Frage von Shrimplii, 113

Wann muss man bei Selbstständigkeit die Mehrwertsteuer an das Finanzamt bezahlen Und kann man das ohne den Lohnzettel?

Antwort
von NickgF, 46

Die Antwort ergibt sich aus § 18 UStG.

http://www.gesetze-im-internet.de/ustg\_1980/\_\_18.html

Gemäß der Fragestellung kann man wohl davon ausgehen, dass du dich noch in der Anfangsphase deiner Selbständigkeit befindest. Wenn bei der Umsatzsteuer anstelle der Kleinunternehmer-Regelung nach § 19 die sog. "Regelbesteuerung" praktiziert wird, hast du in den ersten 2 Kalenderjahren jeweils bis zum 10.d.M. für den abgelaufenen Monat in elektronischer Form eine "Umsatzsteuer-Voranmeldung" einzureichen/zu übermitteln.

Gleichzeitig hast du die von dir selbst berechneten Steuerbeträge an die Finanzkasse zu überweisen (evtl. Sepa einrichten?) !!

Die Finanzverwaltung bietet dafür kostenlos die ELSTER-Software an - alternativ kannst du auch jede andere kommerz. Software benutzen oder einen Steuerberater damit beauftragen.

Nach Ablauf der 2 Anfangsjahre kann der Zeitraum abhängig von der USt-Jahreshöhe auf 1/4-jhrl. umgestellt werden bzw. bei USt bis max. 1.000 € ganz entfallen.

Hier findest du Links,um dir das Formular sowie eine Ausfüll-Anleitung samt Dauerfristverl.-Antrag in Papierform anzuschauen.

http://www.finanzamt.bayern.de/Informationen/Formulare/Weitere\_Themen\_A\_bis\_...

Auch die folgende Existenzgründer-Broschüre für den Einstieg ins Steuerliche sei empfohlen:

https://broschueren.nordrheinwestfalendirekt.de/herunterladen/der/datei/150609-e...

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P.S. - mit (d)einem 'Lohnzettel als Arbeitnehmer' hat das alles natürlich nix zu tun !

Antwort
von kevin1905, 48

Wann muss man bei Selbstständigkeit die Mehrwertsteuer an das Finanzamt bezahlen

In dem Moment, wo sie auf einer Rechnung ausgewiesen ist, schuldest du sie. Wenn du kein Kleinunternehmer nach § 19 UStG bist, bzw. grundsätzlich umsatzsteuerfreie Umsätze (§§ 4 ff UStG) hast, musst du sie ausweisen.

Und kann man das ohne den Lohnzettel?

Was hat das mit der Umsatzsteuer zu tun?

Antwort
von Teufelsohr, 63

Hallo,

wenn Du ein Gewerbe anmeldest, bekommst Du automatisch vom Finanzamt Fragebögen zugesandt in denen du Angaben über diverse Merkmale Deiner geschäftlichen Tätigkeiten machen sollst ( wie Umsatzhöhe,Angestellte ectr.); anhand dieser Angaben fordert Dich das Finanzamt auf entweder die

Umsatzsteuererklärung jährlich oder

vierteljährlich oder aber

monatlich

abzugeben, und die errechnete Umsatzsteuerschuld nach Abzug der angefallenen Vorsteuern, ist sodann bis zum 10. des Folgemonates zu entrichten.

Es sei denn Deine selbständige Tätigkeit ist vom Umfang her gering,in diesem Falle kannst Du beantragen auf die Umsatzsteuerpflicht zu verzichten,d.h. aber auch, daß Du

1. keine Mehrwertsteuer in Deiner Rechnung ausweisen darfst und im Gegenzug kannst Du

2. keine Vorsteuern geltend machen.

Das Umsatzlimit für die letztgenannte Regelung kann Dir das Finanzamt sagen,ich habe den Betrag vergessen.

Es ist zu bedenken,daß ein Unternehmer für die Umsatzsteuer lediglich der Steuereinnehmer ist, das Geld gehört jedoch  vom Wesen her dem Finanzamt,ergo sollte man auch darauf achten,daß man diese Steuer stets pünktlich abführt,weil dem Unternehmer dieses Geld ja nicht gehört.

Was Deine Frage zum Lohnzettel betrifft, verstehe ich nicht.

Wenn Du eine Selbständigkeit in Erwägung ziehst oder ggf.schon eine selbständige Tätigkeit seit kurzem ausübst, empfehle ich Dir Dich bei einem Steuerberater beraten zu lassen,denn ich habe den Eindruck Du weißt nicht wirklich was alles zu beachten ist.

Beispielsweise gibt es Gewerbesparten wo Du beispielsweise ab der Selbständigkeit automatisch Mitglied der zuständigen Berufsgenossenschaft wirst,selbst dann wenn Du keinerlei Beschäftigten hast, und irgendwann bekommst Du von denen dann eine Beitragsrechnung,die Du dann möglicherweise in Deiner Kalkulation nicht berücksichtigt hast .Eine solche Pflichtmitgliedschaft läßt sich nicht kündigen.

