Wann müssen Nebentätigkeiten eines 63 jährigen Rentners mit 45 Berufsjahren der Rentenversicherung gemeldet werden?

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5 Antworten

Hallo Painsucker,

Sie schreiben:

Wann müssen Nebentätigkeiten eines 63 jährigen Rentners mit 45 Berufsjahren der Rentenversicherung gemeldet werden?

Mein Vater ist seit 1. Oktober Renter mit 45 Berufsjahren und kann monatlich 450€ dazu verdienen. Er hat auf dem Bau gearbeitet und würde da unregelmäßig auch mal spontan ab und zu mit einspringen. Das kann mal 1 Woche sein oder mal 1 Tag oder auch mal gar nicht in einem Monat. Wann genau müssen der RV diese Zeiten mitgeteilt werden?

Antwort:

Ihr richtiger Ansprechpartner ist selbstverständlich die zuständige DRV-Rentenanstalt!

Wenn der Verdienst 450 Euro übersteigt, so ist dies zeitnah bei der DRV anzuzeigen!

Sicherlich wäre es nicht intelligent, die zulässigen Freibeträge zu überschreiten, denn das ist in etwa so, wie wenn Sie Wasser in den Brunnen gießen!

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/Allgemeines/FAQ/rv_leistungsverbesserungsgesetz/140212_faq_rente_mit_63.html

Auszug:

Wird auf die Rente ab 63 ein Nebenverdienst angerechnet oder kann unbegrenzt hinzuverdient werden?

Bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze kann neben einer Altersrente nur begrenzt hinzuverdient werden. Die Regelaltersgrenze steigt derzeit schrittweise von 65 auf 67 Jahre. 

Abhängig von der Höhe des Hinzuverdienstes wird die Altersrente in voller Höhe (etwa bei einem 450-Euro-Job) oder als Teilrente (bei einem höheren Nebenverdienst) gezahlt. 

Wird die höchste Hinzuverdienstgrenze überschritten, erlischt der Anspruch auf die Rente. 

Nach Erreichen der Regelaltersgrenze können Rentner ohne Auswirkungen auf die Altersrente unbegrenzt hinzuverdienen.

Was den zulässigen Nebenverdienst anbelangt, so wird dieser vom Arbeitgeber ohnehin an die zuständige DRV-Rentenanstalt gemeldet!

https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/node.html;jsessionid=0CDDD07C66C5FE541736BE24E63FCAD0

Auszug:

Minijobs im gewerblichen Bereich

Minijobs im gewerblichen Bereich sind zum einen

geringfügig entlohnte Beschäftigungen, bei denen das Arbeitsentgelt monatlich 450 Euro nicht übersteigen darf (450-Euro-Jobs) und zum anderen kurzfristige Beschäftigungen, die von vornherein für eine begrenzte Dauer ausgeübt werden.

Geringfügig entlohnte Arbeitnehmer unterliegen in der Rentenversicherung der Versicherungspflicht und zahlen einen Beitragsanteil zur Rentenversicherung. In den übrigen Zweigen der Sozialversicherung sind sie versicherungsfrei. 

Für Arbeitgeber besteht Melde- und Beitragspflicht. Sie zahlen pauschale Abgaben an die Minijob-Zentrale.

Der gewerbliche Bereich umfasst alle Beschäftigungsverhältnisse, die nicht in Privathaushalten ausgeübt werden, für die das so genannte Haushaltsscheck-Verfahren gilt.

https://www.minijob-zentrale.de/DE/Service/01_top_service_navigation/05_ueber_uns/node.html

Auszug:

Die Minijob-Zentrale gehört dem einzigartigen Verbund der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (

KBS

) an.

 

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Die Firma muss deinen Vater als Minijober anmelden. Das ist schon mal Pflicht.

 Denn dadurch wird dann auch regelmäßig von der Firma sein Verdienst an die Rentenversicherung gemeldet. Dein Vater muss sich dann nicht kümmern.

Was aber ganz wichtig ist, ist das dein Vater nicht über 450 € im Monat verdienen darf. Da muss er am besten selbst nebenher ein bisschen mitrechnen. Ansonsten ist es ganz egal in welchem Zeitraum er in den Monaten arbeitet. Das kann total unregelmäßig sein, hauptsache er überschreitet pro Monat die 450 € nicht.

Sein Jahresverdienst darf nicht über 5400 € liegen !! das ist ganz ganz wichtig, denn sonst muss er  Steuern darauf zahlen  und wenn du das dann mal runter rechnest,  kann es sehr gut sein ,dass er dann das gesamte Jahr über für einen extrem niedrigen Stundenlohn  gearbeitet hat.

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Kommentar von kevin1905
16.10.2016, 12:03

Ohne den steuerpflichtigen Teil der Rente zu kennen, wird das schwierig eine Prognose zur Steuer zu stellen.

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Soweit ich informiert bin darf man bei einem 450,-- € Job 2 x im Jahr 900,-- € verdienen (z. B. auch Weihnachtsgeld o. Urlaubsgeld), alles was mehr ist muß der Rentenkasse gemeldet werden und wird von der Renten abgezogen. Erst mit 65 Jahren darf er wieder unbegrenzt dazu verdienen.

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Kommentar von Painsucker
16.10.2016, 10:53

Das es gemeldet werden muss wissen wir. Es ging mir eigentlich mehr darum, ob es reicht, am ende des Monats mitzuteilen wie oft man gearbeitet hat, oder ob man jeden tag an den man arbeitet sofort melden muss

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§§ 60 ff SGB I.

Unverzüglich.

Minijobber werden an die Knappschaft gemeldet. Der Rentenversicherungsträger kann sich die Daten besorgen.

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Hallo, 

wenn das Einkommen im Jahr

12x450€ plus 2x900€ im Jahr überschreitet. Dann wird seine Rente gekürzt.

Das gilt bis zum Regelrentenalterseintritt (65. Lebensjahr). Danach kann er mehr verdienen.


Beste Grüße Dickie59

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