Wann und wie das Thema "Depression" angehen?

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12 Antworten

Ich kenne deine Lage nur zu gut. Du solltest auf jeden Fall zu einem Psychiater gehen, da nur er dir wirklich sagen kann, ob du unter einer Depression leidest. Wenn du versuchst dich selbst zu diagnostizieren, wird deine Lage wahrscheinlich noch schlimmer werden. Ich habe mir seit Jahren keine Hilfe geholt und auch lange niemandem davon erzählt, sondern versucht mich selbst zu "heilen", was nicht geklappt hat. Irgendwann würdest du nur anfangen dich zu sehr zu analysieren und alles anzuzweifeln das du tust, was zu einer Verschlimmerung deiner möglichen Depression führen könnte. Je früher du dir professionelle Hilfe suchst, desto höher ist die Chance, dass daraus kein Extremfall wird.

Alles Gute

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Hallo,

es ist echt super , das Du von selber Hilfe suchst und den Kopf nicht in den Sand stecken möchtest, wie Du es so schön schreibst. Denn alleine kannst Du Deinen Zustand einfach nicht ändern und das ist ein ganz großer Schritt, weil Du das selber erkannt hast.

Geh auf jeden Fall zum Facharzt zu einem Psychologen. Am Besten zu einem der auch den Titel Neurologe dazu trägt, denn dieser kann dann auch Deine Gehirnströme messen, da er das Gerät dafür hat.

Der Arzt hat Schweigepflicht und keiner wird was erfahren, wenn Du das nicht möchtest. Du brauchst Dich aber auch nicht zu schämen, ganz im Gegenteil, Du kannst stolz darauf sein, das Du zu einem Facharzt gehst, um an Deinem Zustand etwas zu ändern, wissen zu wollen, was bei Dir los ist.

Wie gesagt, zum Facharzt, auf keinen Fall zum Hausarzt, da sich dieser mit diesem Thema einfach nur am Rande auskennt, da er ja auch "nur" Hausarzt ist. Viele probieren selber rum und das kannst Du Dir sparen, weil das beim Hausarzt nichts bringt.

Du brauchst keinen Überweisungsschein, nur Deine Versichertenkarte 

Du wirst sicherlich nicht dumm angeschaut, das wäre ja schlimm. Du musst auch, wenn Du Dir einen Termin machst, nicht sagen, warum Du kommen möchtest. Sag dann einfach, Du möchtest dies dem Arzt selber sagen, aber es wäre dringend, denn sonst wartest Du lange auf einen Termin.

Du wirst dort vom Arzt vieles gefragt, dann werden eben meistens die Gehirnströme gemessen (Dies ist nicht schlimm, schmerzt nicht, wirst verkabelt usw.) und je nach Deinem Zustand wirst Du auch Medikamente bekommen. Du darfst aber nicht erwarten, das sich sofort was an Deinem Zustand ändert. Medikamente brauchen eine Zeit bis sie wirklich wirken und auch hilft nicht gleich jedes Medikament Deinen Zustand zu verbessern. Oft muss ein Medikament auch wieder gewechselt werden.

Das Medikament - wenn Du eines brauchst - soll unterstützen. Wenn Du Depressionen hast, liegt die Ursache aber woanders.

Wenn der Arzt meint, Du brauchst auch eine Gesprächstherapie, dann muss er diese bei Deiner Krankenkasse beantragen, damit Du diese nicht selber bezahlen musst. Entweder macht er diese dann selber oder er schickt Dich zu einem Psychologen, der eine Praxis hat, nur für Gespräche. Dies ist auf jeden Fall von Vorteil, da dort viel mehr Ruhe ist, als in einer "normalen" Praxis.

Egal bei welchem Arzt das jetzt ist, er oder sie muss Dir sympathisch sein, sonst bringt so eine Therapie überhaupt nichts. Du kannst also jederzeit den Arzt wechseln. 

