Frage von Austria19, 105

Wann soll man die Adoptiveltern ihr/ihm sagen, dass er/sie adoptiert sind, eure Meinung?

Hey,

Ich möchte mich gerne wissen.

Wann soll man die Adoptiveltern ihr/ihm sagen, dass er/sie adoptiert sind, eure Meinung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Saturnknight, 45

ich kann Menuett nur zustimmen.

So früh wie möglich ist das beste, das sagte unser Jugendamt auch. Es gibt da  extra Bücher, die so was kindgerecht erklären, die einen dann dabei unterstützen.

Außerdem muß man bei einem Kleinkind das nicht so komplett durchsprechen. Unsere Beraterin beim Jugendamt gab uns ein gutes Beispiel.

Wenn beispielsweise das Kind fragt, wo die Babys herkommen, dann sagt man ja "aus dem Buch einer Mutter". In der Regel fragt das Kind dann ja "ob es auch aus dem Bauch der Mutter kam". Dann kann man dem Kind ja sagen, daß es aus dem Bauch EINER Mutter kam, aber nicht aus dem Bauch DIESER Mutter.  In der Regel reicht das fürs erste.

Darum spricht man bei Adoptionen auch oft von "Bauchmutter" (die Mutter die das Kind im Bauch hatte) und die "Herzmutter" (die Mutter, die das Kind in ihr Herz geschlossen hat).

Die Adoption zu verheimlichen ist eine ganz schlechte Idee. Früher oder später verplappert sich jemand (also auch Onkel oder Tante oder so), oder das Kind findet vielleicht irgendwelche Unterlagen oder ähnliches. Und dann ist das Vertrauen völlig zerstört.

Kommentar von Austria19 ,

Ich schaue gerne den Sendung Vermisst oder bitte melde dich.

Meisten Leute, die ihre leibliche Eltern suchen, erfährt immmer bis zum Pubrtät und bricht den Kontakt ab zu den Adoptivelten.

Ich weißt nicht, ob das oft vorkommen, dass man nie die Wahrheit erfährt.

Kommentar von ischdem ,

eine sehr schöne Erklärung...

Antwort
von Menuett, 55

Für die Kinder ist es am allerbesten, wenn sie es vom Kleinstkinderalter wissen.

Für ein Kleinkind ist es nichts Schlimmes adoptiert zu sein, es kennt ja gar nichts anderes und wertet noch nicht. So wird die Adoption für das Kind etwas völlig Selbstverständliches.

In jedem anderen Alter ist Chaos vorprogrammiert.

Ein Kindergartenkind wird gar nicht verstehen, dass seine Eltern nicht seine Eltern sind.

Das Schulkind wird sich belogen fühlen.

Dem Teen zieht es ausgerechnet in der Pubertät den Boden unter den Füßen weg.

Der junge Erwachsene wird sehr erbost sein.

In jedem Alter, außer dem Kleinkindalter, wird das Vertrauen in die Adoptiveltern gestört sein.

Zu Recht. Etwas so Wichtiges sollte kein verantwortliches Elternteil seinem Kind vorenthalten.

Kommentar von Austria19 ,

Ich schaue gerne den Sendung Vermisst oder bitte melde dich.

Meisten Leute, die ihre leibliche Eltern suchen, erfährt immmer bis zum Pubrtät und bricht den Kontakt ab zu den Adoptivelten.

Ich weißt nicht, ob das oft vorkommen, dass man nie die Wahrheit erfährt.

Kommentar von Menuett ,

Da man immer wieder mal Abstammungs- und Geburtsurkunden braucht, erfährt man das immer.

Kommentar von Saturnknight ,

Meisten Leute, die ihre leibliche Eltern suchen, erfährt immmer bis zum Pubrtät und bricht den Kontakt ab zu den Adoptivelten.

Ich weiß auch nicht, ob das normal ist oder nicht, aber alleine schon, daß so was passiert sollte doch zeigen, daß es keine gute Idee ist, wenn man es zu lange verschweigt.

Antwort
von Nordseefan, 43

So bald wie möglich. Je länger man wartet, desto betrogener fühlt sich das Kind. Natürlich sollte man jetzt einen 2 oder 3 jährigen nicht damit überfallen, aber irgendwann wird es sich ergeben.

