Frage von Cansu26, 57

Wann muss man zum Neurologen/Psychotherapeuten?

Hey :) Also ich war heute beim Hausarzt, weil ich Atteste brauchte für die Schule. Jeden falls hab ich der Ärztin gesagt dass es mir Schlecht geht und ich zB auch oft Kopfschmerzen bekomme. Dann meinte sie das das Spannungsschmerzen wären und hat mich über mein Leben befragt also Familie, Schule ubdso. Wahrscheiblich weil meine Mutter oft dort ist und sie erzählt dann über unsere "Probleme". Meine Mutter möchte auSserdem das ich zu nem Psychotherapeuten gehe, was ich ihr zu liebe auch mache. Sie hat mich mit sozialer Phobie diagnostiziert und Verdacht auf Depression (kam auch von ärztin). Ich hab morgen auch wieder nen Termin bei der Therapeutin aber hauptsächlich wegen meiner Schüchternheit. Einerseits möchte ich da nicht gehen aber ich weiß auch das ich etwas ändern muss. Jetzt zum eigentlichen Thema.. meine Hausärztin hat mir 2 Überweisungen geschrieben, einmal für die Psychotherapie und dann noch für nen Neurologen. Meine Mutter möchte auch dass ich da unbedingt hin gehe. Ich aber nicht. Und ich hab auch bisschen mit der Hausärztin über meine Mutter gesprochen (über Probleme zuhause rede ich eigtl nicht) jedenfalls hat sie mir jetzt mehrfach gesagt, dass ich nicht existiere um meine Mutter glücklich zu machen. Also es ging darum, dass ich zB keinen Kontakt zu meinem Vater habe. Weil ich einfach weiß dass meine Mutter mega traurig wäre (sie hat vorher gedroht, sich umzubribgen wenn wir Kontakt zu ihm suchen würden.). Außerdem hab ich vorher mit meiner Oma gewohnt, bis sie gestorben ist. Das war für mich auch ein Druck weil meine Oma schwerkrank war und ich also den Haushalt machen musste. Ich hab's natürlich gern gemacht aber von meiner Mutter, Bruder kam dann immer dass ich meine Mutter hasse weil ich nicht bei ihr wohnen möchte, obwohl das ja nicht stimmt. Halt ich hatte wegen meiner Mutter auch einerseits immer Schuldgefühle. Aber das ist nur ein kleiner Teil von dem was passiert ist, es gab auch Gewalt.. Ich hab das Gefühl das sich mein Bruder und meine Mutter immer zsm gegen mich tun, vorallem jetzt wo ich bei denen wohne (weil meine Oma gestorben ist). Zu der Zeit wurden meine Noten auch immer schlimmer und musste letztendlich die Schule wechseln da hab ich halt auch bisschen Ärger bekommen. Aber das alles kann ich ja der Psychotherapeuten oder Neurologen nicht sagen. Ich meine meine Mutter will mir ja helfen damit dass ich da hingehe. Aber ich möchte ja auch nicht schlecht über meine Familie reden und eigtl komme ich auch damit klar.. Also ich sag mir immer, dass es nur noch 2 Jahre sind und ich dann eh ausziehe und so lange durchhalte. Aber meine Mutter besteht darauf dass ich da hingehe. Außerdem weiß ich jetzt garnicht mehr weiter wegen der Überweisung zum Neurologen(soll ich die einfach ignorieren?), ich hab ja ne Psychotherapeutin (auch ne Überweisung) auch wenn ich mit ihr nicht über meine Probleme rede sondern über die Schüchternheit, obwohl sie mich natürlich über meine Probleme fragt. Also was soll ich jz tun? Vielen Dank :)

Antwort
von LiselotteHerz, 37

Da Du so allerlei Probleme hast, ist der Weg zu einem Psychotherapeuten schon mal nichts verkehrtes. Dem solltest Du schon so nach und nach alles erzählen, was Du uns hier schreibst, sonst kann er Dir auch nicht helfen. Ist ja kein Hellseher, ein bißchen mitmachen musst Du schon, sonst wird das nichts.

Zu dem Neurologen - davor brauchst Du überhaupt keine Angst zu haben - sollst Du nur wegen der ständigen Kopfschmerzen. Es gibt Antidepressiva auf dem Markt, die gegen Spannungskopfschmerzen helfen. Wurde mir auch mal verordnet.