Denn in einer Gesprächstherapie solltest Du wirklich ganz ehrlich sein, was Dein Leben betrifft usw.. Der Psychologe möchte ja raus finden, warum Du jetzt in diesem Zustand bist, um diesen anhand von Gesprächen oder eben Änderung in Deinem Leben, Deinem Umfeld zu bessern. 

Liebe Grüsse und hab keine Angst. Du gehst auf jeden Fall den richtigen Weg und ich wünsch Dir sehr, das es Dir bald besser geht.

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Hallo Flower,

niemand wird Dich doof anschauen, wenn Du deswegen zu einem Arzt gehst - egal ob zum Hausarzt oder zu einem Psychologen. Und falls doch, hat derjenige seinen Beruf verfehlt. 

Ob Du depressiv bist, kann Dir hier mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sagen. Wenn Du Dich für das Thema interessierst, kannst Du Dich im Internet über die 'typischen' Begleiterscheinungen einer Depression informieren. Dennoch musst Du bedenken, dass jeder Mensch anders auf soetwas reagieren kann. D.h. wenn Du eines oder mehrere Symptome nicht hast, bedeutet das nicht automatisch, dass Du nicht dennoch depressiv sein könntest und vice versa.

Der beste Schritt wird wohl sein, wenn Du zu Deinem Hausarzt gehst und ihm von dem berichtest, weswegen Du glaubst, depressiv zu sein. Er kann Dir sicherlich keine ausführliche Diagnose geben, aber er kann mit Sicherheit einschätzen, ob es sich dabei um eine Depression handeln könnte oder nur um 'die normale' Abgeschlagenheit / Traurigkeit, die jeder Mensch mal hat.

Wenn Du die Diagnose Depression dann hast, kann Dir Dein Hausarzt Ansprechpartner nennen. Wenn Du nicht gleich einen Termin bei einem Psychologen bekommst, kannst Du Deinen Hausarzt fragen, ob er eine Liste mit Sozialarbeitern hat, bei denen Du als Überbrückungszeit unterkommen kannst (die machen dann meistens keine richtige Therapie, sondern eher eine Art Gesprächstherapie, in dem Du mit jemandem vom Fach darüber reden kannst, was Dich belastet). Eventuell hilft Dir das dort schon und Du brauchst gar nicht zum Psychologen. Falls doch ist das immer noch kein Grund, sich für irgendwas zu schämen. Eine Depression ist eine Wunde der Seele, und auch auf die gehört ein Pflaster. Nur, dass man da nicht so einfach eins draufkleben kann.

Wenn Du Dich vorab informieren möchtest, welche Psychologen es in Deiner Nähe gibt, kannst Du hier mal schauen: https://www.therapie.de/psychotherapie/

Lass Dich von den vielen Filtern nicht abschrecken. Es gibt viele mögliche Ursachen für eine Depression, deswegen gibt es so viele Therapiemaßnahmen. Welche Du brauchst ist im Moment noch gar nicht so wichtig. Hauptsache Du kannst Dich über Möglichkeiten der Hilfe in Deiner Stadt informieren und siehst, dass es für alles eine Lösung gibt.

Ich wünsche Dir alles Gute.

LG
Noeru

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Du kannst dir beim Hausarzt eine Überweisung zum Psychologen holen,allerdings sind die Wartezeiten da echt brutal,halbesJahr ist da schon wenig.^^ Also kannst du ruhig erstmal deinem Hausarzt die Situation schildern,viel Plan haben die da meist nicht,aber es st schon mal etwas.

Ich denke du weißt ja eigentlich schon selbst ganz gut wie es dir geht und ob es dir helfen würde einem Psychologen zu haben,bzw allgemein ärztliche Hilfe.

Ich denke es ist nicht verwerflich zu fragen,da wird sich keiner über dich lustig machen,die wenigsten wissen am Anfang was mit ihnen los ist.

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Geh vertrauensvoll erst mal zum Hausarzt und öffne Dich ihm bzw. ihr.