Und: um so jünger die Kinder sind um so unwichtiger ist es erst mal ob adoptiert oder leiblich. Wichtig ist für Kindergartenkinder erst mal das sie einfach geliebt werden von Mama und Papa

Kommentar von Austria19 ,

Ich schaue gerne den Sendung Vermisst oder bitte melde dich.

Meisten Leute, die ihre leibliche Eltern suchen, erfährt immmer bis zum Pubrtät und bricht den Kontakt ab zu den Adoptivelten.

Ich weißt nicht, ob das oft vorkommen, dass man nie die Wahrheit erfährt.

Kommentar von Menuett ,

1,5 bis 2 ist genau das richtige Alter.

Damit überfällt man das Kind nicht, das erzählt man so nebenbei.

Kinder in diesem Alter werten nicht. Das ist für sie dann einfach so und gut ist es.

Mit 3 ist es eigentlich schon zu spät. Da weiß ein Kind schon über Familienverhältnisse Bescheid und wird sich belogen fühlen und kein Vertrauen mehr in die Adoptiveltern haben.

Kommentar von Nordseefan ,

Mit ein bis 2 kann es mit dem Begriff noch nichts anfangen. Und es ist auch nicht gut auf einmal zu sagen: Name du bist adoptiert, so zusammenhanglos bringt das nicht, es muss sich ergeben.

Antwort
von Volkerfant, 21

Ich würde das sp früh wie möglich tun, denn später den richtigen Zeitpunkt zu finden ist schwierig.

Wenn das Kind von vornhinein weiß, dass es adoptiert ist, auch wenn es das noch nicht so richtig versteht, kann es besser lernen, damit umzugehen.

Antwort
von Chaos53925, 41

Ich finde, dass das Kind wissen soll wenn es Adoptiert ist.

Antwort
von dielauraweber, 15

das sollte von anfang an gesagt werden und bekannt sein. man macht da kein geheimnis draus. sobald ein kind einen funken eigengedanken hat, sollte man anfangen darüber zu sprechen

Antwort
von Goodnight, 24

Sobald das Kind fragt war ich auch in deinem Bauch.

Antwort
von valvaris, 47

Ich denke so mit 14-16 und je nach emotionaler Reife kann man das Gespräch suchen. Aber behutsam vorgehen.

Kommentar von Menuett ,

Wie will man denn eine Adoption behutsam vermitteln?

Das geht nicht, das ist immer ein Hammer, wenn man erfährt, dass man 14-16 Jahre angelogen wurde.

Jugendamtsempfehlung lautet auf "so früh, wie irgendmöglich".

Kommentar von valvaris ,

naja esbist schon ein Unterschied zwischen "Mutti und Vati haben dich sehr lieb, aber wir sind nicht deine leiblichen Eltern" und "Ich wünschte, wir hätten die nie adoptiert"

Kommentar von Menuett ,

Nö, da ist der Unterschied nicht so groß.

14-16 Jahre von "Mutti und Vati" angelogen - da glaubt doch keiner mehr an Liebe. Das ist einfach Besitzdenken.

Kommentar von valvaris ,

Meinst du, dass in einem offenen Gespräch direkt Hassgefühle auftauchen? Immerhin waren die Jahre keine Lüge sondern trotzdem Familie. Und auch die Eltern bleiben die Eltern. Sicher ist das im ersten Moment ein Hammer, aber es gibt doch genug Beispiele, in denen sich die Beziehung nicht geändert hat und einige Male auch eine Gute mit den Leiblichen Eltern entstanden ist.

Kommentar von Saturnknight ,

Sicher ist das im ersten Moment ein Hammer, aber es gibt doch genug Beispiele, in denen sich die Beziehung nicht geändert hat und einige Male auch eine Gute mit den Leiblichen Eltern entstanden ist.

Dann sag doch mal ein Beispiel. Gerade in der Pubertät, aber auch noch danach ist so was ein echter Schock. Da kommen dann schnell Sätze wie "meine echte Mutter würde es mir erlauben" oder "bei meiner echten Mutter hätte ich es besser" ...

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