne trainierte Frau mit einem gleichermaßen trainiertem Mann prügeln würde, würde die Frau einfach deshalb schon gewinnen, weil der Mann ne große Schwachstelle mehr hat, haha :b 

Naja, vielleicht hat dir meine Antwort mit meinen Gedanken ja geholfen, ich hoffe es zumindest. 

In Liebe und Ehren, dein joschi (:

Antwort
von abibremer, 16

So lange HIER noch (bei GF) durchaus ernst gemeinte Fragen zu "Männer- und Frauenberufen gestellt werden, sehe ich dafür ziemlich schwarz: Wenn nichtmal die BESONDERS betroffenen Menschen (meist Frauen) bestimmte Dinge für selbstverständlich halten, sehe ICH für Frau Schwarzers und Gregor Gysis Ziele (auch meine!) ziemlich schwarz!!! Immer wieder muß ich (leider) lesen, dass sich Frauen schhon vorab dafür entschuldigen, dass sie "nur Hausfrau" seien. Da frage ich mich ernsthaft, WO bzw, WANN ich eigentlich lebe!


Antwort
von AppleTea, 27

Manche Frauen wollen eben lieber ganz mama sein und sich um Haus und Kinder kümmern. Klar ist man dann vom Mann abhängig.. die Gefahr muss man dann halt eingehen.

Antwort
von brubando, 11

Dies wird meiner meinung nach geschehen, sobald mehr frauen führungspositionen in firmen erhalten, denn diese werden momentan deutlich von männern dominiert und somit wird die frau automatisch herabgestuft

Kommentar von Jessicahofst ,

Genau das muss auch irgendwann kommen.

Antwort
von klugshicer, 31

Dazu wurde letztens eine interessante Studie veröffentlicht - anscheinend sind Frauen die keinen Mann haben bzw. lesbisch sind erfolgreicher als Frauen die mit einem Mann in einer Beziehung leben. Als Gründe wurden u.a. angeführt, das kinderlose lesbische kinderlose Frauen nicht unter einem Karriereknick wegen Schwangerschaft und Kindererziehung zu leiden hätten.

Was das Kinder kriegen anbelangt, würde eine "Gleichstellung" unser aller Aussterben zur Folge haben.

Und wie ein Paar aus Mann und Frau sein Leben organisiert, sollte man den beiden selber über lassen.

Kommentar von AppleTea ,

Die Gleichstellung würde nicht unser aller Aussterben zur Folge haben. Die Frau kann nach der Geburt arbeiten gehen und der Vater bleibt beim Kind und Haushalt.

Kommentar von klugshicer ,

Eine Gleichstellung in bezug aufs Kinder kriegen bzw. schwanger werden besser gesagt "nicht schwanger werden", hätte durchaus einen Einfluss auf unseren Fortbestand.

Antwort
von Jessicahofst, 8

Das muss aber passieren, aus mehreren Gründen. Und zwar sollte das im Interesse der Menschheit, nach den natürlichen Fähigkeiten von Männern und Frauen sich evolutionär entwickeln.

Weil ich ja glaube, das Frauen intelligenter, empathischer und einfühlsamer als Männer sind und gleichzeitig die Männer kräftiger und geeigneter für rohe und schwere Arbeiten sind, wäre es total gerecht und würde sich schnell so einspielen, das bei der Müllabfuhr eben fast nur Männer arbeiten, weil Frauen das körperlich entweder gar nicht oder viel schlechter als Männer können, ähnlich wie stumpfsinnige Arbeiten auf dem Bau, die der körperlichen Anlage der Männer viel besser entsprechen. Während eben die Arbeiten in Führungsetagen überwiegend Frauen machen werden, weil sie sich schon wegen viel besserer schulischer Leistungen und überlegener geistiger und seelischer Fähigkeiten, sowie vor allen Dingen weitaus höherer sozialer Kompetenz, dafür viel leichter qualifizieren werden. die Frauenquote soll ja dann nur am Anfang, den Einstieg zu einer natürlichen und gerechteren Entwicklung sein, gerade weil die Männer ja noch, störrisch und kindisch, an den veralterten, patriarchalen Strukturen festhalten wollen. Die Kommentare gerade hier zeigen das wieder einmal total deutlich.

Bestimmt wird das auch endlich zueiner sozialeren und viel humaneren Welt führen. Dafür ist es natürlich auch notwendig, das auch diese veralteten patriarchalen und grausamen Männerreligionen abgelöst werden duch ein von Liebe und Gerechtigkeit getragenen Frauenreligion. 

Kommentar von Wolfstiger98 ,

Du bist echt der Hammer xD

Antwort
von soissesPDF, 1

Sobald Frau Schwesig (SPD) es gelernt hat wie man ein Gesetz formuliert
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/gesetz-gegen-lohnunters...

So wird das schonmal nichts.

Antwort
von Maeeutik, 15

Wichtigste Voraussetzung für eine Gleichberechtigung wäre wohl eine vollständige gesellschaftliche Anerkennung des Berufsbild Hausfrau.

Männer sind doch heute vor allem dann beruflich erfolgreich wenn sie eine kluge Hausfrau und Mutter hinter sich haben, die möglichst gut wirtschaften soll und optisch den Mann aufwertet.

Wie oft beweisen Politiker, Manager ua in Umfragen wie wenig Kenntnisse sie bezüglich des Alltags tatsächlich haben.

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