Wann welchen Widerstand hernehmen?

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2 Antworten

einfach ist relativ...

du musst schon ein wenig in die matherie von strom und spannung eintauchen.

fangen wir mal ganz einfach an, du willst 1 LED an einer batterie anschließen.

dazu musst du wissen, wie viel spannung die batterie liefert, wie viel strom die LED braucht, und wie hoch die flusspannung der jeweiligen LED ist.

in der regel ist es so, dass es bei etwa 1,3 volt anfägt, für infrarot, sich dann über 1,6 volt (rot), 2 volt (gelb) 2,2 volt (grün) bis zu zwischen 3,7 und 4,2 volt für blaue oder weiße LEDs erstreckt.

legen wir dir erst mal ein paar fakten fest. sagen wir, es geht um das einbauen einer grünen LED ins auto, als Anzeige für die Anhängerkupplung:

weil das auto ja bei laufendem Motor eben mal 14,2 volt liefert, nehmen wir die als Spannung an... die grüne LED hat, wie oben schon erwähnt etwa 2,2 volt. üblicherweise hat so eine LED einen strom von 20 mA...

nun fangen wir an zu rechnen. vorweg sei gesagt, dass wir IMMER in basiseinheiten rechnen. d.h,. es gibt keine 20 mA, wenn dann heißt es hier 0,02 Ampere!

also, 14,2 volt minus 2,2 volt macht 12 volt. diese Spannung gilt es im Widerwstand zu verheizen. nach dem ohmschen gesetz (R = U / I) ergibt das einen benötigten Widerstand von 600 Ohm (12 / 0,02)

nimm einfach einen 620er, das ist der nächste verfügbare nach der Reihe E24 (5% Toleranz) bei so einer led kommts auf die paar mA weniger respeketive paar ohm mehr nicht an.

kommen wir nun zu den fortgeschrittenen... wenn du mehrere LEDs verbauen willst, dann ist es klug, immer so viele in reihe zu schalten, dass  möglichst wenig restspannung im widerstand verheizt werden muss.

bleiben wir beim Auto, und bleiben wir bei grünen LEDs z.b. für eine tachobeleuchtung. sagen wir, es sollen 6 grüne LEDs werden. schaltest du sie in reihe, dann sind das 6 x 2,2 volt. also 13,2 volt. muss also noch ein volt bis 14,2 verheizt werden...

der strom ist, weil ja der strom in einer reihenschaltung stets konstant ist, nach wie vor 20 mA also 1 volt duch 0,02 Ampere, das macht 50 Ohm. der nächst größere verfügbare Widerstand ist 51 Ohm...

und BITTE schalte niemals mehrere LEDs parallel an einen vorwiderstand.

lg, Anna

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Kommentar von AllAboutPC
12.12.2015, 17:49

Danke :) wieso darf man niemals mehrere LED's parallel an einen Vorwiderstand schalten ?

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Du musst die Spannung Deiner Stromquelle kennen, die Betriebsspannung sowie den Betriebsstrom der LED's. 

Beispiel: Du hast eine BAtterie mit 12 Volt. Daran möchtest Du drei LED in Reihe anschliessen, die jeweils 2,4 Volt und 20 mA brauchen. Also rechnest Du: 3*2,4 = 7,2 Volt. Du hast 12 Volt, also müssen 4,8 Volt am Widerstand verbraten werden. Aus der Formel R=U/I setzt Du ein: 4,8/0,020             und kriegst raus: 240 Ohm Und für der Belastung rechnest Du 4,8 * 0.02=0,096 WAtt. Da es keinen einfachen Widerstand mit 240 Ohm gibt, nimmst Du den nächstgroßen der E12 Reihe, also 270 Ohm, dabei ist 1/4 Watt ausreichend. Ansonsten schaust Du hier:

 http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/1109111.htm

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Kommentar von AllAboutPC
12.12.2015, 14:05

Danke :) endlich mal eine richtig gute antwort , danke :) dennoch hätte ich eine Frage und zwar wieso muss man dann 4,8 durch 0,020 rechnen ? Die 4,8 sind logisch, aber woher kommen die 0,020 ?

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