Andererseits bist Du verpflichtet Mitglied einer zuständigen Berufsgenossenschaft zu werden (falls von Deiner Sparte her keine Pflichtmitgliedschaft besteht) falls Du Angestellte hast, selbst dann wenn es sich lediglich um Mini-Jobber handelt. Der Beitrag richtet sich nach der Gewerbesparte sprich nach der Gefahrenklasse und die Lohnsumme der Angestellten.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

Wenn in der Fragestellung nach der Abgabe bzw. der Zahlung der Umsatzsteuer gefragt wird, wieso kommt dann ein Roman über den § 19 UStG (Kleinunternehmen) ....

und ein Neugründer MUSS 2 Jahre lang die Voranmeldung monatlich abgeben

Kommentar von Teufelsohr ,

Hallo,

weil ich so antworte wie ich es für richtig halte.Ich bin nämlich nicht Du.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

Deine Antwort ist nicht falsch, hilft dem Fragesteller aber kein bischen weiter ....

Kommentar von Teufelsohr ,

Hallo,

meine Antwort ist vollumfänglich richtig,mit Ausnahme daß so wie Du mitgeteilt hast,jetzt ein Neugründer die UST-Voranmeldung mtl.abgeben müsse, das war vor vielen Jahren nicht so. Aus der Frage des Fragestellers ergibt sich sehr wohl,daß er von all den Pflichten die als Unternehmer auf ihn zukommen, offenbar nur wenig weiß, ergo besteht die Möglichkeit,daß ihm meine Mitteilung sehr wohl etwas nutzen wird. 

Möglicherweise wird der Fragesteller nämlich erkennen,daß es für ihn das aller Beste ist, wenn er all die Unklarheiten mit einem Steuerberater bespricht.

Außerdem ist anzunehmen,daß Du nicht das Sprachrohr des Fragestellers bist,folglich kannst  n i c h t  Du an seiner Statt anworten.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

ich habe nie behauptet, sein Sprachrohr zu sein.

nur auf eine Frage, wie die Mehrwertsteuer an das Finanzamt abgeführt werden muß, Hinweise und Tipps zur Kleinunternehmerregelung zu geben, ist halt kontra produktiv ...

und ich hab es aufgegeben, Existenzgründer auf Steuerberater hinzuweisen, sie wissen eh alles besser ....

Kommentar von Teufelsohr ,

Hallo,

Du benimmst Dich aber so. Du weißt doch gar nicht welche Regelung auf den Fragesteller zutrifft,ergo kannst Du auch nicht beurteilen ob er davon einen Nutzen hat

Woher weißt Du denn,daß alle Existenzgründer alles besser wissen,kennst Du denn alle ?.

Was regst Du Dich überhaupt so auf ?

Kommentar von wurzlsepp668 ,

ich reg mich hier gar nicht auf, eher Du ......

und es trifft definitiv die Kleinunternehmerregelung auf ihn NICHT zu, da er nach der Abgabe bzw. Zahlung der Mehrwertsteuer an das Finanzamt fragt.

und dies dürfte bei einem Kleinunternehmer etwas schwierig sein ...

Kommentar von Helefant ,

Frage: Wieviel kostet ein Bahnticket nach Paris?

Antwort: In Bottrop gibt's auch hübsche Mädels.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

danke, helefant, genau so hat die Antwort geklungen ....

Kommentar von Teufelsohr ,

Hallo,

ein wirklich genialer Kommentar.

Kommentar von tt290 ,

Ob das die Frage beantwortet, sei mal dahingestellt.

Allerdings kann man nicht beantragen, auf die Umsatzsteuerpflicht zu verzichten, wie du es dargestellt hast.

Was du meinst, ist die Kleinunternehmerregelung, und hat nichts mit einer Umsatzsteuerpflicht zutun. Die wird dadurch nicht ausgehebelt. Beim Kleinunternehmer i.S.d. UStG wird von der Erhebung der USt jedoch abgesehen.

Im Übrigen kann man auch nicht zur Kleinunternehmerregelung optieren - man ist es per Gesetz, wenn die tatbestandlichen Voraussetzungen des § 19 UStG erfüllt sind. Was man machen kann, ist davon wegzuoptieren.

Antwort
von wurzlsepp668, 57

da Selbständigkeit scheitert der Lohnzettel ...

Lohnzettel bekommen abhängig Beschäftigte ....

die Umsatzsteuer-Voranmeldung ist eine Bringschuld an das Finanzamt, d.h. der Steuerpflichtige ist dafür verantwortlich, dass sowohl Meldung als auch Zahlung rechtzeitig beim Finanzamt sind

Antwort
von brido, 49

Das erste Mal am Ende des Jahres, nachher bekommt man Vorschreibungen. Der Gewinn wrid sozusagen geschätzt als gleich wie im Vorjahr. 

Kommentar von wurzlsepp668 ,

bei allem Respekt: Bullshit!!

Du meinst Einkommensteuer, der Fragesteller fragt nach Umsatzsteuer! und die Umsatzsteuer ist eine Bringschuld an das Finanzamt ...

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