Frage von Sabine3185, 77

Wann muss die Kündigung beim Arbeitgeber sein wenn der Arzt mir heute Burnout diagnostizieren würde?

Antwort
von LiselotteHerz, 28

Nicht selbst kündigen, dann wirst Du beim Arbeitsamt für drei Monate gesperrt!

Lass Dich krankschreiben, wenn Du nicht mehr kannst und leg es darauf an, dass der AG Dir irgendwann die Kündigung ausspricht.

Wenn Du jetzt selbst kündigst, die einzuhaltenden Kündigungsfristen richten sich nach Deinem Arbeitsvertrag, stehst Du erst mal ohne einen Cent da. Dann hast Du nicht nur köperlich und seelisch bedingte Sorgen, sondern auch noch finanzielle.

lg Lilo

Antwort
von Dasweissichauch, 26

Warum willst du kündigen? Du wirst doch krank geschrieben.Du kannst nach genug Erholung weiter arbeiten. Lg

Antwort
von mloeffler, 39

Obwohl ich "Krankeiten" die die Mediziner mit "Syndrom" benennen immer etwas skeptisch sehe, was hier eigentlich nichts zur Sache tut, mal der Versuch einer ordentlichen Antwort.

a) Burnout, ist eine Krankheit, deretwegen Du wahrscheinlich krank geschrieben wirst. Wenn Du heute zum Arzt gehst, solltest Du den Arbeitgeber so früh, wie Dir das irgendwie möglich ist, auf dem bei Euch im Betrieb üblichen Wege mitteilen, dass Du wegen Krankheit heute fehlen wirst. Wirst Du Krank geschrieben, muss die Krankschreibung ebenfalls unverzüglich zum Arbeitgeber. Normalerweise reicht aber innerhalb von 2 Tagen, es reicht also wenn Du das per Post machst. 

b) Kündigen darfst Du Dein Arbeitsverhältnis jederzeit. Auch wenn Du nicht krank bist. Dazu brauchst Du auch nicht zum Arzt. In Deinem Arbeitsvertrag steht mit welcher Frist Du kündigen kannst. Normalerweise sind dies, 14 Tage zum Monatsende. Du kannst wenn das auf Dich zutrifft jetzt also zum 31.12. kündigen. 

Kommentar von LouPing ,

Hey mloeffler

Burnout, ist eine Krankheit..

Das stimmt so leider nicht. 

Die Diagnose Burnout ist nicht in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10) enthalten. Dort kann Burnout nur unter dem Stichwort „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung inkl. Ausgebranntsein [Burn-out]“ als Zusatzcodierung (zusätzlich zu einer anderen Diagnose) klassifiziert werden. Deshalb kann Burnout nicht als "offizielle" Krankheit bezeichnet werden. Dennoch sollte man Anzeichen von Burnout ernst nehmen.

Sie können unterschiedliche Ursachen haben, wie zum Beispiel:
Vorübergehende Arbeitsüberforderung
Stresssymptome wie Angespanntheit, Schlafprobleme und Erschöpfung können im Rahmen von ungewöhnlichen Belastungen auftreten. Wenn diese Phasen zeitlich begrenzt und ein Ende der Belastung absehbar ist, und wenn die Stresssymptome in kurzen Erholungsphasen, zum Beispiel am Wochenende, zurückgehen, handelt es sich nicht um Burnout.

Hält der Zustand einer Arbeitsüberforderung mehrere Wochen bis Monate an und bildet sich durch kurze Erholungsphasen nicht zurück, kann das ein Hinweis auf Burnout sein. Burnout ist zwar keine eigenständige Erkrankung, kann aber das Risiko für die Entwicklung einer späteren psychischen Erkrankung wie zum Beispiel einer Depression, und/oder einer körperlichen Erkrankung wie zum Beispiel eines Bluthochdrucks, erhöhen oder eine solche Erkrankung auslösen.

Burnout bzw. Burnout-ähnliche Symptome können auch ein Hinweis auf andere zugrunde liegende Erkrankungen, etwa eine Depression, chronische Schmerzen oder eine beginnende Demenz, sein. Anforderungen, die Betroffene bisher leicht und gut bewältigt haben, werden auf einmal zur Überlastung und führen unter anderem zu Gefühlen von Überforderung und Erschöpfung am Arbeitsplatz.

Also ist eine umfassende Diagnostik nötig, nur die erklärt eine längere Krankschreibung. 

bye medz. KlassF. 

Kommentar von mloeffler ,

Danke für die Ergänzung und richtigstellung, ich muss zugeben, dass ich nicht wusste, dass das Burnout Syndrom nicht im ICD-10 enthalten ist. Grundsätzlich ändert das aber nichts an meiner Einschätzung, dass Krankschreibung und Kündigung an sich nichts miteinander zu tun haben.  

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit & Kündigung, 21

Warum verknüpfst Du Burnout mit Kündigung?

Du bist doch nicht verpflichtet zu kündigen, wenn Du längere Zeit arbeitsunfähig bist.

Wenn Dein AG Dir kündigen will, soll er es probieren. Wegen z.B. vier oder fünf Monate Arbeitsunfähigkeit kann er das nicht, wenn Du nicht schon die letzten zwei Jahre jeweils mindestens sechs Wochen arbeitsunfähig warst.

Selbst dann muss das noch geprüft werden da Kündigungen bei Krankheit nicht so einfach sind und auch immer eine "Drei-Stufen-Prüfung" gemacht werden muss (auf die ich jetzt nicht eingehe).

Solange Du schon länger als sechs Monate im Betrieb bist und es sich nicht um einen Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 ständigen Vollzeitkräften handelt, brauchst Du Dir um eine Kündigung (egal von welcher Seite) erst einmal keine Gedanken machen. Du solltest erst einmal gesund werden.

Um auf Deine Frage einzugehen: Das kann ich Dir nicht beantworten da ich weder Deine Kündigungsfrist kenne, noch weiß zu welchem Termin Du kündigen möchtest.

Antwort
von Kandahar, 25

Wieso muss man wegen einem Burnout kündigen?

Lass dich behandeln und erhole dich, dann kannst du auch wieder arbeiten.

Antwort
von christl10, 11

Du tust Deinem Arbeitgeber einen riesen Gefallen, wenn Du kündigst. 

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