Wann sollte man nach der OP aus der Vollnarkose auswachen?

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8 Antworten

Um deine Frage genau zu beantworten, sollte man den Begriff der Vollnarkose erst einmal richtig abgrenzen.

Eine Vollnarkose besteht aus drei Komponenten:

  • Dem Narkoseschlaf
  • Der Schmerzfreiheit
  • Der Relaxation, also der Muskelentspannung.

Um diese drei Komponenten zu erreichen, hast du bei der Narkoseeinleitung dreierlei Medikamente bekommen: Ein Hypnotikum für den Narkoseschlaf, ein Opioid für die Schmerzfreiheit und ein Muskelrelaxans für die Muskelentspannung.

Die Medikamente sind in der Regel kurzwirksam. Sie verlieren nach einigen Minuten schon wieder an Wirkung. Sie werden daher während der Operation weiterhin zugeführt, damit du nicht aufwachst.

Die erwähnten Narkosemedikamente haben deine Atmung beeinträchtigt und
deshalb hattest du während der OP entweder einen Beatmungsschlauch in
der Luftröhre eingeführt oder eine Larynxmaske im Rachen.

Du hattest eine Operation von 20 Minuten, möglicherweise waren es auch
25 Minuten oder eine halbe Stunde, das ist aber egal, die OP dauerte
sehr kurz.  

Muskelrelaxantien und Opioide können nach der OP sogar antagonisiert, also mit einem Gegenmittel in ihrer Wirkung aufgehoben werden. Bei den Hypnotika geht das nicht. Sie werden von der Leber abgebaut oder wenn sie gasförmig verabreicht wurden, wieder ausgeatmet.
Der Abbau erfolgt degressiv. Das heißt erst ganz steil, dann mit einem langen Schwanz eher langsam fallend.

Nun kommt es drauf an, was als das "Narkoseende" angesehen wird.

Zum einen kann als das Narkoseende die Beendigung der Narkosezufuhr gesehen werden. Dann dauert es ungefähr 10 Minuten oder eine Viertelstunde, bis die Narkose soweit abgeklungen ist, dass du erstens wieder normal atmen kannst und zweitens zum ersten Mal aus dem Narkoseschlaf erwachst.
Auch dieses Erwachen kann man als "Narkoseende" betrachten.

Insbesondere die Hypnotika haben auch in geringeren Dosen einen Gedächtnisausfall (Amnesie) als Nebenwirkung. Diese Gedächtnislücke tritt daher unmittelbar vor dem Einschlafen und nach dem Aufwachen auf.

Aufgrund des oben erwähnten flachen Abfallens der Narkosekonzentration im Blut kann man einen Nachschlaf von eineinhalb Stunden durchaus als normal bezeichnen, das gehört aber nicht mehr zur eigentlichen Narkose, die du auf dem OP-Tisch hattest, während dir die Narkosemedikamente zugeführt wurden.

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Kommentar von Djlena
22.02.2016, 00:38

Wie ich schon unter einer anderen Antwort hier erwähnt habe, War das etwas unglücklich ausgedrückt. natürlich meinte ich nicht, dass ich unter Narkose War, sondern ich wollte wissen, wieso ich so lange gebraucht habe zu mir zu kommen, bzw die Augen zu öffnen. ich kenne mich damit nicht aus und wollte deswegen mal hier nachfragen. nach der langen Zeit, hab ich zum ersten mal die Augen auf gemacht und konnte eigentlich nichts machen, dann wurde mir eine Kochsalz Lösung gegeben. die Patientin die nach mir die gleiche Op hatte, ist zeitgleich mit mir aufgewacht.

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Dein Vater hat sich etwas unglücklich ausgedrückt. Je nach dem, welche Narkosemedikamente eingesetzt werden hast du nach der OP eine Amnesie (Gedächtnislücke) In den Aufwachraum kommt nur der Derjenige, der nicht mehr narkotisiert ist und wieder selbständig atmen kann. Das ist Vorschrift in Deutschland. Das was du beschreibst, können normale Reaktionen sein. Müssen aber nicht! Hattest du einen erfahrenen Anästhesisten? Es kommt schon mal vor, dass die Narkose zu tief war. Dann ist man im Aufwachraum noch lange schläfrig und müde aber nicht mehr unter Narkose. Bei einer 20 minütigen OP ist man normalerweise im AWR nach einer Stunde wieder so wach, dass man sich an alles erinnern kann. Wenn du dein Gewicht nicht genau angegeben hast, kann der Anästhesist auch die Narkosemedikamente nicht genau für deinen Körper berechnen. Dann bekommst du evtl. zu viel und die Narkose wird zu stark bzw. zu tief. Das merkt zwar ein erfahrener Anästhesist, aber jeder fängt mal klein an.

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Kommentar von Djlena
22.02.2016, 00:33

Ich glaube ich habe mich unglücklich ausgedrückt, ich meinte natürlich nicht, dass ich unter Narkose stand sondern, mich hat interessiert ob es wirklich normal ist, dass man so lange danach einfach nicht ansprechbar ist, weder sich bewegen kann, noch wahrnehm Gefühl hat, halt als würde man noch unter narkose stehen. erst als ich nach der ewig langen Zeit die Augen geöffnet habe und mein Körper nicht mit macjen wollte hat man mir eine Kochsalz Lösung gegeben. ich fand es halt komisch, denn die Patientin mit gleicher Op, die nach mir dran War, ist zeitgleich mit mir zu sich gekommen

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Jeh nach dem wie dein körper die narkose verträgt. Eigendlich sollte der aufwachzeitraum von einem anästesisten (narkoseartzt) berechnet bzw eingeschätzt sein , es ist jedoch nicht unüblich das man dannach noch 2-3 stunden schläft bzw nicht wirklich ansprechbar ist

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Es gibt Menschen die reagieren auf bestimmte Medikamente eben nicht so wie es normaler Weise sein soll. Oft eben leider auch auf Narkosemittel. Dabei kommt es dann vor, das man sich stark bewegt oder eben auch mal etwas länger schläft als es üblich ist. Daher bleibt man auch nach der OP immer erst im sogenannten Aufwachraum unter Überwachung durch geschultes Personal. Mach Dir also keine Sorgen, alles in Ordnung und im Rahmen.

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Du warst nicht unter Narkose. Aber es gibt schon Menschen, die nach der Narkose noch ziemlich benommen sind und komische Sachen sagen oder machen.

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Kann passieren, dass du "ungewöhnlich" reagierst, bei mir wars letztes Jahr so dass ich nach der OP wach war aber den kompletten Folgetag wieder kaum ansprechbar

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In der Narkose kann man nicht um sich schlagen. Entweder wurde gepfuscht oder dein Vater hat einige Begriffe verwechselt. In beiden Fällen ist mir unklar, was man anhand deiner Beschreibung als normal ansehen sollte.

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Kommentar von Hermeshimself
14.02.2016, 15:52

Priesterlein sorry, aber Du scheinst ja nun überhaupt keine Ahnung zu haben. Selbstverständlich kann man während der Narkose um sich schlagen. 

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Wenn du dich bewegt hast warsr du nicht unter narkose

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