Es wird Dir sinnvoll geholfen, wenn Du "offen" dafür bist. Du brauchst Dich vor niemandem deswegen zu schämen oder zu verstecken. Nur

Deine Gesundheit zählt jetzt. Lass Dich von niemandem beirren. Höre nur auf Dein inneres Selbst (Seele) und was es benötigt, um wieder gesund zu werden. 

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Ich würde dir eine Psychologische Beratungsstelle empfehlen. Dort kannst du anonym und kostenlos einen Termin vereinbaren und mit jemandem über deine Probleme reden. Dort kann man dir auch mit der Frage weiterhelfen, ob du depressiv bist und was für weitere Schritte geeignet wären. Es stellt eine gute Alternative zu einem Arzt dar.

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Im Internet gibt es ein paar gute Tests über Depressionen, aber dennoch wenn du dir unsicher bist solltest du zum Arzt gehen. Du kannst auch zu deinem Hausarzt gehen, von dem, wenn ihm Anzeichen aufallen, wirst du dann zu einem Psychologen geschickt. Am besten sofort abchecken lassen, dann wird das alles schon wieder.

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Frage beim Hausarzt nach einer Überweisung zum Psychologen (evtl. kennt der sogar eine Reihe kompetenter Therapeuten), da du vermutest, an Depressionen zu leiden.

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Zum Hausarzt, der wird dir dann auch mit Psychologen weiterhelfen.

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Zuerst einmal möchte ich Dir zu diesem weisen Entscheid gratulieren, denn es ist gut wenn Du Dir kompetente Hilfe holst....

Niemand wird etwas davon erfahren, darum die Schweigepflicht des Arztes...aber mit einer Depression ist nicht zu spassen, es ist eine Krankheit wie jede Andere auch...

in der Schweiz wird die Therapie bei einem Psychiater aber nicht eines Psychologen von der Krankenkasse bezahlt...wie das in Deutschland gehandhabt wird, weiss ich nicht aber das kann Dir bestimmt der Hausarzt sagen...

Ich erachte eine sorgfältige Therapie als sinnvoller, weil Du der Ursache auf den Grund gehst und so das Problem dauerhaft lösen kannst...mit Medikamenten bekämpft man nur die Symptome, darum ist es gut der Sache auf den Grund zu gehen...

Nun wünsche ich Dir eine baldige Besserung alles Gute Dir 

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Niemand schaut dich doof an.

Gehe zu deinem Hausarzt und erkläre es ihm, er wird dir weiterhelfen und kann dir eigentlich auch Adressen nennen.

Du musst keine Angst haben und man wird dir helfen, ganz bestimmt. Ausserdem willst du es, dass ist ein guter Anfang.

Alles Gute

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Die Frage die du dir stellen solltest ist, warum willst du das wissen? Wenn es es dir psychisch nicht gut geht, dann ist es völlig richtig nach etwas zu suchen, das deinem Leben wieder einen Sinn gibt. Dafür benötigst du nicht erst eine Diagnose vom Arzt, die deinen Verdacht bestätigt. Bringt es dich weiter bzw was würde es dir bringen? 

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Kommentar von Flower1337
15.08.2016, 21:44

Vielleicht bin ich ja garnicht depressiv sondern habe nur ein scheiß Leben oder einfach nur Pech oder meine letzten 5 Jahre waren einfach nur mieß oder oder oder....

das will ich eben wissen =(

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Kommentar von Einstein2016
15.08.2016, 23:47

Man suche aber nicht im 1. Schritt nach rein "oberflächlichen" Dingen, welche einen zwar vorübergehend befriedigen bzw. ablenken können, aber niemals die negativen Symptome der psychischen Erkrankung heilen können. Die kommen wieder !

Fachärzte können medikamentös lindernde Zustände schaffen. Erst wenn das seelische Leid völligst nach außen dringt (z.B. in therapeutischen Einzel-Gesprächen) und sich so ganz offenbart, ist DIES der wichtige 1. Schritt zu einer möglichen Gesundung.

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