Mit dem Psychotherapeuten sollst Du reden, der Neurologe würde Dir ein Medikament verordnen. Okay?

Also, keine Bange, da passiert nichts Schlimmes. lg Lilo


Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 6

Deine Situation klingt nicht lustig. Es ist jedoch ein Unterschied, ob man "depremiert" ist oder ob man an der Krankheit Depression leidet. Ich will keine Ferndiagnose wagen, deine Ärztin wird dich besser kennen und schon ihre Gründe haben, wiso sie dich an eine Fachperson überweist.

Ein Neurologe ist vor allem für medikamentöse Behandlungen geeignet, ein Psychotherapeut für die -wie es der Name schon sagt- Psychotherapie. Bei einer richtigen Psychotherapie geht es darum, die Gründe für deine Beschwerden zu erörtern, das Unterbewusstsein zu öffnen und so zu einer Heilung beizutragen.

Ich denke in deiner Situation ist es wichtig, einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Dieser kann dir helfen, mit deinen aktuellen Problemen umzugehen.

Ob ein Neurologe sinnvoll ist, hängt von deinem Gesundheitszustand ab. Wenn du wirklich unter sozialer Phobie und Depressionen leidest macht dies durchaus Sinn. Er wird dich, bevor er dir Medikamente verschreibt sicher nochmals durchchecken. Er ist Fachmann und wird erörtern, ob du unter alltäglichen Problemen leidest (da machen Medikamente keinen Sinn) oder ob du wirklich krank bist.

Eine soziale Phobie ist die Angst, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen. Oft haben die betroffenen Personen Angst, dass ihnen etwas peinliches passieren könnte. Dies führt zu einem sozialen Rückzug. In schweren Fällen kann eine soziale Phobie auch Panikattacken auslösen, wenn man im Zentrum der Aufmerksamkeit steht.

Gegen soziale Phobie werden vor allem Antidepressiva der SS(N)RI-Kklasse eingesetzt (http://deprimed.de/ssri-ssnri-sndri-nari/), diese wirken gegen Ängste ironischerweise besser als gegen Depressionen. Am Anfang können sich die (sozialen) Ängste verstärken, bevor das Medikament nach ca. 5 Wochen angstlösend wirkt. Die Nebenwirkungen sind vor allem zu Beginn der Behandlung stark ausgeprägt und nehmen mit der Zeit ab. Antidepressiva müssen täglich (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf) eingenommen werden.

Eine Depression ist vor allem von Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit, Interessensverlust, Hoffnungslosigkeit, Schlafstörungen, Suizidgedanken, Konzentrationsschwierigkeiten, vermindertem Selbstwertgefühl, Schuldgefühle etc. geprägt. Gegen Depressionen werden auch in erster Linie Antidepressiva der SS(N)RI-Klasse eingesetzt.

Die Beschwerden einer Depression müssen den Alltag merklich beeinträchtigen, damit ein Medikamenteneinsatz gerechtfertigt ist.

Medikamente können nicht heilen, sie können im besten Falle einfach die Symptome unterdrücken. Heilen kann nur eine Psychotherapie. Umso wichtiger ist, dass du dort hingehst.

Ich persönlich würde es einfach mal auf mich zukommen lassen. Verlieren kannste ja nichts dabei. Erkläre dem Psychotherapeuten sowie dem Neurologen deine Situation. Dies sind Fachpersonen und können einschätzen was du brauchst.

Antwort
von Lucky234, 9

das war ja mal ein langer Text (lach).

erst mal finde ich es gut, dass du dich traust das jetzt mal mit der Welt zu teilen(so nenn ich das jetzt einfach mal).

in deinem Leben scheint es  viel drunter und drüber zu gehen. das mit deiner Oma tut mir leid

deine Mutter setzt dich massiv unter Druck, dass darfst du dir nicht gefallen lassen.

 vllt. solltest du dich mal mit dem Jugendamt in Kontakt setzten? ich will dir jetzt keine Angst ein jagen! ich wohne seit fast einem Jahr in einer Mädchenwohngruppe(Kinderheim nur im kleineren Rahmen und besser auf die Individuen angepasst) und lebe noch. man stellt sich das ja alles mega schlimm vor, ist es aber nicht man gewöhnt sich recht schnell daran.

wie alt bist du eigentlich?

deine Therapeutin ist dafür da deinen Problemen zuzuhören, dass ist ihr Job. du redest deine Familie dadurch definitiv nicht schlecht. wenn du ihr nicht vertrauen kannst/willst such dir jemand anderen. du kannst auch mit z.b. deinem besten Freund/ deiner besten Freundin darüber reden.

verliere nicht den Überblick über dein Leben und lass dir nicht alles gefallen.

