Frage von julekatze1999, 36

Wann lohnt sich eine Therapie (Zwangsstörungen)?

(Da meine gefühlt 2000 Zeichen dank eigener Dummheit verloren gegangen sind, stürze ich mich einfach erneut in das Schreiben. Yey. )

Hey.

Da mich das Thema schon lange beschäftigt (etwa seit meiner Einschulung oder gar noch eher) und ich mich dadurch noch immer gestört fühle, dachte ich mir spreche ich es doch einfach mal an.


Ich hatte schon einige Tics, wenn man es so will, doch habe ich nie versucht, irgendetwas dagegen zu machen. Die einzige Maßnahmen waren soweit ich mich erinnert kann nur als ich um die 10 Jahre alt war und meine Mutter sich darüber mehr oder weniger lustig gemacht hat oder etwas genervt davon war, es war ja auch nie etwas ernstes, lediglich kleine Tics oder so.

Mittlerweile habe ich andere Tics, eher Zwänge. Diese sind zwar auch nichts ernstes oder schlimmes, ich möchte hier nichts theatralisieren, jedoch wird mir zunehmend bewusst wie sehr mich das mehr oder weniger einschränkt. Nicht in vielen Bereichen aber in einem recht wichtigen für mich. In meinem größten Hobby, welchem ich seit 2012 nachgehe, habe ich mich durch diese kleinen Tics nie so gestört gefühlt wie jetzt. Auch das Autofahren fürchte ich sehr, weil ich stets befürchte, einen Unfall zu verursachen, was natürlich auch wieder zu weit hervorgeholt und übertrieben ist. Ich bin 16 Jahre alt, heißt dass ich die Fahrschule noch vor mir habe hust in zwei Wochen geht es los hust und davor habe ich eben auch etwas Angst.

Ich weiß, dass das alles kleinlich ist aber ich schaffe es einfach nicht, davon abzukommen und auch wenn eine Therapie wohl sehr übertrieben ist. Kommt mir bitte nicht mir einem Rat wie "Rede mit Freunden darüber! " Hätte ich die Möglichkeit, hätte ich es vielleicht bereits getan ^^ Mit meiner Familie kann ich auch nicht wirklich darüber reden.

Vielleicht hat ja jemand Erfahrung auf dem Gebiet und kann mir ein paar Tipps ans Herz legen.

Danke ^^

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Nasdaq14, 8

Lohnen tut sich eine Therapie, so früh wie öglich, denn dann sind die Chancen groß, das man das was einen jetzt " wenig " einschränkt, sich nicht ausweitet - leider haben Zwänge die Tendenz dies zu tun.

Zum jetzigen Zeitpunkt wird es dir noch leicht fallen, die " Tics " zu überwinden.

Zwangsstörung ist eigentlich dann vorhanden, wenn Du bestimmte
Dinge, meist immer wieder wie ein Ritual, tun mußt und Dich unwohl
fühlst, wenn Du sie nicht ausführst, aber eigentlich weißt, das das
Quatsch ist.  

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, angefangen von der
Selbsthilfe, Literatur, kognitiven Verhaltenstherapie, ambulant und
stationär, mit und ohne Medikamnetenunterstützung (  meist  die neuere
Variante der Antidepressiva - SSRI s - einzeln oder in Kombination.

Wenn Du Informationen und en Austauch suchst, bist Du hier am Betsen aufgehoben:

Gehe einmal auf die Seite der Deutschen Gesellschaft für Zwangserkrankungen ( DGZ ).

Dort gibt es eine genaue Beschreibung zur Zwangsneurose, wo Du nachschauen kannst, ob es auf Dich zutrifft.

Zusätzlich gibt es einen Chat, ein Forum und Tipps zur Behandlung.

Auf der Suche nach einem Therapeuten in Eurer Region kannst Du bei der DGZ nachfragen, die haben eine Liste

Mo - Fr. 10:00 - 12:00 Telefon: (040) 689 13 700

Du kannst dort auch alle sonstige Fragen zur Zwangsstörung stellen.

Du kannst Dir auch mal das Buch von

Jeffrey M Schwartz: - Zwangshandlungen und wie man sich davon befreit

besorgen.

Nur noch bei Amamzon und nur noch grbraucht - in der broschierten Ausgabe ab 5 EUR.

Es gibt sehr eine sehr gute Erklärung und ein Selbsthilfeprogramm und ist sein Geld wert.

Falls Du fragen hast,  kannst du mir gerne ein Freunschaftsangebot
schicken, ich habe 30 Jahre Erfahrung  ( als Patient  - nicht als Therapeut  ) damit und bin heute in einem  guten Zustand.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

Antwort
von PolluxHH, 12

Auf jeden Fall solltest Du zum Arzt, denn hier ist abzutesten, ob es sich um Zwangsstörungen, Bewegungsstörungen oder komplexe Tics handelt, bei Tics wäre auch zu klären, ob primär oder sekundär. Bei primären Tics haben sich z.B. Dopaminblocker bewährt, also spezielle Psychopharmaka.

Eine Abklärung scheint aber auf jeden Fall angemessen, schon alleine aufgrund der sich verstärkenden Symptomatik.

Viel mehr kann man aber auch nicht sagen, da u.a. auch keine genaue Beschreibung der Symptomatik geleistet wurde, doch das hebe Dir auch besser für den Arzt auf.

Antwort
von MrRomanticGuy, 16

Also wenn Dich die Zwänge stören und Du dies ändern willst solltest Du eine Therapie machen oder sich mal mit Leuten unterhalten die auch so ein Problem haben. Gibt im Internet auch Foren über Zwangsstörungen und Co.

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