Wann lohnt sich eine Rechtschutzversicherung?

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6 Antworten

Die Frage ist ein wenig falsch gestellt.

"Lohnen" tut sich eine reine Risiko-Versicherung nur, wenn man im Leistungsfall mehr bekommt, als man an Beiträgen gezahlt hat.

Da aber niemand hellsehen kann, lässt sich das nicht voraussagen. Versicherungen machen Risiken kalkulierbar.

Zu viele solcher Kunden lohnen sich aber für die Versicherer nicht, da diese Wirtschaftsunternehmen sind und Geld verdienen müssen.

Eine RSV ist modular aufgebaut. Privat-RS (i.d.R. inkl. Steuer und Sozialrecht), dazu kommen Bausteine wie z.B.

  • Verkehrs-RS
  • Immobilien (Miete, Eigentum, Vermietung)
  • Beruf
  • etc.

Je mehr Bausteine du rein nimmst, desto teurer wird es natürlich.

Im Streitfall kannst du dann aber kostenlos eine anwaltliche Erstberatung in Anspruch nehmen. Auch Prozesskosten werden (bei Aussicht auf Erfolg) abzgl. der Selbstbeteiligung, wenn vereinbart, erstattet.

Wenn du vor Gericht obsiegst, ist ohnehin die unterlegene Partei zur Erstattung der Kosten verplichtet (Ausnahme: Erstinstanz im Arbeitsrecht).

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Eine Verkehrsrechtsschutz kann schon sehr hilfreich sein, wenn man selbst einen Anspruch durchsetzen will. Wird man selbst belastet, leistet die Haftpflichtversicherung passiven Rechtsschutz.

Auch Streithammel sind mit einer RS nicht sonderlich gut beraten. Spätestens beim dritten Fall kommt die Kündigung.

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Kommentar von DolphinPB
03.10.2016, 18:52

Wirklich ?

Erstens, eine Rechtsschutzversicherung ist auch in vielen anderen Bereichen hilfreich beim Durchsetzen seiner Ansprüche.

Zweitens, ich kenne viele Verträge die während der Laufzeit 3 und mehr Schäden hatten, da ist gar nichts passiert.

Drittens, in wie weit leistet denn eine Haftpflicht wenn man z.B. mit seinem Arbeitgeber oder mit einem Handwerker streitet, oder von einem Inkasso-Unternehmen "belastet" wird.

Wenn schon "Experten-Rat", dann bitte vernünftig und differenziert, und nicht so ein Unsinn.

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Kevin hat da natürlich schon recht. Aber das ist nicht entscheidend. Wichtig ist für Dich als Versicherungsnehmer immer zu beurteilen... 

1. Wie hoch ist das Risiko das ein Schadensfall eintritt? 

2. Wie hoch ist der durchschnittliche Schaden? 

Eine Krankenversicherung lohnt sich zum Beispiel deswegen weil die Wahrscheinlichkeit krank zu werden relativ hoch ist und der Schaden außerdem immer groß ist. Gerade bei einem Unfall entstehen enorme Kosten. 

Wenn Du allerdings sagst die Wahrscheinlichkeit, dass ich verklagt werde ist gering und im Zweifelsfall wird es kein großer Prozess sein (vielleicht 1000 Euro Kosten) lohnt es sich nicht. Weil Du 1000 Euro normalerweise irgendwie selbst stemmen kannst und die Wahrscheinlichkeit sowieso gering ist. 

Ich hoffe das hilft Dir als Ansatz weiter. Ein paar weitere interessante Infos zum Thema kannst Du auch hier nachlesen: https://www.versicherungsguide.net/rechtsschutzversicherung/

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Wenn in Zukunft die Summe der Beiträge für die Rechtsschutzversicherung (RSV) geringer ist als die, ohne eine solche RSV, von Dir selbst zu tragenden Anwalts- und Gerichtskosten.

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Ich habe seit ich ein eigenes Auto habe zumindest eine Verkehrsrechtsschutz-Versicherung.

Um in Zukunft aber komplett abgesichert zu sein, hab ich mich dieses Jahr für einen Vollrechtsschutz entschieden.

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... spätestens dann, wenn die mehr geleistet haben, als Beitrag gezahlt wurde.

Ich bin deshalb derzeit die nächsten 180 Jahre "kostenfrei" abgesichert.

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