 

ein Neurologe ist ein Arzt der für deinen Kopf etc. zuständig ist, wenn du also willst das deine Schmerzen verschwinden, ist er eine gute Option um dir zu Helfen.

viel glück

 

 

wenn du möchtest können wir auch PN schreiben ich habe für jeden ein offenes Ohr

Kommentar von Cansu26 ,

Vielen Dank. Ja der Text hat gerade so reingepasst :) Also ich bin 16 Jahre alt und mich jemanden anzuvertrauen, hab ich auch schon nachgedacht.. Aber ich  bin mir nicht sicher, ich hab bisschen Probleme mich anderen anzuvertrauen. Außerdem weiß ich halt nicht wie die Person(en) reagieren. 

Ich möchte mich ja auch nicht von anderen unter Druck setzen lassen, also mir alles gefallen lassen aber bei uns ist das so, dass man halt einfach auf die Eltern hört (vllt liegts an der Nationalität). Also ohne zu widersprechen und so. Mein Bruder sagt auch immer, bevor du etwas machst denk daran wie sich deine mutter fühlen würde. Eben das die Eltern wichtiger sind als man selbst und man immer zuerst an sie denkt. Sie arbeitet auch sehr viel damit sie uns Sachen kaufen kann oderso. Ich schätze das auch alles an ihr vorallem weil sie selber hatte auch nicht soo ne tolle Kindheit. Nur manchmal denke ich sie wirft mir das vor. Dann heißts halt sei mal dankbarer wir hatten das alles nicht, wurden geschlagen undso. Außerdem verstehe ich nicht, wieso sie so viel vor mir verheimlicht. Also ich weiss viele schlimme Dinge (damals von meiner Oma), die meine Mutter (nur) mir nie gesagt hat und bis heute nicht weiß, das ich es weiß. Na ja wie auch immer laber wieder zu viel :)  damals hatte ich jedenfalls große Probleme damit, aber mittlerweile hab ich mich abgefunden damit und zähle fast schon die Tage, bis ich alt genug und unabhängig bin (hört sich jetzt dumm an haha). Nur mit der Schüchternheit muss ich irg.wie klarkommen, und ich suche da jetzt nach anderen wegen weil die Psychotherapeutin dafür ja meine "Probleme" hören will.. das ist jz eigtl. das einzige, was mich so richtig belastet und halt die Angst 

Na ja jedenfalls Danke nochmal :) 

Kommentar von Lucky234 ,

hmm..

klar die Eltern wollen immer das beste für ihre Kinder und Arbeiten deshalb viel und alles, aber du leidest darunter sie kann dir auch nicht vorwerfen das sie eine schlechte Kindheit hatte.

wie gesagt können gerne per PN schreiben.

 

sprich mit jemandem darüber sonst ändert sich nichts

Antwort
von Manja1707, 2

Du solltest mit dem Psychotherapeuten genau das alles besprechen. Der hat ja Schweigepflicht und darf deiner Mutter nichts erzählen, was ihr besprochen habt. Nur so kann er sich wirklich ein Bild machen, was zu deinen Problemen geführt hat. Du redest deshalb nicht schlecht über deine Familie, sondern berichtest einfach Tatsachen. Deine Mutter scheint wirklich ein größeres Problem zu haben und mit ihrem Verhalten macht sie dich krank. Da ist die Hilfe des Therapeuten sicher überaus wertvoll für dich. Also sag ihm die Wahrheit. Das wird dir helfen.

Zum Neurologen zu gehen, wegen deiner Kopfschmerzen schadet nicht, er kann dir ein spezielles Medikament verschreiben.

Antwort
von Hexe121967, 21

"Aber das alles kann ich ja der Psychotherapeuten oder Neurologen nicht sagen"

Der Neurologe testet ob deine Kopfschmerzen/Beschwerden eben neurologische Ursachen haben.

Der Psychotherapeut ist dazu da, dass du ihm dein Herz ausschüttest und über deine Probleme und Gefühle reden kannst.

 

Antwort
von jensjensen4, 4

Wow harte Geschichte...

Du kannst und solltest zumindest dem Psychotherapeuten alles erzählen - der muss deinen Backround wissen, um dir fachgerecht zu helfen und hat ausserdem Schweigepflicht, das ganze bleibt also unter euch. Der Psychotherapeut wird dir dann auch sagen können, inwieweit du mit dem Neurologen (Der auch an die Schweigepflicht gebunden ist) über die ganze Geschichte reden solltest.

Deine Situation ist zwar ernstzunehmen aber du machst jetzt nicht den Eindruck, als ob du Antidepressiva bräuchtest.. Ich habe die Empfehlung in anderen Antworten gesehn und sage da: HALT - Antidepressiva haben oft richtig fiese Nebenwirkungen und es gibt so viele bekannte Fälle, in denen sie die psychologische Situation massiv verschlechtert haben. Von daher sollte das immer die allerletzte Wahl sein. Einige Ärzte zögern nicht, sie zu verschreiben, da das schön in der Kasse klingelt (Natürlich bekommt ein Arzt kein Geld für ein Rezept direkt aber gerade im Psychopharmakabereich lässt der Produzent gerne mal was springen - wer das nicht glaubt, hier mal ein Einblick: http://www.stern.de/panorama/stern-crime/bgh-urteil-zu-bestechung-aerzte-duerfen... )

Versuchs mit Psychotherapie an sich, Meditation, Hypnose - es gibt sehr viele Möglichkeiten ohne sich direkt die chemische Keule zu geben.


Bleib stark - du schaffst das!

Antwort
von Smartypants1, 10

Also, erst mal kannst und sollst du einem Psychotherapeuten tatsächlich alles anvertrauen und erzählen. Das ist seine Aufgabe und sein Beruf. Er wird dich nicht bewerten, verurteilen oder ähnliches. Wenn du nichts von deinen Problemen erzählst, kann er dir allerdings nicht helfen, er muss natürlich etwas über deine Hintergründe wissen, um vernünftige Therapiemaßnahmen einzuleiten.

Ein Neurologe dagegen untersucht körperliche Ursachen und kann dir Medikamente verschreiben. Auch ein Besuch beim Neurologen kann nicht schaden. Er wird sich allerdings weniger für deine familiären Probleme interessieren, sondern für die Kopfschmerzen. 

Antwort
von Pauli1965, 20

Aber das alles kann ich ja der Psychotherapeuten oder Neurologen nicht sagen.

 

Genau das, was du hier geschrieben hast, musst du dem Psychologen sagen,. Sonst kann er dir nicht helfen..

Der Neurologe untersucht dich körperlich, nicht seelisch. Er schaut, was zu deinen Kopfschmerzen geführt haben kann.

Antwort
von onidagori, 14

Du scheinst echt große Probleme zu haben. Deshalb solltest Du unbedingt mit Psychologen bzw. Psychotherapeuten darüber reden. Vermutlich kommt daher Deine Schüchternheit. Um daran erfolgreich arbeiten zu können, müssen Sie alles von Dir wissen. Du schadest damit niemandem, sondern hilfst Dir. Und das ist wichtig.

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute!

Antwort
von Adrian593, 6

Sie hat dich wegen deinen Kopfschmerzen zum Neurologen überwiesen, geh da auf jeden Fall hin, ist halb so wild und abgeklärt werden sollte es schon. Die ersten Male beim Therapeuten wegen meiner Hypochondrie fand ich auch wirklich schlimm, danach bin ich aber gern hingegangen, weil wir uns gut verstanden haben. Beste Grüße, Adrian14J:)

Antwort
von Dahika, 6

das ich zu nem Psychotherapeuten gehe, was ich ihr zu liebe auch mache.

Solange du das ihr zuliebe machst, nützt dir keine Therapie was. Du musst es schon dir zuliebe machen.

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